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Deutschland, ewig Quotenland

Dieses Thema im Forum "Auszeit" wurde erstellt von Inselkobi, 18. November 2014.

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  1. Inselkobi

    Inselkobi Benutzer

    Im Radiobereich wird so oft über den Sinn oder Unsinn der Quoten diskutiert. Gerade liefen mir die TV-Quoten von gestern, die zeigen wie "zuverlässig" die Quotenleserei doch definitiv ist, über den Weg:

    Diese Liste zeigt die Zuschauerquote vom 17.11.2014 - ab 3 Jahre

    Vergleichen wir sie nun mit der 14 bis 49 Liste, können wir feststellen, dass sie vollkommen anders aussieht und auch einen etwas realistischeren Eindruck hinterlässt:

    Mal ernsthaft, sehen sich eure 3-jährigen Kinder beispielsweise interessiert ZDF-heute oder die Tagesschau an? Nicht? Ihr diskutiert wohl auch danach nicht über die Themen, die darin vorgekommen sind, oder?
    Ohje, ich sehe schwarz für die Bildung der kommenden Generation! Aber "Bauer sucht Frau" sehen sie sich doch wenigstens - mit euch zusammen - gespannt an, oder?
    Auch nicht?
    Aber "Wer wird Millionär" habt ihr dann doch wenigstens zusammen angesehen und euch fleißig gegenseitig die Lösungen zugeflüstert, oder?

    Dagegen las ich tatsächlich in der Altersklasse 14/49 die gelisteten Sendungen (bis auf einige Ausnahmen) in einigen sozialen Netzwerken. Allem voran "Bauer sucht Frau", gefolgt von Forrest Gump, über The Big Bang Theorie bis hin zur Tagesschau.

    Ich glaube, hier läuft was mächtig schief.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. November 2014
  2. Plattenschrank

    Plattenschrank Benutzer

    Die Differenz zwischen Zuschauer > 3 Jahre und 14-49 Jahre erklärt sich in den meisten Fällen nicht so sehr mit den 3-13jährigen, sondern mit den Zuschauern ab 50. Diese sehen tendenziell mehr Fernsehen als Jüngere und wirken sich dadurch und auch rein von ihrer Anzahl her sehr deutlich auf die Gesamtquoten aus.

    Weiterhin ist diese Altersgruppe auch deutlich seltener in sozialen Netzwerken unterwegs. Überhaupt wird die Aussagekraft der sogenannten "Netzgemeinde" im allgemeinen weit überschätzt, da diese nur einen relativ geringen Anteil an der Gesamtbevölkerung stellt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. November 2014
    ricochet, freiwild und Waterhead gefällt das.
  3. doglife

    doglife Benutzer

    Aber die Netzgemeinde spiegelt die Ansichten der Bevölkerungsschichten wider.
     
    ricochet gefällt das.
  4. chapri

    chapri Benutzer

    Aus dieser Übersicht geht ein wenig hervor, dass viele TV-(Schrott-)Formate importiert wurden, nachdem sie ZUVOR im Ausland erfolgreich "Quote" gemacht hatten.
     

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  5. ricochet

    ricochet Benutzer

    Die "Agenturen-Wunschzielgruppenquoten" der Öffis interessieren DWDL wohl nicht...

    Die Wunschzielgruppe 50plus haben sie ja schon für Bunte, Freizeit-Revue, tz und Hörzu reserviert - und für die Kapsel- und Dragee-Werbeinseln im ZDF, egal ob dort Krimis oder Arztgeschichten laufen.

    Der Weisheit letzter Schluss ist die öffentlich-rechtliche Krimi-Vollversorgung wohl auch nicht - am Ende bleiben doch wieder nur die reiferen Jahrgänge hängen. Die jungen Menschen, die den Hauptabend überhaupt noch vor dem Fernsehgerät verbringen bleiben überwiegend bei Mario Barth und diversen Votingshows hängen - was sehr dafür spricht dass ein Großteil von ihnen um diese Zeit gar nicht mehr fernsieht. Krimis, Filme und Serien gibt's auch im Netz - und zwar zuhauf.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. November 2014
  6. HeavyRotation25

    HeavyRotation25 Benutzer

    Ich halte von dieser "Zielgruppen-Schönrechnerei" rein gar nichts, das ist nur eine Verfälschung der Werte zugunsten der privaten Sender, die aufgrund dieser Zahlen ihr Schundprogramm rechtfertigen. Zudem dürfte längst bewiesen sein, dass die Konsumenten Ü50 eine mindestens so gute Kaufkraft haben, wie die Jüngeren.
     
  7. Ganztageshörer

    Ganztageshörer Benutzer

    Und die "Tagesschau" wird auch regelmäßig von den jungen Leuten geguckt - aber meist nicht linear, sondern im Netz. Sehr viele Jugendliche haben die entsprechende App auf ihrem Handy installiert.
    Lineares Fernsehen ist dann relevant, wenn in den sozialen Netzwerken "live" mitdiskutiert wird. Bei Nachrichten ist das eher weniger der Fall.
     
  8. Inselkobi

    Inselkobi Benutzer

    Dem gegenüber steht, bleibt anzumerken, dass die täglichen TV-Quoten per Teleskopie-Verfahren derzeit aus rund 6000 Haushalten ermittelt werden.
    Mir stellt sich in dem Moment die Frage ob sich eine crossmediale Messung, woran sich das ZDF selbst immer wieder z.B. per Twitter versucht, als sinnvoller erweist.

    Dazu kommen noch, wie @Ganztageshörer es richtig anmerkte, die APPs, über die Sendungen nichtlinear angesehen werden (können). Aber selbst wenn diese Sendungen linear angesehen würden, flössen sie nicht mit in die Quote, da sie in dem Verfahren bisher nicht berücksichtigt werden. Gerade das wäre aber zwingend notwendig, da sich immer weniger Jugendliche ein TV-Gerät anschaffen, sondern eher per Laptop, Smartphone oder Tablet und zugehörigen APPs Fern sehen.
     
  9. HeavyRotation25

    HeavyRotation25 Benutzer

    Es gibt garantiert präzisere Messverfahren um die Zuschauerqoute zu ermitteln, aber ich vermute die Sender wollen das gar nicht so genau wissen...
     

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