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dpa-audio/Rufa-Qualität

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von machmallaut, 26. Juni 2003.

?

Würde euer Sender ohne dpa-audio auskommen ?

  1. Ja

    22 Stimme(n)
    66,7%
  2. Nein

    11 Stimme(n)
    33,3%
Status des Themas:
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  1. machmallaut

    machmallaut Gesperrter Benutzer

    Es ist langsam nicht mehr auszuhalten was sich dpa-audio leistet. Nicht nur dass man die Jungs in Berlin ständig auf Themen aufmerksam machen muss und in den Beiträgen eh meist nur TV-Tönesind - auch bei manchen Beiträgen muss man sich Fragen wie lange der jeweile Autor schon Praktikant ist. ( Beispiel : heutiger News-Beitrag über den Telgte-Proz. )
    Bei großen Ereignissen "kackt" dpa-audio regelmäßig ab. Es ist wirklich unglaublich. Gott sei Dank können wir uns noch ein paar freie Korrespondenten leisten, von denen es aber leider auch nur noch sehr wenige gibt . Deswegen die heutige Umfrage: Würdet Euer Sender ohne dpa-audio auskommen ?
     
  2. machmallaut

    machmallaut Gesperrter Benutzer

    Wann folgen radiosender?

    ProSieben und Sat1 wollen dpa kündigen

    29. Jun 11:14


    Der Druck auf die Deutsche Presseagentur wächst. Einem Bericht des «Focus» zufolge erwägen ProSieben und Sat1 einen Verzicht auf die dpa-Dienste. Die «Bild» will die dpa einen Tag boykottieren.

    Der Preisdruck auf die Deutsche Presseagentur (dpa) nimmt weiter zu. Nachdem in der vergangenen Woche ein Dutzend deutscher Tageszeitungen einen Tag lang auf den dpa-Dienst verzichtet hatte, will einem Bericht des Nachrichtenmagazins «Focus» zufolge auch die «Bild»-Zeitung voraussichtlich noch im Sommer 24 Stunden lang auf Meldungen, Bilder und Grafiken der dpa verzichten.
    Der Chefredakteur von Europas auflagenstärkster Tageszeitung, Kai Diekmann, begründete in «Focus» diesen Schritt damit, dass die dpa bei gleich bleibend hohen Kosten die Leistungen zu Lasten der Kunden immer weiter verringert habe.


    dpa kündigt geringere Kosten an




    Wie «Focus» weiter meldete, wollen die Fernsehsender ProSieben und Sat1 zum Jahresende die dpa-Dienste kündigen. Damit drohe der Nachrichtenagentur ein Einnahmeausfall in Höhe von 2,5 Millionen Euro. Das Magazin zitierte den Vorsitzenden der dpa-Geschäftsführung, Walter Richtberg, mit den Worten: «Der Druck ist extrem hoch, gar keine Frage.»

    Richtberg kündigte im Gespräch mit «Focus» an, zu Beginn des kommenden Jahres die Kosten deutlich zu senken. Der Aufsichtsrat der dpa hat nach Informationen von «Focus» beschlossen, eine externe Unternehmensberatung mit der Prüfung von Einsparpotenzialen zu beauftragen. (nz)
     
  3. berlinreporter

    berlinreporter Benutzer

    Dass Pro Sieben und SAT1 die dpa-Dienste kündigen sollte man in diesem Zusammenhang nicht überbewerten. Schließlich hat die ProSiebenSat1 Media AG eine 100prozentige Tochter namens Sevenone Intermedia - und diese wiederum hält 100% der Anteile an ddp, der unmittelbaren Konkurrenz von dpa. Zudem hat ddp im vergangenen Jahr einmal mehr rote Zahlen geschrieben - und das soll sich verständlicher Weise ändern.

    Möchte zu gerne wissen, was da hinter den Kulissen bei den ganzen Verflechtungen außerdem noch an Druck auf "befreundete" Medien ausgeübt wird, der dpa Feuer zu machen.

    Dies muss man sicherlich bei der ganzen Diskussion im Hinterkopf behalten, wenn es auch nur ein Teilaspekt der Situation rund um die dpa ist.

