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Bankraub auf Zypriotisch

Dieses Thema im Forum "Auszeit" wurde erstellt von olliver_55, 18. März 2013.

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  1. olliver_55

    olliver_55 Benutzer

    Wer gibt den Europolitikern eigentlich das Recht den Bürgern mal eben so in die Tasche zu langen und Geld,was ich ehrlich bekommen habe, von meinem Konto auf das Staatskonto umzuschichten. Das erfüllt ja fast schon den Straftatbestand des Diebstahles nach § 242 STGB. Es ist an der Zeit, dass sich die Bürger dagegen wehren und den Politikern bei der nächsten Wahl die Quittung dafür erteilen und sie in die Wüste schicken.
     
  2. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Pecunia non olet - das ist auch der Grund, warum man nie herausfinden wird, wieviel von dem Geld, welches auf zypriotischen Konten liegt "ehrlich verdient" wurde, und wieviel zuvor dem Staat oder den Menschen auf die eine oder andere Art gestohlen wurde.
    Grundsätzlich trifft es jeden, der überhaupt etwas hat, während diejenigen, die sowieso nichts haben, ausnahmsweise mal verschont bleiben.
     
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  3. HeavyRotation25

    HeavyRotation25 Benutzer

    Das ist durchaus sehr grenzwertig, was dort angedacht ist. Allerdings vermute ich, dass die Reichen ihr Geld schon frühzeitig ins sichere Ausland transferiert haben.

    Ich frage mich wie lange es noch dauert, bis es Bürgerkriege wegen des Geldes oder um Erstreitung von Nahrung gibt.
     
  4. Zwerg#8

    Zwerg#8 Benutzer

    Ich widerspreche dir nur ungern, Manni. Nur wer bloß "Geld" (auf dem Konto) hat, den scheißt es bei solchen Aktionen an.


    Aber ich habe schon 2008 gewarnt. Diese Warnung kann man in diesem Forum sogar ganz leicht finden:

    www.google.de/search?q=site%3Aradioforen.de+silbermünzen
     
  5. Tweety

    Tweety Benutzer

    Ich finds, ehrlich gesagt, ok. Ob nun die Bürger so bezahlen müssen oder über Sparprogramme und Steuererhöhungen zur Kasse gebeten werden, zahlen müssen sie so oder so. Der Trick mit den Banken hat den Vorteil, dass man damit auch die vielen russischen "Steuerflüchtlinge" beteiligt, die wohl dort massenhaft Schwarzgeld deponiert haben.
     
  6. Zwerg#8

    Zwerg#8 Benutzer


    Moment Tweety!

    Selbstverständlich ist es eine bodenlose Frechheit, beispielsweise einer alleinerziehenden Mutter mit wirklich vom Mund abgesparten 1000 Euro auf dem Girokonto, 10% "abzuziehen". 100 Euro sind für sie und ihre Kinder wirklich sehr viel Geld.


    Die wirklich "reichen" Leute juckt diese Aktion aber nicht weiter, denn "Was ist schon Geld?" Nur Papier. Die Eliten besitzen Immobilien, schöne Autos... und die Produktionsmittel!

    Wer die Zeche für die Umverteilung des Reichtums nach oben (die Reichen) und unten (die Harzer) letztendlich zahlt, ist der sogenannte "Mittelstand". Wie lange geht das noch gut? Die Gegensätze verschärfen sich: Die Reichen werden immer reicher, die Armen werden immer ärmer.


    Nimm dir (für den Anfang) einfach mal 30 Minuten Zeit:
    http://www.swr.de/swr1/bw/programm/leute/-/id=1895042/nid=1895042/did=10811350/1iq8gx5/index.html



    Ich persönlich kann damit leben, wenn man mich möglicherweise als "linken Spinner" bezeichnet:

    Wir erleben aber gerade die Anfänge eines völlig zügellosen Kapitalismus! Wer das leugnet ist ein Spinner! Wenn die Menschheit nicht eine "vernünftige Lösung" findet, endet dieser "Verteilungskampf" letztendlich mit der Selbstvernichtung.
     
  7. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Die Alternative in Zypern wäre doch, dass es keine EU-Kredite mehr gibt, das Land mitsamt seinen Banken pleite geht, das zypriotische Bankensystem zusammenbricht - mit der Folge, dass sämtliche Sparguthaben perdü sind und nicht nur die angedachten 6 - 8 Prozent.
     
