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Besch... Winterzeit

Dieses Thema im Forum "Auszeit" wurde erstellt von Tweety, 27. Oktober 2014.

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  1. Tweety

    Tweety Benutzer

    Dieses Jahr war, aufgrund der kalendarischen Situation(01. 11. auf einen Samstag), die Umstellung auf Winterzeit ja besonders früh. Jetzt haben wir "kuriose" Situation dass nochmals eine milde und sonnige Herbstwoche bevorsteht (bis zu 20 Grad sind noch drin). ABER kein Schwein (zumindest der arbeitenden Bevölkerung) hat mehr was davon, weil es ja jetzt bereits um 17 Uhr zu dämmern beginnt und es gegen 17.30 Uhr bereits schon fast dunkel ist. Damit ist die Chance noch etwas nach der Arbeit bei den milden Temperaturen im Freien zu machen quasi gleich Null. Ich war nie ein Befürworter der Winterzeit, aber dieses Jahr kommt das alles echt total unglücklich aus und jetzt sollte man erst Recht mal darüber nachdenken, wo da eigentlich der tiefere Sinn drin steckt, dass man das Tageslicht künstlich "verknappt".

    Also weg mit der Winterzeit, das bringt absolut nüscht wie der Berliner sagen würde.

    Eure Meinungen bitte !!!
     
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  2. grün

    grün Benutzer

    Ich finde es auch Blödsinn. Ursprünglich hat man ja die Sommerzeit eingeführt, um Energie zu sparen, obwohl das schon rein rechnerisch nicht hinkommmt.
     
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  3. dramaking

    dramaking Benutzer

    @Tweety: Wenn's dir hier nicht passt, dann geh doch rüber!
    In den USA wird die Uhr erst am kommenden Wochenende zurückgedreht.
     
  4. freiwild

    freiwild Benutzer

    Hey, ein schönes Thema für ein Radioforen! ;) (Klar, wir sind hier in der Auszeit...)

    Zunächst einmal ist die Winterzeit qua Definition die Regelzeit und die Sommerzeit die Ausnahmezeit. Das heißt, die Winterzeit gab es schon immer, und die Sommerzeit ist die Neuerung, die 1980 eingeführt wurde. Auch wenn die Sommerzeit inzwischen sieben Monate im Jahr gilt und die Winterzeit nur fünf Monate, so ändert dies nichts daran, dass die Winterzeit die ist, die der natürlichen Zeit (höchster Sonnenstand um 12 Uhr; Mitternacht tatsächlich in der Mitte zwischen Sonnenunter- und -aufgang) am ehesten entspricht. Wenn Du sagst, dass Du schon immer gegen die Winterzeit warst, warst Du dann vor 1980 gegen die Zeit überhaupt? ;)

    In Russland hat man vor drei Jahren so ähnlich gedacht wie Du, und die Sommerzeit zur ganzjährigen Regelzeit gemacht. Da die Regelzeit sich nach der Winterzeit richtet, hat man pro forma also alle Zeitzonen um eine Stunde weitergedreht, so dass in den meisten Regionen der höchste Sonnenstand nun zwischen 12:30 und 14:30 Uhr ganzjährig erreicht wurde. Mit dem Ergebnis, dass es im Winter in Moskau erst um 10 Uhr langsam hell wurde. Und nun, nach drei Jahren, hat die russische Regierung die Kehrtwende vollzogen, und nun das ganze Land wieder eine Zeitzone zurückgedreht (ohne, die Sommerzeit neuerlich einzuführen), so dass nun je nach Standort der höchste Sonnenstand zwischen 11:30 und 13:30 Uhr erreicht wird. Ein zu großes Abweichen der offiziellen von der natürlichen Zeit ist offenbar doch nicht wirklich gesund.

    Die Grundidee der Sommerzeit ist schon sinnvoll: Im Sommer wird nicht mehr so viel Sonnenlicht vor dem Aufstehen vergeudet, und im Winter ist es nicht so schlimm, wenn es abends früher dunkel wird, da man wegen der Kälte ohnehin meist drinnen ist. Alternativ könnte man auch auf die Zeitumstellung verzichten, und stattdessen etwa der Kultusminister oder die Firmenleitung selbstständig die Arbeitszeiten an die jeweilige Tageshelligkeit anpassen. In einer professionalisierten und verknüpften Gesellschaft würde das aber zu erheblichen Problemen führen. Da ist es wesentlich praktikabler, die Zeit als solche umzustellen und die Verwerfungen der jeweiligen Tagesabläufe der Menschen zueinander zu vermeiden. Es wären auch diverse andere Modelle der Zeitanpassung denkbar, etwa jeden Tag die Zeit um 30 Sekunden zu verschieben, 180 Tage lang hin, 180 Tage lang zurück, aber wirklich vorteilhaft und praktikabel erscheint mir keine davon.
     
