1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Der nächste US-Präsident

Dieses Thema im Forum "Auszeit" wurde erstellt von Mannis Fan, 06. Mai 2016.

  1. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Wird Zeit, dass wir hier mit unserer versammelten Kompetenz mal unseren Senf zu den US-amerikanischen Vorwahlen dazugeben.
    Inzwischen lichtet sich ja das Kandidatenfeld und man kann Trump versus Clinton diskutieren. Wer von den beiden rettet die Welt (und die US-Banken)?
     
  2. Inselkobi

    Inselkobi Benutzer

    Die Welt retten? War das nicht die Aufgabe, die sich Benzko gegeben hatte?
    Aber der hat wohl ebenso versagt, wie es Trump würde. Dennoch befürchte ich, das Volk ist so naiv und eben jener macht das Rennen. Also nein, nicht der Benzko, sondern Dump.
     
    Zuletzt bearbeitet: 06. Mai 2016
  3. NeoWS

    NeoWS Benutzer

    Die spannende Frage ist, wie weit der Hass der Republikaner auf Trump geht. Wenn sie ihn ganz schlimm hassen, dann könnten sie noch vor der Convention der Demokraten für eine Anklage von Hillary Clinton sorgen (FBI-Direktor ist Republikaner). Dann könnte Clinton doch noch als Nominierte stürzen und Sanders hat die große Chance Trump zu besiegen. Er schlägt in allen Umfragen Trump mit Abstand, spricht teilweise eine ähnliche Wählergruppe an und wäre mit Unterstützung der Demokraten auch für die Moderaten wählbar. Chance: gering! Eher werden die Ermittlungen klammheimlich eingestellt und man unterstützt insgeheim Clinton, da sie in wirtschaftspolitischer Hinsicht den Republikanern in nichts nachsteht und außenpolitisch in bester Bush-Tradition für militärische Interventionen eintritt. Wahrscheinlichkeit: möglich - aber in der GOP hasst man die Clintons mindestens genauso stark, wie Obama.
    Daher wird man sich wohl letztlich mit Trump anfreunden, versuchen ihm einen Wachhund als Vize zu verpassen und hoffen, dass es während und vor allem nach der Wahl im Weißen Haus schon gut gehen wird. Die Ermittlungen gegen Clinton würden dann wohl zum Höhepunkt des Wahlkampfes medienwirksam zu einer Anklage verdichtet werden.
    Aber auch ohne Anklage halte ich Clintons Siegchancen bei der Hauptwahl für gering. Sanders ist zu anständig für eine Schmutzkampagne, hat aber allein mit den Fakten Clinton in große Bedrängnis gebracht. Trump interssiert sich nicht für Fakten und hat genug Angriffspunkte, die er höchst medienwirksam bis zum Äußersten überspitzen wird.

    Nicht ausgeschlossen sind aber noch zwei weitere Szenarien:
    Erstens: Die Republikaner stimmen bei der Convention dafür, die bestehenden Regeln zu ändern, übergehen Trump und ernennen etwa Kongresssprecher Paul Ryan zu ihrem Kandidaten. Wahrscheinlichkeit: Niedrig bis Mittelhoch!
    Zweitens: Bei den Demokraten bekommen weder Sanders noch Clinton die Mehrheit der gebundenen Delegierten und in einem zweiten oder dritten Wahlgang wird etwa Joe Biden als Kandidat gekürt, entweder weil Clinton bereits unter Anklage steht oder weil man die Möglichkeit, dass es doch noch zur Anklage kommt zu sehr fürchtet und man Sanders als erklärten Establishment-Gegner um jeden Preis verhindern will. Wahrscheinlichkeit: niedrig, Clinton scheint beim Parteiestablishment unumstößlich, Überraschungen aber keineswegs ausgeschlossen.

    Eines scheint jetzt schon klar: Bei künftigen Vorwahlen wird es wohl bei beiden Parteien zu deutlichen Regeländerungen kommen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 06. Mai 2016
    Tweety gefällt das.
  4. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Clinton wird Präsidentin. Da wette ich einen Zehner drauf!
     
  5. NeoWS

    NeoWS Benutzer

    Ein Zehner - also wirklich viel gibst du auch nicht auf sie! Mehr Geld solltest du auch wirklich nicht auf sie setzen.
     
