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Datenleck bei sächsischen Privatsendern...

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von Markus Schächter, 15. Januar 2011.

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  1. webradioo

    webradioo Benutzer

    AW: Datenleck bei sächsischen Privatsendern...

    Mich verwundert es auch nicht; weder wirklich noch unwirklich. :rolleyes:
     
  2. AirwaveMHz

    AirwaveMHz Benutzer

    AW: Datenleck bei sächsischen Privatsendern...

    Mich wundert eher, dass das kaum einer mitgekriegt hat. Wäre eine ähnliche Panne der Telekom oder einem anderen Unternehmen passiert, hätte es sofort einen großen Aufschrei gegeben. Aber nun ja ... die Privatradios nimmt anscheinend kaum noch jemand ernst. Warum auch.
     
  3. K 6

    K 6 Benutzer

    Wahrnehmung sächsischer Privatradios

    Nun ja, die Seite http://www.flurfunk-dresden.de/2011...bei-sachsischen-lokalradios-und-hitradio-rtl/ existiert. Daß dort innerhalb von zwei Tagen kein einziger Kommentar auftauchte, spricht natürlich auch für sich.

    Werden Presseberichte vermißt? Nun, die Leipziger Volkszeitung fällt mir schon länger als Hausblatt der Broadcast Sachsen auf, warum auch immer; vielleicht ja nur, weil das ein Wettbewerber des Erzfeinds „Öffi“ ist. Und von der Sächsischen Zeitung erwarte ich mittlerweile überhaupt nichts mehr. Vom Organ der Bezirksleitung Chemnitz ganz zu schweigen.

    Werden Diskussionen in diesem Forum vermißt? Aber die Radioszene Mitteldeutschland hat doch auf ihrem Jahrestreffen in der Universität Leipzig (hier wird keine Gelegenheit ausgelassen, müde-witzlose Anspielungen auf aktuelles Geschehen zu lancieren...) beschlossen, wegen dessen mittlerweile unerträglicher Niveaulosigkeit von weiteren Einträgen abzusehen. Oder so.

    Ernstnehmen? Dazu ist an dieser Stelle doch eigentlich schon alles gesagt. Melden Sie sich am Telefon mit „Hallo, MDR Life“ und gewinnen sie drölfundachtzigtausend Euro, jubel-kreisch. Mir fällt dazu mittlerweile nur noch ein, den Leuten manchmal sachte zu erzählen, daß es auch noch andere, ernstzunehmende Erscheinungsformen „dieses schönen Mediums“ (lt. Lochthofen) gibt.


    Was den Vorgang an sich betrifft: Wozu schleppt man eigentlich Datensätze längst abgefackelter Promotions über zwei Serverwechsel hinweg weiter durch, statt sie wegzuwerfen? Das ist eine Frage, der sich mal jemand annehmen könnte!
     
  4. egonFM

    egonFM Benutzer

    AW: Datenleck bei sächsischen Privatsendern...

    Ich finde es erstaunlich, dass da tatsächliche "echte" Menschen mitmachen. Die Gewinner/Teilnehmer hören sich meistens gestellt an...
     
  5. McCavity

    McCavity Benutzer

    AW: Wahrnehmung sächsischer Privatradios

    In der Computerei, um es mal ganz allgemein zu fassen, hat sich schon seit langem das steinzeitliche Verhalten des "Jägers und Sammlers" manifestiert: egal ob "Gamez", "Muzik", "Vidz" oder neuerdings "Appz" und was sich nicht sonst noch so alles unter "Warez" einordnen läßt - man muß alles haben. Wegwerfen? Warum? Die Platte ist doch groß... was für den privaten Sektor gilt, kann im "professionellen" Bereich natürlich nicht falsch sein und gerade die Daten haben Horden von Beratern (sic!) als das goldene Kalb der IT-Industrie auserkoren. Da wird dann mit Monstrositäten wie "Data Mining/Warehousing" oder "Customer Relation Management" um sich geworfen, die Damager-Baggage (auch "Manager" oder "Schlipsträger" genannt) klatscht begeistert Beifall und die Administratoren kreuzen stöhnend weitere Felder ihrer Bullshit-Bingo-Karten an...

