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Berichterstattung Missbrauch und Wegsperrung in Amstetten

Dieses Thema im Forum "Radioszene Österreich" wurde erstellt von radioxtreme, 28. April 2008.

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  1. radioxtreme

    radioxtreme Benutzer

    Kurzes Round-Up - wer hat aller wie intensiv berichtet? Bei der heutigen Pressekonferenz waren ja tausende Mikrofone aufgebaut, Kollegen aus der Schweiz waren anwesend, aus Deutschland, Arabella, Hit-FM ist mir in Erinnerung - wer noch aller? Wer hat ausgelassen? Wer hat sich wie übers Thema gerettet? Und wie gut und intensiv?
     
  2. thegermanguy

    thegermanguy Benutzer

    AW: Berichterstattung Missbrauch und Wegsperrung in Amstetten

    "Wegsperrung"? Ist das ein in Österreich gängiges Wort? Auch wenn dem so sein sollte finde ich daß dieses Sprachkonstrukt den Umständen in keiner Weise gerecht wird.
     
  3. Radioman2000

    Radioman2000 Benutzer

    AW: Berichterstattung Missbrauch und Wegsperrung in Amstetten

    OT: Ich schließe mich meinem Vorgänger an. Wegsperrung ist ein Unwort. Ung-Wörter sind gerade in der Radiosprache tabu. :)

    Aber: in Österreich gelten Sonderrechte. Da darf man alles was woanders als "anstößig" gilt. *gg*
     
  4. radioxtreme

    radioxtreme Benutzer

    AW: Berichterstattung Missbrauch und Wegsperrung in Amstetten

    *grml* ist das alles an konstruktiven beiträgen, die ihr zu schreiben imstande seid???? hurra... fetter respekt. ob ihr das als "unwort" seht oder nicht, ist mir gelinde gesagt.... nun lassen wir das - ich hab noch einen rest von anstand in öffentlichen foren. wenn sonst noch jemand abseits des thread-themas was zu sagen hat, dann möger er es bitte tun - aber eben nicht hier. ergeht besonders an alle gscheitscheisserln und solche die es noch werden wollen... :wall:
     
  5. Radioman2000

    Radioman2000 Benutzer

    AW: Berichterstattung Missbrauch und Wegsperrung in Amstetten

    Ich finde, daß man so ein Thema hier gar nicht diskutieren muß. Es ist schlimm genug, daß es so viel Sensationsjournalismus gibt. Und der ORF hat den Vogel am Montag selbst abgeschossen.
     
  6. Kleetschi

    Kleetschi Benutzer

    AW: Berichterstattung Missbrauch und Wegsperrung in Amstetten

    Wieso?
     
  7. ercor

    ercor Benutzer

    AW: Berichterstattung Missbrauch und Wegsperrung in Amstetten

    Da hast du aber eindeutig RTL übersehen - die haben schon 2 Stunden vor Eintreffen des ORF mit dem SNG Wagen aus München den Vogel abgeschossen....dagegen war die Berichterstattung des ORF noch zurückhaltend.....wer einmal mit den deutschen Privatfernsehen zu tun gehabt hat, der weiß, dass der ORF nicht einmal annähernd an das "Niveau" der dt. Privatsender herankommt.....
     
  8. Radioman2000

    Radioman2000 Benutzer

    AW: Berichterstattung Missbrauch und Wegsperrung in Amstetten

    Es mag ja sein, daß RTL eher da war und auf seine Art darüber berichtet hat. Aber wenn der ORF einen "Psychologen" im Studio hat, der direkt oder indirekt mit den Opfern zutun hat und dieser alles dementiert (inkl. "Inzestkinder" und "sexueller Mißbrauch"), weil es - wie er sagte - noch nicht bewiesen sei und danach gleich eine MAZ läuft mit lauter Behauptungen, die vorher gerade nicht einmal bestätigt wurden ist das schon miserabel. Ich habe die News an dem Abend auf n-tv gesehen. Die haben es wenigstens abgeschwächt und ihre Quellen eingeblendet, seien es auch nur Zeitungsausschnitte aus Kurier, etc. Von daher finde ich die "Private Variante" um Massen besser als das was der ORF hier abgezogen hat.
     
