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Behringer Xenyx 302USB Minimixer

Dieses Thema im Forum "Internetradio- und Heimstudio-Hardware" wurde erstellt von ollybollydel, 30. März 2013.

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  1. ollybollydel

    ollybollydel Benutzer

    Heute kam der kleine Minimixer Xenyx 302USB bei mir an:

    [​IMG]
    Vorweg mal der Preis: € 42,- beim Thomann

    Dieses Pult wurde speziell für Podcaster entwickelt und in der Tat habe ich nirgendwo anders ein Pult dieser Art gefunden. Diese kleine Kiste und ein Laptop reichen um ein einigermassen vernünftiges Setup zum Senden aufzubauen. Stromversorgung via USB was schon mal wieder ein weiteres Kabel erspart.

    Ideal für alle wo es schnell gehen muss oder die sich kein komplettes Studio auf dem Schreibtisch hinstellen möchten. Praktischerweise (und welches Pult hat das?) erspart man sich sogar die Adapter wenn man per Computer Headset etwas senden möchte. Das Xenyx hat die entsprechenden 3,5 mm Buchsen schon an Bord.

    Im Innern ist ein Audio USB Interface eingepflanzt welches mit dem PCM 2902 Chip von Texas Instruments sogar erstaunlich guten Sound liefert. Für Podcast bzw. Radiobetrieb empfiehlt sich der Einsatz des Behringer Asio Treibers (der Kern des Treibers stammt von Ploytec!) um die Latenzen auf nicht mehr fühlbares Niveau zu drücken.
    Alternativ kann es auch mit dem Asio4All Treiber oder direkt (ohne Installation) mit DirectX betrieben werden.


    Ich selber haben den Behringer Asio Treiber gewählt und bin mehr als zufrieden. Im Windows Systemmanager bzw. bei den Soundkarten taucht dann ein Behringer WDM Ausgabegerät und bei den Aufnahmegeräten ebenfalls das Behringer als Aufnahmegerät auf. Nur mit dem Asio Treiber sind normale Line-in Signale zu verarbeiten. Unter DirectX arbeitet das Xenyx lediglich als (extrem) empfindler Mikroeingang.
    Die Radiosoftware mit diesen Ein- und Ausgängen gefüttert ging der Test los und es klappte auf Anhieb alles perfekt.

    Praxis:
    Es ist tatsächlich mit dem Xenyx nur ein USB Kabel nötig um sein Setup komplett stehen zu haben. An das Pult klemmt man dann entweder ein Headset oder hochwertiges Mikro und seinen guten Kopfhörer. Das Pult liefert sogar Phantomspannung für Kondensatormikrofone.
    In der Radiosoftware wählt man als Wiedergabegerät das Xenyx und als Mikro ebenfalls. Das war es schon.
    Die Musik der Radiosoft geht über das interne Xenyx USB Interface zum Mixer, wird dort mit dem Mikrosignal gemischt wieder über den internen USB Aufnahme"kanal" zurückgeführt und so gesendet bzw. aufgezeichnet.
    Supereinfach und klanglich wirklich sauber. Und mit dem Asio-Ploytec Treiber von Behringer umgeht das Audiosignal komplett den Weg durch Windows und wird kein Stück mehr verfälscht. Da ich schon bei anderen Geschichten mit dem Ploytec Treiber zu tun hatte, schwöre ich sowieso auf diese Manufaktur. Schön, daß Behringer sich für diesen entschieden hat für fast all seine aktuellen USB Produkte.

    Das kleine Pult hat dann immer noch einen freien Stereoeingang (2 Track) um noch ein externes Signal zu routen. Dieses lässt sich dann aber nicht regeln. Alternativ kann man den USB Kanal gegen Line-in durch Tastendruck umschalten.
    Am Kopfhörer liegt ständig alles an was an Signalquellen vorhanden ist. Die Signalquellen lassen sich per Tastendruck entweder nur auf den Kopfhörer routen (geht dann nicht über den Sender) oder eben auf den Main Mix (dann geht es so als Stream raus)
    Daher empfiehlt sich immer ein gewissenhafter Blick auf die Bus-Taster: Sie müssen für die jenigen Kanäle die raus gehen sollen oben sein (bzw. auf Main-Mix geroutet sein) damit es auch als Stream rausgeht! Im Kopfhörer merkt man das nicht weil hier wie gesagt hier ständig alles anliegt.

