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DAB+ in NRW - welche Programme und Formate wünscht Ihr Euch für den neuen Landesmux?

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von Internetradiofan, 22. Januar 2012.

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  1. Internetradiofan

    Internetradiofan Benutzer

    In diesem Frühjahr findet die Ausschreibung des landesweiten DAB+-Multiplexes in NRW statt.

    Angestoßen durch eine PM, die ich eben erhielt, habe ich mich für die Eröffnung eines eigenen Diskussionsfadens entschieden.
    Ich würde mich freuen, wenn Ihr hier veröffentlichen könntet, welche Programme bzw. Formate Eurer Meinung nach in dem DAB+-Landesmux vertreten sein sollten.

    Ich mache mal den Anfang:

    Als erstes wünsche ich mir ein Personality Radio nach dem Vorbild des früheren Düsseldorfer City FM, das es in dieser Form in Deutschland noch nicht gibt und zu einem kommerziellen Erfolg werden könnte.

    An zweiter Stelle wäre ein Programm im Rhythmic-Oldies-Format, welches in deutschen Landen ebenso wenig existiert, wünschenswert.

    Vorbilder aus dem Webradiobereich könnten u.a. folgende Programme sein (zum anhören den Namen anklicken):

    My Worldwide Music - Oldskool

    QS Radio the Originals

    Funkytown Radio

    Party Radio FM R&B Classics/Classic Soul

    Midnight Groovin'

    So, jetzt seid Ihr am Zuge! ;)
     
  2. mehr-privatradio

    mehr-privatradio Benutzer

    Radio Mulicult (internationale Musik)
    917xfm ( hochwertige Musik die sonst nicht im Radio gespielt wird)
    starfm (Rockmusik)
    grovefM (soul, Funk, RnB)
    top100 Station (Chartmusik und Popmusik)
    Radio Apollo (Jazz, Klassik, Filmmusik und Lounge)
    TechnoBase FM
    und noch viele andere Radiosender

    Ich hoffe das es bald in NRW echte Abwechslung zu hören ist und nicht nur immer Radio NRW und so weiter.
     
  3. CelticTiger

    CelticTiger Benutzer

    Es wäre klasse, wenn man ausgewählte Campus-Radios in den Landesmux packen würde.
    Die Studenten an unserer Uni (Düsseldorf) machen z.B. ein sehr ordentlichen Programm, welches einen Schwerpunkt auf Studien- und Bildungsthemen setzt. Die Musik ist sehr breitgefächert, undudelig und meistens erträglich. Die Jungens und Mädels vor dem Mikrophon sind sehr motiviert und engagiert.
     
  4. studix

    studix Benutzer

    Flux FM
    Ein echtes Klassikprogramm (ohne schnulzige Filmmusik dazwischen; Klassikradio im BuMu ist für mich leider unerträglich): sowas wie Swiss Classic fänd ich ganz OK
    Und ich hoffe ja immer noch, daß es der WDR doch mal irgendwann auf die Kette bekommt, sein 3. und 5. Programm per DAB+ zu verbreiten (die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt).
     
  5. mehr-privatradio

    mehr-privatradio Benutzer

    Was ist deine Meinung zu Apollo Radio? Dieses Programm könnte man doch auch für NRW kopieren.
     
  6. Kreisel

    Kreisel Benutzer

    Flux FM ist aber doch ein Sender für fie Anhänger alternativer Klänge. Hast du dich verschrieben?
     
  7. Internetradiofan

    Internetradiofan Benutzer

    Das war sicher nicht ernst gemeint, oder?

    Wenn doch, müsste natürlich erst einmal eine Finanzierungsmöglichkeit gefunden werden.
    Außerdem geht es um eine landesweite Verbreitung.

    Da man diese Programme ohnehin in ganz NRW auf UKW empfangen kann, würde durch eine Parallelausstrahlung via DAB+ kein zusätzlicher Anreiz zur Anschaffung eines DAB+-tauglichen Empfängers geschaffen, zumal diese Geräte in den meisten Fällen ohnehin UKW-tauglich sind.
     
  8. CelticTiger

    CelticTiger Benutzer

    Doch, das war ernst gemeint! Natürlich müßte es für diese Programme dann etwas mehr Landesförderung geben.
    Die Campus-Radios sind sehr abwechlungsreich, was sie auch für Hörer außerhalb der jeweiligen, sehr kleinen Sendegebiete machte.
     
