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Die Griechenland-Krise im Radio

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von Internetradiofan, 30. Juni 2015.

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  1. Internetradiofan

    Internetradiofan Benutzer

    Wenn ich das Radio (oder das Fernsehen) einschalte, höre ich nur noch: Griechenland, Griechenland, Griechenland …
    Ich weiß nicht, wie es euch dabei ergeht, aber mich kotzt dieses Thema einfach nur noch an!
    Als ob es nichts anderes zu berichten gäbe.

    Am meisten aber ärgere ich mich über die EU-Politikerkaste, die der griechischen Regierung ein neues Angebot nach dem anderen unterbreitet, nur um das Land doch noch in der Euro-Zone zu halten.
    Jeder, der sich auch nur ein klein wenig mit der Materie beschäftigt, weiß, dass die Probleme, in denen das Land derzeit steckt, darin begründet liegen, dass es dort keine nationale Währung mehr gibt, die sich abwerten ließe, um auf diese Weise den Standort sowohl für ausländische Investoren, als auch für die Tourismusbranche attraktiv zu machen.
    Griechenland und andere Anrainerstaaten des Mittelmeeres verfügten auch vor 30, 40 Jahren über keine blühenden Wirtschaften, hatten aber durch die Option, die eigene Währung abwerten zu können, ein Instrument in der Hand, um daraus resultierende Probleme abzumildern. Seit es den Euro gibt, sind sie dazu nicht mehr in der Lage.

    Hätten Herr Juncker und Frau Merkel keine Scheuklappen vor den Augen, würden sie erkennen, dass durch einen Austritt Griechenlands aus der Währungsunion der europäischen Einigung viel eher gedient wäre, als durch Geldtransfers in Milliardenhöhe über Jahre hinweg, die weder zur Stärkung der griechischen Wirtschaft beitragen und überdies gegenseitige Ressentiments innerhalb der EU fördern.
    Ein sinnvoller Plan B läge darin, dem Land einen geordneten Austritt aus dem Euro bei einem gleichzeitigen Verbleib in der EU zu ermöglichen, verbunden mit der Erstellung einer Art Marshallplan, um bei einer Wiedereinführung der Drachme anfängliche soziale Härten für die Bevölkerung abzumildern.

    Die 320 Milliarden Euro Schulden, die Griechenland derzeit hat, müssen eh abgeschrieben werden, egal ob es im Euro bleibt oder nicht.
    Ein Land einzig aus dem Grund finanziell zu unterstützen, damit es Schulden zurückzahlen kann, ist schlichtweg ein Irrsinn, genauso wie es ein ökonomischer Irrsinn ist, Renten und Löhne zu kürzen, gleichzeitig die Mehrwertsteuer anzuheben und dann zu erwarten, dass die Wirtschaft in Fahrt kommt. Wie soll sie das tun, wenn die Kaufkraft der Bevölkerung durch derartige Maßnahmen weiter eingeschränkt wird? Das alles in einem Staat, in dem es weder eine funktionierende Steuerverwaltung, noch ein Katasteramt, noch ein Sozialhilfesystem gibt.
     
  2. Tweety

    Tweety Benutzer

    Jedes Volk bekommt die Regierung die es verdient. Die Griechen haben diese Amateure gewählt und jetzt müssen Sie mit den Folgen klarkommen. Wenn die beim Referendum mit Nein abstimmen, dann geht da sowieso alles den Bach runter. Anscheinend wachen jetzt aber die Griechen langsam auf und eine hauchdünne Mehrheit ist wohl aktuell für ein Ja. Wobei bei einem Ja die Regierung zurücktreten wird und dann ist das Land mitten in der Krise dann praktisch führungslos und Neuwahlen sind unvermeidlich. Also quasi die Wahl zwischen Pest und Cholera.
     
    Zuletzt bearbeitet: 02. Juli 2015
  3. Internetradiofan

    Internetradiofan Benutzer

    Die Vorgängeregierung war doch auch nicht besser.
    Die hat ebenfalls nichts getan, um das Land voran zu bringen, außer dass sie sich dem Diktat der Trojka unterwarf.
    Ich glaube nicht, dass Griechenland unter dem Euro jemals seine ökonomische Lage verbessern kann.

