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Audience Development

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von JMAFan, 29. Mai 2007.

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  1. JMAFan

    JMAFan Benutzer

    Hallo zusammen,

    habe eben über die Entwicklung der Altersstruktur des Hörerstamms eines Radiosenders nachgedacht. Natürlich werden alle Menschen älter. Die Frage ist nur, wie der Sender darauf reagiert. Nehmen wir als Beispiel einen Sender mit AC-Programm. Will er den Hörerstamm "für immer" halten, behält er im Wesentlichen die 80er-bis-heute-Rotation. Hier stellt sich allerdings schon die Frage, ob immer wieder neue Titel von "heute" ins Programm aufgenommen werden oder ob dies nicht oder immer weniger der Fall ist. Außerdem: Was tut der Sender, wenn die Hörer dieses Programms irgendwann "aussterben"?

    Die andere Alternative ist ja, das Programm stetig zu erneuern, im Beispiel AC also Titel der jeweils letzten 20-25 Jahre zu spielen, wodurch ältere Hörer wegfallen und jüngere hinzukommen. Dadurch bleibt die Altersstruktur der Hörer theoretisch immer gleich und es findet keine lebenslange Hörerbindung statt.

    Nun lese ich an mehreren Stellen, dass die Sender im Normalfall die erste Alternative wählen, andererseits gibt es ja auch unter einem Dach Sender für mehrere Altersgruppen (s. SWR1-4) und ich frage mich, ob Alternative 1 in der Praxis überhaupt sinnvoll funktionieren würde.

    Kann mir jemand erläutern, wie hier größtenteils verfahren wird und warum?
     
  2. chefkoch

    chefkoch Benutzer

    AW: Audience Development

    Ich denke, dass es für einen Radiosender heutzutage am sinnvollsten ist, immer bei einer Altersstruktur zu bleiben, also nicht mit den Hörern älter zu werden. Das wird ja beispielsweise in Hessen (planet, FFH, harmony) oder in Hamburg (Radio HH, Oldie 95) oder aber bei den Öffis so gemacht.

    Organisatorisch einfacher ist natürlich die Variante, mit seinen Hörern zu wachsen: Du spielst immer die gleiche Musik mit wenigen neuen Titeln, idealerweise über Jahrzehnte hinweg mit den gleichen Moderatoren. Der Vorteil ist eine unglaublich hohe Hörerbindung, der Nachteil ist - wie Du schon sagtest - dass die Hörer früher oder später aussterben. Wenn man den Zeitpunkt erkennt kann man rechtzeitig das Programm als Jugendwelle relaunchen und fängt somit alle 20 bis 30 Jahre von vorne an.

    Praktikabler ist die erste Variante.
     
  3. Klotzkopf

    Klotzkopf Benutzer

    AW: Audience Development

    Praktikabler schon, aber wirklich sinnvoll nur, solange von unten genug neue Hörer dazukommen. Will Hitradio FFH die Nummer eins sowohl in Hessen als auch in seiner Senderfamilie bleiben und der demographische Wandel sich tatsächlich so vollziehen wie von Experten angenommen, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als das Musikprogramm im Großen und Ganzen so zu belassen, wie es heute ist, um so mit den Hörern zu altern. Denn wie prognostiziert wird, wird es eine solch große Gruppe der vierzehn- bis 49-Jährigen wie heute in diesem Land so schnell nicht wieder geben.
     
  4. alqaszar

    alqaszar Benutzer

    AW: Audience Development

    Im Grunde muss sich eine Station ja quasi jede Woche (ich übetreibe jetzt) neu erfinden, damit sie immer "frisch" klingt. Mit "neu erfinden" ist aber nicht das gemeint, was man so auf deutschen Dudelfunk hört. Hier gibvt es Sender, die Claimen gefühlte 20 Jahre lang mit dem Wort "neu".
     

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