  5. Tweety

    Tweety Benutzer

    @freiwild

    1980 war ich noch Kind, da war mir das egal. Da hatte ich andere Sorgen. :D

    Russland ist als grösstes Land der Erde ja auch eher ein schlechtes Beispiel, aber was würde dagegen sprechen z.B. hier in Mitteleuropa die Sommerzeit beizubehalten? Klar, dann wird es morgens erst sehr spät hell, aber das wird es im Winter eh und oftmals sind die Wintertage eh so trübe, dass es eigentlich auch tagsüber gar nicht richtig hell wird. Morgens sind die Kinder in der Schule oder im Kindergarten und ein Grossteil der Bevölkerung auf der Arbeit. Denen ist es sowas von Latte, ob es nun um 9 oder 10 Uhr hell wird. Solange man in der Mittagspause sein Bierchen oder Glühwein noch sehen kann, ist doch alles ok. Vor der Arbeit / Schule die Zeit wird eh nicht genutzt. Von daher ist dieses geschenkte mehr an Tageslicht am Morgen eigentlich völlig unnütz. Hinzu kommt ja auch noch, dass durch diese ständige Uhrumstellerei der Biorythmus total durcheinander kommt. Das dauert oft mehere Tage bis der Körper sich daran gewöht hat.

    Ausserdem kommt ja noch der Aspekt der sich verschiebenden Jahreszeiten hinzu. In den letzten Jahren war der November teilweise richtig mild mit zweistelligen Plusgraden und auch dieser Oktober war ja in weiten Teilen überdurchschnittlich warm.

    Wenn also Winterzeit wirklich sein muss, wofür ich keine Argumente sehe, dann könnte man zumindest darüber nachdenken diese weiter nach hinten zu schieben. Vielleicht als Kompromiss am 1. Advent oder Totensonntag.

    Während ich dies schreibe, sehe ich aus dem Bürofenster den blauen Himmel und die Sonne lacht mit diesem um die Wette bei frühlingshaften 17 Grad. Leider ist es damit in 2-3 Stunden bereits vorbei, da die Sonne ja jetzt schon extrem tief steht. Ich finds einfach nur schade, dass man zwar eine STunde "geschenkt" bekommt, was man aber leider nicht ablehnen kann. Ich könnte heute ein STunde länger Tageslicht gut dazu nutzen um im Garten nochmal Laub zu fegen oder den Rasen zu mähen. Daraus wird daber leider nichts.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Oktober 2014
  6. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Dir ist aber schon klar, dass es sich um keine "Umstellung" und auch nicht um eine "Winterzeit" handelt, sondern um die Rückkehr zur Normalzeit?
     
  7. Tweety

    Tweety Benutzer

    Eine "Normalzeit" gibt es ja eigentlich gar nicht mehr, da ja ständig an der Uhr gedreht wird und jetzt kommt mir nicht mit der Zeit vor 1980. Mag ja sein, dass die Winterzeit die "Normalzeit" ist, aber spätestens als man sich entschieden hat die Sommerzeit einzuführen war es mit einer Normalzeit vorbei. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist ja auch nur noch von Sommer- und Winterzeit die Rede und nicht von Normalzeit und Sommerzeit.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Oktober 2014
  8. freiwild

    freiwild Benutzer

    Doch. Uhrzeit ist nichts willkürliches, sondern beruht auf der Grunddefinition von 12 Uhr mittags als höchstem Sonnenstand. Man kann natürlich überlegen, ob es eine alternative Definition nicht sinnvoller wäre, beispielsweise 24 bzw. 0 Uhr als den Zeitpunkt zu definieren, zu dem der größte Teil der Menschen am schlafen ist (das entspräche dann vermutlich etwa 3 Uhr morgens nach dem heutigen Zeitsystem), um die Probleme, welchem Datum die Stunden nach Mitternacht zuzuordnen sind, zu beseitigen, aber dafür müsste man dann die Uhrzeit in die gegenteilige Richtung verschieben, als dies mit der Sommerzeit geschieht.

