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Brexit

Dieses Thema im Forum "Auszeit" wurde erstellt von freiwild, 24. Juni 2016.

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Was sagt Ihr den Engländern zum Abschied?

  1. Och nö!

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  2. Tschö mit ö!

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  3. Kopf hoch! Gegen die Fußballtitanen aus Island kann jeder mal verlieren

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  4. Habt Ihr, als nicht-EU-Ausländer, schon Euer Schottlandvisum beantragt? 6 Monate im Voraus?

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  5. Jetzt machen wir eben Helgoland zur Offshore-Steueroase in der EU!

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  6. Schnell die strategischen Reserven an frittierten Schokoriegel und Chips mit Erdbeergeschmack aufsto

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  7. Ich kann die Panik verstehen! Wer konnte denn ahnen,dass das Ergebnis des Referendum wirklich zählt?

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  8. Endlich wieder dieses "Feindsender"-Gefühl, wenn man die BBC einschaltet!

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  1. freiwild

    freiwild Benutzer

    Die Briten sind raus aus der EU. Also vor allem die Engländer. Die Schotten wollen ja jetzt raus und die Nordiren zur benachbarten Republik, um beide in der EU zu bleiben.
     
  2. Tweety

    Tweety Benutzer

    Die Schotten können das gar nicht. Dafür müssten die erstmal unabhängig werden und mit Nordirland ist das auch nicht so einfach mal mit Irland vereinigen. Das wollen die doch gar nicht wirklich.
     
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  3. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Es wird ein paar Verwerfungen, politische Verrenkungen und wirtschaftliche Verlierer geben. Aber was die Finanzmärkte betrifft: Man kann nur etwas verlieren, wenn man etwas hat. Dem kleinen Mann kann das also ziemlich egal sein.

    Bedeutsamer ist insgesamt, was das Ganze für das Projekt Europa bedeutet. Wenn die Akteure (Staaten, Politiker, Banken, etc.) diesen Alarmschuss nicht verstehen und so weiterwurschteln wie bisher, dann wird das Gebilde Europa nicht mehr lange zusammenhalten. Jetzt ist die Chance, mit klugen und unegoistischen Reformen ein Zukunftseuropa zu schmieden. Das Unbehagen, das die Briten letztlich zum Brexit gebracht hat, ist ja keine allein britische Angelegenheit. Das gärt in allen "alten" EU-Staaten, zumal die "neuen" EU Staaten ausschließlich als unsolidarische Handaufhalter wahrgenommen werden, die nur der Vorteile wegen in die EU kamen, nicht aber, um an einem gemeinsamen Haus zu bauen.
     
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  4. chapri

    chapri Benutzer

    Scheisse - Walker Chips werden in wenigen Monaten NOCH teurer werden.
    Aber mal im Ernst: Der Austritt wird sich wegen div. Vertragsanpassungen über Jahre hinziehen - man sollte den Hype entsprechend vorsichtig dosieren.
     
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  5. ricochet

    ricochet Benutzer

    Der Brexit kam übrigens unter tatkräftiger Mithilfe einer deutschen Auswanderin zustande. Unbeachtet von der deutschen Medienöffentlichkeit trommelte MP Gisela Stuart, die ihren Wahlkreis in Birmingham hat, als eine der populärsten Verfechter(innen) der Leave-Kampagne unermüdlich für den EU-Austritt. Birmingham ist die einzige bedeutende Großstadt des Königreichs, die für den Brexit stimmte und damit entscheidend zum Ausgang des Referendums beitrug.

    Einen Tag nach der Abstimmung ist kaum noch jemandem nach Feiern zumute und die Austrittsbefürworter sind in den Medien auffällig unterrepräsentiert. Stattdessen blickt man ängstlich auf den Sterling und verhält sich mehrheitlich wie ein wenig trinkfester Bar-Flaneur nach einer durchzechten Nacht, wenn der Rausch dem Kater weicht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. Juni 2016
  6. iro

    iro Benutzer

    Das wird wohl schon wieder in die Wege geleitet. Neue Voraussetzungen. Neues Referundum. Danach geht's. Und das womöglich ohne Schlangestehen bei der EU, da alle Beitrittsvoraussetzungen bereits erfüllt sind.
    Könnte also durchaus sein, daß heute der Grundstein für ein neues Land gelegt wurde.
     