  9. Internetradiofan

    Internetradiofan Benutzer

    Dass dies geschieht, halte ich für fragwürdig.
     
  10. Tweety

    Tweety Benutzer

    Darum geht es doch gar nicht. In anderen Bundesländern werden auch alle Programme in DAB+ übertragen, warum soll das in NRW nicht möglch sein und im übrigen ist ein Massenprogramm wie WDR 4 schon eine Bereicherung, weil es dieses Format bisher nicht auf DAB gibt. Im übrigen wäre z.B. WDR 3 über DAB mit entsprechender Qualtität sicherlich auch eine Bereichung besonders im mobilen Bereich.
     
  11. förde

    förde Benutzer

    Genauso fragwürdig wie die bunten Wunschlisten, die hier und an anderen Stellen immer wieder gepostet werden. Denn ich frage mich, ob die hier als erfolgsversprechend genannten Formate auch alle in der Form, in der sie jetzt verfügbar sind, tatsächlich den entsprechenden Erfolg bringen würden.
    Und überhaupt auf DAB+ (oder UKW) senden wollen oder können.
     
  12. mehr-privatradio

    mehr-privatradio Benutzer

    NRW ist ein riesiges Bundesland mit sehr vielen Einwohnern und nicht wenige davon, sind interessant für die Werbeindustrie. Ich denke wenn jemand ein neues Format ausprobieren will und viel Geld risikoreich einsetzen will, für den ist der NRW-Bundesmux das beste Versuchstfeld.​
    Ich habe noch zwei Sender die ich mir für NRW von Herzen wünsche.​
    JUIZE.FM aus Amsterdam, ein sehr erfolgreicher Sender aus Niederlande mit wirklich guter Musikmischung die es bei uns in Deutschland auf keinem Sender gibt.​
    BLackBeatsFM ein Internetradiosender aus Deutschland mit wachsenden Hörerzahl und steigender Beliebtheit, würden die einige Investoren finden, kann man von dem Sender viel erwarten. Vielleicht findet sich ein SIDO, CASPER, oder sonst jemand der bereit ist in so ein Projekt viel Geld zu investieren. Deutschland ist einer der wenigen Ländern in Europa das keinen richtigen Blackmusic und HipHop Radiosender vorzuweisen hat. Leider sind KISS FM und JamFM nicht mehr das, was sie mal früher waren.​
    Wer etwas risikieren und ausprobieren will hat in NRW dazu die beste Plattform in keinem Bundesland leben soviele Menschen und soviele unterschiedliche Kulturen.​
     
  13. Apamén

    Apamén Gesperrter Benutzer

    Exakt! Denn es kauft sich niemand ein DAB-Radio, um Webradiodingsbums-Amateurfunk zu hören! Ein Radio für alles! Und das heisst: Alles, was landesweit auf UKW zu hören ist dann digital! Und ein Plätzchen für ein kleines Grüppchen von Exoten. Aber dann bitte mit einem finanziellen Background durch namhafte Veranstalter.
     
  14. Tweety

    Tweety Benutzer

    Gibts dafür auch ne Quelle?
     
  15. studix

    studix Benutzer

    Immer dieses Schubladendenken. ;)
     
  16. Internetradiofan

    Internetradiofan Benutzer

    Nochmal: Wegen 1Live, WDR 2-5 und Funkhaus Europa via DAB+ kauft sich erst recht niemand ein teureres DAB+-taugliches Radio! :rolleyes:

    Während einer längeren Zugfahrt in NRW habe ich heute ab und an bei Radio BOB! reingehört: Was ist an dem Programm bitteschön anders, als bei einem mittelmäßigen Webradio?
    O.K.: Das Soundprocessing ist schlechter (das Programm klingt am Kopfhörer so, als käme es aus einem Blecheimer), die Rotation kleiner; außerdem senden die Werbung, was beim Gros der Webradios nicht der Fall ist.
    Wenn es bei BOB! überhaupt eine Moderation gibt, dann wird diese höchstens per Voicetracking ins Programm eingefügt.
    Ich verstehe die Regiocast nicht: Drücken jeden Monat einen sechsstelligen Betrag für die Verbreitung von BOB! im Bundesmux ab und produzieren dann noch nicht einmal ein echtes Vollprogramm!

    Nebenbei: Was hat Webradio mit Amateurfunk zu tun? :confused:

    Genau diese "Exoten" sind es, die DAB+ attraktiv machen, denn nur durch sie wird ein Mehrwert gegenüber dem Angebot auf UKW geschaffen.