    Tweety und Heinzgen gefällt das.
  6. Tweety

    Tweety Benutzer

    Natürlich ist Clinton favorisiert, aber man die Vorwahlen eines gezeigt haben, dass man Trump nicht unterschätzen darf. Beide fangen wieder bei Null an und Trump kann durchaus noch viele eher moderate Wähler auf seine Seite ziehen, denen Clinton zu sehr "Etablishment" ist. Man weiss doch wie solche Sachen manchmal eine Eigendynamik entwicklen. Man will den grossen nur einen Denkzettel verpassen und schwupps ist dann Trump Präsident.

    Ich halte von beiden nicht viel. Trump ist ein Populist und hat keinen Plan und keinerlei politische Erfahrung. Clinton ist mir ingesamt zu blass und ihr fehlt das Charisma was z.B. ihr Mann oder auch Obama hatten. Sie kommt eher technokratisch rüber und keiner weiss so recht wofür sie eigentlich steht. Am ehesten wohl für weiter so wie bisher nur anders. ;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Mai 2016
  7. NeoWS

    NeoWS Benutzer

    Gestern Nacht hat CNN ungewöhnlich wohlwollend über Sanders berichtet. Ich denke die jüngsten Quinnipac-Umfragen für die Hauptwahl Clinton-Trump mit Vorteil für Trump in Ohio und nur einem Punkt Vorsprung für Clinton in Florida und sogar in Pennsylvania haben viele Amerikaner aufgeschreckt. Clinton ist jetzt schon mehr beschädigt als Steinbrück je hätte sein können. Ihre 200Tausen-Dollar Reden vor Bankern, deren Inhalt sie nicht veröffentlichen will; ihre Verantwortung für den Libyen-Einsatz als Außenministerin, den Obama inzwischen als den größten Fehler seiner Amtszeit bezeichnet hat; sie hat für den Krieg im Irak gestimmt und auch einen möglichen Angrifff auf den Iran befürwortet; Die FBI-Ermittlungen in der eMail-Affäre und die möglichen Enthüllungen zu Korruption bei der Clinton Foundation und nicht zuletzt ihr Umschwenken beim Bancruptcy Bill, dem sie trotz vorheriger Ablehnung nach großzügigen Wahlkampfspenden als Senatorin von New York doch zugestimmt hat: Trump nennt sie nicht umsonst "Crooked Hillary".
    Vielleicht kommt es doch noch zu einem Umdenken bei den Demokraten und man erkennt, dass man auf das falsche Pferd gestzt hat. Soll ein Präsident Trump noch verhindert werden, dann wird es höchste Zeit für ein Umdenken. Wenn einer den Trump Train noch stoppen kann, dann ist das Bernie Sanders. Vielleicht am Ende sogar mit dem Segen der Wirtschaftsbosse: Trumps Aussagen zu Wirtschaftsthemen und Staatsverschuldung sind starker Tobak, möglich, dass das Establishment in einem echten Sozialdemokraten wie Sanders am Ende doch das kleinere Übel sieht. Trump bewegt sich in Wirtschaftsfragen auf einem hochsensiblen Feld. Da es bei der Geld- und Schuldenpolitik vor allem auch um Vertrauen geht, können hier bereits Worte großen Schaden anrichten.
     
    Tweety gefällt das.
  8. Tweety

    Tweety Benutzer

    Sanders wäre auch mein Favorit. Von dem halte ich auch viel, aber er ist natürlich klarer Aussenseiter und ich rechne ihm nur wenig bis gar keine Chancen aus. Hinzu kommt sein Alter. Soweit ich weiss, ist der Mann bereits über 70 Jahre und ich weiss nicht ob man sich das in dem Alter noch antun sollte.
     
  9. Heinzgen

    Heinzgen Benutzer

    Wenn einer den Trump-Train ganz sicher NICHT stoppen kann, dann ist das Bernie Sanders. Und schon gar nicht mit dem Segen der Wirtschaftsbosse.

    Sanders ist kein "echter Sozialdemokrat", sondern ein Sozialist, und die Sympathie der Amerikaner für diesen Typus ist nicht eben sonderlich ausgeprägt. So sind seine Erfolge bei den Vorwahlen auch nicht auf sein Programm zurückzuführen, sondern auf die Abscheu, die die Wähler gegen Hillary und das von ihr verkörperte Establishment empfinden.
     
    Mannis Fan gefällt das.
  10. NeoWS

    NeoWS Benutzer

    Die Wirtschaftsbosse werden das vielleicht nicht toll finden, aber wenn sie die Wahl haben auf Hillary zu setzen und gegen Trump zu verlieren oder zähneknirschend Sanders zu akzeptieren, dann werden sie sich vielleicht doch lieber für Zweiteres entscheiden. Ich gestehe ein, dass Sanders Chancen Stand heute aber recht gering sind.