    Neben dem Kopfhörer kann man noch die beiden Cinch Buchsen des Main-Mix nutzen um alles auf einen Verstärker/Aktivboxen zu leiten wer das mag. Dieses Mainsignal lässt sich dann mit dem Main-Mix Poti regeln wogegen dieses Poti keinerlei Einfluss auf den USB MainMix hat (prima für den Control-Room).


    Der Kopfhörerausgang liefert erstaunlichen Druck und hohe Lautstärke. Mehr als zur Hälfte drehe ich das Vol. Poti des Kopfhörers nicht auf weil einem sonst die Ohren wegfliegen.

    Audio Interface:
    Neben dieser Anwendung lässt sich das Pult auch als ganz normales Audiointerface nutzen oder kleines Aufnahmesetup für Gesang und Instrumente. Auch als DJ Audiointerface ist es geeignet: Laptop und Mikro anschliessen und loslegen. Mehr Pult brauchen die meisten Gelegenheits DJs ja heute nicht mehr.

    Verarbeitung:
    Sehr sauber verarbeitet. Untere Schale aus Metall und obendrum natürlich Kunststoff. Die Potis und Minifäderchen gleiten cremig und stabil. Da wackelt und klappert gar nichts.
    Wie das alles möglich ist für diesen Preis will ich lieber gar nicht genau wissen :-/
    Rauschen ist bis zu gewissen Poti- und Gainstellungen gar nicht zu vernehmen. Erst jenseits der 12 Uhr Stellung fangen die Kanäle leicht an zu rauschen. Auch hier darf man den Preis von 42,- nicht vergessen.


    Kann die Kiste bedenkenlos jedem empfehlen. Und wenn es als "Notpult" oder "Schweizer Taschenmesser" in der Tasche liegt. Das Ding kann man für viele Situationen gebrauchen, kostet einen Witz und liefert ordentlichen Sound.

    Danke für die Aufmerksamkeit :rolleyes:
     
  2. Hefeteich

    Hefeteich Benutzer

    Du schreibst wie einer der bezahlten Positiv-Kundenbewerter, was nicht heißen soll, dass Du einer bist.
    Aber wenn man Dein Gejubel mal auf echten, verwertbaren Inhalt prüft, bleibt nicht mehr viel übrig.
    Eine gute, sinnvolle Kritik hat andere, bessere Inhalte und liest sich deutlich anders.
     
    Nobier und Fall Guy gefällt das.
  3. StageManager75

    StageManager75 Benutzer

    Kein Wunder - in dem Setup gibt es keine Latenzen. Du holst die Musik aus dem Rechner, mischt sie mit Deiner Stimme und schiebst das ganze wieder in den Rechner. Da Dein Kopfhörer exakt das hört - woher sollen die Latenzen kommen?
    Siehe auch die Beschreibung Deines Signalweges:
    Latenzen hättest Du dann, wenn Du das Musiksignal vom Rechner abhören würdest, das Mikrofonsignal in den Rechner einlesen würdest und DORT zusammenführst. DANN - und nur dann hättest Du die Latenzen durch den Ausgang zur Abhöre und vom Mikro in den Rechner.

    Insbesondere witzig in Zusammenhang mit diesem Abschnitt:
    Dein Audiosignal wird aus einem irgendwie komprimierten MP3-File nach Analog ausgespielt, mit einem Mikrofonsignal unbekannter Qualität (PC-Headset - schüttel) analog gemischt, wieder in den Rechner digitalisiert und dort für Internetradio zusammengestaucht. Und da machst Du Dir Sorgen um Verfälschungen des Tonsignals durch Windows????
    Manufaktur? Du meinst wohl Architektur...

