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Do you speak English?

Dieses Thema im Forum "Auszeit" wurde erstellt von Zwerg#8, 09. Januar 2010.

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  1. Zwerg#8

    Zwerg#8 Benutzer

    Hallo!

    Zunächst die einfache Frage: Wie weit kommt man in Europa eigentlich mit Englisch?


    Hintergrund:
    Selbst mit meinem (leider - mangels "usage" - man braucht die Sprache zu selten) mittlerweile leider etwas "eingerosteten" Schulenglisch aus der DDR (das ist 25 Jahre her!) würde ich in England natürlich nicht "verhungern" oder irgendeine Straße nicht finden. (Zeitung-)Lesen und verstehen (natürlich keinen Slang) kann ich ja. Aber das Sprechen fällt natürlich schwer. Die Übung fehlt.

    Ich war gerade in Birmingham - zum ersten Mal betat der Zwerg königlichen Boden.

    Das Navi hat mich sehr nah zum Ziel geleitet. Wenn es dann aber nicht weitergeht, muß man halt fragen. This is not a real problem, if you can ask the people around in english (language)...

    Nach 15 Minuten - and some questions - hatte ich mein Ziel erreicht. Kein Problem. Mit einem Security-Guard (Pförtner) habe ich mich sogar noch fünf Minuten lang zwanglos über die aktuellen Scheeverhältnisse in den Alpen(!), Skifahren etc. unterhalten. Mein Englisch war zwar etwas "holprig", aber es ging. Nun erkläre man diesem Mann aber mal den bekannten deutschen Spruch "Sport ist Mord!", weil ich selbst garantiert keinen (Winter)Sport treibe. "Sport will kill you!", fiel mir ein. Aber dann war Schluß. Google liefert "Sport is murder". Evt. geht auch "Sports kills. Say no to sports"....



    Facts. ;)
    In der DDR gab es ab der 7. Klasse Englisch-Unterricht (oder wahlweise auch Französisch, falls die Schule einen Lehrer für Französisch hatte! Selten.) Mein Englisch ist also 25 Jahre alt. Nach der Schule (1983) brauchte ich auch jahrelang kein Englisch. Erst nach den Wende, als ich anfing als DJ zu arbeiten. bzw. mich mit Computern beschäftigete, wurde Englisch wieder relevant. Ich habe viel Englisch direkt nach der Wende bei Ray Cokes auf MTV gelernt oder aufgefrischt. Thanks, Ray!

    Ich habe 1,2 GB technische Texte in Englisch gelesen, nachdem ich mir 1996 "VisualBasic 6" gekauft hatte. Im Paket waren auch 2 CDs mit der gesamten MSDN enthalten. (Das ist echt viel "tec-talk"...)

    Wenn man diese Texte liest (man könnte natürlich auch Shakespeare lesen) erwischt man sich selbst dabei, daß man die Texte im Gehirn nicht mehr ins Deutsche übersetzt! Man ließt die Texte einfach in Englisch und "versteht" sie! Diese Erfahrung, daß man bei einer Fremdsprache einfach nicht mehr "nachdenken" muß, um sie lesen (und verstehen) zu können, fand ich toll!

    Nach dem Jahr 2000 brauchte ich Englisch leider nur noch selten. Und damit sind die Kenntisse mittlerweie "verrostet". Lesen ist okay. Schreiben mit kleinen Hilfen wie "He, She, It - s muß mit" mag auch noch gehen. Aber "richtig" Freisprechen ist nicht ganz einfach. Schade. Man sollte eine (Fremd)Sprache immer "frischhalten".



    Nachdenklich:
    In Frankreich oder Italien treffe ich sehr oft junge Leute. Die können absolut kein Wort Englisch. Keine Chance. Die surfen doch auch im Internet rum - wie wir? Ich will es nicht übertreiben: Mir würde es ja schon reichen, wenn man wenigstens "etwas" Englisch könnte. Natürlich rede ich von "Normalos", nicht von Studenten an der Uni Mailand...

