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Bundestagswahl 2017

Dieses Thema im Forum "Auszeit" wurde erstellt von HeavyRotation25, 14. September 2016.

  1. HeavyRotation25

    HeavyRotation25 Benutzer

    Im Herbst 2017 wird ein neuer Bundestag gewählt, der Bundespräsident setzt Anfang 2017 den genauen Wahltermin fest.

    Bis dahin kann man sich schon einmal Gedanken machen, wo sich die einzelnen Parteien und die jeweiligen Kanzlerkandidaten in der Wählerschaft und bei Prognosen befinden, bzw. wie diese sich in den kommenden Monaten anhand von Stimmungen und Ereignissen entwickeln.

    Vermutlich, so hört man, wird Angela Merkel erneut für die CDU antreten. Die SPD möchte gerne mit der Nominierung ihres Kandidaten noch bis zur NRW-Wahl im Mai 2017 abwarten.
    Im "Deutschlandtrend" stimmten die Befragten in Sachen SPD-Kanzlerkandidat wie folgt ab:

    - Frank-Walter Steinmeier: 58%
    - Sigmar Gabriel: 31%
    - Martin Schulz: 26%
    - Olaf Scholz: 25%
    - Andrea Nahles: 16%

    Unter den SPD-Anhängern lag Steinmeier mit 69% klar vor Gabriel, den nur 43% unterstützen würden. das alles war der Stand Mai 2016.

    Quelle: http://www.handelsblatt.com/politik...meier-als-spd-kanzlerkandidaten/13619138.html

    Die Frage ist, wie sich das Ansehen Merkels bis zum Herbst 2017 entwickelt, ob sie die Misstöne wegen der Flüchtlingskrise abwiegeln kann.

    Ich persönlich halte Martin Schulz für einen sehr fähigen Kanzlerkandidaten, der sich als Präsident der EU einen guten Namen gemacht hat. Er gibt sein EU-Amt auch 2017 ab und stünde als Kanzlerkandidat zur Verfügung, sofern die SPD ihn wählt und er dieses Amt antreten möchte.

    Das Problem dabei ist natürlich, dass die CDU deutschlandweit noch gut 10% vor der SPD liegt, sodass die CDU somit auch den Kanzler/die Kanzlerin stellen würde. Wenn sich aber viele Wähler gegen den Kurs der Kanzlerin stellen und der CDU die Folgschaft verweigern, könnte die SPD davon profitieren. Wobei es schwer vorstellbar ist, dass CDU-Wähler plötzlich der SPD ihre Stimmen geben.

    Letztendlich wählt der Bundestag den Kanzler/die Kanzlerin und die Partei mit den meisten Sitzen wählt naturgemäß ihren Kandidaten.

    Spannend bleibt bei allem auch, wie und ob sich die AfD in der deutschen Parteienlandschaft etabliert. Wenn sie beispilesweise über mehrere Wahlen 3. Kraft wird, müssen sich die anderen Parteien mit denen auseinandersetzen. Interessant wird dann auch, wie das dann aussieht. Wendet man sich ewig von der AfD ab, ob gehen plötzlich einzelne Parteien auf sie zu, nehmen sie gar als Koalitionspartner? Heute noch ein Tabu, später vielleicht akzeptiert? Oder ist die AfD tatsächlich ein kurzes Lauffeuer, das in 2017 oder 2018 wieder unter 5 oder 3% landet?

    Diese Entwicklung wird spannend und mal sehen, wie die anderen Parteien damit umgehen und ob sie sogar ihre Grundsätze verlassen, um die AfD zu schwächen. Nabelt die CSU sich von der CDU ab und wird deutschlandweit wählbar, auch wenn sie damit vielleicht ihre Mehrheit in Bayern an die CDU oder SPD verliert?

    Das können turbulente Monate werden mit kommenden Landtagswahlen, die eine Prognose darstellen.