  7. NurzumSpassda79

    NurzumSpassda79 Benutzer

    ... und die Nordiren werden laut Vorankündigungen der Sinn Fein wohl für eine Vereinigung mit der Republik Irland abstimmen. Dort dürften die Beitrittsvoraussetzungen dann ähnlich sein.
     
  8. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Heute habe ich gelesen, nach dem Ausgang des Brexit formiere sich in Bayern eine Initiative, die per Volksabstimmung Bayern zum unabhängigen Staat erklären möchte. 12.000 von benötigten 20.000 Unterschriften für ein Volksbegehren seien schon beisammen.
    Man sieht also: Der Brexit hat doch sein Gutes!
     
  9. Digitaliban

    Digitaliban Gesperrter Benutzer

    Das sollten die sich aber mal wirklich gut überlegen, EU-Subventionen hin oder her: wer einmal Nordirland mit der Republik Irland verglichen hat weiß was ich meine wenn ich sage daß die Republik Irland weitestgehend eine kaputte Infrastruktur, ein nicht vorhandenes Gesundheitssystem und eine größtenteils verarmte Landbevölkerung aufweist. Kaum ein Land wurde im Vorfeld so subventioniert und dann von der Bankenkrise erwischt wie der "keltische Tiger".
    Ob eine Vereinigung mit denen also wünschenswert ist wage ich zu bezweifeln, vom Herzen ein ganz klares Ja, vom Kopf her ein entschiedenes Nein!
     
  10. Tweety

    Tweety Benutzer

    Gut, Schottland sollte kein Problem sein, wenn sie unabhängig werden. Dann würden Sie vermutlich auch den Euro einführen. Muss sich die Queen im Sommer halt woanders vergnügen oder ein Visum beantragen. :D

    Bei Nordirland sehe ich aber ernstere Probleme. Mal eben so mit Irland vereinigen iss nich. Dafür sind die Gräben und das Misstrauen zu tief. Insbesondere vor dem religiösen Hintergrund sehe ich da noch viel Handlungsbedarf bis es zu einer Reunion kommt. Eher schlagen die sich da die Köppe wieder ein. Nein, ich denke Nordirland wird, wenn auch murrend, am Status Quo festhalten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Juni 2016
  11. Digitaliban

    Digitaliban Gesperrter Benutzer

    Ihr mit Eurem Visum ständig! Es ist Euch schon bewußt für welche Zwecke ein Visum benötigt wird? Ansonsten gilt für Bürger der BRD und des UK nämlich in den meisten Ländern weltweit keine Visapflicht.
     
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  12. Ammerlaender

    Ammerlaender Benutzer

    Warum denn das? - Schottland wäre nicht der einzige unabhängige Staat im weiten Erdenrund, in dem die zweite Lisbeth Staatsorberhaupt ist.

    Was ich aber vermute ist, dass die EU, obwohl es ein "so weiter, wie bisher" nicht geben dürfte und deren Mitgliedsstaaten Besserung geloben, es doch so weiter gehen wird, wie bisher, und die Menschen im EU-Raum nicht mit auf die Reise in die Zukunft genommen werden. - Wenn wir ehrlich sind, ist die EU doch nur ein mehr oder weniger gut funktionierender Wirtschafts- und Finanzraum innerhalb Europas, in dem für die Völker einige Brosamen abfallen.
    Wenn es in der Bundesrepublik Deutschland auch Volksabstimmungen dieser Art gäbe, ich wüsste nicht, wie das Ergebnis für einen "Dexit" ausfallen würde. Den Aussagen der Meinungsforschungsinstitute schenke ich jedenfalls keinen Glauben mehr.

    Mal eine Frage an die Finanzexperten: Wenn ich lese, dass der Brexit für den DAX einen Verlust von 65 Milliarden EUR an "Börsenwert" bedeutet, sind da nun diese Milliarden über Nacht "verbrannt", oder hat sich der DAX nur einer "inhaltsleeren Seifenblase" entledigt, die Anlage- und "Human-"vermögen der Unternehmen sind ja gleich geblieben?
     