    Nein, ganz im Ernst. Datenmüll ist in ein noch nicht gelöstes Problem der IT-Branche. Es wird diskutiert (und ich denke, daß es auch schon Beispiele gibt, in denen so etwas praktiziert wird), Daten mit einer Art "Verfallsdatum" zu versehen, so daß diese automatisch "vergessen" werden können. An sich vergißt der Computer im Gegensatz zu uns Menschen nämlich erstmal nichts. Wenn es nicht beschädigt oder aktiv gelöscht wurde, bleibt's da, wo es ist. Wenn jetzt der Mensch das Vergessen vergißt, sammelt sich da schon so einiges an. Daß man auch in der IT eine gewissen "Hygiene" walten lassen sollte (zum Beispsiel in gewissen Zeitabständen die vorhandenen Daten analysieren und ggf. bereinigen) ist eine der eher lästigen Pflichten (ähnlich wie IT-Landschaften zu dokumentieren), die bei den Betroffenen unbeliebt sind und daher gerne mal auf die lange Bank geschoben, niedrig priosiert oder auch mal aktiv vergessen werden.

    Bedeutsam ist dabei auch, daß die Betroffenen meistens keinen unmittelbaren Schaden durch diese Nachlässigkeiten erleiden. Wer Hygiene im herkömmlichen Sinne vernachlässigt, wird das hoffentlich irgendwann merken und sein Verhalten ändern - "durch Schaden wird man klug", oder, wie ich es immer gerne formuliere: "Lernen durch Schmerzen". Das fehlt aber bei der IT, insofern wird Schludrigkeit hier eigentlich noch zu selten "bestraft". Wie in vielen anderen Bereichen gilt auch hier: ein gewisses Maß an Selbstdisziplin ist einfach nötig, um IT Systeme zu betreiben - aber so etwas ist ja unpopulär, uncool, spießig, riecht nach Autorität und untergräbt die ach so flachen Hierarchien - bei denen "flach" meist das entscheidende Adjektiv ist.

    Ich bin mir fast sicher, K6, daß ich Dir nichts wirklich neues erzählt habe - aber so konnte ich IT-Jäger-und-Sammler mir mal eine Runde Runde Frust wegschreiben, deshalb danke für die Vorlage :)

    LG

    McCavity
     
  6. DJHardcastle

    DJHardcastle Benutzer

    AW: Wahrnehmung sächsischer Privatradios

    @McCavity
    schön geschriebener Beitrag. Hat Spaß gemacht zu lesen.
    Vielleicht nur bissl unvollständig. Eine andere Denkweise is doch die: Google macht es, Facebook macht es auch... und jeder weiß es und nutzt das Zeug trotzdem. Und alle akzeptieren es mehr oder weniger. Also sammeln wir auch, was immer es zu sammeln gibt. Wir sind zwar zu doof zum verwerten, aber das ist ein anderes Thema.
    Oder anders: Bei Google & Co. isses Stretegie, bei *Blubb*-Radio hat es was von Messi.
    Wirklich gruselig wirds erst, wenn der Sender mal mit dem Spruch kommt "Wir haben eine Million Hörer", und dabei ne Liste von Leuten hochhält, die irgendwann in den letzten 20 Jahren EINmal bei dem Laden angerufen haben.

    Gruß vom DJ
     
  7. Dude

    Dude Benutzer

    AW: Wahrnehmung sächsischer Privatradios

    Ja, kann dem nur zustimmen. Ist nur leider wenig lustiges dran. Wer auf solche Probleme hinweist ist grundsätzlich erstmal ein Nörgler, bis dann der GAU passiert. Dann ist der Nörgler erst recht der Arsch, weil er ja bescheid wusste und trotzdem nichts verhindert hat.

    Genau so ist es wirklich meistens. Bei den kleineren Firmen (kein Großkonzern und kein Top 100 Webportal) herrscht auf dem Webserver i.d.R. das pure Chaos.

    Es treffen Programmierer, Administratoren, Redakteure und Entscheider aufeinander. Mal in Personalunion, mal intern, mal extern, mal extrem kompetent, meist unfassbar inkompetent. Wenn dann überhaupt bei einem der Beteiligten die Einsicht vorhanden ist, dort Ordnung zu halten, will keiner derjenige sein, der bei Wartungsarbeiten die Website zersemmelt. Der Entscheider will eh kein Geld ausgeben für Sachen die er nicht sieht und nicht versteht (es läuft doch alles). Der Administrator kostet zuviel Geld oder guckt ganz weit weg, weil er sonst halb im Knast steht wenn er offiziell weiß, was da mit personenbezogenen Daten passiert. Der Programmierer ist schon längst über alle Berge und der Redakteur kann da am wenigsten zu sagen.

    So taucht halt Monat für Monat die nächste Datensauerei auf.
     
  8. Hefeteich

    Hefeteich Benutzer

    AW: Wahrnehmung sächsischer Privatradios

    Weil es grad so schön passt und ich den Link schon in einer anderen Diskussion verwendet habe:
    http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/eine-krankheit-namens-datenschutz/

    So ist es.
     

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