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Ausgangsübertrager 019.1 (Bild)

Dieses Thema im Forum "Studio- und Sendertechnik" wurde erstellt von MusicWorks, 15. März 2015.

  1. MusicWorks

    MusicWorks Benutzer

    Ich versuche Informationen auf dieser Ausgangsübertrager finden, die vermutlich von einem RFZ Mischer sein:

    [​IMG]

    Dies ist das erste Mal dass ich die Verdrahtung einen Ausgangstransformator für symmetrischen Ausgang :) und ohne Informationen über diese trafo Ich bin verloren...

    Ich weiß der Trafo sollte zwei Wicklungen haben ... jeder ist mit Farbcodes in RFT Trafos vertraut?

    Vielleicht ist das wie wir es herausfinden konnte, ohne eine richtige schaltplan

    Gruß,

    - MusicWorks

    P.s. Bitte entschuldigen Sie mein Deutsch, ich weiß es ist schrecklich :)
     
  2. codo

    codo Benutzer

    Hallo MusicWorks

    Diesen Trafo kenne ich nicht.
    Aber Du kannst ihn selber messen.

    Denn er hat 4 Anschlüsse, mit 4 verschiedenen Drahtfarben.
    An je 2 Draht-Anschlüssen ist je 1 Spule, mit einerm zu messenden Widerstand Ω (Impedanz).

    Es ist eine Übertragerspule die als Symbol so aussieht:


    1------------------------------------------3
    [​IMG]
    2-------------------------------------------4




    Mit einem ohmschen Ω Multimeter-Messintrument kann man in logischer Reihenfolge den Durchgang und die Impendanz (Widerstand Ω) der Spulen messen.

    [​IMG]


    Also, man findet einfach die richtigen Anschlüsse (Drahtfarbe) der beiden Spule durch logisches testen der Reihenfolge
    mit dem Multimeter-Messinstrument heraus. Denn je 2 Anschlüssdrähte bilden immer ein Paar!

    An diesen zwei Anschlussdrähten muss logischerweise eine Spule mit einem messbaren Durchgang (spezifischen Widerstand) sein.
    An den jeweils anderen 2 Anschluss-Drähten muss auch logischerweise eine zweite Spule sein, deren Durchgang sich messen lässt.


    O┐ 1 Anschluss
    Ω│
    O┘ 2 Anschluss


    O┐ 3 Anschluss
    Ω│
    O┘ 4 Anschluss


    Mit der Messung des Widerstandes der Spulen kann man auch Rückschlüsse auf den Anschlusswert des Übertragertrafos ziehen.
    Ich tippe auf einen Widerstand von 600 Ω Ohm?

    Wenn er in den beiden Spulen unterschiedlich ist, (z.B. 300 Ω Ohm <|> 600 Ω Ohm) kann man diesen Trafo zur Impedanz Anpassung
    von Audio Eingängen (input) am Mischpult verwenden.

    Man kann so einen zwei Spulen Übertrager Trafo aber auch einfach nur zur galvanischen Trennung von einem Audio-Input benutzen.


    Gruß Codo
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. März 2015
  3. MusicWorks

    MusicWorks Benutzer

    Hallo Codo,

    Vielen danke for ihre antwort, Es ist bei weitem die beste Erklärung aller Zeiten!

    Ich habe die Impedanzmessungen mit einem Digitalmultimeter und das sind die Ergebnisse:


    PAAR EIN

    O┐ 1 Anschluss (Schwarz)
    Ω│
    O┘ 2 Anschluss (Kupfer)

    Ihr Multimeter verfügt über fünf Positionen Impedanzmessung: 2000k, 200k, 20k, 2000 und 200. Das Paar von ihnen gab Impedanzmessungen in geringer Impedanz-Optionen, 86 OHM bei 200 Position.

    O┐ 3 Anschluss (Gelb)
    Ω│
    O┘ 4 Anschluss (Kupfer)

    Dieses Paar Impedanzmessungen gaben nur in der oberen Position. Das Ergebnis war, 1900-2000 OHM bei 2000k Position.


    Mess erste Paar war immer präzise, zwischen 85 bis 86 Ohm.

    Die Messung des zweiten Paares war nicht so präzise, vielleicht, um eine hohe Impedanz sein?

    Ich bin sicher, Fast Ausgangsübertrager sind in Vorlage, wahrscheinlich in den Gruppenausgänge des Mischers. Ich versuche, sie für die Isolierung der symmetrischen Ausgangswerten eines zerbrach Mikrofonvorverstärker Modul zu verwenden.