    Dass das Land so groß ist, hat mit der Problematik erstmal nichts zu tun, denn es gibt ja keine landesweite Uhrzeit, sondern innerhalb von Russland verschiedene Zeitzonen - anders als etwa in China, wo die landesweite Uhrzeit sich nach der natürlichen Uhrzeit in der Hauptstadt Peking richtet, welches bekanntlich nicht zentral, sondern im äußersten Osten des Landes liegt. Innerhalb der russischen Zeitzonen ist die Situation dann durchaus vergleichbar mit hier.

    Da würde ich jederzeit dagegen wetten.

    Genau deswegen hat man ja die Sommerzeit eingeführt. ;)

    Klar, kann man so machen. Das Ende der Sommerzeit wurde ja vor 18 Jahren schon einmal von Ende September auf Ende Oktober verlegt. Wobei ich zweifle, ob wirklich so viele Leute so scharf darauf sind, einen kompletten Monat mehr an dunklen Morgen zu verleben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Oktober 2014
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  9. Tweety

    Tweety Benutzer

    Man muss aber auch Bedenken, dass in allen Umfragen ein Mehrheit für die Abschaffung der Uhrumstellung ist. Dann bliebe nur noch die Frage oder dauerhaft Winter- oder Sommerzeit und ich sehe in der Sommerzeit mehr Vorteile. Würde man die Winterzeit als Normalzeit wieder einführen wäre es im Sommer dann viel früher dunkel aber dafür im Hochsommer um 3 Uhr morgens schon hell. Wo soll da der Vorteil liegen?

    Wobei ich zweifle, ob wirklich so viele Leute so scharf darauf sind, einen kompletten Monat mehr an dunklen Morgen zu verleben.

    Jede Wette, dass 95% das gar nicht auffallen würde. Wenn die meisten aufstehen und zur Arbeit abdüsen ist es im Winter eh noch dunkel, egal ob jetzt Sommer oder Winterzeit. aber wenn man nach Hause kommt und es ist noch hell, das würde man schon eher merken.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Oktober 2014
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  10. legasthenix

    legasthenix Benutzer

    Und ich dachte immer, gerade der kleine gelbe "Zwitschervogel" liebte es, im frühen Sonnenlicht seinen Wurm zu fangen?
     
  11. freiwild

    freiwild Benutzer

    Um mal ein bisschen grundsätzlicher zu werden: Seit die Menschheit vor 150-200 Jahren den elektrischen Strom und damit ein leicht beherrschbares Licht erfunden hat, hat sie die sich daraus ergeben Möglichkeiten genutzt, um ihre Wachzeit sukzessive nach hinten zu verlegen. Offenbar ist es der Mehrheit der Menschen eher ein Bedürfnis, den Tag bei Helligkeit zu beginnen, als den Tag bei Helligkeit ausklingen zu lassen (was rein technisch genauso möglich wäre), bzw. bei Helligkeit zu arbeiten als bei Helligkeit zu freizeiten. Klar, wenn ich im Winter die Tage im Büro verbringe und das Gefühl habe, die hellen Stunden des Tages nur in Räumen bei Kunstlicht verbracht zu haben und in meiner Freizeit nur noch Dunkelheit mitbekomme, würde ich mir auch manchmal wünschen, meine Arbeitszeit um drei Stunden vorverlegen zu können. Nur: Das grundsätzliche "Problem" (oder sagen wir besser: Phänomen) ist ein gesellschaftliches. Wenn die Gesellschaft lieber bei Tageslicht freizeitet als bei Tageslicht arbeitet, bringt eine Korrektur über die Uhrzeit gar nichts, weil sich dann eben wieder alles schleichend nach hinten verlagert - sprich: mittelfristig wacht die Gesellschaft dann wieder bei Morgendämmerung auf und kommt bei Abenddämmerung von der Arbeit, nur wird das ganze dann mit einer unnatürlicheren Uhrzeit betitelt. Im Prinzip kann man das ja heute schon beobachten. Seit die Sommerzeit 1980 eingeführt wurde und in den 90er-Jahren verlängert wurde, hat sich die Hauptnutzung der Fernsehprogramme ja nicht etwa nach vorne, sondern - trotzdem - nach hinten verlagert. Letztenendes kann ich Dir nur raten, jobmäßig die Möglichkeiten auszuloten, persönlich den Tag früher zu starten und (jobmäßig) früher zu beenden. Wie man das ganze dann beuhrzeitet, kann Dir in dem Fall ja eigentlich fast egal sein. ;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Oktober 2014
  12. dramaking