    Wie ist das mit dem "normalen" Englisch-Unterricht in Belgien, Niederlanden, Lux, Frankreich, Italien,... Griechenland - in der EU?

    "Wie weit" kommt man heute mit Englisch in Europa?

    BTW: "Fish & Chips" muß man nicht unbedingt in UK (oder auf der Fähre von Dover nach Calais für umgerechnet 11,51 €) essen. Dieses Gericht kann man sich auch für unter 2€ selbst "zusammenbrutzeln". No go!

    vg Zwerg#8
     
  2. StageManager75

    StageManager75 Benutzer

    AW: Do you speak English?

    Meine persönliche Erfahrung aus dem Frz./Dt. Schüleraustausch: Ziel sollte ja sein, sich in der Muttersprache des Gegenübers zu üben - unterhalten haben sich die meisten in Englisch (als "Relais-Sprache").

    In manchen francophonen Staaten ist es manchmal weniger das "nicht können" sondern hat auch mal was mit "nicht wollen" zu tun. Gerade da ist der Einstieg mit Französisch (und sei's nur das Bonjour...) oft der Dammbrecher, um dann mit Englisch weiterzumachen.

    Aber um mit Englisch allein nicht durchzukommen kannst Du auch nach Canada gehen. Ein Geschäftskollege aus dem anglophonen Teil hat sich mal 10 Minuten bei einem ersten Kundengespräch im francophonen Teil mit seinem stark englisch-gefärbtem Schulfranzösisch abgemüht, bis dann sein Gegenüber gnädigerweise zu Erkennen gegeben hat, dass er lupenreines Englisch spricht. Seine lapidare Erklärung "Ich wollte nur sehen, ob Sie sich Mühe geben".

    Hat es nicht manchmal auch mit landessprachlichen Färbungen zu tun? Ich denke da gerade an das Englisch, das man in Indien hört - und denen kann man nun wirklich nicht vorwerfen, sie würden das nicht gerne und gut lernen - trotzdem hab ich Schwierigkeiten, mit denen zu sprechen. Und gerade die Lautbildung im Französischen ist so stark abweichend vom Englischen, dass das Zusammentreffen von lustlosem Schüler und schludrig artikulierendem Lehrer schon ausreichen kann, den Menschen gegenüber mit absolut alltags-untauglichem Englisch zurückzulassen.

    Ach ja:
    Schau mal nach Skandinavien: Deren Kulturraum ist sehr offen in Richtung Englisch. Scheinbar brechen sich die Skandinavier einfach keinen Zacken aus der Krone, wenn sie außer ihrer eigenen Sprache auch sehr gut Englisch können. Oder es sind kaufmännische Argumente, warum dort viele Filme einfach in Englisch (mit landessprachlichen Untertiteln) in den Kino's laufen.
    Deutschland würde ich da so in der Mitte ansiedeln. Deutsch wird noch recht häufig gesprochen, daher ist unser Kulturraum einerseits geschlossener, andererseits auch etwas "vollständiger" bestückt - fremdsprachige Filme mit Untertitel sind in unseren Kinos eher unüblich. Eine gewissen Neigung zum Englischen (besser Amerikanischen) Kulturraum ist spätestens nach WK 2 sowohl in Deutschland als auch der deutschsprachigen Schweiz (der Tea Room = Tagescafé in dem kein Alkohol ausgeschenkt werden darf) zu beobachten (sehr zum Leidwesen derer, die dem Deutschen als Sprache der Wissenschaft nachtrauern).
    Die romanischen Sprachen grenzen sich aktiver ab. In Frankreich gibt es immer wieder Wellen, englischsprachige Fachbegriffe aus dem Sprachgebrauch zu schieben - mehr oder weniger erfolgreich (der "Ordinateur" = Computer). Dazu die "Französisch-Quote" im Radio... Es wird also recht viel Wert darauf gelegt, die eigene Sprache als wichtiger und vielleicht wertvoller darzustellen als Fremdsprachen. Man kann sogar, ohne etwas anderes als Französisch zu sprechen, in die Welt verreisen (dank der Territoires und Départements d'outre mèr und der Länder, in denen Französisch immer noch offizielle Sprache ist) oder auch nach Canada (Quebec).