    Das sehe ich anders: Ein "Nein" würde letztlich einem Austritt aus dem Euroraum nach sich ziehen und damit die Chance für einen Neuanfang bieten.
    Die wirtschaftlichen Probleme Griechenlands traten erst mit der Einführung des Euro in Erscheinung.
    Dass ein Euro-Austritt kein Allheilmittel ist, liegt auf der Hand, aber er eröffnet den Griechen wenigstens einige Spielräume, um die Wirtschaft anzukurbeln.
     
    Zuletzt bearbeitet: 02. Juli 2015
  4. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Jeder, der sich auch nur ein klein wenig mit der Materie beschäftigt, weiß, dass dies definitiv nicht das eigentliche Problem dieses Landes ist.
    Es ist lediglich das fehlende Instrument, mit dem früher Länder ihre infrastrukturellen, sozialpolitischen, fiskalpolitischen und mentalitätsbedingten Defizite übertüncht haben.
     
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  5. dramaking

    dramaking Benutzer

    Deine Äußerung zeigt einfach, dass die Aufmerksamkeitsspanne der Medienkonsumenten in den vergangenen Jahren immer kürzer geworden ist.
    Jeder Krieg, der sich über eine bestimmte Zeit hinzieht, und jedes andere Problem, dass nicht innerhalb von wenigen Wochen gelöst ist, wird durch diese Ermüdungserscheinungen des Publikums nur noch als lästig empfunden. Aber es gibt nun mal Dinge, die sich über einen gewissen Zeitraum hinziehen und nicht so schnell erledigt sind, wie zum Beispiel eine Hochzeit im Königshaus (und natürlich nicht so unterhaltsam).

    Ignorieren von Problemen lässt diese allerdings nicht verschwinden. So lange das eigentliche Problem nicht gelöst ist, wirst du die andauernde Berichterstattung darüber noch über dich ergehen lassen müssen.

    Und offensichtlich gibt es wirklich "nichts anderes" zu berichten, weil es nun mal ein sehr wichtiges Thema ist, das uns in vielerlei Hinsicht auch ganz unmittelbar betrifft.
     
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  6. WilliWinzich

    WilliWinzich Benutzer

    Mich kotzt die Berichterstattung auch an, allerdings eher deshalb, weil der Fokus nur darauf gerichtet ist, dass und in welcher Form der deutsche Steuerzahler für die faulen, reformunwilligen Griechen blechen soll. He, schon mal dran gedacht, dass gerade Deutschland und vor allem die Groß-Banken Profiteur der Krise der letzten Jahre sind. Und wenn eine sozialdemokratische griechische Regierung den Institutionen verdeutlicht, hier lässt sich nichts mehr raus pressen, werden sie von deutschen Politikern und Medien beschimpft oder verspottet. Auf ORF oder Euronews läuft das mit weniger deutschen Scheuklappen!
    Die Frage ist doch, ob der Widerstand gegen neoliberale Auteritätspolitik (keine Staatsschulden, Sozialstaat kaputt sparen, zugusnsten von Privatisierung an große Player) Schule machen könnte und auch andere EU-Länder mehr Förderungen für regionale staatliche Investitionen fordern, statt das Geld den privaten Finanz-Institutionen in den Rachen zu werfen. (und da hätten wir den Bogen zum nächsten Top-Thema: TTIP, den ich aber jetzt nicht in diesem Faden weiterverfolgen mag)
     
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  7. Papelbon

    Papelbon Benutzer

    Welcher privaten Finanzinstitution wurde denn Geld in den Rachen geworfen?
     
  8. Wertham

    Wertham Benutzer

    Dich nervt das Thema Griechenland ? Dann freue dich auf nächstes Jahr : Dann kommt nämlich heimlich still und leise die Volkabstimmung in GB auf die Tagesordnung und dieses Thema wird dannwahrscheinlich noch domianter werden als die Krise in Griechenland

    Mein Hauptproblem ist: Ich habe das Gefühl,dass vieles tausend Mal besprochen worden ist, aber wir Medeinkonsumenten wissen nie wirklich was gesagt wurde , weil wir eben nur davon abhängen was die Reporter verarbeiten und die hängen davon ab was die Beteiligen verlautenbaren lassen. Man ist der dritte in einer Verwertungskette und hat ads gefühl es bewegt sich nic. Aber jeden Bericht höre ich mir dann doch noch mit interesse an, auch wenn es mich manchmal nervt.
     
  9. 2Stain

    2Stain Benutzer

    @WilliWinzich
    Sozialdemokratische Regierung in Griechenland? :p Hab ich was verpasst? Ich war immer der Meinung, dass die PASOK die sozialdemokratischen Strömungen vertritt.