    dramaking Benutzer

    Nochmal @Tweety: Du kannst froh sein, dass du nicht in den USA der 1930er Jahre lebst. Zu der Zeit war es nicht die Entscheidung von Washington für das ganze Land oder der Regierung eines einzelnen Bundesstaates, sondern jede Gemeinde entschied für sich selbst, ob sie an der Sommerzeit teilnahm oder nicht. Man konnte also von einem Ort in den nächsten und wieder weiter in den nächsten fahren und musste an jeder Stadtgrenze die Taschenuhr neu stellen.
     
  13. Ammerlaender

    Ammerlaender Benutzer

    Sage das einmal den verantwortlichen Redakteuren "deiner" Landsschau; Frau Stephanie Haiber sprach in dieser auch von "Winterzeit". - Allgemein gilt für mich, wenn die Redakteure, egal wo, das nicht auf die Reihe bekommen, wie sieht es dann mit anderen Meldungen aus, sind die dann auch in einer gewissen Weise "schlampig" gemacht?
     
  14. freiwild

    freiwild Benutzer

    Hey, es ist noch keine 18 Uhr, und es ist praktisch dunkel! Skandal! Was sagt der ARD-Brennpunkt?

    [​IMG]
     
  15. olliver_55

    olliver_55 Benutzer

    Ja, ja, die Mitteleuropäische Zeit ist noch gar nicht so alt wie viele annehmen. Die Einführung erfolgte im Deutschen Reich am 01.April 1893. Bis zu diesem Tag hatte jeder Ort seine Ortszeit die von Mittagspunk der Sonne abgeleitet wurde. Schuld an der MEZ war das Aufkommen der Draht gebundenen Nachrichtenübermittlung und der Eisenbahn welche nach einer einheitlichen Zeit im Reich verlangte. Übrigens bei der Eisenbahn in Russland gilt im ganzen Land die Moskauer Zeit, genauso wie unter anderem der Flugverkehr nach UTC abgewickelt wird. Welche Zeitskala angewendet wird richtet sich immer nach Aufgabe die zu lösen ist.
     
  16. Maschi

    Maschi Benutzer

    Nunja, allein schon der jährliche Medien-Hype um die Zeitumstellung würde eine Abschaffung jener mehr als rechtfertigen :wall:
    Größter Knackpunkt wäre wie schon angemerkt die arg frühe Zeit des Sonnenaufgangs im Hochsommer, damit einhergehend natürlich auch eine vorgezogene Erwärmung, eher negativ für die meisten und an Tageslicht bis so gut halb 22.30 Uhr abends hat man sich auch gewöhnt :thumpsup:
    Auf der anderen Seite würde eine Beibehaltung der Sommerzeit im Winter dazu führen, dass zumindest der Großteil der Büroarbeiter noch im Hellen Feierabend machen kann. Wenn man bedenkt wie wichtig Tageslicht (und sei es auch bei bedecktem Himmel) in der dunklen Jahreszeit für die Gesundheit ist, spricht eigentlich gar nicht so wenig gegen eine Sommerzeit ohne Ende. Nimmt man dann noch den Klimawandel dazu, hat man irgendwann eh fast ganzjährig die Chance auf Sommertage (per Definition ab 25 Grad), dann kann man auch ganzjährig "Sommerzeit" ausrufen ;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Oktober 2014
    Tweety gefällt das.
  17. count down

    count down Benutzer

    Ich bin dafür. Aber wenn, dann für die MEHSZ!
    Quelle
     
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  18. produzor

    produzor Benutzer

    Können wir uns nicht einfach auf einen Kompromiss einigen: Die Zeitumstellung bleibt, aber dafür wird beschlossen, dass die Sonne auch im Winter länger scheint.
     