    Wen würdet Ihr als Kanzlerkandidat sehen? Weiter mit Merkel, oder frischer Wind mit einem neuen Kanzler/Kanzlerin?
     
  2. Heinzgen

    Heinzgen Benutzer

    :wow::wow::wow::wow:
    Koalition, anyone...?
    Stroh. Du meintest Stroh. ;)

    Übrigens: Warum liegt hier eigentlich Stroh...?
    :wow::wow::wow::wow:
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. September 2016
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  3. Tweety

    Tweety Benutzer

    Egal wen die SPD als Kandiaten schickt, er wird gegen "Mutti" keine Chance haben. Wenn sie dennn nochmal antritt, was ja auch noch nicht raus ist.

    Bis zur Wahl ist noch ein ganzes Jahr und da kann noch viel passieren. Wenn die AFD weiterhin im Aufwind bleibt, kann es wirklich gut sein, dass die die SPD noch einholen und zweitstärkste Kraft werden. Wenn dann vielleicht auch die FDP über 5 % kommt, dann könnte das mit der Regierungsmehrheit eng werden. Viel wird davon abhängen, ob man das Thema innere Sicherheit in den Griff bekommt und ob in Sachen Flüchtlinge "ruhig" bleibt. Ein weiteres Chaos so wie letztes Jahr kann sich die Kanzlerin nicht mehr leisten.
     
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  4. rockon

    rockon Benutzer

    In einem Jahr kann viel passieren, im Moment deutet alles wieder auf
    Große Koalition hin. Bei Angela Merkel könnte ich mir vorstellen, dass sie
    sagt: "Ihr könnt mich mal". Ich hätte dafür vollstes Verständnis.
    Einen Kandidaten bei der Union, der ihr das Wasser reichen könnte, sehe ich
    allenfalls in Wolfgang Schäuble - und der ist zwölf Jahre älter als die Kanzlerin.
     
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  5. Radiokult

    Radiokult Benutzer

    Na gut, dann machen wir mal eine Runde Spekulatius.

    SPD: mit Gabriel Sinkflut in bisher nie dagewesene Untiefen. Wenn man den Herrn allerdings ruhigstellt und beispielsweise Steinmeier zum Kandidaten macht, könnte das interessant werden. Wenn ich nicht irre, hat der aber bereits dankend abgelehnt. Schulz halte ich persönlich nicht unbedingt für einen geeigneten Kanzler.
    CDU: Wer genau sollte es denn machen, wenn nicht "Mutti"? Einen passenden Kandidaten sehe ich da aktuell keinen. Tritt sie nicht nochmal an, müßte sich innerhalb der Partei mal langsam was tun in Sachen Kandidatenanwärter. Da dringt aber derzeit noch nichts nach draussen. Wenn Sie nochmal antritt, wäre das allerdings auch ein Wagnis. Völlig unabhängig von der aktuellen Diskussion um Merkel, finde ich ausserdem, dass es langsam gut ist mit ihr. Man sollte Kanzlerschaften grundsätzlich auf 3 Legislaturperioden begrenzen. Nicht das sie noch endet wie Kohl...
    FDP: Vermeintlich neue Töne mit alten Zöpfen, nicht wirklich relevant im Moment. Interessant wirds allerdings in Sachen Koalitionspoker, wenn sie die 5%+X schaffen.
    Linke: Werden aus meiner Sicht weiter Federn lassen. Die Galionsfigur Gysi ist weg. Und selbst wenn er sich nochmal als normaler Abgeordneter in den Bundestag wählen lassen sollte, eine Wagenknecht ist halt kein Gysi. Und da auch 2017 Koalitionen mit den Linken auf Bundesebene vermutlich (noch) kein Thema sind, ist der Rest eher unwichtig.
    AfD: Rein inhaltlich eine noch radikalere FDP, vom öffentlichen Standpunkt aus gesehen eine Asylanten- und Europa-Hater-Partei. Da im Moment keiner vorraussagen kann, wie sich die Asylproblematik weiter entwickeln wird, ist auch schwer einzuschätzen, wie die AfD Ende kommenden Jahres dasteht. Vielleicht hat sie sich bis dahin selbst erledigt, vielleicht aber auch nicht.
    B90/Grüne: an sich eine mittlerweile restlos überflüßige Partei. Da es aber noch genug Möchtegern-Spontis und Pseudo-Ökos gibt, ist ein erneuter Einzug ins Parlament ziemlich sicher.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. September 2016
  6. Andreas W

