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"An Pfingsten" oder "zu Pfingsten"?

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von Format C:, 16. Mai 2005.

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  1. Format C:

    Format C: Benutzer

    Guten Tach!
    Ganz offensichtlich gibt es regionale Unterschiede, wie man die Zeitangaben zu Feiertagen formuliert.
    Wie macht Ihr das: "An Pfingsten" und "zu Ostern"? Oder wie? ;)

    Feiertagsgrüße,
    FC
     
  2. Makeitso

    Makeitso Benutzer

    AW: "An Pfingsten" oder "zu Pfingsten"?

    Grammatikalisch korrekt ist "zu Pfingsten" - "an" ist ganz offensichtlich eine örtliche Beschreibung, keine zeitliche. Allerdings ist südlich des Weißwurtsäquators "an Pfingsten" die gängige Formulierung - außer natürlich zu Weihnachten... ;)
     
  3. Zapper276

    Zapper276 Benutzer

    AW: "An Pfingsten" oder "zu Pfingsten"?

    Ich sage auch "an Pfingsten".
    "Zu Pfingsten" bedeutet für mich, dass ich etwas aus anlass des Pfingstfestes mache. "An Pfingsten" mache ich was genau an diesem Feiertag.
    Man sagt ja auch nicht "zum Donnerstag", sondern "am Donnerstag".
     
  4. Berlinerradio

    Berlinerradio Benutzer

    AW: "An Pfingsten" oder "zu Pfingsten"?

    Es gibt viele Leute in Süddeutschland, die sagen zu einer Sache:"Ich kann auch nichts dazu". Eigentlich auch nicht korrekt....
     
  5. Bieringer

    Bieringer Benutzer

    AW: "An Pfingsten" oder "zu Pfingsten"?

    An Pfingsten


    Der Flieder steht in Blüthe
    und schwängert schwer die Luft.
    Mehr geht er auf Gemüthe
    als Maienglöckchen-Duft.
    Den schönsten Strauß -
    mir bringst 'n
    an Pfingsten.

    Der Geist ist auf uns kommen
    aus tausend Zungen Schlag.
    Ich bin man fix benommen
    von diesem frommen Tag.
    Und denk dran
    bis zum Jüngsten,
    an Pfingsten.

    Die Post bringt heut Dépêche,
    daß Tante Lotte naht.
    Jetzt krieg ich große Wäsche
    und nenn es Attentat.
    Hab Lust nicht
    im geringsten
    auf Pfingsten.

    Elisabeth Runghold
    (1987-1861??)
     
  6. Wuffi

    Wuffi Benutzer

    AW: "An Pfingsten" oder "zu Pfingsten"?

    A- a- an Weihnachten liegen alle rum und sagen pu uhuhu
    der Abfalleimer geht schon nicht mehr zu
    die Gabentische werden immer bunter
    und am Mittwoch kommt die Müllabfuhr und holt den ganzen Plunder


    Dennoch ist "zu" richtig.
     
  7. Format C:

    Format C: Benutzer

    AW: "An Pfingsten" oder "zu Pfingsten"?

    :wow: :D :) :cool:
     
  8. Format C:

    Format C: Benutzer

    AW: "An Pfingsten" oder "zu Pfingsten"?

    Und jetzt habe ich doch noch mal Zeit, in den Duden zu schauen. Und siehe da: Beide Varianten sind erlaubt. Dort heißt es:
    Die Österreicher sagen auch gerne mal: "Die Pfingsten fallen früh". Leute gibts... ;)

    Wahlweise Grüße,
    FC
     
  9. Wuffi

    Wuffi Benutzer

    AW: "An Pfingsten" oder "zu Pfingsten"?

    Die Bayern fühlen sich zwar als "die Deutschen" schlechthin, die deutsche Sprache indessen beherrschen andere...
     
  10. AW: "An Pfingsten" oder "zu Pfingsten"?

    "Ich fahr jetzt an Aldi!"
    "....ZU Aldi!"
    "Waaas, Aldi schon zu???"

    :D
     
  11. Zapper276

    Zapper276 Benutzer

    AW: "An Pfingsten" oder "zu Pfingsten"?


    "An...." sagen aber inzwischen bei weitem nicht nur die Bayern! Das breit sich inzwischen in ganz Deutschland aus. Und wie oben schon erwähnt, empfinde ich "an Pfingsten" als logischer.
     
