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Angriff auf ARD-/ZDF-Onlineangebote

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von DachschadenWap, 25. April 2003.

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  1. DachschadenWap

    DachschadenWap Benutzer

    +++ Politischer Angriff auf ARD-/ZDF-Onlineangebote +++

    Der Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT)
    hat sich nach Medienberichten bei der EU-Kommission massiv
    über die Internetaktivitäten der öffentlich-rechtlichen
    Sender beschwert.

    Nach Ansicht des Verbandes verstoßen ARD und ZDF mit ihren
    Onlineauftritten gegen das Wettbewerbsgesetz. Die von der
    Gebühren müssten soweit reduziert werden, dass sich die
    Berichterstattung von ARD und ZDF auf die Grundversorgung
    beschränke. Gleichzeitig müssten die Internetaktivitäten der
    öffentlich-rechtlichen Sender massiv eingeschränkt und die
    steuerlichen Vergünstigungen der Sender abgebaut werden,
    teilte VPRT-Chef Jürgen Doetz mit.
    Mit der Beschwerde erhoffen sich die privaten
    Rundfunkanbieter die Einleitung eines
    Vertragsverletzungsverfahrens gegen die Bundesrepublik
    Deutschland und der Feststellung einer unzulässigen
    Inanspruchnahme öffentlicher Mittel.
    Auf den massiven Angriff bekam Doetz gleich eine passende
    Antwort von ZDF-Intendant Markus Schächter. Dieser
    bezeichnete den Vorstoß des VPRT als einen Angriff auf die
    deutsche Medienpolitik. Der private Rundfunk wolle sich
    Vorteile verschaffen, die Online-Angebote der Sender lägen
    im gesetzlich vorgeschriebenen Rahmen.
    ( <a href="http://www.vprt.de" target="_blank">http://www.vprt.de</a> ) VPRT
     
  2. radio klein man

    radio klein man Benutzer

  3. Tom2000

    Tom2000 Gesperrter Benutzer

    Bleibt zu hoffen, dies ist nur der Anfang, die Aktivitäten von ARD und ZDF, auch die programmlichen, auf nichtkommerzielle Aktivitäten zu begrenzen.

    Die gesetzlich bestimmte allgemeine Grundversorgung muss durch einen Beschränkung auf Information, Kultur und nichtkommerzielle Musik abgelöst werden.

    Subventionierte Anbieter von kommerziellen Programmen, wie es ARD und ZDF sind, darf es schon allein aus ordnungspolitischen Gründen nicht geben!
     
  4. Guess who I am

    Guess who I am Moderator Mitarbeiter

    Würde mich nicht wundern, wenn Tom2000 da seine Finger mit im Spiel hat.
     
  5. alqaszar

    alqaszar Benutzer

    @TOM2000:

    Lieber sollte man den privaten Rundfunk wieder abschaffen. Dann bleiben uns künftig solcher Mist wie DSDSD oder wie das heißt erspart. Dann bleiben nur noch die ÖRA-Programme über, die ohne die kommerzielle Konkurrenz wieder anspruchsvoller werden müssen. Die Hörer werden maulen, weil sie wieder gezwungen sind, ihren Kopf zu benutzen. Das aber würde diesem pisageschädigtem Land auch nicht schlecht tun.

    Verlierer der Geschichte ist natürlich die CDU, die dann ihre Einfaltskampagnen nicht mehr so einfach fahren kann. Das hat wiederum hat den Vorteil, dass 2006 der Verbrecher Koch aus Hessen nicht Kanzler wird.

    *lol*
     
  6. Tom2000

    Tom2000 Gesperrter Benutzer

    Aha,

    wenn also das "Vermittlungsproblem" der SPD durch ARD-Radio-Dauerpropaganda (Private gäbe es dann ja nicht mehr) "gelöst" würde, dürften wir uns über eine Wiederwahl Schröders "freuen"?! <img border="0" title="" alt="[Breites Grinsen]" src="biggrin.gif" />

    Dann können uns die ARD-Sender endlich wieder mit Agentur-Deutsch und endlosen Schachtelsätzen a la DLF ihren mangelnden Inhalt verschleiern bzw. die Sinne benebeln. <img border="0" title="" alt="[Breites Grinsen]" src="biggrin.gif" />
     
  7. hr3fanOlli

    hr3fanOlli Benutzer

    Aber wäre es nicht eine klasse Sache, wenn die Deutschen endlich wieder denken dürften, anstatt ständig von akustischen B*LD-Zeitungen über den neusten Tratsch und Klatsch zugetextet zu werden?