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  19. Ganztageshörer

    Ganztageshörer Benutzer

    Schon seltsam, daß die Regel länger dauert als die Ausnahme ...
    die Umstellung und auch die Sommerzeit bringen einige Nachteile mit sich. Einziger (vermeintlicher) Vorteil: mehr Licht am Abend
    Aber was heißt das? Man bleibt bis zu einer späten Uhrzeit draußen sitzen, geht später ins Bett, muß aber dennoch wieder morgens früh zur Arbeit und ist dort müde. Bringt nix, oder?
    Und wenn wir das jetzt mal alles nach Normalzeit sehen, dann wird's noch dümmer: Wir gehen im Sommer dann ins Bett, wenns dunkel wird - nach Normalzeit also zur gleichen Uhrzeit. Müssen aber dann tags drauf früher aufstehen, weil unsere Arbeitszeiten eine Stunde früher anfangen!
    Immer wieder hört man, daß die Schule zu früh beginne. Nach Sommerzeit tut sie es noch eine Stunde eher.
    Was bringt es also, wenn wir in unserer Freizeit mehr Tageslicht nutzen aber dafür weniger schlafen?
    Und durch diese blöde Verlängerung auf Oktober ist's morgens im Oktober dunkel. Toll.
    Und wann ist "Mittag"? Hier gegen 13:30 Uhr. In Spanien gegen 14:30 Uhr.

    Und ich befürchte: Falls es eine Volksabstimmung in der EU für eine Zeitregelung gibt (vielleicht 2045), daß dann die meisten für die dauerhafte Sommerzeit stimmen würden. Daß das Nachteile mit sich bringt, werden alle vergessen haben, denn die Erfahrungen aus Rußland zählen ja für die EU nicht ...
    Und bis die dann auch selbst gemerkt haben, daß die dauerhafte Sommerzeit auch Nachteile mit sich bringt, dann werden die das vielleicht such ändern ... Aber nicht wie Rußland nach drei, sondern nach 30 Jahren, also voraussichtlich 2075 ... Ich befürchte, daß wir das Ende der Sommerzeit wohl leider nicht mehr erleben würden, obwohl alles, was mit der Sommerzeit zu tun hat, mit Nachteilen verknüpft ist ...
     
  20. count down

    count down Benutzer

    Es geht nicht um monatelange Bioquälerei oder um kürzere Schlafzeiten oder Arbeitszeitbeginne, sondern nur um eine einmalige (also nicht tägliche!) Zeitverschiebung um eine Stunde.

    "Man bleibt bis zu einer späten Uhrzeit draußen sitzen, geht später ins Bett"
    Falsch. Nur der gesamte Tagesablauf ist gegenüber Sonnenauf- und untergang um eine Stunde verschoben. Wer immer um 23 Uhr zu Bett geht, wird das auch im Sommer tun. Falls er wegen zeitvergessener Geselligkeit oder zu hellem Licht überzieht: selber Schuld.
    Hat sich je jemand über Zeitverschiebung beim Urlaub auf DomRep und dem Jetlag nach dem Rückflug beschwert? Also.

    "Wir gehen im Sommer dann ins Bett, wenns dunkel wird - nach Normalzeit also zur gleichen Uhrzeit. Müssen aber dann tags drauf früher aufstehen, weil unsere Arbeitszeiten eine Stunde früher anfangen!"
    Falsch. Wir gehen nicht ins Bett, wenn es dunkel wird, sondern wie immer um 21, 22, 23, 24, 1 Uhr oder wann auch immer. Der Arbeitsbeginn beginnt genau nicht früher, er bleibt immer bei 7, 8, 9, 10 Uhr oder wann auch immer.

    "Was bringt es also, wenn wir in unserer Freizeit mehr Tageslicht nutzen aber dafür weniger schlafen?"
    Falsch. Wir schlafen immer gleich lange. Wer erst um neun Uhr aufsteht, hat in der SZ mehr Tageslichtanteil.

    Schade für diejenigen, die morgens um sechs aufstehen müssen und demzufolge abends um zehn in die Heia möchten. Pech für Dich. Andere, deren Tagesrhythmus zwei Stunden später beginnt haben halt in der SZ mehr Tageslichtanteil Ich liebe das.
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. Oktober 2014
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  21. Ganztageshörer

    Ganztageshörer Benutzer

    Ja klar ist die Uhrzeit dieselbe. Aber dennoch am Stand der Sonne gemessen (nach der die Zeit zwischen zwei Mittagen immer fast genau 24h lang ist) ist das früher. Um also "zur gleichen Zeit" aufzustehen, müssen wir eine Stunde weniger schlafen.
    Und die Verschiebung ist im Prinzip "täglich": Jeden Tag passiert nach Sonnenstand (also nach der Natur) alles eine Stunde früher.