    An dpa-Audio werden sicherlich die angekündigten "Umstrukturierungen" innerhalb der Agentur auch nicht spurlos vorüber gehen - und die Kollegen dort schwammen schon bislang nicht in Geld und Personal. Außerdem wildert die BLR kräftig auf Rufa-Gebiet und hat dabei Burda im Rücken. Einen Konzern also, der wiederum an so manchem dpa-Kunden beteiligt ist - auch im Radio.

    Und was die bisherige Qualität der dpa-Audio-Zulieferungen angeht: Der Service schien mir schon immer ein Nebenprodukt der normalen Agenturtätigkeit zu sein. Wenn ich mir die Ausstattung der Kollegen anschaue, mit der sie auf Pressekonferenzen unterwegs sind, dann muss man sie einfach bedauern. Die brandaktuelle Zulieferung eines O-Tons innerhalb von Minuten, noch während die Veranstaltung läuft, ist da nicht möglich. Also ist das Mitschneiden vom Fernseher die schnellere Methode - und auch die billigere. Manchmal habe ich den Eindruck, der dpa-Poppschutz wird nur da hingestellt, um den Fernsehton ohne Quellennennung anbieten zu können.

    dpa-Audio ist einfach nur ein Nebenprodukt der Printagentur - auch wenn es einige wenige Radioleute dort gibt. Und der Markt für Wortanteile im deutschen Privatfunk ist ja bekannter Maßen auch nicht wirklich groß....
     
  4. robbyugo

    robbyugo Gesperrter Benutzer

    RP-Rheinische Post ohne dpa???

    Ich habe vor längerem gelesen, das sich die RP-Rheinische Post von der dpa zum Ende des Jahres 2003 verabschiedet, falls dies noch aktuell ist.
     
  5. berlinreporter

    berlinreporter Benutzer

    Die Rheinische Post hat dpa in der Tat gekündigt, wie auch die Rheinzeitung. Die Chemnitzer Freie Presse arbeitet bereits seit letztem Jahr ohne dpa.
     
  6. Ansagerin

    Ansagerin Benutzer

    Hallo Ihr alle!

    Unser Sender hat dpa und dpa-Rufa ebenfalls zum 31.12.2003 gekündigt. Statt dessen haben wir zum 01.12.2003 einen neuen Nachrichtenservice abonniert. Das Ding heißt "Nothin' but News". 2 Firmen bieten das zusammen an: EBH Radio Software (Bremen) und die Netzeitung (Berlin).

    Das Verfahren ist einfach genial bzw. genial einfach. Die EBH liefert eine kleine News-Software, die per Internet regelmäßig in Berlin prüft, ob es dort neue Nachrichten gibt. Wenn ja - holt die Software den Text UND das Audio automatisch ab und stellt es zur weiteren Bearbeitung zur Verfügung. Die Netzeitung ist die Redaktion und erstellt stündlich zwischen 6 und 10 verschiedene News-Themen - sprechfertig.

    Der Clou ist aber, dass die bei uns installierte Software die Formulierung eigener Lokalmeldungen zulässt. Das kleine Redaktions-Tool ermöglichst sogar, kurze Aufsager oder O-Töne zur eigenen Lokalmeldung hinzu zu fügen. Dann kommt der berühmte Mausclick und der Nachrichtensprecher liest die Sendung im Studio direkt vom Bildschirm - mit voller Audio-Unterstützung.

    Das System ist derzeit in der Erprobung. Wir sind einer von 4 Sendern, die nach Fehlern suchen. Bislang nicht ein einziger Absturz - unsere Techniker sind zufrieden und die Redakteure können sich, wenn es im Dezember eingeführt ist, viel besser um die lokalen Themen kümmern.

    Zum Preis: ungefähr 30% von den bisherigen dpa Kosten und deutlich weniger als wir für die BLR zahlen müssten. Wenn das am 01.12.2003 richtig losgeht, müssen sich die dpa und die BLR warm anziehen.

    Eure Ansagerin
     
  7. machmallaut

    machmallaut Gesperrter Benutzer

    Sorry aber die Qualität der Netzeitung Nachrichten ist ja nun wirklich noch schlimmer als die der BLR. Nur ein Beispiel von gestern: "CDU-Fraktionschef Edmund Stoiber"
     

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