  9. ercor

    ercor Benutzer

    AW: Berichterstattung Missbrauch und Wegsperrung in Amstetten

    Auf SKY NEWS hat man das Video von Bild.de schon am Nachmittag flimmern gesehen, da hatte die Polizei offensichtlich noch gar keine Ahnung dass ein solches Video existiert. Und RTL hat sich um Unsummen gleich mal das Video von der Bild gekauft....der ORF hinkte gewaltig hinten nach, erst in der ZIB sendete man kurze Ausschnitte.
    Übrigens: in keinem TV sender, außer auf RTL konnte man auch das gesprochene hören...wurde natürlich ins Hochdeutsche untertitelt.
     
  10. radioxtreme

    radioxtreme Benutzer

    AW: Berichterstattung Missbrauch und Wegsperrung in Amstetten

    was mich merh erschüttert ist die selbjustiz, die in wunderbarer weise auf ALLEN kanälen, gleich ob radio oder fernsehen, geübt wird. der mann ist noch nicht verurteilt, es gilt trotz geständnisses die unschuldsvermutung. der mann wird mit VOLLEM namen genannt, sein gesicht wird ÜBERAL unverpixelt gezeigt, alle verwandten und auch die opfer beim vollen namen genannt... mit welcher selbstherrlichkeit nehmen sich die meisten medien heraus, das alles mitzumachen.. was mich ncoh MEHR schockiert, ist der umstand, dass es sogar der polizei scheißegal ist.... die aussage von oberst polzer auf der PK: warum da so eine geheiminstuerei machen, wenns die journalisten eh rauskriegen", diese aussage halte ich für einen skandal. was immer der mann auch verbrochen hat. und wie immer man dazu steht. trotz allem hat der mann rechte. und die werden mit füßen getreten. und keinem, wirklcih KEINEM journalisten stünde es zu, zu sagen: für das was er getan hat, verdient er keine rechte... DARÜBER bin ich ehrlich erschüttert...
     
  11. radiocritics

    radiocritics Gesperrter Benutzer

    AW: Berichterstattung Missbrauch und Wegsperrung in Amstetten

    :wall:Die ganze Sache ist natürlich sehr unerfreulich was hier alles passiert ist und ich verstehe auch daß man immer darüber etwas in den Nachrichten bringt, aber fast ganze Sendeleisten nur mit diesem Thema zu füllen ist nach so vielen Tagen nicht mehr o.k.! Ich finde man sollte die betroffene Familie zwar weiter beobachten aber im Grunde eigentlich mehr in Ruhe lassen und wieder die Möglichkeit geben zu sich selber zu finden und gesund zu werden, denn diese absolute Medienhetze wegen dieser kriminellen Tat, die absolut zu verurteilen ist, sollte man sobald als möglich auf das geringst mögliche reduzieren!!! Das wäre meiner Ansicht nach momentan das aller wichtigste in dieser Angelegenheit!!!!
     
