Überreichweiten und Empfangsstörungen durch Inversionswetterlage

Dieses Thema im Forum 'Studio- und Sendertechnik' wurde von Maschi gestartet, 01. Februar 2006.

  1. codo Benutzer

    AW: Überreichweiten und Empfangsstörungen durch Inversionswetterlage

    Bei UKW-Überreichweiten kann sich ein sogenannter Duct zwischen
    Luftschichten unterschiedlicher Dichte, in Höhen der Troposhphäre bilden,
    der wie ein "Schlauch" die elektromagnetische Schwingung weiterleiten
    und dadurch über die Alpengipfel transportieren kann.
  2. br-radio Benutzer

    AW: Überreichweiten und Empfangsstörungen durch Inversionswetterlage

    @codo: Danke für die Auskunft.
  3. br-radio Benutzer

    AW: Überreichweiten und Empfangsstörungen durch Inversionswetterlage

    Habe in Lübeck die Tage den Norwegischen Rundfunk via Greipstad reinbekommen. Ist das möglich? Auf meinem RDS-Display stand NRK. Definitiv. Beim Nachschauen auf der Liste von fmlist.org habe ich dann Greipstad ausfindig gemacht. Aber kann Greipstad bis an die Trave senden?
  4. Musikminister Benutzer

    AW: Überreichweiten und Empfangsstörungen durch Inversionswetterlage

    Zwischen Lübeck und Greipstad liegt nur Wasser. Für UKW kein Hindernis. Greipstad ist aber auch weiter südlich (Weserbergland) relativ regelmäßig zu empfangen (100,1 MHz).
  5. br-radio Benutzer

    AW: Überreichweiten und Empfangsstörungen durch Inversionswetterlage

    Kann man auch Finnland in Lübeck hören?
  6. Radiocat Benutzer

    AW: Überreichweiten und Empfangsstörungen durch Inversionswetterlage

    Nö! An finnischen Sendern hab ich mir schon auf Rügen die Zähne ausgebissen. Nix zu machen. Dei Schweden gehen dort an der Nordküste mit dem nassen Finger. 101.4 SR P4 macht sogar dem Deutschlandradio den Garaus, am Kap Arkona.

    Ach ja: Der Empfang von Libyen in Deutschland hat mit der von codo beschriebenen Ausbreitung nix zu tun. So weit geht es in der Troposphäre dann doch nicht. Das findet dann in höheren Schichten statt, in der Ionosphäre, sog. "Sporadic-E"-Überreichweiten. Dabei erlangt dann das UKW-Band für sehr kurze Zeit ähnliche Ausbreitungsbedingungen wie die Kurzwelle.
  7. br-radio Benutzer

    AW: Überreichweiten und Empfangsstörungen durch Inversionswetterlage

    Radiocat, danke für diese technische Auskunft.
  8. radiotime Benutzer

    Hab gestern abend im Radio des Miet-BMW die 89.5 von hr3 im Saarland (RAUM NK fuer Ortskundige) reinbekommen - das sind ~300km. War wohl die richtige Wetterlage ...
  9. radiovictoria01 Benutzer

    AW: Überreichweiten und Empfangsstörungen durch Inversionswetterlage

    War es wohl. Aber nicht immer und nicht unbedingt. Wer in Aschaffenburg z.B. den "Dalberg" (ab Mainufer, geht etwas steil aufwärts in die Stadt, hohe Hauswände) entlangfährt, wird auf dem Stück regelmässig in bester Ortssenderqualität die Göttelborner Höhe (SR) im Autoradio hören. Entfernung: ca 220km.
  10. radiotime Benutzer

    AW: Überreichweiten und Empfangsstörungen durch Inversionswetterlage

    Muss es mal 'beobachten' - komme da jetzt oefter hin.
  11. bennylein Gesperrter Benutzer

    AW: Leichte Überreichweiten im Moment?


    wenn auch etwas spät xD


    dankee hrhr
  12. radiotime Benutzer

    AW: Überreichweiten und Empfangsstörungen durch Inversionswetterlage

    Die letzten zwei Tage auch - aber lokal sehr beschraenkt. Nur auf wenigen Kilometern Strecke. Danach wieder frz. Musik.

    (man merkt, warum manche DX-verrueckt sind - smile)
  13. br-radio Benutzer

    AW: Überreichweiten und Empfangsstörungen durch Inversionswetterlage

    Wie weit kann man eigtl. den Sender Hochries (Ant. Bayern 107,7 MHz|50 kW) hören? Ich konnte ihn heute bis weit in den Bayerischen Jura hören, an der A93 geht der aber nicht so gut rein...
  14. br-radio Benutzer

    AW: Überreichweiten und Empfangsstörungen durch Inversionswetterlage

    Kann man beifahrertauglich WDR 2 noch in Frankfurt/Main empfangen?
  15. schraut Benutzer

    AW: Überreichweiten und Empfangsstörungen durch Inversionswetterlage

    Das wundert mich, dass dass niemandem aufgefallen ist: Am Dienstag, 11. Mai, konnte ich von 15 bis ca. 17 Uhr südosteuropäische Programme empfangen!! Ich wohne zwischen Würzburg und Schweinfurt. Da kamen folgende Programme über UKW mit RDS:
    87,5 MHz: deltafm
    87,6 MHz: SUMEN / TEL. 054 (mit Lauftext!)
    88,6 MHz: ISTANBUL (!!!)
    88,8 MHz: BURC FM
    90,5 MHz: ? (türkisch)
    91,2 MHz: ohne RDS, aber Energy herausgehört (tschechisch?)
    93,4 MHz: TRT RD-4 (ging am stärksten)
    und viele weitere türkische Programme ohne RDS! Und das alles mit meinem Handy (Sony Ericsson).
  16. chapri Benutzer