    Aber unter'm Strich glaube ich schon, dass sich eine Art amerikanisches Englisch als internationale Relaissprache durchaus durchgesetzt hat. Insofern sind die jungen Menschen, die Du getroffen hast, eher zu bemitleiden.
     
  3. chapri

    chapri Benutzer

    AW: Do you speak English?

    In den Niederlanden und Luxembourg ist Englisch auch noch verbreitet; bei Belgien beginne ich schon zu zweifeln. Vielleicht naehern sich die Belgier einstellungsmaessig schon den Franzosen mit ihrer sprachlichen "Arroganz" an. Auf meiner Lieblingsinsel Malta ist Englisch 2. Amtssprache (Malta ist Sprachreiseziel) - und (obwohl ich bei Italienern und Englisch meine Zweifel habe) mein ital. Sendezeitenvermieter spricht, naja: schreibt besser amerikanisches Englisch als mancher Ami!
     
  4. Zwerg#8

    Zwerg#8 Benutzer

    AW: Do you speak English?

    Oder in Deutsch. Gerade im Elsaß können viele ältere Menschen durchaus gut Deutsch. Ob sie das auch können wollen, ist eine andere Sache. Die jüngeren Generationen (Jugendliche) fahren laufend nach Freiburg zur Disco, aus denen bekommt man aber kaum ein Wort auf Deutsch raus. Keine Ahnung, ob sie nicht wollen oder nicht können. (Um an der Theke etwas zu bestellen, reichen ja "Hände & Füße".)

    Wir brauchen aber gar nicht so weit schauen: In BaWü oder RP gab/gibt es ja auch Diskussionen darüber, ob Französisch als erste Fremdsprache gelehrt wird oder nicht. Gute Nachbarschaft, geografische Nähe und offene Grenzen zu Frankreich hin oder her...


    Das hört man deutlich im Radio (auch in Italien). Mitunter versteht man die englischen Titel/Gruppennamen gar nicht, weil sie "zu verfärbt" ausgesprochen werden.




    Der Witz ist, daß man beispielsweise in Bozen eher jemanden (auch jüngere Leute) trifft der gebrochen Deutsch kann, als jemanden der Englisch spricht.

    Und genau das (ver)wundert mich. (Vielleicht treffe ich wirklich immer die falschen Leute...)



    Grüßle Zwerg#8
     
  5. torture

    torture Benutzer

    AW: Do you speak English?

    Bei uns im FRITZ oder Radio Eins- Sendegebiet muß ich immer wieder feststellen, daß es die Deutschen gar nicht für nötig halten, polnisch zu lernen, um mit ihren Nachbarn zu kommunizieren.
    Geht man aber über die Deutsch/Polnische Grenze stellt man mit viel Erstaunen fest, wie gut viele Jugendliche Deutsch sprechen können.

    In Polen können natürlich noch die ganz alten Leute geschichtsbedingt Deutsch sprechen, ich denke, daß hat viel ausgemacht bei der Erziehung der Söhne und Enkel, so daß diese jetzt ganz gut deutsch reden können.
    Im Gegensatz dazu spricht dort kaum einer Englisch, wozu auch, kann dort keiner gebrauchen (außer vielleicht ein paar Austauschstudenten).

    Als ich für meiner Firma in Portugal eine Zweigstelle aufgebaut habe, konnten dort zwar einige gebrochen Deutsch, aber sehr wenige konnten Englisch reden. Jetzt bin ich nicht genau im Bilde, ob dort Englisch ein Schulfach ist oder nicht ?


    Mein Fazit ist, daß man in europäischen Metropolen kein Problem hat, jemanden zu finden, der Englisch spricht, in den Provinzen sieht das dann ganz schlecht aus, es sei denn, man findet einen alten Englischlehrer im Ruhestand, der sich gerade auf seinem Weingut vergnügt ;)

    Das würde ich jetzt einmal pauschalisieren auf alle Länder.
     