  12. radio_watch

    radio_watch Benutzer

    Es ist imho legal, den Täter unverpixelt zu zeigen und seinen Namen zu nennen

    § 7a. (1) Werden in einem Medium der Name, das Bild oder andere Angaben veröffentlicht, die geeignet sind, in
    einem nicht unmittelbar informierten größeren Personenkreis zum Bekanntwerden der Identität einer Person zu
    führen, die
    1. Opfer einer gerichtlich strafbaren Handlung geworden ist oder
    2. einer gerichtlich strafbaren Handlung verdächtig ist oder wegen einer solchen verurteilt wurde, und
    werden hiedurch schutzwürdige Interessen dieser Person verletzt, ohne daß wegen deren Stellung in der
    Öffentlichkeit, wegen eines sonstigen Zusammenhanges mit dem öffentlichen Leben oder aus anderen
    Gründen ein überwiegendes Interesse der Öffentlichkeit an der Veröffentlichung dieser Angaben
    bestanden hat
    , so hat der Betroffene gegen den Medieninhaber Anspruch auf Entschädigung für die
    erlittene Kränkung. Der Entschädigungsbetrag darf 20 000 Euro nicht übersteigen; im übrigen ist § 6 Abs.
    1 zweiter Satz anzuwenden.
    (2) Schutzwürdige Interessen des Betroffenen werden jedenfalls verletzt, wenn die Veröffentlichung
    1. im Fall des Abs. 1 Z 1 geeignet ist, einen Eingriff in den höchstpersönlichen Lebensbereich oder eine
    Bloßstellung des Opfers herbeizuführen,
    2. im Fall des Abs. 1 Z 2 sich auf einen Jugendlichen oder bloß auf ein Vergehen bezieht oder das
    Fortkommen des Betroffenen unverhältnismäßig beeinträchtigen kann.

    und

    (3) Der Anspruch nach Abs. 1 besteht nicht, wenn

    2. die Veröffentlichung der Angaben zur Person amtlich veranlaßt war, insbesondere für Zwecke der
    Strafrechtspflege oder der Sicherheitspolizei,

    -----------------

    Da die Polizei um Mithilfe gebeten hat (wer hat etwas gesehen, wer hat dort gewohnt...), ist das öffentliche Interesse zur lückenlosen Aufklärung sicher höher zu bewerten als der - zweifelslos vorhandene Schutz - für den Täter. Daher kann sein Name in diesem Zusammenhang ziemlich sicher (sicher ist man immer erst nach einem etwaigen Urteil) ausgeschrieben werden.


    Die Unschuldsvermutung:

    § 7b. (1) Wird in einem Medium eine Person, die einer gerichtlich strafbaren Handlung verdächtig, aber nicht
    rechtskräftig verurteilt ist, als überführt oder schuldig hingestellt oder als Täter dieser strafbaren Handlung und
    nicht bloß als tatverdächtig bezeichnet, so hat der Betroffene gegen den Medieninhaber Anspruch auf eine Entschädigung für die erlittene Kränkung. Der Entschädigungsbetrag darf 20 000 Euro nicht übersteigen;

    (2) Der Anspruch nach Abs. 1 besteht nicht, wenn
    3. der Betroffene öffentlich oder gegenüber einem Medium die Tat eingestanden und dies nicht widerrufen
    hat, und

    5. es sich um eine wahrheitsgetreue Wiedergabe der Äußerung eines Dritten handelt und ein überwiegendes
    Interesse der Öffentlichkeit an der Kenntnis der zitierten Äußerung bestanden hat.

    Mit (2) 5 kann man ohne Probleme Polzer zitieren, der ja immer vom Täter gesprochen hat. Zu (2) 3: Falls der Täter damit einverstanden war, dass die Polizei auf einer PK über sein Geständnis erzählt, könnte man versuchen, dass als öffentliches Eingeständnis zu sehen.

    Die Abblildung der Kinder ist unzulässig und wird Geld kosten.
     
  13. radioxtreme

    radioxtreme Benutzer

    AW: Berichterstattung Missbrauch und Wegsperrung in Amstetten

    danke fürs raussuchen der paragraphen - ich hätt nur gern gewußt, aus welchem gesetzebuch du zitiert, bzw. kopiert hast....
    immerhin lässt sich vom vollen namen des täters auf die vollen namen der opfer schließen... klar, is keine große journalistische herausforderung, sagt der logische hausverstand... aber genau das ist eigentlich der grund, weshalb du auch richtig diesen § 7, Absatz 1 zitiert hast:

    § 7a. (1) Werden in einem Medium der Name, das Bild oder andere Angaben veröffentlicht, die geeignet sind, in einem nicht unmittelbar informierten größeren Personenkreis zum Bekanntwerden der Identität einer Person zu führen, die
    1. Opfer einer gerichtlich strafbaren Handlung geworden ist

    ich glaube auch, aus einem mit mir geführten interview das unwohlsein von staatsanwalt sedlacek herauszuhören, als ich ihn konkret darauf angsprochen habe:

    frage: In vielen Medien wird der volle Name des Verdächtigen genannt - man mag zu seinen Taten stehen wie man will - ist es für Sie in Ordnung, dass hier dieser Personenschutz nicht eingehalten wird?

    Abschrift der Antwort v. Dr. Sedlacek:
    Der volle Name ist durch die Staatsanwaltschaft sicherlich nicht genannt worden, ich habe bei den Pressekonferenzen ihn immer nur als Beschuldigten bezeichnet und die Opfer auch immer nur als Opfer und ich habe keine Namen genannt.
    Was die Bilder anlangt, so gibt hier der § 169 der Strafprozess-Ordnung die Möglichkeit, Bilder auch vom Beschuldigten zu veröffentlichen, wenn das im Interesse des Verfahrens liegt, und das ist hier der Fall.


    Das mti den Bildern ist mir klar, wie gesagt, beim vollen Namen bleibt, mit diesem Interview erst recht, mein Unbehagen
     
  14. radio_watch

    radio_watch Benutzer

    AW: Berichterstattung Missbrauch und Wegsperrung in Amstetten

    es ist das MedienG, zitiert nach http://www.austria.gv.at/DocView.axd?CobId=11995

    dass die STA das so sagt ist eine Sache, dass die Polizei den Namen ja herausgegeben hat (oftmals), ist ja kein Geheimnis. Wenn die Polizei im Sinne der Aufklärung um Veröffentlichung des Fotos ersucht, weil sie sich weitere Hinweise verspricht, dann sehe ich in der Veröffentlichung des Namens des Verdächtigen gemäß MedienG kein Problem.

    Der Name der Tochter wurde ja - soweit ich weiß - schon beim ORF NÖ im Rahmen der Fahndung veröffentlicht, aus guten Gründen. Dass die Polizei dann die richtigen Vornamen aller Kinder (so es die richtigen Vornamen sind) herausgegeben hat, war aus meiner Sicht übel. Über die Kinder-Fotos in News (dessen Anwalt gleichzeitig Kampusch-Anwalt ist und sich vor wenigen Tagen noch bitter über "Heute" beklagt hat - Detail am Rande) und Tageszeitungen rege ich mich genauso auf wie du. (ich denke, wir können beim du bleiben :) )

    Letztlich würde deine Argumentation darauf hinauslaufen, dass bei Gewalttaten in der Familie der Name des Täters nie voll genannt werden könnte, auch bei einer strafrechtlichen Verurteilung nicht.
     
  15. radioxtreme

    radioxtreme Benutzer

    AW: Berichterstattung Missbrauch und Wegsperrung in Amstetten

    UNBEDINGT beim "du" bleiben... :)
    dass wir hier um des kaiser's bart eine theoretische Abhandlung diskutieren, ist mir schon klar.. ist gut, dass überhaupt wer darüber diskutieren will, für viele journalisten ist ja das alles eh gottgegeben..

    Offenbar habe ich mich missverständlich ausgedrückt. In diesem spezifischen Fall lasst sich durch die Nennung des Täter-Namens auf die Namen der Opfer rückschließen. Und das ist ja eigentlich das tragische. Genau so tragisch, wie du richtigerweise gesagt hast, dass die Polizei ohne Genierer alle Namen schön brav herausgegeben hat. Bin gespannt, ob DAS Konsequenzen haben wird. Irgndwie ist dem Oberst Polzer da glaub ich, alles durchgegangen...
     

Status des Themas:
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