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Eine Million Elektroautos

Dieses Thema im Forum "Auszeit" wurde erstellt von Mannis Fan, 03. Mai 2010.

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  1. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Hier im Forum bewegen sich doch eine Menge Technikfreaks. An sie alle die Frage: Ist das heute so bombastisch ausgegebene Ziel der Bundesregierung realistisch, bis 2020 eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen?
     
  2. Reh

    Reh Benutzer

    AW: Eine Million Elektroautos

    Ich habe mich nicht mit der Meldung auseinander gesetzt, bin aber skeptisch, wenn das wieder auf Freiwilligkeit der Hersteller setzen sollte. Dabei kommt meist nicht viel raus, siehe CO2-Ausstoß. Wenn kein Zwang hinter steckt, tut sich oft zu wenig.
     
  3. 2Stain

    2Stain Benutzer

    AW: Eine Million Elektroautos

    Ich sehe das Problem zunächst in dem Wort "Elektroauto".
    Leider gibt es dafür keine allgemein gültige Definition. Ein "Elektroauto" braucht ein Speichermedium, eine Batterie - da beginnt dann das nächste Problem.

    Was nehmen wir als Batterie:
    - allgemein übliche Blei-Säure oder Blei-Gel-Batterien? Die sind zu schwer und benötigen zu viel Platz.
    - oder wie ist es mit Lithium-Ionen-Batterien? Gerade in der Erprobungsphase, noch völlig unausgegoren.

    Ich kann zu diesem Thema etwas beitragen, da ich seit einigen Jahren, nach meiner Radiozeit, in dieser Branche tätig bin.
    Und es bleibt noch die Frage: wie wird das dann recycelt?

    Übrigens beginnt BMW momentan bereits mit ersten Schritten in Richtung "neue" Batterie. BMW möchte von Zulieferern, von Batterieproduzenten unabhängig werden und die Batterien in Einzelkomponenten geliefert bekommen und dann selbst zusammenbauen.
    Eine weltweite Norm oder gar Einigung ist momentan nicht in Sicht, da ließen sich aber enorme Kosten sparen.

    Ob eine Million Elektroautos oder 10 Millionen, oder 100.000 - völlig egal, es wird zu einem Preis- und Produktionskampf der weltweiten Autoindustrie kommen - die Messer werden gerade gewetzt.

    2Stain
     
  4. Commander_Keen

    Commander_Keen Benutzer

    AW: Eine Million Elektroautos

    Meine Prognose: Nein!

    1. Die Automobilindustrie ist momentan noch nicht sehr motiviert (es gibt natürlich Prestigeobjekte die durch die Gegend tuckern, aber die sind immer noch eher nur Spielkram)
    2. Die Ölmafia :D

    Bis die beiden sich unter einen Hut geklüngelt haben werden bestimmt noch 10 Jahre vergehen.
     
  5. HeavyRotation25

    HeavyRotation25 Benutzer

    AW: Eine Million Elektroautos

    Was würde ich darum geben, mal einen Tesla oder einen Ruf Elektro-911er (beides Sportwagen mit E-Antrieb) fahren zu dürfen! Die Kisten haben eine wahnsinns Beschleunigung, da die Leistung unmittelbar an den Antriebsrädern anliegt und nicht über Kurbeltrieb und Getriebe verloren geht. Leider kostet der Tesla über 100.000€ und der 911er noch weit mehr. Auch die Gewinnung von Silizium, ein wichtiger Bestandteil in den Akkus, gestaltet sich schwierig: das weltgrößte Vorkommen befindet sich in Südamerika in schlecht zugänglichem Gebiet. Aber der Run darauf beginnt jetzt. Das ist ein Milliarden-Markt.

    Ich war kürzlich in Berlin in einem Neubau, dort sind schon passende Elektroanschlüsse in der Garage für ein E-Auto (Mini oder Smart z.B.) installiert und können sofort genutzt werden, wenn ein passender Wagen gekauft wird.

    Ich glaube daran, dass in den kommenden 10 Jahren die Zahl der E-KFZ drastisch ansteigt, ob die Millionen-Marke bis 2020 geknackt wird, zeigt sich dann. Weit vorher werden wir (bald) vermutlich schon Benzinpreise erleben müssen, die über die schmerzhafte 2€/Liter-Schwelle gehen. Auch das wird die Menschen zum Umdenken bewegen, zusätzlich auch solche Ölkatastrophen wie aktuell in den USA.

    "Der neue Golf 10, jetzt auch mit E-Drive und 600km mit einer Akkuladung!" So könnte 2020 ein VW-Werbespruch lauten. Ich finde es spannend!
     
  6. Tweety

    Tweety Benutzer

    AW: Eine Million Elektroautos

    Zumindest ist es sinnvoll. Öl ist irgenwann in naher Zukunft verbraucht und ausserdem ist es jetzt schon relativ teuer. Der neue Prius 3 soll mti einem Verbrauch von unter 3 Litern auskommen. Sowas lässt sich nur mit Elektro oder Hybrid erreichen. Das einzige Probleme sind die hohen Preise der Autos. Da muss sich nochwas tun, damit Elektroautos zum Massenprodukt werden. Wichtig wäre auch, dass der Strom dafür umweltfreundlich erzeugt wird. Das könne man aber hinbekommen. Die Frage ist aber nur wie die Regierung die dann fehlenden Mineralölsteuer-Miiliarden ausgleichen will? Kommt dann die Stromsteuer?