  6. 2Stain

    2Stain Benutzer

    AW: Do you speak English?

    Hallo Zwerg#8,
    Kompliment zum 1.Absatz, that's it! In der "fremden" Sprache bereits denken.
    Was den 2. Absatz betrifft, hm, teils - teils.
    Ich war früher vor meiner Radiozeit sehr häufig im Ausland unterwegs, jetzt nach dem Radiogeschäft ist das auch wieder der Fall.
    Fakt ist, dass sich mit Englisch recht gut reisen lässt, mittlerweile scheinen sogar die Franzosen ihre ablehnende Haltung gegenüber Englisch und Deutsch aufgegeben zu haben - nicht allein nur in Paris, sondern auch Richtung Mittelmeer uns Atlantikküste.
    Bella Italia ist nach wie vor ein Problemfall und in Espana verstehe die spanglische Aussprache nicht immer.
    Fazit:
    ich belege seit 1/2 Jahr Abendkurse für Italienisch und Spanisch, seitdem tue ich mich mit unseren Geschäftskunden und Niederlassungen bei Verhandlungen leichter.

    2Stain
     
  7. Radiowaves

    Radiowaves Benutzer

    AW: Do you speak English?

    Ablehnende Haltung gegenüber einer Sprache kann ja durchaus politisch motiviert (gewesen) sein. Hier ein Beispiel, in dem der Künstler zwar auf Russisch hätte interviewt werden können, dies aber verweigerte (Baltikum, Hitler-Stalin-Pakt) und auf Englisch bestand... was er aber nicht konnte.

    (Holger Luckas, 23.12.1991 auf DT64)


    Das nicht-aktive-Praktizieren einer Fremdsprache mag ja noch gehen, wenn man unbewußt den ganzen Tag damit zugeballtert wird. Mit Englisch ist es ja so, manche Bedienungsanleitungen kann man nur auf Englisch verstehen, da die deutsche Übersetzung von Kollege Computer gründlich versemmelt wurde. Dann sind viele Songtexte englisch, das Internet ist großteils englisch, die Businesskasper-Floskeln auf Arbeit (von den "Meeting Minutes" über den "Teamroom" - ein virtuelles Etwas in Lotus Notes - bis zum "Showstopper", der hoffentlich nicht auftreten möge) usw.

    Was ist aber, wenn man mit einer Sprache, die man mal gründlich gelernt hat, überhaupt keine Berührungspunkte mehr hat? Ich meine Russisch, das hatte ich als "R-Klassen-Schüler" (Ossis wissen möglicherweise, was das ist) von der dritten bis zur 12. Klasse, also volle 10 Jahre. Wäre die Wende nicht dazwischengekommen, hätte das ganze in der "Sprachkundigenprüfung" geendet. Seit dem Abi kein Wort Russisch mehr gesprochen - und nix geht mehr. Ich kann es noch lesen, klar. Ich verstehe eventuell auch noch einige Sätze. Aber wenn ich versuche, selbst einen Satz in Russisch zu sagen, rutscht mir immer wieder Englisch dazwischen. Da ist einfach alles weg.

    Weiß jemand von euch, wie gründlich das weg ist? Ist das noch vorhanden, aber verschüttet - oder ist das wirklich raus aus den kleinen grauen Zellen?
     
  8. Mister BlueCap

    Mister BlueCap Gesperrter Benutzer

    AW: Do you speak English?

    Ich bin beruflich auf der ganzen Welt unterwegs, man kommt überall mit aber auch ohne english klar, auch in Russland. Dort befinde ich mich zur Zeit und
    habe auch Neujahr dort gefeiert, es liegt an jedem selber. Auch in Italien oder
    in Frankreich. In Norwegen sprechen die Leute mehr englisch wie hier in Deutschland, auch auf Zypern ist das alles kein Problem. Man hat zwei Hände,
    zwei Füße, sollte das nicht klappen kann man auch etwas aufs Papier bringen
    bis das der andere der kein Englisch kann kapiert.:D... Schöne Woche.:wow:
     
  9. StageManager75

    StageManager75 Benutzer

    AW: Do you speak English?