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  13. iro

    iro Benutzer

    http://www.standard.co.uk/news/lond...pendent-state-after-brexit-vote-a3279801.html
    ...jetzt wollen sich die Londoner auch noch unabhängig von Großbritannien erklären :D

    http://www.standard.co.uk/news/poli...-who-wish-theyd-voted-to-remain-a3280361.html
    Und die Leave-Protestwähler ahnen auf einmal, für was sie eigentlich abgestimmt haben.

    Protestwählen geht immer in die Hose, sobald das, für das man nur aus Protest gegen alles andere abgestimmt hat, auf einmal tatsächlich gewinnt.
    Das ist dann ungefähr so, wie als Hartz4er AfD wählen weil man gegen Ausländer ist - und dann gewinnen die gar - kürzen das Geld noch weiter, führen noch strengere Regeln für den Bezug ein bei gleichzeitiger Steuerentlastung nur für die Reichen...
     
  14. Digitaliban

    Digitaliban Gesperrter Benutzer

    Mir fehlt in der Umfrage übrigens noch eine positive Antwortmöglichkeit, nennt es meinetwegen Euphemismus, aber es ist leider in diesem Lande üblich daß man nicht von der als allgemein richtig empfundenen Meinung abrücken darf ohne denunziert oder diffamiert zu werden.
     
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  15. ricochet

    ricochet Benutzer

    Alles Vermögen das an einer Stelle verschwindet taucht an einer anderen wieder auf. Anlagevermögen, das aus Großbritannien abgezogen wird, landet in anderen Teilen der Welt, Risikokapital wird vermehrt in sicheren Häfen wie der Schweiz oder in deutschen Bundesanleihen geparkt. Herr Schäuble freut sich bestimmt über die unerwartete Geldspritze in Form eines weiteren Zinsverfalls.

    Vor allem aber ist der Brexit ein interessantes Lehrstück für alle Protestwähler und EU-Gegner, die sämtliche Verfehlungen der nationalen Politik Brüssel in die Schuhe schieben und so tun als wäre die EU nur ein bürokratisches Monster, das die Demokratie untergräbt und alle Mitgliedsländer in Ketten legt. Genau dieses Bild von Europa hat David Cameron unermüdlich kultiviert, bis ihm die Geister, die er rief, zum persönlichen Verhängnis wurden. Erst bei jeder Gelegenheit die Stimmung gegen Europa anheizen, dann eine 180-Grad-Wendung vollziehen und hoffen, dass ein grob fahrlässig anberaumtes Europa-Referendum schon irgendwie heil über die Bühne gehen wird, ist eben nicht.

    Am Beispiel Großbritanniens wird man erkennen können wie segensreich sich der EU-Binnenmarkt auf Wohlstand und wirtschaftliche Stabilität auswirkt und wie gefährlich es ist die Lunte an diese jahrzehntelang bewährte Errungenschaft zu legen. Ein gemeinsamer Markt erfordert eben eine sehr weitgehende staatenübergreifende Kooperationsbereitschaft und ein verbindliches Regelwerk, das Binnenhandel und Freizügigkeit minutiös regelt. Jeder, der daran teilnimmt, muss etwas Souveränität an das große Ganze abtreten.

    Wenn sich das Pfund auf niedrigem Niveau einpendelt führt das in einer importorientierten Volkswirtschaft wie der britischen zu rasant steigenden Konsumpreisen, während die gemessen am EU-Schnitt schwache Exportwirtschaft, die sich noch dazu großteils in der Hand internationaler Konzerne befindet, die Wirtschaft nur nur begrenzt stimulieren kann, weil im ohnehin schon stark deindustrialisierten England zahlreiche Betriebsverlagerungen aufs europäische Festland drohen. Die Geldentwertung infolge der geringeren Kaufkraft des Sterlings trifft aber besonders die ärmeren Schichten, die sich in überwältigender Zahl für den Brexit ausgesprochen haben. Zu allem Unglück steht in der vitalsten Branche des Landes, der Finanzwirtschaft, eine nie für möglich gehaltene Abwanderungswelle bevor, die das Steueraufkommen stark reduzieren und die budgetären Möglichkeiten des Sozialstaats stark einschränken wird.