    Ja, die LfM selbst: Ich hatte dort in dieser Sache angefragt.
     
  17. laser558

    laser558 Benutzer

    Richtig. Und DAB+ wird für einige Privatradios die Möglichkeit bieten, andere Formate anzubieten, mehr Vielfalt wird auf jeden Fall kommen.
     
  18. förde

    förde Benutzer

    Sag ich dir: Der Urheber des Programms. Hinter BOB! steht die Regiocast, hinter einem mittelmäßigen Webradio ein mittelmäßiger Webradiobetreiber. Und ein landes- oder bundesweites Digitalradionetz kostet, egal wie viel der Sendernetzbetreiber da nochmal draufschlägt. Wenn der mittelmäßige Webradiobetreiber nicht gerade das Bernsteinzimmer im Souterrain hat, dann könnte es mit der Finanzierung ungemütlich werden. Die Programmgestaltung und die dafür nötigen Mittel lassen wir mal ganz außen vor. Wenn XYZ-Webradio auf DAB+ aufstiege und nur seine Rotation abnüdelte, dann kämen (zumindest hier im Forum) fix die ersten Kritiker, die zumindest stündliche Nachrichten oder (ganz wichtig) Personality forderten. Wer sich mit Zahlen auskennt, der kann sich vorstellen, dass da ne ziemlich große am Ende rauskommen muss, mit Eurozeichen dahinter.

    Von daher finde ich es grotesk-bauchschmerzenverursachend, wenn hier irgendwelche Lokalsender oder Miniwebradios (gerne auch aus dem Ausland) als Heilsbringer vorgeschlagen werden - egal in welchem Digitalradio-Thread, wo auch immer. Beliebt auch nationale Senderketten aus Südeuropa, die man ja einfach nur nach Deutschland einwerfen muss und dann schon funktionieren. Auch wenn sie eher selten deutschsprachige Moderatoren haben. Ähem.
    Auch bei vielbeschworenen Projekten aus dem Raum NRW finde ich immer noch Dinge, die vermutlich von anderen scharf kritisiert werden würden. Man vergisst häufig, dass andere vielleicht einen anderen Geschmack haben könnten und man sich daher auf Kompromisse einigen muss.

    Ach so?! Das sind alles nur Vergleiche? Beispiele? Eine deutsche, etablierte Senderkette solle sich doch bitte mit einem bestimmten Format auseinandersetzen und es digital ausstrahlen? Erstens haben wir tatsächlich schon eine Vielfalt im digitalen Äther, die einige wohl nicht wahrnehmen wollen, weil sie einigen nicht in den Kram passt. Klarissimo, das ist alles kein Knaller, aber durchaus ein Fortschritt. Und dann darf man auch nicht vergessen, dass es die rechtliche Situation einfach nicht hergibt, dass ein ÖR oder das DRadio mit einem Wunderhorn von Musikspartenkanälen (mit Moderation und -achja- Personality) aufwartet. Und wenn stattdessen die private Medienwelt das stemmen soll, dann darf man nicht vergessen, dass das auch nicht ohne finanzielles Kopfkissen klappt, dass je nach Angebot entsprechend gut mit Dauen ausgestattet werden sollte (kleiner Wink in Richtung TechniSat an der Stelle - der Wortgag ist einfach zu schön, um ihn wegzulassen).

    Wenn hier allgemein nur nach Gutdünken gewünscht werden soll und sich jeder der Beteiligten bewusst ist, dass 90% (die restlichen 10% lassen wir mal für Überraschungen offen) der Ideen nie (längerfrisitig) realisiert werden (können), dann bon und ich verschwinde in den Wirrungen des Webs und sage nie wieder was.
     
  19. Apamén

    Apamén Gesperrter Benutzer

    Auch die Kleinen wollen mal nach oben! Gibt's da nicht einen herzerfrischenden Film über das Herzogtum Fenwick, dessen Bewohner den Mond erobern wollen? Ja, ja - daran erinnern mich diese Diskussionen immer wieder.

    DAB+ wird kein Erfolg, weil man damit mehr Sender als bisher empfangen kann, sondern weil es irgendwann kein UKW mehr geben wird.
     