    Und hierzu:
    Die Aufgabe, ein MP3-File als Analogsignal auszugeben, sollte wohl keinen USB-Audio-Chip mehr vor ernsthafte Herausforderungen stellen. Und um Sprache mit dieser Musik zu mischen braucht's auch nicht viel. Wo ist der "erstaunlich gute Sound" denn abgegriffen? mit "ordentlich Druck" auf dem PC-Headset?
    Wär auch ein Trauerspiel bei einem nigelnagelneuen Gerät. Und in der Größe dürfte es kein Problem sein, das Teil mechanisch stabil zu bauen.

    Für mich widerlegt das einiges, was vorher geschrieben wurde insbesondere:
    Die Kiste scheint ganz speziell für einen gewissen Nutzerkreis gemacht und erfüllt vermutlich (wie ich den enthusiastischen Worten von ollybollydel entnehme) diesen Zweck ganz ordentlich.
    Ich bin allerdings absolut weit davon entfernt, diesem Satz beizupflichten:
    Nein - exakt für eine: 1 Tonsignal aus dem Rechner raus, 1 Mikrofonsignal dazumischen, Summensignal wieder in den Rechner. Selbst als Phantomspeiseadapter kommt das Teil nicht in Frage, weil symmetrische Ausgänge fehlen.
    Es ist zur Not ein etwas aufgebohrtes Audio-USB-Interface (aber für einen Stereo-Mitschnitt fehlt mir der 2. Mikrokanal mit Phantomspeisung.)
    42 EUR ist wenig Geld - aber man kriegt auch nicht sehr viel dafür.
     
    Hefeteich gefällt das.
  4. ollybollydel

    ollybollydel Benutzer

    Ganz genau dafür :)

    Ihr hab ja Recht, bin ein wenig enthusiastisch weil ich so ein Pult gesucht habe. Ohne viel Spielereien, mit dem wirklich jeder zurecht kommt, so klein wie möglich und zum günstigen Preis. Auch wenn diese Leute vorher noch nie ein Pult vor der Nase hatten sollen sie peilen wie es funktioniert. Bin kein PA Mensch und eigentlich interessiere ich mich auch nicht groß dafür. Funktionieren muss es. Und zwar auch bei Dritten denen man dann nicht viel erklären muss. Und genau das tut dieses Ding für den Preis.

    Die Sache mit dem Signalweg über den Ploytec hat mich wegen einer anderen Sache interessiert, die nichts mit Radio zu tun sondern aus der HighFidelity Ecke kommt. So ein Interface besitze ich seit längerer Zeit und darüber werden keine MP3 abgespielt, nur FLAC und WAV usw. Aber eben nur für privaten Genuß.


    Und nein: Ich werde natürlich nicht bezahlt von irgendwem. Wer sollte das tun bei einem 42 Euro Kästchen?


    Habe mich ja schon wieder beruhigt *gg* Nix für ungut!
     
  5. StageManager75

    StageManager75 Benutzer

    Wäre es nicht so dick aufgetragen hätte es ein Beispiel für gelungenes Social Media Marketing sein können. Und Behringer ist SICHER in einschlägigen Foren zumindest lesend unterwegs und hat dafür bezahlte Kräfte in der Marketingabteilung - ja auch in 42 EUR ist Geld für so was drin. Oder was glaubst Du, was die Herstellkosten für dieses Ding sind?
     
  6. ollybollydel

    ollybollydel Benutzer

    Meinste ich könnte mit solch Beiträgen Kohle machen? :rolleyes: Dann mach ich das nur noch... Hehe. Herstellkosten? Ich will es gar nicht wissen. € 4,33 in etwa... so grob und hoch geschätzt. Inkl. Arbeitskosten von top bezahlten Chinesen bei guten Arbeitsbedingungen in der "Behringer Stadt" MGC. Will mich darüber nicht lustig machen aber ich kann auch nichts für die Entwicklung dieser Welt.
     
  7. antenna

    antenna Benutzer

    Doch: Weder kannst Du nichts für die Enwticklung dieser Welt, noch bist Du voll dafür verantwortlich.
    Jetzt solltest Du nachdenken bzw. merken, dass... (Vielleicht kriegst Du es selber heraus);)

    Gruß,
    antenna
     
  8. dea

    dea Benutzer

    Wenn man
    kann und sich
    will, könnte man auch schweigen, statt Exkremente zu Gold labern zu wollen.
     

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