    Andreas W Benutzer

    Wie wär's mit Chefwadlbeisser Seehofer? Immerhin ist der (warumauchimmer) derzeit deutlich beliebter als Mutti Merkel. Mit seinen Seitenhieben hätte er die Generation Frust auf seiner Seite und könnte ein wirksames Mittel gegen die AfD sein. Kann ich mir noch eher vorstellen, als dass die Fraktion auseinander bricht und die CSU bundesweit antritt.
    Das mit den Kandidaten aus Bayern ist ja so eine Sache, aber warum sollte ein Seehofer weniger Potenzial haben als z.B. ein Stoiber?
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. September 2016
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  7. Tweety

    Tweety Benutzer

    Seehofer wird es nur machen wenn Merken nicht will. Ich glaube eher nicht, dass er gegen sie antreten wird. Zumal man ja eh nur einen Kandiaten aufstellen kann.
     
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  8. Skywise

    Skywise Benutzer

    K-Frage:
    CDU: ich gehe mal davon aus, daß Herr Seehofer mit dem Säbel rasselt, ohne ihn letzten Endes ziehen zu wollen. Seine Kandidatur hätte den großen Vorteil, daß er einige konservative Stimmen zurück ins eigene Lager holen könnte, und daß die "C"-Parteien wieder mehr eigenes Profil an den Tag legen würden, aber - glaube ich nicht. Im Augenblick bringe ich mit einer Kandidatur drei halbwegs realistische Merkel-Alternativen aus der CDU in Verbindung: Schäuble, von der Leyen, Kramp-Karrenbauer. Und tendenziell räume ich Herrn Schäuble widerwillig die größten Chancen für die CDU ein, auch wenn ich eine Frau Kramp-Karrenbauer an dieser Stelle lieber sähe.
    SPD: unter einem tendenziell provokativ und impulsiven Kanzler namens Gabriel oder Schulz sähe ich Deutschland nicht auf dem richtigen Weg. Steinmeier würde ich das Amt zwar zutrauen, allerdings wäre er mir deutlich lieber als Gauck-Nachfolger. Scholz würde ich mir als Kanzlerkandidaten wünschen, bin mir aber durchaus bewußt, daß seine äußerst unspektakuläre und ... nennen wir's mal "bedächtige" Art stark polarisiert.
    Grüne: tatsächlich halte ich hier Renate Künast als Kandidatin für sehr wahrscheinlich. Ich räume ihr keine großen Chancen ein, aber ein paar Gedanken in diese Richtung kann man sicher in einer ruhigen Minute mal verschwenden.
    Sonstige: ich weiß gar nicht, ob die FDP überhaupt noch genug Mitglieder hat, um den Posten des Kanzlers ausfüllen zu können. Dürfte nicht zur Debatte stehen. Und Herr Gysi hat auch schon ziemlich deutliche Bände gesprochen, als er einen gemeinsamen Kanzlerkandidaten von SPD, Grüne und Linke vorschlug: da gibt's keinen. Und AfD: Mal sehen, wer nach den nächsten (Selbst)Zerfleischungsorgien noch übrig bleibt.