    Deswegen fällt es mir leichter, allein in Frankreich im Urlaub zu sein als permanent für jemanden zu übersetzen...
     
  10. K 6

    K 6 Benutzer

    AW: Do you speak English?

    Kommt zunächst einmal darauf an, was da überhaupt war. Das DDR-Schulrussisch ist ein finsteres Thema. Der Unfug fing da schon mit „Kotory tschas?“ an. Oder auch dabei, solche abwegigen Wörter wie „Tachta“ zu Grundlagen hochzusterilisieren.

    Wenn Russischlehrer zugeben mußten, selbst nur noch Woksal verstanden zu haben, als es sie mal nach Moskau verschlug, dann braucht man wohl nichts mehr dazu zu sagen.
     
  11. torture

    torture Benutzer

    AW: Do you speak English?

    Sprache wandelt sich doch auch, zwar über einen längeren Zeitraum hinweg, aber doch irgendwann hörbar. Und daß ein Nichmuttersprachler es schwerer hat
    als ein Eingeborener, sollte auch klar sein.
    Man muß gar nicht so weit aus Deutschland herausgehen, um sprachliche Unterschiede fixieren zu können,die gibt es hier auch regional...

    aber wir schweifen hier etwas vom Thema ab.

    Nur das Sprechen einer Sprache unter realen Umständen (nicht nur im Unterricht oder in der VHS ) hilft hier weiter, gilt übrigens für jede Sprache ;) .
     
  12. M-Radio

    M-Radio Benutzer

    AW: Do you speak English?


    Was verwundert dich? Obwohl Bozen die einzige italienische Bastion ist hat Südtirol sich eben gegen die Romanisierung gewehrt und ist durch die Autonomie offiziell zweisprachig, Deutsch überwiegt mit 2/3, trend steigend. Elsässisch hatte im zentralisierten Frankreich keine Chance, heute sollen noch 35% den Dialekt und 60% überhaupt Deutsch beherrschen.
     
  13. br-radio

    br-radio Benutzer

    AW: Do you speak English?

    In London there are nearly 90% English speaking people. Over 90% of them are native speakers. Where can you also speak English? I think in the Scandinavian countries like Denmark, Sweden oder Finland you can speak with the young people the English language. I think in every country in Western Europe, perhaps not in France, South Belgium or in Andorra you can speak English. Even in Spain or in Portuges you can talk to the people in English more or less. If they understand you, that would be another question....
     
  14. radiovictoria01

    radiovictoria01 Benutzer

    AW: Do you speak English?

    aua....aua.....! :D

    Aber zwerg, versuche mal in Wallonien (Süd-Ost-Belgien) mit Holländisch respektive Vlaams durchzukommen, und Du wirst Dein blaues Wunder erleben.... :rolleyes: Dort
    empfiehlt es sich schon aus reinem Selbsterhaltungstrieb stur auf Englisch zu schalten...

    Es ist auch nicht empfehlenswert, sich einige französische Sätze vorher zu erlernen, beispielsweise : Je nes parlez pas francais.... da plappern sie erst recht auf Dich ein, weil sie das dann nicht glauben. Mit Voulez-vous couchez avec moi kommst Du in gewissen Situationen erheblich weiter (:D), würde ich aber nur fein dosiert einsetzen...
    Aber Du hast ja nach der englischen Sprache gefragt, also Schwamm drüber. (:D).
     
  15. Flyingdoctor

    Flyingdoctor Benutzer

    AW: Do you speak English?