    Der Begriff "Sozialist" wird in Amerika anders verwendet, als in Deutschland. Wenn Sanders von sich behauptet er sei "democratic socialist" dann bekommt die dortige Rechte natürlich vor Entsetzen Schnappatmung, es bedeutet aber bei uns etwa so viel wie Sozialdemokrat. Schaut man sich Sanders Programm an, dann entdeckt man dort auch nichts sozialistisches, sondern jede Menge sozialdemokratisches. In allen anderen großen westlichen Ländern gibts es eine Krankenversicherung für alle und nirgends sind die Studiengebühren höher als in Amerika. Das Wahlkampfspendensystem in seiner jetzigen Form abzuschaffen ist auch nicht sozialistisch, sondern zwingend notwendig, um die Demokratie in den USA zu erhalten.
    Wovon die Amerikaner wirklich die Schnauze voll haben, ist tagtäglich in häufig mehreren Jobs zu schuften und sich am Ende des Monats noch nicht mal eine Krankenversicherung leisten zu können, während die Reichen immer reicher werden. Die, die sich informieren, wählen Sanders, gerade wegen seines Programmes, die anderen wählen den Mann mit der größten Klappe. Für Hillary bleiben hauptsächlich die alten, wohlhabenden und, aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen, die Schwarzen.
     
    Tweety gefällt das.
  11. Tweety

    Tweety Benutzer

    Hab das nochmal gegoogelt. Sanders wird im Herbst zur Wahl bereits 75 sein. Ich will jetzt nicht alte Leute diskrimnieren, aber zum Ende der 1. Amtszeit wäre er schon fast 80. Als Papst wäre das noch ok, aber als Präsident eines der mächtigsten Länder der Welt... also ich weiss nicht, ob er sich da nicht zuviel zumutet. Wenn er 10 Jahre jünger wäre, ok, aber so. Selbst Reagan war bei Amtsantritt noch deutlich jünger und der gehörte ja schon zu den eher "älteren" Präsidenten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Mai 2016
  12. Skywise

    Skywise Benutzer

    Na gut, kann ja nicht jeder so jung und spritzig sein wie unser Herr Gauck, der im schlanken Alter von 72 zum Bundespräsidenten gemacht wurde, oder unser Konrad Adenauer, bei Amtsantritt als Kanzler immerhin auch erst 73 Jahre ...

    Ich gehe davon aus, daß Sanders lange genug im Polit-Zirkus mitmischt, daß er weiß, worauf er sich einläßt. Daß seine körperlichen Gebrechen, sofern vorhanden, im Showland USA im Wahlkampf nicht stattfinden, ist mir natürlich schon klar. Immerhin scheint er trotz seines fortgeschrittenen Alters nicht mal halb so hirntot zu sein wie sein jugendlicher Konkurrent Donald Trump (ab nächstem Monat 70), insofern hoffe ich schon, auf ihn hoffen zu dürfen ;)

    Gruß
    Skywise
     
  13. Tweety

    Tweety Benutzer

    Also das Amt des Bundespräsidenten und des US-Präsidenten kann man nicht miteinander vergleichen. Adenauer da schon eher, aber das war damals auch ne andere Zeit. Ich will Sanders damit auch nicht die Befähigung absprechen, aber in der heutigen Zeit ist das alles ein bisschen stressiger als damals, wo der "Alte" in Rhöndorf oder Ascona auch zwischendurch mal ne ruhige Kugel schieben konnte (im wahrsten Sinne des Wortes). In der heutigen Zeit von Handy und Internet und der ständigen Erreichbarkeit kaum denkbar. 'Wenn man sich zudem mal anguckt wie stark gealtert Obama in den letzten 8 Jahren ist, dann kann man sich ungefähr ausmalen, welchem Stress und welcher Verantwortung man in dem Amt ausgesetzt ist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Mai 2016
    Heinzgen gefällt das.
  14. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Clinton wird Präsidentin, auch wenn sich viele hier im Forum was anderes wünschen.
     
  15. Ammerlaender

    Ammerlaender Benutzer

    Steht dann eigentlich, wie bei Obama, für das Jahr 2017 der Träger, die Trägerin des "nobelen Friendenspreises" bereits fest? - Eine "bessere" Welt wird es doch nicht, egal wer in Washington den Thron für die nächsten acht Jahre besteigt.
     