    Wahlen:
    Ich fürchte, die Personalie Angela Merkel wird mehr als alles Andere darüber entscheiden, wie die Zukunft aussieht. Im Augenblick vermute ich, daß eine erneute Kandidatur Merkels eher der AfD nutzen wird als der CDU/CSU.
    Eigentlich erwarte ich, daß nach den nächsten Wahlen weiterhin eine große Koalition regieren wird. Ob da noch ein gelbes oder grünes (oder rotes - man kann's ja mal andenken) Anhängsel mitflattern wird, werden wir sehen. Allerdings erwarte ich auch, daß die Periode des netten Kuschelns zwischen CDU und SPD vorbei sein wird. Es braucht nicht unbedingt härtere Bandagen, sehr wohl aber klarere Kanten, und vor allem auch mal Alternativen zu "alternativlos", und wenn schon nicht das, dann doch zumindest Maßnahmen und Konzepte, die eben nicht in einer Sackgasse münden, aus der es nur einen alternativlosen Ausgang gibt.
    Es braucht Ideen und Perspektiven für ein Deutschland in einer krisengeschüttelten EU; die ursprüngliche Idee der EU hat man - auch und gerade Deutschland - in den letzten Monaten mit wehenden Fahnen zu Grabe getragen, man hat die eigene Handlungsunfähigkeit zur Schau gestellt, man hat für jahrzehntelang zurückliegende Versäumnisse die Rechnungen kassiert. Die Karten liegen so offen auf dem Tisch wie niemals zuvor und die Konzepte der Vorgänger liegen den Nachfolgern auf den Füßen. Da es im Augenblick - machen wir uns nichts vor: mittlerweile praktisch ausschließlich - von Deutschland als Staat abhängig ist, wie sich die Angelegenheit weiterentwickeln wird, gehe ich davon aus, daß die nächste Bundestagswahl auch ein entscheidendes Signal in Sachen Europa setzen wird - und dieses Signal somit Wahlkampfthema werden muß. Nicht zuletzt auch wegen des damit verbundenen Rattenschwanzes. Im "Rattenschwanz" sind auch Flüchtlingspolitik und zwangsläufig das Dauerthema Mitgliedschaft der Türkei enthalten. Läßt man die EU auseinanderfallen, verliert der aktuelle (m. E. äußerst dreckige) Deal mit der Türkei einen Großteil seiner Grundlage ... könnte sehr häßlich werden. Innenpolitisch gehe ich im Augenblick davon aus, daß man den Themenbereich "Soziales" beim Wahlkampf außen vor lassen möchte in Ermangelung schmerzloser Lösungen (große Ausnahme: Rente und vermutlich Lebensarbeitszeit werden ein Thema sein; mit diesem Gartenzaun nebst Vorgarten hat Herr Gabriel ja schon gewunken) - allerdings dürfte es schwer fallen, dieses Thema völlig auszublenden - hier erwarte ich, und sei's auch nur auf den letzten Metern, eine Kollision von nicht ganz so schönen, aber wahrscheinlich halbwegs schlüssigen Konzepten vonseiten der etablierten Parteien und notdürftig zusammengeflanschten Luftnummern vonseiten der weniger etablierten. Einen heißen Schlagabtausch werden die Themen "Sicherheit" und "Stabilität" bringen - auch wenn ich da letzten Endes wenig Griffiges erwarte, sondern viele abstrakte Äußerungen, gepaart mit flexiblen Vorurteilen, flexiblen Behauptungen, untermauert von flexiblen Statistiken.
    Ich erwarte einen Wahlkampf im wechselhaft temperierten Schlammbad. Die AfD wird durch Floskeln die Diskussion anheizen; natürlich kann es unterhaltsam sein, cholerischen Wadenbeißern wie den Herren Gabriel oder Schulz dabei zuzuschauen, wie sie sich an den unteren Extremitäten von Frau Petry abrackern, allerdings erscheinen mir ein paar nüchterne bis unterschwellig-bissige Argumente von Herrn Scholz, Frau Künast oder *seufz* Herrn Schäuble da deutlich sinnvoller - übrigens auch sinnvoller als die nichtssagenden Worthülsen, die Frau Merkel bei solchen Diskussionen gerne aus ihrem Sprachschatz zur Diskussion beisteuert.