    Gruß,
    Olli
     
  8. Tom2000

    Tom2000 Gesperrter Benutzer

    Ausdrücklich JA, Olli.

    Ich wünsch mir ja nur eine Infoquelle im Radio, die mir eine eigene Meinungsbildung ermöglicht, also nicht vor der Präsentation der Fakten schon vorverurteilt, also weglässt, kommentiert etc.

    Was mich gerade wundert. Überall (N-TV, Spiegel) wird über die Dokumente im Irak berichtet, die eine Verbindung Bin Laden - Irak. Staatsführung belegen sollen. Auf div. ARD-Homepages (Erstes, Infowellen) finde ich dazu dagegen (noch) nix.
     
  9. Radiofuck

    Radiofuck Benutzer

    Bravo alqaszar!!!
    Volle Zustimmung,
     
  10. Rösselmann

    Rösselmann Benutzer

    Tom 2000: Das wundert dich aber nicht WIRKLICH;))
     
  11. Rösselmann

    Rösselmann Benutzer

    Demokratie heißt ja auch, daß man einen solch hemmungslosen Stuß zusammenschreiben darf, wie Alka-Seltzer. Daß das so bleibt, dafür bin ich jederzeit bereit, meine kleine linke Zehe herzugeben (Voltaire wäre noch weitergegangen, aber in Deutschland halten wir uns ja gerne vornehm zurück, wenn es gilt, Verantwortung zu übernehmen).
     
  12. Tom2000

    Tom2000 Gesperrter Benutzer

    <img border="0" title="" alt="[Breites Grinsen]" src="biggrin.gif" /> <img border="0" title="" alt="[Breites Grinsen]" src="biggrin.gif" /> <img border="0" title="" alt="[Breites Grinsen]" src="biggrin.gif" />
     
  13. Stimmgerät

    Stimmgerät Benutzer

    HALT!!!

    @diverse Postings von oben (...herab)

    Demokratie heißt doch, dem Wunsch des Volkes nachzukommen. Wenn die Menschen in einem Land, ein Radio- und Fernsehprogramm wünschen, wie es die Privaten anbieten (was den Einschalt-Quoten ja deutlich zu entnehmen ist - soviel zur Kritik an DSDS), dann kann der Staat das doch nicht verbieten. Ich weiß, dass das, was ich jetzt sage, vielen nicht passt - was, meinen Beobachtungen in diesem Forum zufolge, oft übelste Beschimpfungen nebst Klüngelei unter den getroffenen Hunden ohne Objektivität zur Folge hatte. Aber ich kann's mir nicht verkneifen: Ihr nehmt die Demokratie als Basis Eurer Argumentation und fordert gleichzeitig die Missachtung der Wünsche derer, um deren Wünsche es geht - es hieß hier in einem Posting ausdrücklich "Private verbieten" - ob die Leute das wollen, oder nicht. Und ich dachte eigentlich, in einer Demokratie kommt es genau darauf an. Nämlich, was die Leute wollen - nicht die Macher. Egal, ob die Macher Politiker, oder Radio-Menschen sind. Wenn Maggi die Trocken-Suppe so fabriziert, wie sie Euch schmeckt, findet Ihr das doch auch normal. Ihr kommt mir vor, wie ein aufgeblasener französischer Chef-Koch, der vor lauter Anspruch stinkt und die Fertig-Suppen verbieten lassen will, weil er Angst hat, die Leute könnten merken, dass es auch ohne ihn geht, und die Leute beim Kochen nichts mehr denken müssen. ...und wenn die Suppe keinem schmeckt, dann kauft sie auch keiner!!! Warum müßt Ihr den Leuten Euren erhobenen Zeigefinger verkaufen (von dem Ihr den Praktis immer erzählt, es sei falsch, ihn zu erheben)? Das, mit der Pisa-Studie ist schlimm - aber die Privaten dafür zu verurteilen -oder gar deren Verbot zu fordern- ist zu einfach. Vor allem, wenn ich sehe, wieviel Eigen-Interesse da mitspielt. Wer soll das denn bestimmen, wie es zu laufen hat, was gut für das "Volk" ist, was wir Ihnen im Radio VORSETZEN, und was nicht - IHR?