    Der Brexit bedeutet juristisch betrachtet eine vollständige Abnabelung vom europäischen Binnenmarkt, womit Großbritannien neben einigen kleineren Balkanstaaten, die zumindest über Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union verfügen, als einziges Land Europas mit einem Schlag völlig isoliert wäre und jeden einzelnen Vertrag von Grund auf neu verhandeln müsste. Ein wirtschaftliches Konzept hat das bis auf einige, vom Boulevard dankbar aufgegriffene Krawall-Thesen inhaltlich weit auseinanderliegende Brexit-Lager nicht, auch mit Wirtschaftskompetenz ist es nur spärlich gesegnet weil sich faktisch alle Ökonomen von Anfang an auf die Seite der EU-Befürworter geschlagen haben.

    Meine Prognose: Chefpropagandist Boris Johnson und seine irrlichternden Brexit-Brüder werden nach all dem unnötigen Chaos einschließlich schottischer Abspaltungstendenzen bald in Ungnade fallen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Juni 2016
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  16. iro

    iro Benutzer

    Zumal er jetzt sogar von den Investoren dafür bezahlt wird, daß man ihm Geld leihen darf!
    Am Dienstag dieser Woche zahlte man für eine 10-Jahres-Bundesanleihe einen Negativzinssatz von 0,003 Prozent.
    Man verleiht also zB jetzt 1000 € und bekommt in 10 Jahren 999,97 € zurück (die allerdings mit einer sehr hohen Sicherheit, also anders, als wenn man Griechenland Geld leihen würde).
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Juni 2016
  17. freiwild

    freiwild Benutzer

    ich dachte, es wäre offensichtlich, dass ernstgemeinte Antworten überhaupt fehlen?

    siehe http://hauckundbauer.blogspot.com/2016/02/meinungsfreiheit-frankfurter-allgemeine.html
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Juni 2016
    iro gefällt das.
  18. Digitaliban

    Digitaliban Gesperrter Benutzer

    Ich bezog mich auf positiv/negativ, nicht auf seriös/frotzelnd.
     
  19. Grasdackel

    Grasdackel Benutzer

    In Nordirland gibt es allerdings nochmal eine Sondersituation.
    Wenn man selbst, die Eltern oder Großeltern in Irland (damit ist die gesamte Insel gemeint) geboren wurde(n), kann man einen irischen Pass beantragen.
    Es gibt Berichte, nach denen es am Freitag eine besonders hohe Nachfrag nach den entsprechenden Antragsformulare für den irischen Pass gab.
    Je nachdem wie sich die wirtschaftliche Situation für das Vereinigte Königreich während der Austrittsverhandlungen entwickelt (in den kommenden Monaten werden doch wohl die großen Konzerne anfangen, ihre Produktionsstätten zu schließen, die für den Absatz in der EU produzieren) und ob man tatsächlich wieder Grenzkontrollen zwischen Nordirland und der Republik eingeführt werden, könnte es natürlich vor den endgültigen Stichtag noch eine Abstimmung mit den Füßen geben. Wenn man sich die Wahlergebnisse genau ansieht, haben gerade die Grenzgebiete für den Verbleib gestimmt. Das dürfte auch damit zu tun haben, dass dort besonders viele Menschen leben, die ihren Arbeitsplatz in der Repubik haben.
     
  20. ricochet

    ricochet Benutzer

    Unter dem Eindruck der sich ausbreitenden Nervosität beginnt nun auch in England die Generalabrechnung mit den "Brexit-Lügen" und ihren Urhebern. Die schmierige Boulevarpresse, die ihre Leser unablässig zum Austritt aufforderte, geht plötzlich hart mit den falschen Versprechungen ins Gericht, mit denen Leute wie Nigel Farage und Dan Hannan auf Wählerfang gingen. Egal ob es um die Beträge geht, die anstatt in Form von von EU-Beitragszahlungen ins Gesundheitssystem fließen sollen oder um die Begrenzung der Migration, überall heißt es nun "kleiner Irrtum", "was für ein Missverständnis" oder "haben wir nicht so gemeint". Und außerdem meinen jetzt sogar einige Revolverblätter dass Theresa May als Prime Minister besser geeignet sei als Stimmenfänger und Leave-Ikone Boris Johnson.