    Gruß
    Skywise
     
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  9. Ammerlaender

    Ammerlaender Benutzer

    Dann findet das Frühstück wohl in Ingolstadt statt; frei wäre er ja, der Herr Seehofer, da er als Ministerpräsident 2018 nicht mehr antreten will. Die CDU hat doch noch eine "Allzweckwaffe" und "Alleskönnerin", die garantiert zu Höherem geborene Uschi.

    @Skywise:
    Schäuble wäre dann vom Alter her der zweite Adenauer. Vergiss die Klöckner nicht. Die will auch hoch hinaus.


    Bei der SPD sehe ich ehrlich geschrieben niemanden. Gabriel hat in Niedersachsen bewiesen, dass noch nicht einmal Ministerpräsident kann; Scholz soll einmal in Hamburg bleiben und Schulz kommt mir sehr unsympathisch daher. Über Nahles legen wir erst einmal ein Mäntelchen des Schweigens, genau wie über die "Landesmutti" von NRW.

    Die Grünen, die so grün auch nicht mehr sind, könnten etwas werden, wenn sie soetwas wie den Nichtgrünen Kretschmann finden, oder Palmer will nicht mehr Oberbürgermeister sein.

    Linke, FDP und AfD lasse ich jetzt erst einmal außen vor. - Nun lassen sich Kommunalwahlen nicht unbedingt auf Bundestagswahlen übertragen. Aber Flüchtlinge gibt es hier im Ammerland (in Bad Zwischenahn wohl über 600 bei knapp 29.000 Einwohner) auch zuhauf. Man hört nichts über Ausschreitungen, Demonstrationen und sonstigem; die AfD war letzten Sonntag von ihrem Ziel, zweistellig in den Kreistag zu ziehen, mit 6,69 % und 3 Abgeordneten (in Bad Zwischenahn 7,55 %) weit entfernt.

    Änderungen:
    kursiv
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. September 2016
  10. Skywise

    Skywise Benutzer

    Schäuble wäre ein Kanzler des Übergangs. Vielleicht auch jemand, der die Zeit der Große Koalition zu einem Ende bringen wird.
    Frau Klöckner habe ich nicht vergessen. Ich will hoffen, daß sie sich aus dem nächsten Wahlkampf raus hält. In Rheinland-Pfalz konnte sie nicht viel mehr als provozieren und darauf hoffen, daß ihr politischer Gegner die Fehler macht. Herr Beck hat sich hervorragend von ihr provozieren lassen, Frau Dreyer weniger. Ich brauche so jemanden nicht im kommenden Wahlkampf. Im Augenblick ist sie in der Parteispitze nicht gut gelitten mangels Erfolg. Wenn man so will, hat sie sich nach der Klatsche, die sie sich in Rheinland-Pfalz (nicht zuletzt aufgrund eigener Fehler) abgeholt hat, an den Hosenanzugzipfel von Frau Merkel geklammert, obwohl sie die darin steckende Person oft genug laut kritisiert hat. Über die Angelegenheit muß noch ein bißchen Gras wachsen. *Daß* Frau Klöckner irgendwann mal nach dem Kanzleramt greifen wird, glaube ich sehr sicher. Aber meiner Meinung nach ist ihre Zeit noch nicht gekommen. Reden wir bei den nächsten Bundestagswahlen nochmal drüber.

    Gruß
    Skywise
     
  11. Grasdackel

    Grasdackel Benutzer

    Nachdem 2016 schon so ein richtig bescheidenes Jahr war, dürfte es 2017 wohl nicht viel besser weitergehen. Die Chancen stehen also nicht ganz so schlecht, dass das Ende der Bundesrepublik in der bisherigen Form ansteht und Kanzlerin Petry zum Antrittsbesuch bei Präsident Trump reisen muss.
     