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  8. olliver_55

    olliver_55 Benutzer

    Wenn ich nach diesem Dammbruch beim Zugriff auf das Bankguthaben der Bürger in den Tagesthemen sehe, was IM Erika (Stasi) und natürlich die unvermeidliche Claudia Roth (Grün) zu sagen haben, kann ich nur noch ko.....en. :wall: Dann auch noch IM Larve.
     
  9. Tweety

    Tweety Benutzer

    Aktuell wird ja diskutiert, ob man die kleinen Leute verschont und nur Guthaben, ab einer Größenordnung von 10 tsd. EUR und mehr heranzieht. Würde ich vernünftig finden.
     
  10. Makeitso

    Makeitso Benutzer

    Nein. Bei Bankenpleiten griffe der Europäische Einlagensicherungsfonds, der Einlagen bis 100.000 Euro garantiert. Zumindest bis zu dieser Grenze wäre nix perdü.
     
  11. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Bundesfinanzminister Schäuble hat heute Morgen im Deutschlandfunk genau das Gegenteil behauptet. Der Europäische Einlagensicherungsfonds gelte nur für Staaten, die ihren Zahlungsverpflichtungen noch nachkommen können. Bei einem Staat, der faktisch insolvent sei, könne auch diese Grenze nicht mehr garantiert werden. Insolovenz bedeute - alle Gläubiger schauen in die Röhre!
     
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  12. Tweety

    Tweety Benutzer

    So hatte ich das auch in Erinnerung. Allerdings blickt man als Normalbürger da eh nicht mehr durch. 5 Experten = 5 Meinungen
     
  13. chapri

    chapri Benutzer

  14. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

  15. chapri

    chapri Benutzer

    Dann schreibs doch auch!:D
     
  16. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Ich hatte leider im Gegensatz zu Dir nichts, wo ich abschreiben konnte. So musste ich selbst formulieren.
     
  17. Tweety

    Tweety Benutzer

    Ist ja jetzt eh Makulatur wo das Rettungspacket abgelehnt wurde. Jetzt muss man sehen wie es weitergeht. Vielleicht hilft ja der Reiche Onkel aus Am.... Russland und greift mal in die Gazpromschatulle. :D
     
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  18. HeavyRotation25

    HeavyRotation25 Benutzer

    Mal sehen, wann Merkel und Co. wieder mit Haknekreuzen in den entsprechenden Zeitungen abgebildet werden. Zypern schaufelt sich gerade sein eigenes Finanzgrab und das teilweise aus falschem Stolz! Dann lieber beim großen Bruder Russland betteln. Aber ob die solche Geldreserven haben, ist fraglich. Die russische Armee in Finanznot, Bewohner ländlicher Gebiete sind oft in bitterer Armut, und dann schiebt man ein paar Milliarden nach Zypern weil man deren Gebiete für Ölpipelines nutzt? Bleibt abzusehen, wo das alles hinführt.
     
  19. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Wenn tatsächlich Russland mit einer Milliardenhilfe vor der Tür steht, dann möchte ich mal sehen, wie schnell der EU etwas einfällt. Da lässt sie sicher nichts anbrennen...
     
  20. HeavyRotation25

    HeavyRotation25 Benutzer

    Der EU kann es egal sein, woher die Milliarden kommen, damit die Kriterien für eine Rettung erfüllt sind. 7 Milliarden(?) muss das Land selbst oder extern aufbringen, damit die EU weitere Hilfe bewilligt. Zypern ist für Russland ein wichtiges Transit-Land, um seine Öl- und Gasförderung auszubauen. Und zu was Länder und Politiker fähig sind, wenn es um die Bereicherung am Öl geht, wissen wir spätestens seit George W. Bush...
     
  21. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Blauäugig!
     