    Ich bin froh, dass wir keinen Propaganda-Minister und Informations-Filter mehr haben - um auf Eure Vorstellung von Demokratie zurück zu kommen.

    Postings dieser Schärfe sind nicht meine Art - das wißt Ihr. Und ich bin auch kein Freund der radio-geförderten Volksverdummung. Aber diese Form der Anmaßung mancher Kollegen, gepaart mit dem radikalen Wunsch nach staatlicher Regulierung und Intervention (...derer, die gleichzeitig mit dem Begriff "Demokratie" argumentieren), schockt das

    STIMMGERÄT
     
  14. Makeitso

    Makeitso Benutzer

    Ich bin ja auch sehr dafür, die ÖRs nicht mehr der Konkurrenz der Privaten auszusetzen, damit sie wieder an Qualität zulegen können (FALLS sie es denn noch können...).

    Allerdings ist der beste Weg dorthin wohl kaum ein Verbot der Privaten (was für ein grottendämlicher Gedanke), sondern die strikte Trennung in gebührenfinanzierte Medien einerseits und werbefinanzierte Medien andererseits mit vollständigem Werbeverbot für die ÖRs.

    Warum? Ganz einfach: Wer nicht wirbt, dem können auch die Quoten wurst sein und er muß nicht mehr versuchen, noch privater zu sein, als die Privaten, um auch noch den letzten Dödel anzusprechen. Und bevor es jetzt wieder heißt, das gehe nicht - in Großbritannien funzt es seit Ewigkeiten prima und die BBC-Programme, sowohl im Radio, als auch im Fernsehen, bieten Qualität satt.

    Tja, und wer weiß - vielleicht würden ÖR-Programme für anspruchsvollere Hörer/Zuschauer sogar mal die Qualitätsspirale umdrehen und einen Wettbewerb um MEHR Qualität in Gang setzen?

    P.S.: An die ÖR-Fans - erklärt mir doch bitte mal, was zum Beispiel die immer weiter ausgebauten Internet-Auftritte der ÖRs (um die es in diesem Thread ja eigentlich geht) mitsamt ihren kommerziellen Links, "Fanshops" und was-weiß-ich-noch-alles mit Grundversorgung im Bereich des Rundfunks zu tun haben sollen!

    <small>[ 27-04-2003, 22:35: Beitrag editiert von Makeitso ]</small>
     
  15. Grenzwelle

    Grenzwelle Benutzer

    Die ö/r's fordern allen Ernstes Rundfunkgebühren für jeden an das Internet angeschlossenen PC.

    Begründet wird dies mit eben den verbreiteten Internet-Inhalten, um die niemand gebeten hat.

    Ob die derzeitigen ARD-Webangebote wirkliche Konkurrenz zu kommerziellen Inhalten sind, könnte man heiß diskutieren.

    Dass aber angesichts der ö/r-Expansionsgelüste in neue Medien tausende ans Internet angeschlossene deutsche Unternehmen zur Kasse gebeten werden sollen, ist nicht mehr witzig.
     
  16. Makeitso

    Makeitso Benutzer

    Als nächstes werden die ÖRs Mitschnitte ihrer Sendungen unverlangt per Post verschicken, damit sie dann auch noch Rundfunkgebühren für jeden Hausbriefkasten verlangen können...

    <small>[ 28-04-2003, 00:25: Beitrag editiert von Makeitso ]</small>
     

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