  20. Der Radiotor

    Der Radiotor Benutzer

    Lustige Diskussion, leider völlig an der Realität vorbei. Aufgrund der aktuellen Probleme des Lokalfunks wird die NRW-Politik das Thema Regionalmuxx NRW erst mal gaaaaaaaanz lange nach hinten schieben. Es läuft wohl aktuell darauf hinaus, dass eine Einigung mit dem WDR angestrebt wird um Kapazitäten im bestehenden Muxx (aktuell Kanal 12D, Kanalwechsel geplant) zu nutzen. Dabei ist aktuell in Diskussion Domradio auf DAB+ umzustellen und einen zweiten Sendeplatz auszuschreiben. Dies wird dann wohl gemeinsam mit der noch zu vergebenen UKW-Kette geschehen. Es ist also denkbar, dass es eine landesweite Ausschreibung für ein Jugendradio gibt und als Verbreitungswege DAB+, Internet, Kabel und die Ex-DRadio-UKW-Frequenzen in Betracht kommen. Auf UKW sollen wohl zusätzlich regionale Fenster möglich werden. Doch dafür müssen die Frequenzen erst von der Staatskanzlei der LfM zugeordnet werden, und, wie gesagt, hiermit lässt man sich viiiiiiiieeel Zeeeeeeiiiiiiiiiit. Man muss ja immer noch den Schock verdauen, dass sich nun auswärtige bundesweite Stationen in die inneren Angelegenheiten der VRNRW (Volksrepublik Nordrhein-Westfalen) einmischen dürfen und man dies nicht verhindern konnte.
     
    Tweety gefällt das.
  21. Internetradiofan

    Internetradiofan Benutzer

    @förde: Ich stimme Dir im Wesentlichen zu, auch wenn Du mich mitunter missverstanden hast.

    Dass Radio BOB! von der Regiocast betrieben wird, ist mir klar.
    Gerade weil dem so ist, sollte das Programm eine weitaus bessere Qualität aufweisen, als ein kleines Webradio: Hier geht es immerhin um eine bundesweite terrestrische Verbreitung!

    Ich stelle mir in diesem Zusammenhang gerade vor, was wohl passierte, wenn Radio FFH sich dazu entscheiden würde, Begegnungen der deutschen Bundesliga live zu übertragen und dafür die Klangqualität von Planet Radio, sowie Harmony FM vorrübergehend einzuschränken (- nur mal hypothetisch gedacht -): Die Hörer der beiden Sender würden sofort zur Konkurrenz wechseln, ggf. würden deshalb sogar Werbekunden abspringen.
    Bei DAB+ scheint dies keine Rolle zu spielen; als hätte man nicht im Vorfeld erkennen können, dass es ohne einen zweiten nationalen Multiplex zu Bandbreitenengpässen kommen würde.
    Daran sieht man, welch geringen Stellenwert die Programmveranstalter DAB+ bemessen.

    Auf Lounge FM läuft überdies weiterhin ein Musikteppich ohne jedwede Moderation: Damit ist dieses Programm keinen Millimeter besser, als irgendein Webradio mit derselben musikalischen Ausrichtung; bei der österreichischen Version handelt es sich hingegen um ein echtes Vollprogramm.

    Zumindest von jenen Webradios, die ich vorgeschlagen habe, wird kein einziges je über die notwendigen finanziellen Mittel verfügen, um eine landesweite DAB+-Verbreitung bezahlen zu können. Ich bezog mich bei meinen beiden Vorschlägen deshalb auch eher auf mögliche inhaltliche Ausrichtungen, sprich Formate, noch zu gründender Programme: Es gibt nun einmal in ganz Deutschland weder ein Personality-Radio, noch bringt, bis auf die Ausnahme von Radio 2DAY, kein einziger Sender mehr Anteile von Funk & Soul. Somit liegt hier eine Nische vor, welche durchaus aufgefüllt werden könnte, eine gewisse Innovationsfreudigkeit der entsprechenden Medienriesen vorausgesetzt (obwohl: Das an sich scheint bereits ein Widerspruch zu sein).

    Alle unabhängigen Radios in NRW haben eine Gemeinsamkeit: Es sind durch die Bank Low-Budget-Projekte. Angefangen von Webradios, Grundstücksfunk, Piratensendern, bis hin zu den Campusradios.
    Würde man den Zugang zum Markt auf UKW für diese kleinen Veranstalter öffnen, könnte sich auf diese Weise die Qualität hörbar verbessern. Ohne eine solide Finanzierungsmöglichkeit ist dies jedoch nicht möglich.

