1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Besseres Netzteil für Billig-Vorverstärker?

Dieses Thema im Forum "Studio- und Sendertechnik" wurde erstellt von Gutz, 21. Dezember 2011.

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Gutz

    Gutz Benutzer

    Hallo werte Kollegen,
    ich bin zwar eigentlich einer der Internetradio Futzies, möchte mich mit meiner Fragestellung lieber an euch wenden, da ich hoffe eine evtl. kompetentere Antwort zu erhalten.

    Ich besitze u.a. einen ART Tube-MP, also kein allzu hochwertiger Röhrenvorverstärker.
    Steuere ich diesen auf Sendepegel aus und schalte das Mikro dann aus, bzw. schließe den Eingang mit einen 820 Ohm Widerstand kurz, erhalte ich ein Grundrauschen von ca. -66db.
    Bei Audacity ließ ich mir eine Aufnahme des Grundrauschens als Spektrum anzeigen, das zeigt, dass ein erheblicher Anteil dieses Rauschens auf ein (nicht wahrnehmbares) Netzbrummen von 50hz bzw. Oberwellen dessen zurück zu führen ist.

    Bei meinem Phonic AM220 Mischpult konnte ich dieses Grundrauschen erheblich reduzieren indem ich nun statt des unsymetrischen "Tape-out" den Symetrischen "Main-out" zur Verbindung meiner Sounkarte verwende, da ich dort kein unterschwelliges Netzbrummen finden konnte.
    Ergebnis dieser Maßnahme war ein erheblich besserer Klang, den ich auch durch eine Aufnahme meines Cd-Players verifizieren konnte.

    Meine Frage geht dahin, ob ich nicht mit einem besseren Netzteil, bzw. nachträglich eingebauter besserer Siebung, diese Störfrequenz eliminieren kann?
    Ein paar Cent für Kondensatoren hätte ich noch übrig.

    Schönen Gruß
    Gutz
     
  2. Radiowaves

    Radiowaves Benutzer

    Ein besseres Netzteil für den Tube-MP? Das Problem dabei ist, daß der MP mit Wechselspannung versorgt wird, da steht "AC" neben der Netzteilbuchse. Damit ists Essig mit einem besser gesiebten DC-Netzteil... ich habe so einen kleinen Vorverstärker nie geöffnet gehabt, aber denke mir, daß die mit AC arbeiten, um sich intern daraus die hohen Spannungen für P48 und Röhren-Anode zu generieren.

    Du müßtest also intern je nach Schaltung (hast Du die?) alle Betriebsspannungen prüfen und ggf. stabilisierend eingreifen.
     
  3. Cavemaen

    Cavemaen Benutzer

    Versuche es mal mit einer Mu-Metall-Abschirmung des Netztrafos. Alternativ kann ein ELKO gegen Masse laufen oder - wie oben beschrieben - die Restwelligkeit vom Netzteil zu hoch sein.

    Aufjeden Fall die Ausgänge mit 1k Ohm oder 600 Ohm belasten, das senkt u.a. das Eigenrauschen und das Gerät hält Ruhe.

    Rudy
     
  4. Gutz

    Gutz Benutzer

    Ich habe diesen Artikel zum Thema Art Tube MP gelesen.
    http://amfone.net/Amforum/index.php?action=printpage;topic=16673.0

    Was für mich als, des englisch mächtigen, Techniklaien dabei heraus kommt ist, dass der Tube MP im Kern mit Transistoren arbeitet und die Röhre lediglich zur charakteristischen Färbung dient.
    Wobei ich glaube es wurde im Genaueren von diesem Produkt gesprochen:
    http://www.thomann.de/de/art_tube_mp_studio_v3.htm?partner_id=96747
    Wozu ich auch Folgenden Schaltplan fand:
    http://bellsouthpwp2.net/b/u/buschjason/tubempstudio.pdf

    Ich vermute jedoch die Grundarchitektur wird zum Standard Tube MP nicht großartig anders sein und das Konzept des "Röhren angetouchten" Transistoramp wird wohl auch bei der einfachen Version so zu finden sein.

    Dies erklärt meine Verwunderung als ich den ART einmal öffnete um die China 12ax7 gegen eine Electro Harmonix zu tauschen und bemerkte, dass die schöne Röhrenwärme, welche sich fühlbar am Gehäuse entwickelt, nicht von besagter herrührt, sondern zum Größten Teil von einem kleinen Transitor nebst kleinem Kühlfächer, der immens Wärme in das Gehäuse abgibt.
    Da ich garantiert nicht der Erste bin, der über ein solches Modding nachgedacht hat, kann ich nur allen anderen mitteilen, dass sich hierdurch keine nennenswerten Klangveränderungen oder gar Verbesserungen ergaben.

    Was ich zunächst versuchen werde ist den ART auch per XLR mit der 3,5mm Klinkenbuchse meiner Soundkarte zu verbinden, was einer der Schreiber hier aus genau diesem Grund ebenfalls Befürwortet:
    "Now that I think about it, XLR is best in that it lifts the ground from the audio." , was zumindest bei meinem Mischpult den entscheidenden Schritt nach vorne brachte.

    Falls jemandem dennoch elementare Verbesserungen zum Art einfallen, bitte ich diese hier zu posten.
    Ich bin prinzipiell bereit (mit Hilfe des Forums) auch tiefer in die Schaltung ein zu greifen und vielleicht kann man aus dem Kistchen ja noch einen richtig passablen Preamp machen.

    Schönen Gruß
    Gutz
     

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Diese Seite empfehlen