    Sieht so aus als würde das Brexit-Kartenhaus schneller einstürzen als die meisten erwartet haben. Wie konnte ein halbes Land monatelang zur Geisel von Rattenfängern, Selbstdarstellern, Polit-Opportunisten und Volksverhetzern werden? Diese Frage wird uns noch lange beschäftigen.
     
  21. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Der Witz ist ja, dass der Brexit wirtschaftliche Folgen für Großbritannien haben wird, aber eigentlich eher politisch gemeint war. Die EU-Regulierung, die pseudo-demokratischen Strukturen der EU (wer wählt wen und wer hat das Sagen?) und die gleichmacherischen Eingriffe der EU-Bürokratie haben die Stimmung in Großbritannien kippen lassen (wie sie auch in anderen Ländern bereits am Kippen ist). Die wirtschaftlichen Vorteile hätte man ja gerne behalten, jetzt sieht man aber mit Schrecken, dass man die mit dem Brexit ja auch abgewählt hat.
     
  22. doglife

    doglife Benutzer

    Jedes zweite Auto in GB ist eine deutsche Marke. VW & Konsorten werden sicherlich an den entsprechenden Schrauben drehen, damit dieser Markt nicht ganz wegbricht.
    Ob der Brexit auf die TTIP-Verhandlungen Auswirkungen hat, wird sich noch zeigen.
     
  23. HeavyRotation25

    HeavyRotation25 Benutzer

    Asselborn, Steinmeier und Co. wollen die schriftliche Austrittserklärung der Briten bis Dienstag haben, David Cameron möchte bis Oktober warten, wenn er sein Amt übergibt. Scheinbar bekommt GB jetzt von den anderen EU Ländern den Fuß hinten rein mit der Aussage, man soll nach der Scheidung nicht mehr zusammen sein, jetzt wird alles ganz schnell abgewickelt. Damit haben die Brexit-Anhänger wohl auch nicht gerechnet.

    Mal sehen, was kommt. Eine erneute Abstimmung scheint nicht unmöglich, die entsprechende Petition wurde im Netz über 3 Millionen mal unterzeichnet. Eine Freundin aus London sagte mir, dass viele Brexit-Befürworter ihr "No" jetzt bereuen. Das zeigt auch, dass der meistgesuchte Begriff von GB-Google am Tag nach der Abstimmung "Brexit" war, vermutlich um sich erst dann mal damit zu befassen und sich über das Thema zu identifizieren. Auch ein schnelles Abkoppeln Schottlands von GB wird gewünscht, damit die Schotten in die EU eintreten können, was sie mehrheitlich wollen.

    Ich sehe diese Volksabstimmung auch eher skeptisch. Auf Lokalebene sind solche Begehren vielleicht noch sinnvoll, aber über so komplexe Themen wie einem EU-Austritt mit einem Kreuz abzustimmen, sollte man doch der Politik und den Leuten überlassen, welche die Tragweite und Folgen einer solchen Entscheidung voraussagen können. But now we have the salad...
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Juni 2016
  24. Digitaliban

    Digitaliban Gesperrter Benutzer

    Davon mal abgesehen daß das Parlament in diesem Referendum nicht rechtlich daran gebunden ist dem Austrittswunsch nachzukommen stellt sich die Frage ob dies auch bei dem bereits abgehaltenem und nochmals geplanten Schotten-Votum der Kasus wäre.

    Die Schotten und Nordiren können ja über Vieles Abstimmen, wenn London auch dort blockt wäre die Frage in wie fern ein sich als unabhängiges deklarierendes Schottland behaupten könnte und wie dies anerkennt werden würde ohne weitere diplomatische Verspannungen auszulösen.

    Wie hoch waren gleich die EU-Subventionen an schottische Bauern? Jedenfalls genug um eigentlich gar nicht arbeiten zu müssen...
     
  25. iro

    iro Benutzer

    Irgendwoher müssen die Autos in UK ja kommen, wo doch die eigene Autoindustrie quasi abgewickelt ist...
    Und wenn da jetzt auch noch Zölle draufkommen, müssen die Briten die Autos trotzdem kaufen - oder zu Fuss gehen.

    Das wäre zumindest möglich. London kann ablehnen.

    Schottland wäre in der EU einer der Nettozahler, daher würde die EU ein Beitrittsgesuch kaum abweisen, schließlich bringt der Kandidat Geld mit und hat Öl.
     

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