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ARD verletzt Grundversorgungsauftrag...

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von Tom2000, 05. November 2003.

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  1. Tom2000

    Tom2000 Gesperrter Benutzer

    ...meint Tom2000. Lest hier über ein weiteres Beispiel. Ja es geht ums Fernsehen, also alle, die meinen, das interessiere hier nicht, bitte nicht weiterlesen!:

    "...Tatsächlich ist Weiss' Kritik trotz aller Dementis von ARD und ZDF berechtigt. Anspruchsvolle Reportagen und Dokumentarfilme verschwinden immer häufiger in den Spartenkanälen Arte und 3Sat. Und die großen Kulturmagazine, die im Hauptprogramm verblieben sind, müssen fürchten, durch eine schleichende Abschiebung auf schlechtere Sendeplätzen das Rennen um die Zuschauer zu verlieren.

    "Die Wirklichkeit sieht ganz anders aus"

    Den jüngsten Anlass zur Sorge bot eine Entscheidung der ARD- Intendanten, die Sonntagsmagazine "Kulturweltspiegel", "Kulturreport" und "Titel, Thesen, Temperamente" künftig um 23 Uhr auszustrahlen. Die Magazine unterliegen damit im Verdrängungswettbewerb gegen "Sabine Christiansen" und die "Tagesthemen", die nun beide vorher laufen. Der Leiter der Programmgruppe Kultur beim WDR, Michael Hirz, will deswegen zwar nicht gleich vollkommen schwarz sehen, aber er rechnet in jedem Fall mit einem Publikumsverlust. Dabei haben die Kulturmagazine seit der Ankunft von "Christiansen", als ihr Sendeplatz erstmals von 21.45 Uhr auf 22.45 Uhr verschoben worden war, bereits einen Schwund um rund eine Millionen Zuschauer hinnehmen müssen..."

    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,272564,00.html
     
  2. Grenzwelle

    Grenzwelle Benutzer

    Das ist kein reines TV-Thema:

    Die Spezialsendungen der ARD-Popwellen, so es sie überhaupt noch gibt, wurden in den letzten Jahren schrittweise gekürzt und nach hinten gelegt, bei hr3 und XXL beispielsweise auf 23 Uhr.

    So hat man in nochmal ein paar Jahren eine gute Rechtfertigung, diese Sendungen ganz zu kippen, mangels Zuschauer bzw. Hörer.

    Auch wenn hier manche kotzen wegen Toms ewiger Leier... er hat leider Recht und man kann es nicht oft genug thematisieren.
     
  3. Tom2000

    Tom2000 Gesperrter Benutzer

    Hör doch MDR, dessen Hörfunkwellen sollen besonders "platt" sein.:D
     
  4. Jasemine

    Jasemine Benutzer

    Also mdr info ist klasse, findet ganz subjektiv die Jasemine.
     
  5. studix

    studix Benutzer

    [zynismus]

    Vermutlich können wir uns bald darüber freuen, am Sonntag Abend nach Christiansen mit einem Wiederholungstermin der Kultursendungen "In aller Freundschaft" oder "Verbotene Liebe - der Wochenrückblick" beglückt zu werden. Die Tagesthemen könnten dann sicher auch durch eine Spätausgabe des philosophischen Magazins "Brisant" ersetzt werden.

    [/zynismus]

    Kurz: es ist traurig...
     
  6. mistoseb

    mistoseb Gesperrter Benutzer

    Mistoseb sagts kurz und knapp: was Tom2000 da festgestellt hat ist zumindest zu großen Teilen zutreffend-auch z.B beim WDR
     
  7. Dave

    Dave Benutzer

    Das hast Du doch schon öfters in irgendwelchen Threads geschrieben. Macht Dir arg zu schaffen, oder? ;)

    Aber Spaß beiseite: Daß die Spezialsendungen bei hr3 erst um 23 Uhr kommen ist doch mittlerweile nichts Neues mehr! Und mich stört es ehrlich gesagt auch nicht, da ich mit diesen Zeiten kein Problem habe, sie mir im Gegenteil sogar entgegen kommen. Und das nicht, weil ich dann länger "normale" Musik hören kann, sondern deswegen, weil ich dadurch eher dazu komme, mir "Modern Rock" und "Volkers Kramladen" anzuhören! Wenn die Sendungen früher kommen würden, würde ich sie ziemlich häufig nicht hören können. Und - falls dieses Argument wieder kommen sollte - ich gehöre durchaus zur arbeitenden Bevölkerung, die am nächsten Morgen früh raus muß!
     
  8. alqaszar

    alqaszar Benutzer

    @Tom 2000:

    Das Problem ist, dass der Grundverosergungsauftrag der ARD inzwischen von den Anstalten so interpretiert ist, einerseits Programme für die Masse zu machen, die flach & einfach sind, andererseits anspruchsvolle Spartenkanäle zu machen, wie Arte, 3sat, Phoenix, BR alpha etc.

    Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass die Anstalten dazu verpflichtet wären, das eine und das andere integrativ zu verknüpfen. Das aber gelingt ganz und gar nicht, denn die Unterhaltung, welche die örAs produzieren, untertrifft die Qualität privater Programme regelmäßig.

    Eigentlich hat Tom Recht, uneigentlich wieder nicht, denn wenn man die logische, reale Konsequenz aus dieser Feststellung ziehen würde, dann hieße das die ARD müsste den Bestand an Radio- und TV-Sendern reduzieren.

    Und ich Wette um ein schales Bier, dass ganz schnell -- wie bei SWR und MDR schon praktiziert -- ein Alibiprogramm gemacht wird und der Rest Schrott ist, dann halt auf nur noch drei statt voer Kanälen bzw. Ketten.

    Du kannst es drehen und wenden wie Du willst, jeder Ansatz wird die Qualität treffen, und zwar aus dem einfachen Grund, dass die Anstalten den enormen Bedarf an Personal nicht mehr rechtfertigen könnten, wenn sie quasi nur noch die Minderheitenprogramme machen könnten bzw. von dem derzeit versendeten Kontigent an Programmstunden Abstriche machen müssten.

    Aus welchem Grund sollte sonst beispielsweise Jasemine -- nach eigenen Angeben beim ör-Rundfunk tätig -- so leidenschaftlich die Verflachung des Radios verteidigen?
     
  9. Tom2000

    Tom2000 Gesperrter Benutzer

    Hi Alki,

    Du schreibst:

    "...Aus welchem Grund sollte sonst beispielsweise Jasemine -- nach eigenen Angeben beim ör-Rundfunk tätig -- so leidenschaftlich die Verflachung des Radios verteidigen?"

    Das habe ich mich auch schon mal gefragt.

    "...die Anstalten den enormen Bedarf an Personal nicht mehr rechtfertigen könnten, wenn sie quasi nur noch die Minderheitenprogramme machen könnten..."

    Der Einzelne muss regelmässig Dinge mitfinanzieren, die er gar nicht nutzt, wie Museen und dergleichen. Ich wäre daher für eine Gebühr, selbst wenn der ARD-Hörfunk sich gänzlich in Richtung der US-amerikanischen NPR-Stationen entwickeln würde, also reine Wort- und Musik-Spezialprogramme senden würde. Ganz im Gegenteil, erst dann würden die ARD-Radios einen wirklichen "Mehrwert" liefern, den kein konkurrierendes System in der Lage wäre zu bieten.

    Aber es könnte auch eine populäre und zugleich inhaltsreiche Welle wie das frühere SWF 3 geben, solange sie populäre Musik in all ihren Facetten sowie Information und Unterhaltung einschliesst, also gegenüber den Privaten ebenfalls einen Mehrwert darstellt.
     
  10. Grenzwelle

    Grenzwelle Benutzer

    Tja Dave,

    manche Leute kommen mit weniger Schlaf aus oder brauchen erst um 8 aus dem Bett. Da hast Du eben Glück gehabt. Ich will schon so 7 Stunden schlafen und um 6 ist die Nacht bei mir meistens um.

    Das ist alles eine Typfrage. Für mich beginnt die Zeit der gezielten Mediennutzung bereits gegen 21 Uhr und damit wähne ich mich nicht allein.
     
  11. brillenträger

    brillenträger Benutzer

    arrrghh

    hey leute was geht denn hier für ein hass-fass auf?

    jetzt mal ruhig mit den jungen pferden!

    genau wie im radio rennt die alte tante auch im fernsehen immer hinterher. so ist sie angelegt. das ist normal. blutdruck runter. große busse fahren nicht mit 190 um die kurve.

    die ard ist nicht die bbc.

    ich verteile gerne taschentücher an die betroffenen ;)

    @jasemine:
    mdr info ist nicht klasse. das könnte das radio der fakultät journalismus in leizpig sein, und von da kam noch nie ein bunter vogel :)...... arbeitest du da etwa?

    davon hängt - vielleicht - die zukunft des radios ab

    ... jetzt hab ich aber selber keine lust mehr auf diesen spruch
     
  12. Jasemine

    Jasemine Benutzer

    @Brillenträger:

    Ich habe darauf hingewiesen, dass ich mdr info "ganz subjektiv" klasse finde. Deine Aussagen empfinde ich dagegen als pauschale Polemik, mit dem Versuch mich anzugreifen.

    Dazu äußere ich mich genausowenig, wie ich nie Programme thematisiere, bei denen ich gerade arbeite, lässt die Jasemine wissen.
     
  13. postit

    postit Benutzer

    @ alquaszar

    Zitat: "Das Problem ist, dass der Grundverosergungsauftrag der ARD inzwischen von den Anstalten so interpretiert ist, einerseits Programme für die Masse zu machen, die flach & einfach sind, andererseits anspruchsvolle Spartenkanäle zu machen, wie Arte, 3sat, Phoenix, BR alpha etc.
    Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass die Anstalten dazu verpflichtet wären, das eine und das andere integrativ zu verknüpfen. Das aber gelingt ganz und gar nicht, denn die Unterhaltung, welche die örAs produzieren, untertrifft die Qualität privater Programme regelmäßig."