    Als ich diesen Thread eröffnet habe, habe ich nicht damit gerechnet, dass es Leute gibt, die sich allen Ernstes eine landesweite Verbreitung für ihr Campusradio via DAB+ wünschen würden.
    Lustig, dass ausgerechnet das Hochschulradio Düsseldorf in diesem Zusammenhang genannt wurde: Ich bin gestern sowohl morgens, als auch abends, durch Düsseldorf gefahren und habe u.a. die 97,1 eingeschaltet: Der Pegel war so leise, dass man kaum etwas von dem Programm hören konnte, während die anderen Stationen eine normale Lautstärke aufwiesen. Außerdem funktioniert dort der Livestream nicht mehr:
    - Dies liest man schon seit Monaten; von Hochdruck kann somit wohl kaum die Rede sein.
    Bei http://www.listen2myradio.com gibt es kostenlose Shoutcast-Server; bspw. darüber hätte man schon längst temporär den Stream verbreiten können, bevor man wieder einen eigenen Server der Uni verwendet.
    Wäre ich ein Zyniker, würde ich jetzt fragen: Und so ein Programm soll in den künftigen Landesmux? :confused:

    Wobei diejenigen, die es heute in der Radiobranche nach ganz oben schaffen, keine Prädisposition für eine echte Radiopersönlichkeit mehr aufweisen müssen. Die wenigen, auf die das letztere zutrifft, würden in der bundesdeutschen Radiolandschaft eher Magengeschwüre bekommen: Man kann nicht von einem echten Talent erwarten, dass es Tag für Tag sein Potential unterdrückt, indem man es dazu zwingt, Dummfunk zu produzieren.

    Was für eine Logik!

    Der Abschalttermin für die UKW-Verbreitung von Hörfunkprogrammen wird stets nach hinten verschoben, selbst in Großbritannien, wo DAB zu einem Renner geworden ist.

    Meiner Meinung nach ist das auch vollkommen in Ordnung: Wir leben zum Glück in einem Land mit einer freiheitlichen Grundordnung. Deshalb darf man die Bürger nicht dazu zwingen, dass sie sich DAB+-taugliche Empfänger zulegen und ihre alten Radios verschrotten, solange dieses Übertragungsverfahren keinen Durchbruch erzielt hat.
    Das terrestrische Fernsehen wurde auch erst abgeschaltet, nachdem sich das Digital-TV durchgesetzt hatte. Wenn man überhaupt an eine Abschaltung des UKW-Rundfunks denkt, muss erst einmal DAB+ eine hinreichende Verbreitung gefunden haben.

    Entweder eine neue technische Entwicklung ist so gut, dass sie sich aufgrund eigener Qualitätsmerkmale gegenüber einer bestehenden, recht erfolgreichen Technik durchsetzt oder dies geschieht halt nicht. Zwangsmaßnahmen wie die Abschaltung des FM-Rundfunks zu einem vorgegebenen Datum sind kein akzeptabler Weg.

    Welche Probleme meinst Du? Ich dachte bisweilen, der sogenannte Lokalfunk in NRW wäre das Programm mit der besten Quote in ganz Deutschland.

    Das wäre die schlechteste aller Optionen.

    Ein großer Teil der Frequenzen steht meines Wissens bereits jetzt fest, wenn auch nicht alle.

    Bevor man überhaupt an die Ausschreibung der zweiten Kette geht, muss erst einmal feststehen, auf welcher Frequenz das neue Lokalradio in Düsseldorf startet: Laut LMG hat der Lokalfunk im Rahmen des Zweisäulenmodells bei der Frequenzvergabe einen Vorrang gegenüber allen anderen privaten Veranstaltern.

    Spannend dürfte auch die Vergabe der mit 20 Watt koordinierten 97,2 MHz in Pulheim werden. Domradio sendet dort ja bereits auf der 92,0. Jetzt kommt hoffentlich endlich Central FM zum Zuge!
     
  22. förde

    förde Benutzer

    Guten Nachmittag. Ich zitiere mal nur den mich betreffenden Teil, Internetradiofan, um den Rest darf sich dann der Rest kümmern.

    Wie der tatsächliche Stellenwert von DAB+, egal ob auf landes- oder bundesweiter Ebene, wirklich ist, vermag hier wohl keiner zu sagen, da wir nicht in die Köpfe der Entscheidungsträger gucken und uns nur Mosaike aus dem zusammenkleben können, was ein Vertreter der Regiocast auf einer Veranstaltung, ein DAB-Vertreter aus Bayern oder ein Vorsitzender eines Privatsenders dazu verlauten lässt. Den tatsächlichen Stellenwert sieht man bei den meisten Projekten ja sowieso erst, wenn sie entweder lange erfolgreich sind oder eingestellt werden. Das soll jetzt hier aber nicht Thema sein. Vielmehr sollte betont werden -und das wurde eigentlich auch schon zig Mal runtergebetgemühlt- dass ein zweiter bundesweiter Multiplex von Anfang an nicht möglich gewesen wäre. Dass es zu einem kam, grenzte schon an ein Wunder. Dass schon nach einem zweiten geschrien wird, ist schön, aber erstmal noch Wunschdenken, bis sich die hohen Herren (u.a. aus der Eifel) konkreter dazu äußern.