    Willi, welches Kraut hast Du denn geraucht?
    SYRIZA (sozialistisch orientiert) und ANEL (rechtspopulistisch) bilden die Koalition.

    Zitat von Maggie Thatcher:
    "Das Problem mit dem Sozialismus ist, dass einem irgendwann das Geld der anderen Leute ausgeht!"

    2Stain
     
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  10. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Im Grunde ist die Zipras-Regierung nur konsequent. Sie kämpft darum, zu halten, was sie im Wahlkampf versprochen hat. Wenn dieser Kampf scheitert, wird sie wohl abtreten müssen. Aber sie kann nicht genötigt werden, ihr Wahlversprechen zu brechen, auch wenn westeuropäische Politiker dies aus Gewohnheit für eine lässliche Sünde halten.
     
  11. Inselkobi

    Inselkobi Benutzer

    Eben genau deswegen scheint das Verhalten der dortigen Regierung auch so befremdlich auf die hiesige Bevölkerung zu wirken. Hier bekommt sie die schlechtesten Noten, wogegen Schäuble die besten Umfragewerte seit Jahren hat. Die Begründung dafür ist nicht mal die "schwarze Null", sondern Griechenland.
    Das nenne ich befremdlich!
     
  12. Internetradiofan

    Internetradiofan Benutzer

    Interessanterweise brachte BBC Radio 2 heute in den 1-Uhr-Nachrichten nicht eine einzige (!) Meldung über das Thema, einen Tag vor dem Referendum.
    Bei VRT Radio 1 war die Top-Meldung die Tour den France: http://deredactie.be/cm/vrtnieuws

    Was die Krise als solche anbelangt: Die Bürger in Griechenland, die unter den miserablen wirtschaftlichen Bedingungen leiden, tun mir leid.
    Es bringt aber auch nichts, wenn jetzt seitens der führenden griechischen Politiker eine überzogene Polemik an den Tag gelegt wird.
    Diese Zeilen erwecken auf mich den Eindruck, dass Tsipras und seine politischen Mitstreiter offenbar an Realitätsverzerrung leiden: http://www.spiegel.de/politik/ausla...rung-fuerchtet-verschwoerungen-a-1021629.html

    Sorry, aber diese Argumentation verstehe ich nicht: Wenn ich mir bei einer Bank einen Kredit leihe, ist es doch das Normalste, dass ich den nach einer gewissen Zeit mit Zinsen zurückzahle.
    Warum sollte für einen Staat etwas anderes gelten?

    Falls ein Land temporär finanzielle Hilfen in Anspruch nimmt, sollte es meines Erachtens eine Selbstverständlichkeit sein, dass es Strukturreformen durchführt, die es ihm nach einer gewissen Zeit ermöglichen, wirtschaftlich weitgehend auf eigenen Beinen zu stehen.
    Wenn andere Kriesenstaaten wie Spanien, Zypern oder Irland das geschafft haben, darf dann von Griechenland nicht das gleiche erwartet werden?
    Das Problem ist doch, dass die Syriza-Regierung überhaupt keine Bemühungen erkennen lässt, das Land wirtschaftlich wieder auf Kurs zu bringen.
    Und nun sollen Länder wie die Slowakei, in denen ein niedrigerer Lebensstandard herrscht, auch noch für Griechenland aufkommen? Ist das gerecht?

    Ich konnte Thatcher noch nie leiden, aber wo sie recht hat, da hat sie recht.

    Der Sozialismus ist eine schöne Utopie, die leider immer und überall an der ökonomischen Realität scheitert.
     
    Zuletzt bearbeitet: 04. Juli 2015
  13. iro

    iro Benutzer

    Passt nur nicht ganz mit der Frau Thatcher.
    Die aktuelle links-/rechtsradikale griechische Regierung hat ja weder den Sozialismus eingeführt noch das grundlegende Problem verursacht. Da waren ja schon diverse Regierungen vorher dran - die vermutlich nur zugesehen haben, ihr eigenes Geld in Sicherheit zu bringen.
    Ohne einen Schuldenschnitt wird keine griechische Regierung noch einen Fuss auf den Boden bekommen.
    Ohne den riesigen Schuldenschnitt von 1953 hatte auch Deutschland kaum je die aktuelle Wirtschaftsstärke erreichen können. Das "Wirtschaftswunder" hätte ohne diesen stumpf nicht stattgefunden!
    Ab da hört es dann aber auch auf mit der Vergleichbarkeit. Hier hat der Staat zugesehen, daß er seinen Anteil daran erhält - in Griechenland dagegen gibt es bis heute keine funktionierende Steuerverwaltung. Und anscheinend will die ja auch keiner (hier zwar der Bürger auch nicht, aber man hat schon erkannt, daß es Sinn macht, Steuern zu erheben).