  22. StageManager75

    StageManager75 Benutzer

    Sehe ich auch so. Wer 7 Mrd. Euro Hilfe annimmt (und damit rechnen muss, dass er es nicht zurück geben kann - nicht umsonst hat die EU ja gesagt, Zypern sei nur für 10 Mrd Kredit "gut"), geht Verpflichtungen gegenüber dem Geber ein. Und den "lupenreinen Demokrat" Putin indirekt am Tisch der EU bzw. der EURO-Gruppe-Chefs sitzen zu haben finde ich keine sehr schmackhafte Vorstellung.
    Dazu kommt noch - wer sagt uns denn, dass ZUERST die 10 Mrd an die EU zurückbezahlt werden, wenn die Gasvorkommen angezapft werden und DANN erst die 7 Mrd an Russland gehen?
    Klingt für mich nach wohlvorbereiteter Drohkulisse, um das EU-Volk darauf vorzubereiten, dass die EU (bzw. die beteiligten Helfer wie z.B. IWF) doch die ganzen 17 Mrd. übernehmen (und dann wohl auch in den Wind schreiben können).
    Putin wäre das Szenario ganz recht: 7 Mrd staatliches Geld (das tut ihm nicht weh) rettet 35 Mrd (? - weiß nicht mehr, ob ich a) die Summe korrekt im Kopf habe b) ob die für alle Nicht-Zyprischen-Anlagen oder nur für die aus Russland galt) seiner finanzkräftigen Freunde und Wahlhelfer. Ist doch ein Schnäppchen!
    Dass die Armee in Finanznot ist und das Volk auf dem Land im Elend lebt interessiert doch die oberen 10.000 in Russland noch weniger als bei uns.
     
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  23. Inselkobi

    Inselkobi Benutzer

    Mich stört die Überschrift des Threads: "Bankraub auf Zypriotisch".
    Immerhin war die deutsche Bundesregierung an den Vorschlägen und den Beschlüssen ganz und gar nicht unbeteiligt. Sollte der Titel da nicht eher "Bankraub ganz im Stil der EU" heißen?
     
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  24. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Der österreichische EU-Parlamentarier Svobada (Sozialistenfraktion) hat es heute morgen im Deutschlandfunk auf den Punkt gebracht: Die EU-Finanzminister sind mit ihren Vorschlägen gerade dabei, nach Art des Elefanten im Porellanladen dafür zu sorgen, dass immer mehr Menschen die EU nicht mehr als Lösung sondern als das eigentliche Problem ansehen.
     
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  25. StageManager75

    StageManager75 Benutzer

    Mannis Fan - ich sehe, wir hören die gleichen Radiosender.
    Sicher richtig ist der Elefant im Porzellan-Laden - genau so richtig ist aber, dass die Regierung auf Zypern gewaltig nachhilft, die Regale mit umzuschubsen, die der Elefant noch nicht umgeworfen hat. Und für einen Kredit von (ich habe 2 und 5 mrd gehört) von den Russen will Zypern a) Aufsichtsratplätze in Banken und b) Rechte an den frisch entdeckten Gasvorkommen abtreten - die Rechte an den Gasvorkommen, mit denen Zypern die 10 bzw. gesamten 17 Mrd EUR zurückzahlen will. Wir werden sehen - die Russen kriegen für ihren Kredit stabile Sicherheiten und die gutmütigen "Elefanten im Porzellanladen" schauen auf unsere Kosten in die Röhre.
    Für 10 Mrd wird man als Elefant im Porzellanladen (und noch viel schlimmer) beschimpft, für 2 oder 5 Mrd bekommt man Erdgasrechte und Mitsprache in den Banken, an deren Niedergang man selber profitiert hat und das Prädikat "weißer Ritter" - gestern (zugegeben satirisch gemeint) im SWR1 gehört.
    Die Gasfelder standen ja schon mal zur Debatte: Als Sicherheit für die restlichen 7 Mrd EUR - und die Russen sollen sie jetzt für 2 bekommen? Das ist mal eine tolle Vorstellung von freundschaftlichem Umgang in der EU. Da frage ich mich ernsthaft, wer hier wen an der Nase herumführt und wer hier das Problem ist.
    Und noch immer kann mir niemand beweisen, dass der Vorschlag, ALLE Bankguthaben anzugreifen aus der EU nach Zypern hineingetragen wurde. Ich höre immer, dass es Zypern war, die es abgelehnt haben einen Freibetrag (in Höhe der in der EU standardisierten Einlagensicherung) anzusetzen, weil es die hohen Bankguthaben dafür mehr belastet hätte. Das ist für mich "Auch die kleinen müssen ran, damit die großen entlastet werden".
    Wer Quellen hat, der anderes belegen - den aktuellen Interviews traue ich nur zur Hälfte (sei es Schäuble oder Svoboda).
     

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