    Auf Arte und 3sat möchte ich nicht verzichten! Überlege doch mal den Vorteil: der wirklich Interessierte kann zu jeder Zeit ein anspruchsvolles Programm sehen und muss nicht zur Nachteule mutieren. Außerdem sind das ja auch Mehrnationenprogramme, die ihre integrative Aufgabe in der europäischen Perspektive sehen.

    @ Tom2000

    Zitat: "Der Einzelne muss regelmässig Dinge mitfinanzieren, die er gar nicht nutzt, wie Museen und dergleichen. Ich wäre daher für eine Gebühr, selbst wenn der ARD-Hörfunk sich gänzlich in Richtung der US-amerikanischen NPR-Stationen entwickeln würde, also reine Wort- und Musik-Spezialprogramme senden würde. Ganz im Gegenteil, erst dann würden die ARD-Radios einen wirklichen "Mehrwert" liefern, den kein konkurrierendes System in der Lage wäre zu bieten.
    Aber es könnte auch eine populäre und zugleich inhaltsreiche Welle wie das frühere SWF 3 geben, solange sie populäre Musik in all ihren Facetten sowie Information und Unterhaltung einschliesst, also gegenüber den Privaten ebenfalls einen Mehrwert darstellt."

    Da kann ich dir vorbehaltlos zustimmen. Unterhaltung ist nicht nicht mit Trash gleichzusetzen.
    Ich frage mich nur, ob eine zunehmende Verspartung nicht auch mit einer länderübergreifenden Kooperation (wie im Fernsehen: das Erste von allen, die dritten von den Landesanstalten) verbunden sein sollte. Das könnte die Kosten immens senken. Ich sehe in der föderativen Struktur des Rundfunks großen Reformbedarf. Also: populäre Länderprogramme und anspruchsvolle Sparten mit eher kleinem Publikum nationwide (meinetwegen mit regionalen Fenstern).

    @ Jasemine

    Zitat: "Ich habe darauf hingewiesen, dass ich mdr info "ganz subjektiv" klasse finde. Deine Aussagen empfinde ich dagegen als pauschale Polemik, mit dem Versuch mich anzugreifen.
    Dazu äußere ich mich genausowenig, wie ich nie Programme thematisiere, bei denen ich gerade arbeite"

    Recht hast du! Sollte das nicht ein ungeschriebenes Foren-Gesetz sein?

    Gruß postit
     
  14. Makeitso

    Makeitso Benutzer

  15. radiobayern

    radiobayern Benutzer

    siehe absatz nr. 4

    Dresden/München/Ludwigshafen (dpa)

    Die Rundfunkgebühr soll nach übereinstimmenden Informationen des Nachrichtenmagazins «Focus» und der «Dresdner Neuesten Nachrichten» vom kommenden Jahr an um 1,09 Euro steigen. Zuletzt war in einem Zwischenbericht der unabhängigen Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Sender (KEF) eine Anhebung um 1,07 Euro auf 17,22 Euro genannt worden. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) forderte in Ludwigshafen eine faire Debatte.

    Grund für die Anhebung um zwei Cent seien neue interne Berechnungen der KEF über die von ARD und ZDF angemeldeten Finanzmittel, schreibt der «Focus». Auf diesen höheren Betrag habe sich die KEF am Freitag in Mainz endgültig verständigt, berichten die «Dresdner Neuesten Nachrichten» unter Berufung auf gut informierte Kreise. Die KEF will ihren endgültigen Gebührenvorschlag am 8. Januar veröffentlichen.

    Der ARD-Vorsitzende Jobst Plog wies im Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» die jüngst präsentierten Sparvorschläge der Ministerpräsidenten Bayerns, Sachsens und Nordrhein-Westfalens für eine Strukturreform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in scharfer Form zurück. «Die selbst ernannten Reformer hätten die Strukturdebatte seit Jahren führen können. Nun verbinden sie das Gebührenthema damit, weil ihnen eine Erhöhung nicht passt.»

    Beck forderte die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten auf, sich stärker auf ihren verfassungsmäßigen Auftrag zu konzentrieren, die Bevölkerung umfassend mit Beiträgen aus den Bereichen Information, Bildung, Kultur und Unterhaltung zu versorgen. Zum Vorwurf einer zunehmenden Boulevardisierung sagte er, es sei unsinnig, ein Minderheitenprogramm für einige wenige anzubieten. «Was nützt uns das qualitativ anspruchsvollste Programm, wenn es keine Zuschauer hat.» Beck ist auch Vorsitzender der Rundfunkkommission der Länder und des ZDF-Verwaltungsrats.

    Nach einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des «Focus», plädieren vier von fünf Zuschauern für mehr Spar-Anstrengungen der öffentlich-rechtlichen Sender. Das Meinungsforschungsinstitut polis befragte 1010 Personen.
     

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