  12. Inselkobi

    Inselkobi Benutzer

    ... womit zwei GesinnungsgnossEN auf einander treffen würden. Aus der Perspektive: Nicht die schlechteste aller Ideen. Aus allen sonstigen Perspektiven: Das Ende (Deutschlands und des (mehr oder weniger noch bestehenden) Friedens.
     
  13. Beyme

    Beyme Benutzer

    Kanzlerin Petry! :D
    Ich vermisse nur noch den Hinweis, dass die Bundestagswahl sowieso ausfällt, weil dann längst der von den Neurechten ständig beschworene Bürgerkrieg tobt. Islamisierung Stufe drei und so. Wie in Mannheim, da ist ja schon seit zwei Jahren Bürgerkrieg!;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. September 2016
  14. Berlinerradio

    Berlinerradio Benutzer

    wie können hier einige nur Raketen-Uschi als Kanzlerkanidatin in Erwägung ziehen? Oh Gott, ich verstecke mich unter meine Bettdecke. Ich bekomme Angst.
     
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  15. freiwild

    freiwild Benutzer

    Spannend, was passiert, wenn sich die CSU von der CDU löst und bundesweit antreten sollte. Womöglich, das beste, was Merkel passieren könnte, weil dann ihre innerparteilichen Kritiker "rübermachen" könnten und sie dadurch in der CDU stabilisiert wäre. Zumal, selbst ohne CSU, dank williger Koalitionspartner in rot, grün und gelb die nächste Mehrheit wieder sicher wäre.

    Der SPD ist eine Wahlklatsche von deutlich unter 20% nur zu wünschen. Dann würden hoffentlich die Opportunisten, die vor der Wahl das eine versprechen und nach der Wahl das andere machen, von Bord gehen, und die SPD könnte sich für die 2020er-Jahre endlich wieder auf das konzentrieren, für das sie vor über 150 Jahren mal gegründet wurde.

    Die neuen "Freien Demokraten" sind inhaltlich immer noch die alte Westerwelle-FDP, nur kann das Popartkünstler Lindner derzeit noch kaschieren. Für den Wiedereinzug wird's wohl wieder reichen.

    Traurig, was aus den Grünen geworden ist. Eine Partei, die sich, noch mehr als andere, vor allem über ihre Inhalte definierte, diskutiert nur noch über Personal und Koalitionen, und über Inhalte nur insofern, was man der CDU denn in einer Koalition überhaupt noch zumuten möchten. Von der SPD lernen, heißt,... na, Ihr wisst schon.

    Die Linke auf dem absteigenden Ast. Dass das Protestwählerpotential nun zur AfD rüber gemacht hat, obwohl diese in praktisch allen Fragen exakt das Gegenteil der Linken vertritt, und die gleichzeitige inhaltliche Schwäche von SPD und Grünen, wäre eine Chance, sich mal inhaltlich als Alternative zur Groko zu profilieren. Stattdessen macht sie v.a. durch "mehr AfD wagen" einiger Spitzengenossen Schlagzeilen.

    Und die AfD? Sie deckt das Dunkeldeutschland ab, sowohl den Arbeitslosen, der den Ali von nebenan für seine Probleme verantwortlich macht, als auch die von Vorurteilen und Abstiegsängsten geschüttelte Mittelschicht, als auch die explizit sozialdarwinistische Oberschicht, und die völkischen Rassisten haben hier sowieso eine Heimat. Und da die AfD, glücklicherweise, trotz zweistelliger Ergebnisse nicht in politische Verantwortung geraten wird, werden die Widersprüche zueinander und zur Realität auch auf absehbare Zeit hin kein Hindernis sein.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. September 2016
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  16. Radiokult