    Ich nicht. Was aber daran liegt, daß ich schon lange nicht mehr einschalte. Bei einem Print-Produkt kann ich immer noch selbst entscheiden, wann ich was lesen will. Im Netz ebenfalls, wobei ich dort allerdings jede mir unbekannte Quelle erstmal als nicht vertrauenswürdig einstufe bis zum Beweis des Gegenteils. Und die BBC ist leider auch nicht mehr das, was sie mal war...
     
    Zuletzt bearbeitet: 04. Juli 2015
  14. Zwerg#8

    Zwerg#8 Benutzer

    Ehrlich, mir reicht es schon wieder! Wenn ich dieses Geschreibsel hier lese, dann kommt mir das Kotzen!

    Würdet ihr euch bitte mal die Geschichte der EU bzw. den Sinn einer geimeinsamen Währung innerhalb der EU durchlesen?

    Der Grundgedanke war sehr humanistisch nach dem 2.WK. Denn wer miteinander Handel treibt (und wichtig: "dabei nicht über den Tisch gezogen wird"), schießt nicht. Es gab daher zunächst einige "Kernstaaten"...

    Lest bitte selbst weiter - ich habe keine Lust...

    Meine Meinung ist, daß "man" (Wer ist "man"?) die EU, die Freizügkeit und auch die Währung, viel zu schnell und völlig bedenkenlos in Richtung Osten und Südosten "erweitert" hat, um "dem Russen" zuvorzukommen. Diese Staaten waren und sind wirtschaftlich nie in der Lage, um "mitzuhalten". EU-Fördergelder, Korruption, Vetternwirschaft... Nie und nimmer hätte man in diesen Staaten den Euro einführen dürfen!

    Fragt doch mal (nein, ihr wisst es ja schon längst!), wie es deutschen Handwerkern in der Nähe zur polnischen Genze finanzell geht, weil die Grenze zu Polen praktisch offen ist und EU-Freizügigkeit herrscht.

    Man könnte bald sagen: "Polen ist offen - geht ja noch..." Da gibt es noch ganz andere Kandidaten...


    Cui bono? Wem nützt das?

    Wer will(!) einen großen, zusammenhängenden Wirtschaftsraum ohne Grenzen und mit gemeinsamer Währung?

    Selbstverständlich ist es schön, wenn ich praktisch "überall" in Europa mit Euro bezahlen kann.... Ich bin aber auch nur ein Tourist.


    "Pistole auf die Brust!", sagt ein Unternehmer. "Wenn IHR in Deutschland weiterhin so hohe Löhne haben wollt, dann geh' ich halt nach Rumänien... Das kostet mich weniger und obendrein nur ein kaltes Lächeln!"

    Cui bono? Wem nützt das?


    BTW: Voksvertreter? Demokratie? Selbstbedienung?
    http://www.adz.ro/artikel/artikel/parlament-neuer-vorstoss-fuer-sonderrenten/


    Deutschland wird sich noch umgucken! Es kommt noch viel schlimmer...
     
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  15. Internetradiofan

    Internetradiofan Benutzer

    Das sehe ich auch so.
    Leider wurde bei der Einführung des Euro die wirtschaftliche Dimension offenbar weitgehend ausgeklammert und nun haben wir den Schlamassel.

    Hier im Dreiländereck Belgien, Deutschland, Niederlande ist der Euro durchaus eine gute Sache.
    Ich war gestern in Nordfrankreich, um den hohen Temperaturen zu entkommen, dort konnte ich problemlos das Busticket und die Einkäufe in Euro bezahlen. Keine lästigen Umtäusche; besser geht es nicht.
    Vielleicht hätte man erst mal in wenigen Länden, bspw. Deutschland, Frankreich und Benelux, beginnen sollen und nach 20 Jahren schauen, wie sich die gemeinsame Währung entwickelt, bevor man eine Eurozone von der jetzigen Größe schafft.
    Nachher ist man bekanntlich immer schlauer.
     