    Berufsbedingt komme ich ja auch in der ganzen Welt herum. Mit der englischen Sprache ist man eigentlich gut bedient.
    Ausnahmen gibt es immer wieder :
    Auf Ch. de Gaulle Airport fragte ich am Infopoint in englisch nach der Airport-Klinik, die junge Dame bestand darauf in französisch zu antworten.
    Bei einer Rückholung im Balticum übergab mir die dortige Ärztin den Patienten in deutscher Sprache.
    In einem schwedischen Krankenhaus in Mora sprach ein Teil des Pflegepersonals deutsch.
    In Ulan Bator/Mongolei, das center of nowhere, wird im Klinikum, in den Restaurants und im Hotel englisch gesprochen.
    In der Uniklinik Perugia/Italien war niemand aufzutreiben, der auch nur 1 Wort englisch, französisch sprach. Also musste ich mir mit latein-spanisch-Händen-und Füssen-italienisch aushelfen.
    Mit spanisch kommt man auch in Portugal und Südamerika gut zum Ziel.
    Bei einer Zwischenlandung mit dem Ambulanzjet auf einem algerischen Wüstenflughafen musst Du französisch sprechen, ansonsten gibt es kein Jetfuel, oder der Tankwagenfahrer ist nicht da, oder das fuel ist eminent teuer... la vie est dure dans le désert, M. le docteur...:) Pas mal, Pascal...:D
     
  16. Flyingdoctor

    Flyingdoctor Benutzer

    AW: Do you speak English?

    Ach, das hab ich noch vergessen :
    In Africa ist die allgemein verständliche Sprache der "Greenback", in allen Variationen.
     
  17. StefanZinke

    StefanZinke Benutzer

    AW: Do you speak English?

    Auch ich stelle immer wieder fest, dass es oft gar nicht nötig ist, im Ausland die Englischkenntnisse anzuwenden. Vor einigen Jahren war ich mit meiner Partnerin in der Saharastadt Douz, und ich konnte es nicht glauben, dass uns einer der Kellner in (gebrochenem) Deutsch ausfragte. Selbst in der Türkei brauchten wir uns nicht umzustellen: „Woher kommt ihr? Hambuisch? Hab' isch Freund auf Reeperbahn“, sagte uns dort ein Händler auf einem Basar. In Griechenland trafen wir eine polnische Studentin, einen Banker aus den Staaten und seine indische Partnerin, die sich mit uns in deutscher Sprache unterhielten. Ansonsten ist es meist kein Problem, sich zumindest in den Touristenzentren auf Englisch zu verständigen.

    Aber eines kann ich auch bestätigen: In Frankreich sprechen sie nicht gern andere Sprachen. Und wenn du dann eine Fahrkarte für die Metro haben möchtest ...
     
  18. fotoralf

    fotoralf Gesperrter Benutzer

    AW: Do you speak English?

    Dagegen fand man es vorletzte Woche im französischen Dunkerque bei einer Polizeikontrolle höchst suspekt, daß jemand, der mit deutschen Kennzeichen durch die Gegend fährt, ein halbwegs passables Französisch sprach.

    Da die Herrschaften überhaupt eine wandelnde Charme-Offensive waren, habe ich mir gleich eine mentale Aktennotiz gemacht: Vetreter der dortigen Obrigkeit dürfen mit mir künftig auf Deutsch verhandeln. Das wird bestimmt lustig.

    Die Franzosen haben ein Gesetz zum Schutz und zur Bereicherung der französischen Sprache. Das finde ich völlig in Ordnung.

    Schön ist auch, daß z.B. in Anzeigen diese albernen englischen Claims ("Yellow passion on the move" - Claim einer belgischen Transportbetonfirma mit gelben LKW) übersetzt werden müssen. Besser kann man sie in ihrer Dümmlichkeit nicht entlarven.

    Bei weitem nicht so schlimm als im umgekehrten Fall.

    Ralf
     
  19. StageManager75

    StageManager75 Benutzer

    AW: Do you speak English?

    ersteres ist kein Wunder, wenn man bedenkt, dass die skandinavischen Länder scheinbar gerade recht attraktiv für in Deutschland ausgebildetes medizinisches Personal wird. Und dass die Skandinavier wenig Berühungsängste mit anderen Sprachen haben gehört ja zu deren Image.
    Und zweiteres ist kein Wunder, da in Südafrika alles außer Brasilien sowieso so ne Art Spanisch als Landessprache haben. (und die Brasilianer und Portugiesen lachen sich schief über die jeweils andere Interpretation des Portugiesisch)
     
  20. Tweety

    Tweety Benutzer

    AW: Do you speak English?

