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BAKOM: Radio-Sendernetzplanung: Anhörung für neue UKW-Sendernetzplanung

Dieses Thema im Forum "Radioszene Schweiz" wurde erstellt von pacman, 18. April 2004.

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  1. pacman

    pacman Benutzer

    Biel (ots) - Keine Vorwegnahme strategischer Entscheide
    aufgrund des neuen Radio- und Fernsehgesetzes, dennoch
    Gebietserweiterungen in der Westschweiz sowie Bereinigungen im Raum
    Zürich: dies sind die wichtigsten Merkmale des Entwurfes, welches
    das BAKOM den Kantonen und interessierten Kreisen zur Stellungnahme
    unterbreitet.

    Gegenwärtig berät das Parlament das neue Radio- und
    Fernsehgesetz. Bereits Ende 2004 laufen die Weisungen des
    Bundesrats für die UKW- Sendernetzplanung vom 31. August 1994 (UKW-
    Weisungen) aus. Da sie auf den UKW-Weisungen beruhen, laufen
    gleichzeitig die Konzessionen für die terrestrisch verbreiteten
    Lokal- und Regionalradios aus. Damit die Lokal- und Regionalradios
    für eine weitere Periode konzessioniert werden können, müssen per
    1. Januar 2005 neue UKW- Weisungen erlassen werden.

    Die revidierten Weisungen stellen eine Übergangslösung dar. Sie
    sichern den Fortbestand der aktuellen Lokalradiolandschaft bis zu
    den strategischen Weichenstellungen, die nach Inkrafttreten des
    neuen Radio- und Fernsehgesetzes zu erwarten sind oder die sich aus
    der Wahl technischer Entwicklungsszenarien für die Zukunft ergeben
    könnten. Aus diesem Grund beschränkt sich der Entwurf auf massvolle
    Arrondierungen bestehender Versorgungsgebiete. Platz für neue
    Veranstalter ist hingegen nicht vorgesehen. Deshalb soll auf eine
    Ausschreibung der Konzessionen verzichtet werden; bestehende Radios
    in den vorgesehenen Versorgungsgebieten können - wiewohl teilweise
    unter veränderten Bedingungen - auch in Zukunft mit einer
    Konzession
    rechnen.

    Gebietserweiterungen in der Romandie
    Markanteste Änderung im nun vorliegenden Entwurf für die neuen UKW-
    Weisungen sind Gebietserweiterungen in der Romandie. Um die
    Marktchancen der Radiostationen im Genferseebecken gegenüber der
    aus Frankreich einstrahlenden Konkurrenz zu stärken, sollen sowohl
    das Lausanner Radio Framboise als auch das Genfer Radio One FM
    zukünftig ein identisches und vergrössertes Versorgungsgebiet
    abdecken können, das sich von Genf bis Vevey und fast über den
    ganzen Kanton Waadt erstrecken soll.

    Gegenstand der wichtigsten Bereinigung ist der Raum Zürich, wo
    die Grenzen der Versorgungsgebiete nun klar definiert sind. Zudem
    wurden die Bedürfnisse der Pendler stärker berücksichtigt, was sich
    einerseits in einer leichten Ausdehnung des Versorgungsgebietes für
    die Zürcher Stationen ausdrückt, andererseits in einer teilweisen
    Öffnung der Stadt Zürich für die umliegenden Veranstalter.

    Mittelwelle-Weisungen
    Gleichzeitig mit den UKW-Weisungen laufen auch die Weisungen für
    die Gestaltung der Mittelwellen-Sendernetzplanung vom 18. September
    1995 (MW-Weisungen) aus. Als wichtigste Neuerung enthält der
    Entwurf für die neuen MW-Weisungen die Bestimmung, wonach bei
    Verzicht der SRG eine Mittelwellen-Frequenz für private
    Veranstalter ausgeschrieben werden kann, sofern Interesse
    angemeldet wird.

    Die Anhörung der Kantonsregierungen und weiterer interessierter
    Kreise dauert bis zum 8. Juni 2004. Der Bundesrat wird
    voraussichtlich im Oktober 2004 entscheiden. Die Entwürfe für die
    revidierten Weisungen, weitere Erläuterungen sowie Gesuche, die im
    direkten Zusammenhang mit den Weisungen stehen, finden sich unter:
    www.bakom.ch/de/radio_tv/sender/ukw_mw_weisungen/index.html.

    BAKOM - Bundesamt für Kommunikation
    Amtskommunikation
     

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