    AW: Überreichweiten und Empfangsstörungen durch Inversionswetterlage

    Da siehts schlecht aus. Aber jetzt - zu Zeiten der Ueberreichweiten - kann man's auf der 100,4 (Koelner Bucht) oder gar auf der 101,0 (Eifel) versuchen...
  17. Relativnett Benutzer

    AW: Überreichweiten und Empfangsstörungen durch Inversionswetterlage

    So wollen wir doch hoffen das der digitale Rundfunk nicht wie mal angedacht war bis 2020 über die Bühne läuft ! In einer Fernsehsendung wurde mal erwähnt, das es den UKW analogfunk noch in 50 Jahren gäben würde da es einfach und billig zu senden und empfangen sei. In der Tat fände ich den unter umständen "eingeschränkten" Radioempfang via Digitalfunk langweilig da dann viele Sender (selbst wenn nicht überreichweite) nicht mehr hörbar wären und ganz zu schweigen von den vielen teuer erworbenen Radio's die auf einmal alle unbrauchbar wären wie seiner Zeit die DSR Empfänger.
  18. Dagobert Duck Benutzer

    AW: Überreichweiten und Empfangsstörungen durch Inversionswetterlage

    Dass UKW in 50 Jahren noch der Standard für Rundfunkübertragung ist, glaube ich nicht. Wenn es einen Mehrwert bringt, investiert die Bevölkerung durchaus freiwillig in neue Technik. Beim Fernsehen hatte die analoge terrestrische Ausstrahlung zum Schluss nur noch ein Nischendasein, weil fast alle schon auf Kabel und Satellit umgestiegen waren, um mehr als drei Programme empfangen zu können. So ähnlich wird es wahrscheinlich auch beim Radio laufen, im Haus gibt es mit Kabel/Satellit und zunehmend auch Internet schon heute eine nahezu unbegrenzte Auswahl an Sendern, da braucht man im Grunde gar kein UKW mehr. Bleibt noch der mobile Empfang im Auto, da ist UKW in der Tat nicht die allerschlechteste Lösung, aber ich hoffe doch mal, dass es in 50 Jahren weit bessere Techniken gibt, die einen großen Mehrwert bieten. Sowas wie flächendeckender mobiler Internetempfang wäre z.B. denkbar.
  19. equalizer Benutzer

    AW: Überreichweiten und Empfangsstörungen durch Inversionswetterlage

    Ich stelle die Frage hier mal rein: Eigentlich bin ich "Dauer"-Hörer von Radio 21. Ab und an verschwindet der Sender aber komplett....ich höre dann nix mehr. Suche ich andere Sender, sind diese einwandfrei zu bekommen....woran könnte es liegen? Da es bei mehreren Radios so vorkommt, kann´s ja schlecht an eben diesen liegen....
    Bitte um einen Tip
  20. Relativnett Benutzer

    AW: Überreichweiten und Empfangsstörungen durch Inversionswetterlage

    Hmm, wenn Du an der Stelle von Radio 21 keinen anderen Sender hörst wird es wohl am Sender bzw. an den örtlichen Gegebenheiten liegen. Ist es nur im Auto oder daheim am Radio ? Tritt es Zuhause immer zu einer bestimmten Zeit auf oder unterschiedlich ?
  21. br-radio Benutzer

    AW: Überreichweiten und Empfangsstörungen durch Inversionswetterlage

    Ist es normal, in Regensburg in Ortssenderqualität Hitradio Ö3 (99,0 MHz) via Salzburg-Gaisberg zu empfangen?

    Kann man von Überreichweiten sprechen, wenn man Ö3 vom Kitzbüheler Horn in Aicha vorm Wald in fast Ortssenderqualität empfangen kann?
  22. Radiocat Benutzer

    AW: Überreichweiten und Empfangsstörungen durch Inversionswetterlage

    Das sind keine Überreichweiten, das ist IMHO normal, da zwischen den hoch gelegenen Sendestationen und den Donauniederungen keine grossen Hindernisse sind. Zudem werden die Wellen noch an den Hängen des Bayerischen Waldes reflektiert, von dort hat man Sichtverbindung, sowohl zum Gaisberg als auch zum Kitzbüheler Horn!
  23. br-radio Benutzer

    AW: Überreichweiten und Empfangsstörungen durch Inversionswetterlage

    @Radiocat: Würdest du es als Überreichweite sehen, wenn man in der Mitte Bayerns plötzlich NDR 2 via Torfhaus empfangen kann? (so geschehen vor 2 Jahren in der Nähe meines Elternhauses in Neumarkt/OPf., wo ich eigentlich in einer Straße ohne große Höhe plötzlich NDR 2 drin hatte, auf der 92,1 MHz und auch MDR Jump auf der 91,5 MHz).
  24. br-radio Benutzer

    AW: Überreichweiten und Empfangsstörungen durch Inversionswetterlage

    Inwieweit spielt der Föhn bei Überreichweiten eine Rolle? Heute konnte man ja Ö3 über den Pfänder auf der A81 von Stuttgart nach Heilbronn sogar einmal 15 Minuten gut rein bekommen... (89,6 MHz).
  25. br-radio Benutzer

    AW: Überreichweiten und Empfangsstörungen durch Inversionswetterlage

    Heute auf der A6 von Crailsheim Richtung Heilbronn (Nähe Kupferzell) ging der Sender Säntis gut rein... Hängt das wieder am Föhn?!

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