    Radiokult Benutzer

    Das wäre erstens peinlich und zweitens alles andere als gut für dieses Land. Was sollen wir mit einem Kanzler, der je nach Wetterlage seine Meinung ändert und der nur noch Populistengrütze von sich gibt. Zugegeben, vor allem im Osten findet er damit einige Anhänger. Aber der Osten ist nunmal nicht die gesamte Republik, denn so dumm wie manche tun ist der Wähler unterm Strich dann doch nicht. Wenn Seehofer den Kanzlerkandidaten gibt, geht die CDU/CSU krachen. Da bin ich mir ziemlich sicher.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. September 2016
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  17. Tweety

    Tweety Benutzer

    Vielleicht sollten wir mal bei den Ösis Nachhilfe holen, wie man eine Wahl geschickt "umgehen" kann. :D;)
     
  18. HeavyRotation25

    HeavyRotation25 Benutzer


    Briefumschläge aus Esspapier? ;)
     
  19. doglife

    doglife Benutzer

    Als Kanzlerkandidat für die SPD schlage ich Martin Schulz vor.
     
  20. Inselkobi

    Inselkobi Benutzer

    Ernsthaft, Schulz für die SPD?

    Nun denn, führen wir das Ganze doch mal völlig in's Absurde: Wolfgang Kubicki könnte ich mir durchaus an der Spitze (aufgrund seines Charakters) CDU, SPD, Bündnis 90, alternativ weiterhin der FDP vorstellen. Wobei die FDP so abgeschlagen ist, dass ich ihn mir eher in der CDU oder der SPD (zweitere wäre mir angenehmer) vorstellen könnte. Damit wäre in dieser Partei endlich mal wieder jemand mit Profil und Charakterstärke an der Spitze, kein "grauer Herr".
     
  21. HeavyRotation25

    HeavyRotation25 Benutzer


    Das wäre auch mein Favorit, ebenso halte ich Sara Wagenknecht für eine sehr gute Politikerin mit Charakter. Leider werden aber weder die SPD noch die Linke 2017 den Kanzler stellen. Da müssen wir wohl weiter im CDU-Lager suchen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. September 2016
  22. Berlinerradio

    Berlinerradio Benutzer

    schon klar....schönes Gesicht, immer mit kurzem Rock unterwegs. Da kann Mann nicht nein sagen, sabber sabber :D
     
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  23. Heinzgen

    Heinzgen Benutzer

    Damit wären Gabriel und Steinmeier auch raus, Merkel ebenso ("Multikulti ist gescheitert"), und fast jeder andere Politiker erst recht. Die Einzigen, die dann noch übrigblieben, sind Wolfgang Bosbach und Boris Palmer.
     
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  24. Tweety

    Tweety Benutzer

    Den Wolfgang B. würde ich auch noch wählen, allerdings ist die Chance, dass er kandidiert geringer als gering. ;)
     
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  25. NeoWS

    NeoWS Benutzer

    Die Richtung stimmt, nicht aber so jemanden, sondern genau diesen. Einen ähnlichen Ersatz bräuchten die Grünen dann aber für Baden-Württemberg, um bei der nächsten Wahl nicht gänzlich unterzugehen. Ich traue Kretschmann das Wählerpotential für eine Kanzlerschaft zu. Vorausgesetzt Merkel tritt nicht wieder an. Dann könnte Kretschmann hervorragend die Mitte abgrasen und mit einer schwachen SPD könnte es zur Mehrheit reichen.

    Tritt Merkel nochmal an währe schwarz-grün die logische Konsequenz. Eine Übermacht innerhalb der Koalition würde dann Merkels Flüchtlingspolitik stützen und Seehofer nach der Wahl wirksam zum Schweigen bringen.

    Zu Martin Schulz: Das wäre ein hübsches Zeichen der SPD pro EU, würde aber wohl in einem verheerenden Wahlergebnis münden. Könnte aber dann eine Kanzlerschaft Kretschmanns begünstigen.

    Am Wahrscheinlichsten: Mutti tritt gegen Siggi an und zerfleischt ihn, trotz Verlusten an die AfD.
     
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