    Jüpp, sagst du. Deine Meinung. Meine ist hier egal, aber es gibt auch noch die des Entspannungssüchtigen, der sich freut, einfach nur einen Klangteppich vor sich hinwabern lassen zu können (zumindest so lange bis sich die Augen automatisch schließen, der Kopf zurückfällt, die Hände vom Steuer gleiten und man mit schnarchendem Geräusch in einen Vierzigtonner reinbrettert). Bing, da haben wir die erste Sparte bedient und man sieht, dass die einen nur Vollprogramme wollen, die anderen eher weniger Wort präferieren. Kann man vielleicht auch so auf BOB! übertragen.

    Ich frag jetzt nicht, wie legal der Laden ist, oder?

    Hey! Juppheida! Da wäre sie doch, die Innovationsfreude! (Kleiner Spaß am Rande)
     
  23. Ammerlaender

    Ammerlaender Benutzer

    Eigentlich kann es mir egal sein, welche Programme in NRW durch den Äther rauschen. Aber allgemein, und nicht nur auf NRW bezogen, möchte ich denn doch einen Wunsch äußern:
    Es sollte auf alle Fälle ein musikjournalistisches (also moderiertes), mit aktueller Information ausgestattetes Programm dabei sein, welches die Art Musik berücksichtigt, die für die privaten Anbieter (angeblich) nicht den wirtschaftlichen Erfolg bringt und bei der in diversen Anstalten (angeblich) kein Zimmer mehr frei ist, will sagen: Die Wellen des Hauses, bei denen ein Plätzchen frei sein müsste, reden sich damit heraus, dass diese Musik Kultur sei, die Zimmertür mit dem Namensschild "Kultur" bleiben aber trotzdem verschlossen, weil die Musik den (abgehobenen) Ansprüchen nicht genügt. - Es darf auch ein Einschaltradio sein!
     
    Internetradiofan gefällt das.
  24. Internetradiofan

    Internetradiofan Benutzer

    Ich sehe schon, Du willst sagen: Alles sei eine Frage der Perspektive.
    Nun, ganz so einfach ist es nicht: Reine Festplattendudler, so wie Lounge FM derzeit einer ist, findest du im Internet zu Hauf; Vollprogramme als reine Webradios dagegen so gut wie gar nicht. Es muss doch einen Grund haben, dass der Veranstalter in Österreich auf UKW ein richtig gutes Programm macht, in Deutschland via DAB+ jedoch nur so einen Murx abliefert.

    So legal wie ein Anbieter, bei dem du für die Bandbreite selber aufkommst, auch. Hier geschieht das über Werbung.
    An den Gebühren für GEMA und GVL ändert das natürlich nichts; die kommen nochmal extra drauf.

    Innovationen müssen natürlich auch finanzierbar sein.
     
  25. Radiocat

    Radiocat Benutzer

    "DAB+ wird kein Erfolg, weil man damit mehr Sender als bisher empfangen kann, sondern weil es irgendwann kein UKW mehr geben wird."

    [Ironiemodus EIN] Jooo, Apamen! UKW wurde ja auch ein Erfolg, weil es keine Mittelwelle mehr gibt [Ironiemodus AUS]
    Gut, man muss zugeben: UKW brachte gg. Mittelwelle nicht nur mehr und neue Programme, sondern auch einen Quantensprung in Sachen Klang und Empfangsstabilität.
    Letzteres KÖNNTE bei DAB+ auch der Fall sein, wenn die Netze endgültig vernünftig ausgebaut sind. Was den Klang angeht, ist es so eine Sache...aber der spielt ja anscheinend bei der Mehrheit der Bevölkerung nur noch eine untergeordnete Rolle...leider.

    Den entscheidenen Ratschlag kann sich Apamen letztendlich gerne bei Dieter Nuhr abholen! http://img01.lachschon.de/images/59472_in_einer_perfekten_welt.jpg
     

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