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Der DLF und die Griechen

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von Radiokult, 19. Oktober 2011.

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  1. Radiokult

    Radiokult Benutzer

  2. AW: Der DLF und die Griechen

    Der Beitrag auf theintelligence.de ist tatsächlich sehr einseitig. Im DLF-Beitrag hingegen werden beide Seiten ausführlich geschildert: die offenbar unglaubliche Belastung der Müllmänner ebenso wie die Probleme der nicht minder belasteten restlichen Bevölkerung, die nun wegen der Müllberge kaum noch aus dem Haus geht und um ihre Gesundheit fürchtet. Fakt ist, dass die Müllberge offenbar weder vor Banken noch in den Büros korrupter Politiker stehen, sondern vor Krankenhäusern und vor den Häusern der Menschen, die sich am wenigsten dagegen wehren können.
     
  3. Grenzwelle

    Grenzwelle Benutzer

    AW: Der DLF und die Griechen

    Wenn der DLF endlich berichtet, Ackermann und die FDP sind Alleinschuldige der Misere, wird Radiokult zufrieden sein und vielleicht keine kruden Verschwörungsartikel-Links mehr einstellen, um die einseitige DLF-Berichterstattung damit zu 'beweisen'.
     
  4. Internetradiofan

    Internetradiofan Benutzer

    AW: Der DLF und die Griechen

    Die Frage ist: Wie soll es in Griechenland weitergehen?

    Soll sich das Land kaputtsparen, nur um ausländische Finanzhilfen zu erhalten?
    Auf diese Weise werden die Griechen nie ihre Wirtschaft ankurbeln können!

    Ich sehe nur zwei Möglichkeiten:

    1. Griechenland erhält gewaltige Investitionskredite aus dem Ausland, um auf diese Weise neue, wertschöpfende Industrien zu etablieren.

    2. In geordneter Form wird eine eigene Landeswährung wiedereingeführt, damit durch einen günstigen Wechselkurs zum Euro Investoren angelockt und gleichzeitig der Tourismus angekurbelt wird.

    Den zweiten Weg halte ich für den besseren, denn genau dieser würde paradoxerweise die europäische Einigung am weitesten voranbringen: Wenn ein Land für ein anderes aufkommt, führt dies nur zur Missgunst auf der einen und zum Neid auf der anderen Seite.
    Sofern die Griechen jedoch die Möglichkeit besäßen, aus eigenem Antrieb ihre Probleme zu lösen, wäre das Verhältnis innerhalb EU viel harmonischer.
    Vor allem aber: Dieser Weg wurde in Argentinien bereits erprobt.
    Nachdem die Bindung des Peso an den Dollar aufgehoben wurde, kam es zu einer massiven Abwertung der Landeswährung, worauf sich Argentinien für ausländische Investoren zu einem hochinteressanten Standort wandelte.
    Einzig die Umstände, die mit der Abwertung einhergingen, waren für die Bevölkerung sehr hart. Genau dies müsste bei Griechenland durch ein geordnetes Insolvenzverfahren vermieden werden.

    Bei der ganzen Diskussion um EU-Rettungsschirme sollte man eines ebenfalls nicht außer Acht lassen: Deutschland, das die größten Verpflichtungen eingegangen ist, ist selbst mit einer gigantischen Summe von über zwei Billionen Euro verschuldet. Sollen also die Schulden eines Landes durch die eines anderen beglichen werden? Was wäre das für eine Logik?!

    Durch einen Austritt einzelner Länder aus dem Euroraum wäre die gemeinsame Währung keineswegs gefährdet und noch weniger der europäische Einigungsprozess.

    Ich denke, es ist höchste Zeit, dass endlich alle ideologischen Scheuklappen abgelegt werden!
    Angesichts der Auffassung der deutschen Kanzlerin "Wenn der Euro fällt dann fällt auch Europa" kann ich als überzeugter Europäer nur mit dem Kopf schütteln: Diese Aussage ist so dermaßen falsch, dass auch das Gegenteil davon nicht wahr wird, wie man anhand der jüngsten Spannungen unter den Euroländern erkennen kann.
     
  5. divy

    divy Benutzer

    AW: Der DLF und die Griechen

    Ja, in diesem thread ging es aber nicht, per Internetforum und in 30 Zeilen den Griechen, Merkel und dem Rest der Europäer Erkenntnisse zukommen zu lassen, auf die sie trotz ihrer ewigen Treffen und Beraterstäbe offenbar nicht ohne uns kommen, sondern es ging um die Berichterstattung zum Thema. Da finde ich die hier angezeigte Reportage nicht für so misslungen und auch nicht einseitig und als grundsätzliches Paradebeispiel für die Berichterstattung eignet sie sich meiner Ansicht nach auch nicht. Immerhin kommen da die wahlweise bösen oder auch ausgebeuteten Müllmänner drei mal zu Wort, dann ein Lokalpolitiker und eine Passantin. Der letzte Kommentar, o.k, man kann auf anders aufhören.

    Meine Güte, das ist eine Reportage über 3,30, da kann man eben nicht alles so weit ausleuchten, bis der letzte Griechenlandfan zufrieden ist.
     
  6. freiwild

    freiwild Benutzer

    AW: Der DLF und die Griechen

    Mir ist ein DLF lieber, der mal nach links und dann wieder nach rechts austeilt, als ein DLF, der auf Stromlinienform getrimmt ist. So wie gestern abend, als ein bitterböses Feature über Afghanistan lief, dem man, wenn man böse wäre, die direkte Übernahme der Narrative der Linkspartei unterstellen könnte.

    Wichtig ist nur, dass man sachlich bleibt.
     
  7. Internetradiofan

    Internetradiofan Benutzer

    AW: Der DLF und die Griechen

    Sorry, dass ich zu solchen nebensächlichen Fragen wie jene, die die Zukunft Europas betreffen, ausnahmsweise Stellung bezogen habe.
    Klar, die Art und Weise, wie der DLF darüber berichtet, ist natürlich ungleich wichtiger.
     
  8. Radiokult

    Radiokult Benutzer

    AW: Der DLF und die Griechen

    Das du es mal irgendwann schaffst BILD & Co. im verfassen von sinnbefreiter Polemik zu übertreffen, hätte ich mir auch nicht träumen lassen.

    Davon unabhängig empfehle ich mal das Lesen zu üben. ich schrieb im Eingangsposting nicht umsonst von "augenscheinlicher Einseitigkeit in der Berichterstattung". Aber ist schön zu sehen, dass du mal wieder deine Vorurteile pflegen konntest.. Damit habe ich dann ja auch was "Gutes" getan.
     

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