  16. 2Stain

    2Stain Benutzer

    Ich hab schon die Krise bekommen, als Tsipras, Orbán, Szydlo, Lukaschenko, Zeman und andere Konsorten oder Konsortinnen gewählt wurden.
    Das werden wir überstehen - trotz Putin, Erdomann und Böhmergan (oder so).

    Bei den USA reicht bei mir eine Krise nicht mehr aus:
    Hitzewellen und Schnappatmung setzen automatisch ein, egal welche Konstellation ich mir vorstelle.

    Die USA bleiben für mich das Land der begrenzten Unmöglichkeiten.

    2Stain
     
  17. Inselkobi

    Inselkobi Benutzer

    Das glaube ich erst, wenn die - Achtung, in sämtliche Nachrichten, News und sonstigen Kram eingehyptes Wort - Elections (auch gern "Elekt'schns", oder gern "Älekt'schns" (seltsam, die da in den Staaten sprechen das Wort irgendwie ganz anders aus)), okay, bleiben wir bei den Abstimmungen (oder von mir aus auch Wahlen), durch sind.
     
    Heinzgen gefällt das.
  18. Heinzgen

    Heinzgen Benutzer

    Lukaschenko wurde gewählt???
     
    Tweety gefällt das.
  19. 2Stain

    2Stain Benutzer

    Na ja, vielleicht wurde der Publikumsjoker gezogen, nachdem die fifty-fifty-Chance vertan wurde.
    I woas net, i woas net.

    2Stain
     
  20. NeoWS

    NeoWS Benutzer

    Es kommt langsam wieder etwas Bewegung in die Sache. Es scheint, dass sich bei den Republikanern nun langsam die Reihen hinter Trump schließen, McCain unterstützt Trump, Pual Ryan zögert zwar noch, trifft sich aber zu Gesprächen mit Trump und wird demnächst sicher auch einschwenken. Der Wunsch nach Macht ist bei den Republikanern also, wie erwartet, größer als ihr Hass auf Trump. Passend dazu werden Trumps Umfragewerte immer besser. Auf der anderen Seite wird es hektischer. Das FBI ermittelt weiter. Dieses Problem lässt sich nicht einfach wegschweigen. Daher bringts sich jetzt Joe Biden bereits vorsichtig ins Spiel. Interview: Er wäre der beste Präsident, am Tag danach Elizabeth Warren wäre sein VP, alles nachdem die FBI-Ermittlungen zuletzt sogar bei CNN thematisiert wurden.
    Mögliches Szenario: Clinton bleibt bis kurz vor der Convention Frontrunner und verhindert möglichst viele Stimmen für Sanders, tritt dann zurück und schwört ihre Delegierten auf Biden ein, sodass ihn diese zusammen mit den Superdelgierten wählen. Ich Stufe dieses Szenario inzwischen als wahrscheinlich ein.

    PS: Wer dieses Szenario für gänzlich ausgeschlossen hält, der Stelle sich einfach mal vor in Deutschland würde das BKA gegen Sigmar Gabriel ermitteln und die SPD würde ihn dennoch als Kanzlerkandidaten aufstellen.
     
  21. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Ich halte dieses Szenario für gänzlich ausgeschlossen.
     
  22. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Inzwischen sieht man ja etwas klarer. Ich bleibe bei meiner schon im Mai hier geäußerten Einschätzung: Hillary Clinton wird durchmarschieren. Trump zerlegt sich selbst.
     
    chapri gefällt das.
  23. Tweety

    Tweety Benutzer

    Da wäre ich mir nicht so sicher. Alle haben auch gesagt, die Engländer werden nicht so dumm sein und für den Brexit stimmen. Ergebnis bekannt. Meinungsumfagen können daher sehr unsicher sein. Trump wird bis zu letzt ein zäher Brocken sein. Von einem Durchmarsch ist Clinton weit entfernt. Gem. den Umfragen beträgt der derzeitige Vorsprung nur so zwischen 6-8%. Ausserdem ist das Wahlsystem ja etwas undruchsichtig. Man muss also auch nicht unbedingt die meisten Stimmen holen, um zu gewinnen (s. Wahl 2000).
     
    Maschi und Heinzgen gefällt das.
  24. chapri

    chapri Benutzer

    Möge der Gegenwind Mr Immo den Atem rauben!
     
  25. doglife

    doglife Benutzer

    Die Amis (angelsächsisch: uneducated fucktards) sind bei Wahlen unberechenbar. Vorgeblich gewinnt derjenige, der am meisten Geld einsammelt.
     
    rockon gefällt das.

Diese Seite empfehlen