    Alles was ich gefunden habe ist ein kleiner Hinweis auf die Ausgangsübertrager auf der folgenden Website:

    http://www.zinsik.de/NOISELAB/Technik.html

    " (teilweise abgegeben) Studio Mischpult Regietisch RT 24/1 Studioconsole vom VEB Fernmelde-Anlagenbau Leipzig, 24-Kanal-Pult, verbaute feinste RFZ Technik, Maße: Breite 2.365 mm, Höhe 1.030 mm, Tiefe 1.030 mm, stand im Forum Chemnitz (ehem. Plenarsaal der SED-Bezirksleitung Karl-Marx-Stadt) mit folgenden Modulen/Kassetten/Einschüben (Modulentnahme über Hakenschlüssel A - RFZ 50720; Module vom RFZ - Außenstelle Leipzig):

    6x Regelverstärker RV 927.7,
    42x Kanalverstärker KV 927.8 (Kanalzug mit Eingangsübertrager 1EÜ35 geschirmt),
    5x Filter F,
    8x Programmwahl PW
    2x Meßschalter MS
    1x Signalbaustein S
    3x Fernschalter FS
    24x / 5x Filter und Programmwahl FPW / FPW/1
    2x Blindbaustein BL, 16x Tastenbaustein T1
    1x Lautstärkeschalter LS
    1x Kontrollfeld KF/1
    1x Kommando-Wechselsprechbaustein KW (mit Kommando-Mikrofon)
    mit 4 Meßinstrumenten RFZ VU-Meter J 26/1, Einfachklinkenstreifen S 102 + Trennklinkenstreifen S 202
    4x Logarithmierverstärker U 727.50
    4x Übertrager Ü 019/1 geschirmt
    mit ausführlicher Anlagendokumentation, Handbuch einschl. RFZ Heften".


    Ist das Verhältnis von 2: 1 in Bezug auf die Impedanz etwas sagen über den Transformator?
    Könnte es für einen Ausgangswandler, um das Ausgangssignal zu isolieren, verwendet werden?

    Gruß

    -MusicWorks
     
  4. codo

    codo Benutzer

    Hallo MusicWorks,

    ich weiß es bei diesem Mischpult nicht.

    Es gibt verschiedene Möglichkeiten einen Übertrager-Transfomator einzusetzen.
    Da ich das Mischpult nicht kenne, habe ich da keine exakten Informationen zu.

    Die Vermutung ist aber richtig das es ein Ausgangswandler-, oder ein Eingangswandler-Transformator ist
    der zur isolierung (galvanischen Trennung) und zur Impedanz Anpassung in dem Mischpult eingesetzt wird.

    Vielleicht gibt es weitere Informationen bei: http://www.zinsik.de/NOISELAB/Technik.html ?

    Gruß Codo
     
  5. RainerK

    RainerK Benutzer

    Hallo zusammen,

    nur der Richtigkeit halber:

    Das Verfahren die Spulenanschlüsse über den Gleichstromwiderstand mit einem Ohmmeter festzustellen ist völlig korrekt.
    Diesen Gleichstromwiderstand R mit der Impedanz Z (dem Wechselstromwiderstand) gleichzusetzen ist aber absolut falsch.

    Bei diesen Übertragern ist wie bei allen Transformatoren der Gleichstromwiderstand R erheblich kleiner als die Impedanz Z.
    Zwischen dem R bei 0 Hz bis knapp unterhalb der unteren Grenzfrequenz (Anfang des Übertragungsbereichs z.B. 30 Hz) steigt der Widerstand auf die im Übertragungsbereich wirksame Impedanz an.

    Die Impedanz ist allerdings ein relativer Wert, denn die Impedanz an Ein- bzw. Ausgang des Übertragers ist entsprechend des Übersetzungsverhältnisses von der Impedanz des auf der jeweils anderen Seite angeschlossenen Gerätes abhängig.

    Die Bauarten von Übertragern bedingen beschränkte Impedanzbereiche, bei denen das Übersetzungsverhältnis noch zufriedenstellend eingehalten wird und ohne dass sich der Amplitudengang über der Frequenz wesentlich verschlechtert.

    Ein guter Übertrager mit Ü = 1:2 schafft es vielleicht bei angeschlossenen Impedanzen von evtl. 300-800 Ohm auf 600-1600 Ohm zufriedenstellend zu übertragen.
    Ein weniger guter Übertrager schafft das vielleicht nur bei angeschlossenen Impedanzen von 500-700 Ohm / 1000-1400 Ohm.

    Es grüßt RainerK
     
    Graal_Warschau und Tonband gefällt das.
  6. dea

    dea Benutzer

    Und es gilt auch äußerste Vorsicht beim Umgang mit Gleichstrom an hochwertigen NF-Übertagern!

    Die Widerstandsmessung eines Digitalmultimeters sollte zwar nicht die größte Gefahr für einen einigermaßen robusten Ausgangsübertrager darstellen, dennoch arbeitet sie mit Gleichstromimpulsen. Grundsätzlich sind diese geeignet, das Kernmaterial statisch zu magnetisieren, was die (im Idealfall perfekte) Symmetrie des Trafos in Frage stellt.
    Um sich ein aufwendiges Entmagnetisieren zu sparen, sollte man eine solche Messung so hochohmig und lastfrei wie irgend möglich machen, also eher mit Hilfe der Spannungsmessung, die bei so einem Multimeter schon im Bereich vieler 100 kOhm oder gar im MOhm-Beich liegt. Dazu Bedarf es zwar einer zusätzlichen Spannungsquelle, aber der hohe materielle Wert eines wirklich guten Übertragers gebietet m.E. jede Vorsicht.
     

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