  12. Lt.Cmdr.Lee

    Lt.Cmdr.Lee Benutzer

    AW: "An Pfingsten" oder "zu Pfingsten"?

    ist da die zeit rückwärts gelaufen?..... :confused: :confused:
     
  13. Radious

    Radious Benutzer

    AW: "An Pfingsten" oder "zu Pfingsten"?

    Möglicherweise ja - geht aber auch nur an Pfingsten :wow: :wow:
     
  14. Makeitso

    Makeitso Benutzer

    AW: "An Pfingsten" oder "zu Pfingsten"?

    Vielleicht v.Chr. geschrieben, in einem Anfall von Hellsichtigkeit?
     
  15. Bieringer

    Bieringer Benutzer

    AW: "An Pfingsten" oder "zu Pfingsten"?

    Nee nee, die Lebensdaten sind schon korrekt. Sie kam 1987 zur Welt und nach 1861 lassen sich keine Zeugnisse mehr nachweisen. Z.B.:

    Grammophonie

    Ach, wie war doch früher wahrlich -
    vor der Zeit vom Edison -
    jeder Ton so ganz einmalig.
    Heute gröhlt es grammophon !

    Mit der wächsern weichen Walze
    hält sich niemand gern mehr auf :
    Einmal drauf, gelöscht sind bald se,
    alle Töne. Nimm 's in Kauf !

    Dafür Riesen-Sprechmaschinen
    bietet man im Laden schon.
    Turmhoch sind die Ton-Turbinen
    und verschandeln den Salon.

    Kaiser Wilhelm kannst du kaufen*
    für des Heimes Vestibül.
    Läßt du seine Platte laufen,
    macht er täglich dort mobil .

    Fest verschraubt den tiefen Trichter,
    kaum die Kurbel durchgedreht -
    schon mit starker Stimme spricht er.
    (Wenn man auch kein Wort versteht.)

    Männerchöre, Mandolinen,
    Glockenläut zum neuen Jahr,
    Kuhlaus karge Sonatinen -
    reichlich ist das Repertoire.

    Muß man Platzkonzerte meiden,
    schnarrt der Platte Ohrenschmaus.
    Kann man Opernluft nicht leiden,
    perlt Frau Patti** außer Haus.

    Aus dem Trichter trötet Melba***
    mit Kollegen im Duett.
    Tauber**** singt gar mit sich selber
    einmal Brust, einmal Phalsette.

    Zwar wird auch die Platte leiser,
    wenn zu oft sie abgenagt,
    doch Caruso nicht mehr heiser,
    der zu oft schon abgesagt.

    Nun, es frißt viel frische Nadeln
    das moderne Tongeräth.
    Nimmst du alte, tut es tadeln,
    daß es kreischt und krächzt und kräht.

    Der Genuß ist dann hinüber,
    und die Rille rasch perdü.
    Daher stecke in es lieber
    neue, sind auch teuer die.

    Kommt der Motor ab von Touren,
    (achtundsiebzig ist sein Maaß,)
    tut der Tonarm nicht mehr spuren:
    Jeritza***** bald jault im Bass.

    Wie von Künstlern die Allüren,
    ist auch Schell-Lack sehr labil.
    Beide darf man nicht berühren !
    Nikisch neulich runterfiel...

    1 Die bewußte Balkonrede vom 8. August 1914 wurde mit einem signierten Porträtrelief Sr. Majestät bis in die 20er Jahre in hoher Auflage verkauft.

    2 Adelina P. (1843-1916), berühmteste Koloratrice ihrer Zeit, die erst im reifen Alter von 62 Jahren dazu zu bewegen war, in den Trichter zu singen.

    3 Nelli M. (1861-1931) australische Operndiva, war bis ins siebte Lebensjahrzehnt aktiv. Die Dessert-Kreation von Auguste Escoffier "Pfirsich M." wurde in Nordfriesland in Ermangelung von Südfrüchten gern in "Hering Melba" modifiziert.

    4 Es handelt sich um das Lied "Flüsterndes Silber, rauschende Welle" auf ODEON 4524.

    5 Der Ruhm der Wiener Primadonna Maria J., eigentlich Marie Jelitzková, (1887-1982) drang um 1920 auch bis nach Dagebüll.
     
  16. Qualiton

    Qualiton Benutzer

    AW: "An Pfingsten" oder "zu Pfingsten"?

    Und ich war immer der irrigen Annahme es muss heißen "... nach Aldi."
    :wow:
     
  17. Makeitso

    Makeitso Benutzer

    AW: "An Pfingsten" oder "zu Pfingsten"?

    Eigentlich heißt es ja, "beim ALDI"...
    Bißchen viel Bier gewesen, was? :D
     

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