    Meist kommt man ja mit Englich ganz gut durch. Ok, in Ostfriesland und Bayern ist es zuweilen schwierig, aber oftmals kommt man dort auch mit Deutsch weiter.
     
  21. Jupiter

    Jupiter Benutzer

    AW: Do you speak English?

    Englich sprechen wir ja auch nicht :wow:, kein Wunder das es da Probleme gibt. Allerdings wundern wir uns, warum so viele Englisch mit deutschem Akzent mit uns sprechen. Aber gut, in der globalisierten Welt muß das wohl so sein. :D
     
  22. br-radio

    br-radio Benutzer

    AW: Do you speak English?

    Besonders schlimm wird es, wenn Franken plötzlich Englisch reden müssen.
    vgl. hier 1
    vgl. oder hier 2.
     
  23. Zwerg#8

    Zwerg#8 Benutzer

  24. Hinhörer

    Hinhörer Benutzer

    AW: Do you speak English?

    Man mag zu Oettinger stehen, wie man will, aber seine Englisch-Schwächen sozusagen Wort für Wort genüßlich vorzuführen, erscheint mir allzu wohlfeil.

    Ich möchte allen hier Versammelten mal folgendes zu denken geben:

    (Ich hatte auf die Quelle, in der es vorrangig um Westerwelles Pressekonferenz ging, bereits in der hiesigen Westerwelle-Diskussion verwiesen.)
     
  25. dea

    dea Benutzer

    AW: Do you speak English?

    Immerhin schien es einem Kollegen von hr INFO auch Wert, Herrn Oettingers Ergüsse zu einem Beitrag zu verarbeiten - lief irgendwann dieser Tage (und ich hatte Bauchschmerzen vor Lachen).

    Dass die Briten nun besser Deutsch können als Deutsche Englisch, mag zum einen daran liegen, dass sie es sich eher leisten können, sich auf ihrer Weltsprache auszuruhen, weil sie einfacher verstanden werden, wo immer sie hinkommen. Hinzu mag kommen, dass der Deutsche bei genug Briten noch immer der Faschist ist. Mal sagt der Brite dies deutlich, mal denkt er es nur. Sicher wird auch diese Generation dort langsam schwächer und die Nachwachsenden werden offener, dennoch hat der Brite deutlich weniger Anreiz oder gar Zwang, sich mit Deutsch zu befassen, als die ganze Welt mit Englisch.

    Dass sich Journalisten nun einen Spaß daraus machen, Herrn Oettinger mit seiner grottenschlechten Artikulation und Phonation der englischen Sprache aufzuziehen, mag daran liegen, dass man von einem Politiker, der auf internationalen Podien herumspringt, einfach die Kompetenz erwartet, wesentliches, fachspezifisches Englisch einigermaßen verwenden zu können.

    Selbst Menschen, die kein Wort Englisch verstehen, haben zumindest den Sound im Ohr, weil uns Englisch ständig umgibt und finden Oettingers Geschwafel als beschämend. Dies insbesondere deshalb, weil es in dem konkreten Fall auch nicht um freies Sprechen im Rahmen eines Interviews ging, wo man noch Verständnis hätte, wenn die Vokabeln nicht flüssig kommen. Nein, er konnte ja noch nicht einmal einen Text ablesen, dessen Inhalt er im Vorfeld gekannt haben dürfte.

    Ich finde es keineswegs wohlfeil, wenn man darüber lacht, selbst wenn das eigene Englisch richtig mies ist, und das kann ich von mir durchaus behaupten. Wenn in Berlin ohne Rücksicht auf solche Belange und fehlende Kompetenzen Ämter vergeben werden, dann ist das allerdings eigentlich zum Heulen.
     

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