    Daher auch von mir die Frage: Warum läßt man nicht die Zeiten ehrlicherweise so wie sie sind und verschiebt einfach den Arbeits- oder Schulbeginn nach vorne? Ganz einfach: So versteckt merkt das kaum einer.
    Aber wenn man den Kindern erzählt: "Ab nächsten Montag geht die Schule für sieben Monate eine Stunde früher los!" Das fänden die sicher nicht so toll ...
     
  22. Tweety

    Tweety Benutzer

    Ich schliessse mich da Countdown an. Bei Beibehaltung einer Zeit würde sich am Tagesablauf nichts ändern. Man geht dadurch nicht früher oder später ins Bett, weil der Tagesrythmus ja gleich bleibt. Auch der Anteil des Tageslichtes würde ja gleich bleiben und sich nur nach vorne (Winterzeit) oder hinten (Sommerzeit) verschieben. Die Befürworter der Winterzeit müssten dann eben statt abends um 8 Uhr morgens um 5 Uhr im Park joggen gehen, wenn man es denn im Hellen tun will.



    Offenbar ist es der Mehrheit der Menschen eher ein Bedürfnis, den Tag bei Helligkeit zu beginnen, als den Tag bei Helligkeit ausklingen zu lassen (was rein technisch genauso möglich wäre), bzw. bei Helligkeit zu arbeiten als bei Helligkeit zu freizeiten.


    Hier muss ich ganz klar widersprechen. Natürlich ist es schön morgens aufzustehen, wenn es schon hell ist, ABER wie schon geschrieben ist es das selbst in der Winterzeit nur ganz am Anfang noch möglich. Spätetens Mitte November ist es damit dann auch vorbei und da das Klima in Mitteleuropa nunmal so ist, dass es im Winter meist eh trüb und grau ist, wäre es manchmal besser es wäre morgens noch dunkel, damit man das Elend draussen nicht sehen muss. Und das Bedürnis bei Helligkeit zu arbeiten ist doch quatsch. Ich sehe da eher ein Bedürfnis NACH Feierabend noch möglichst viel draussen machen zu können. Ob es im Büro oder in der Schule jetzt draussen hell ist, ist für mich total zweitrangig. In den Wintermonaten wird da eh fast immer mit künstlicher Beleuchtung gearbeitet, da das Licht draussen nicht mehr ausreicht um die Räum ausreichend zu beleuchten. Das geht dann nur noch bei einem sonnigen Wintertag, wovon es aber meist nicht viele gibt. Die kann man, je nach Wohnort, meist an zwei Händen abzählen. Wenn es im Sommer dann um 3 Uhr morgens hell wird, bringt mir das gar nichts. Deswegen stehe nicht nicht früher auf, um das frühe Tageslicht zu nutzen. Wenn es aber im Sommer statt um 10 Uhr schon um 9 Uhr dunkel wird, dann ist das sehr wohl eine Beeinträchtigung der Lebensqualität für mich. Ich liebe es wie Countdown am Abend noch spazieren zu gehen, lange im Garten zu sitzen oder einfach noch möglichst lange in der Wohnung ohne künstliches Licht auszukommen. Das ist der wahre Vorteil der Sommerzeit. Diese kommt dem natürlichen Lebensthymus des Menschen mehr entgegen.
     
  23. Plattenschrank

    Plattenschrank Benutzer

    Alternativ wäre es ja auch möglich im Winter einfach eine Stunde früher mit der Arbeit zu beginnen, dann hätte man nachmittags die Stunde Tageslicht, die dir so fehlt. Allerdings hat ja nun auch nicht jeder Gleitzeit....
     
  24. Inselkobi

    Inselkobi Benutzer

    Zuletzt bearbeitet: 28. Oktober 2014
  25. Tweety

    Tweety Benutzer

    Das ist sicherlich richtig, aber auch da muss man wieder den Biorythmus komplett umschmeissen und nach kurzer Zeit bringt das auch nicht mehr soviel, es sei denn man fängt um 6 Uhr morgens an zu arbeiten, aber dann muss man mitten in der Nacht aufstehen und ist man abends/nachmittags so müde, dass man dann auch wieder keine Bock mehr hat, was zu unternehmen. ;)
     

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