  16. UKWler

    UKWler Benutzer

    Die Griechen haben Amateure gewählt deren Finanzminister ist ein Wirtschaftswissenschaftler während unser Land von einer Physikerin geführt wird !
     
  17. Inselkobi

    Inselkobi Benutzer

    Was ebenfalls nichts über deren Führungsstärke aussagt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 05. Juli 2015
  18. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Unsere Politiker zeichnen sich dadurch aus, dass jeder alles zu können glaubt. Deswegen wechseln die Herrschaften ja ungeniert von Ministerium zu Ministerium, auch wenn sie von der jeweiligen Materie keinen grauen Schimmer haben (siehe Verteidigungsministerium, siehe EU-Kommisariat etc.).
     
  19. Zwerg#8

    Zwerg#8 Benutzer

    Dazu fällt mir spontan folgendes ein... Aus http://www.spiegel.de/politik/deuts...-sehenden-auges-gegen-die-wand-a-1042033.html:
    Und nun lesen wir dies:
    http://www.spiegel.de/kultur/gesell...liche-parteien-und-mittelstand-a-1038259.html
     
  20. Inselkobi

    Inselkobi Benutzer

    Abgesehen davon, dass auch der Präsident des Europäischen Parlaments, Schulz, gerade erst gewarnt hat und auch unsere wichtigste Oberwarnweste Gauck, dass die Griechen auch ja fein mit "JA" abzustimmen hätten. Schließlich wäre undenkbar, was ansonsten passieren könne oder würde, vom Bankrott ganz abgesehen.

    War es nicht Schäuble, der Griechenland schon 2011 gern aus dem Euro raus gehabt hätte?
     
  21. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Weil die Eingangsfrage sich ja darauf bezieht, wie das ganze griechische Drama im Radio rüberkommt: Mir fällt dazu nur der Sammelbegriff "oberflächlich" ein. Jeder plappert das Politikergeschwätz nach.
    Die wenigen Stimmen, die eine ausschließlich griechische Sicht einnehmen und sich seriös mit den griechischen Alternativen außerhalb der EU-Forderungen beschäftigen, gehen weitgehend unter.
     
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  22. WilliWinzich

    WilliWinzich Benutzer

    Kommt eventuell auf die Perspektive und das Koordinatensystem an: Viele sich "Sozialdemokratisch" nennende Parteien nehmen sozialdmokratische Ideen nicht mehr Ernst und lassen sich korrumpieren (trifft auf Pasok genauso zu wie auf die SPD). Sich "Links" nenende Parteien (dazu zählt halt Syriza) vertreten das, was früher sozialdemokratische Ziele waren.
    Mit "Korrumpieren" meine ich den größtenteils legalen, aber auch intransparenten Einfluss von Lobby-Organisationen - und dazu gehören auch die Finanzinstitutionen, die die Linie vorgeben...

    Weil das´nicht einfach ein Kredit nach fairen marktwirtschaftlichen Bedingungen ist, sondern quasi-monopolistische Institutionen die Politik von Staaten dominiert. Dass das in Spanien u.a. EU-Staaten genauso verquer gelaufen ist, sagt noch lange nicht, dass das das Normalste wäre.
    Hier ist ein grundsätzliches Umsteuern, politisches Umdenken notwendig.
     
    Zuletzt bearbeitet: 06. Juli 2015
  23. chapri

    chapri Benutzer

    Sich ärgern, dass das Thema im Rundfunk überrepräsentiert ist und es dann hier auch noch groß aufziehen - das ist Schizophrenie a la carte!
     
  24. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Das Thema ist sicher nicht überrepräsentiert im Rundfunk. es gehört schließlich dort hin, wenn Rundfunk ernst genommen werden will.
    Das kleine Problem besteht eher darin, dass das Thema einseitig im Rundfunk stattfindet, so dass das gebetsmühlenhafte Nachplappern der politisch oportunen Mainstream-Meinung einem als Hörer langsam auf den Keks geht. - Vor allem wenn man einen eigenen Verstand hat und in etlichen Fragen zu ganz anderen Antworten kommt als sie einem im Radio vorgesetzt werden.
     
  25. Hinztriller

    Hinztriller Benutzer

    Wenn ich Radioforen einschalte, lese ich nur noch: Internetradiofan, Internetradiofan, Internetradiofan, ...
    .... Den Rest darf jetzt jeder individuell vervollständigen....
     

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

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