    Also ich würd mir sofort ein Elektroauto kaufen, wenn es bezahlbar wäre. Allerdings 30tsd Euro für einen Hybrid und knapp 40 für ein reines Elektro-Auto sind dann doch ein bisschen viel für die Haushaltskasse.
     
  7. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    AW: Eine Million Elektroautos

    Wenn noch ein paar weitere Ölplattformen explodieren, versinken oder sonstwie den unter Katastrophenvorzeichen Geist aufgeben, könnte das ja unfreiwillig die Marktreife von Elektrofahrzeugen beschleunigen.
     
  8. djtechno

    djtechno Benutzer

    AW: Eine Million Elektroautos

    Ich denke,ja,dann komtm die Stromsteuer UND die PKW-Maut. Jedes E-Auto bekommt einen zusätzlichen computerchip,der per RFID mitloggt,wenn man auf eine Autobahn auf oder abfährt. In Regelmäßigen Abständen baut es per Internet eine Verbindung auf,und sendet die Daten. Schlägt diese längere Zeit fehlt,legt der Chip das Auto still,bis die Verbindung wieder klappt (Schutz vor Steuerbetrug/Manipulation) So bekäme die Regeirung die Datenmenge ind en Griff,die mit der Mautbrückenmethode nicht bewältigbar wäre,da das Auto selber die Steuern errechnet,und nur die Endkosten quasi übermittelt. Die RFID sender sind an Autobahnauffahrten viel Kostengünstiger montierbar als Mautbrücken und brauchen keine Vernetzung,nur Strom,z.b. per Solarzelle

    Als Musik in der VW Werbung läuft dann freilich "I've got the Power"
    Und wenn dann welche mit Solarzellen kommen "Energy of Light"
     
  9. 2Stain

    2Stain Benutzer

    AW: Eine Million Elektroautos

    Auch diese Gedanken sind eine Überlegung wert, da die weltweite tägliche Praxis betroffen sein wird:

    Womit "tanke" ich ein Elektroauto? Gibt es auf der Autobahn eine Tankstelle oder haben wir einen "Reservekanister" dabei?
    Wie lange dauert der "Tankvorgang"? Fünf Minuten?
    Woher stammt die Energie zum "Tanken"? Vom KKW um die Ecke oder vom AKW aus Frankreich?

    Das alles könnte man ganz herrlich zu einem Sketch weiter drehen, Pärchen am Samstag in der Früh auf der Heimfahrt von der Disse, minus 5 Grad, die Scheiben beschlagen, Schmusepause im Auto auf einem abgelegenen Parkplatz irgendwo in der Pampa, Auto springt nicht an, er zu ihr: "Hol' mal bitte da vorne in xy-hausen Sprit, das Auto springt nicht an."

    2Stain
     
  10. Tweety

    Tweety Benutzer

    AW: Eine Million Elektroautos

    Ich denke mal, dass es mit Strom "betankt" wird.:D;)

    Natürlich wird es auch an der Autobahn oder an der Tankstelle Lademöglichkeiten geben. Eine Reservekanister gibt es natürlich nicht. Du kannst ja nicht mal eben die komplette Batterie austauschen. Die ist a) zu schwer und b) ist der Aufwand viel zu hoch. Wir reden ja hier nicht normalen von Autobatterien.

    Fünf MInuten wird es sicherlich nicht dauern, das wäre unrealitisch. Im Moment sind ca. 3 Stunden stand der Technik. Es wird sicherlich darauf hinauslaufen, dass man an jeder normalen Steckdose aufladen kann. Alles andere wäre doch gar nicht durchführbar.

    Zum letzten Punkt: Natürlich wäre es gut, wenn der Strom umweltfreundlich erzeugt würde. Das wiederum ist aber schwer durchzusetzen, wenn an jeder Steckdose getankt werden kann. Inwieweit sich dann der Strombedarf erhöhen würde, keine Ahnung. Müsste man mal einen Experten befragen. Ich glaube aber, dass sich der zusätzliche Bedarf durch Solar und Windkraft decken liesse. Zumindest die nächsten Jahre. Wenn irgendwann mal jeder ein Elektroauto hat, müsste man überlegen. Allerdings entwickelt sich auch die regenerative Energiebranche weiter. Von daher sind das alles bisher noch ungelegte Eier.
     
  11. djtechno

    djtechno Benutzer

    AW: Eine Million Elektroautos

    Mit welchem ladestrom wird da eigentlich geladen? Man braucht ja für 600km Reichweite doch riesige Energiemengen. Reicht da der 1*16A Schuko-stecker noch,oder geht man da in Zukunft auf CEE16 (3*16A), CEE32 (3*32A), CEE63(3*63A), oder gar auf einen neuen Steckertyp? Oder wirds sowohle inen CEE63 (Schnelladen),als auch Schuko (langsamladen) geben,damit man je nach verfügbarer Steckdose flexibel ist?
     
  12. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    AW: Eine Million Elektroautos

    @djtechno

    Du stellst aber auch Fragen. Woher soll Frau Merkel das wissen? Sie möchte nur als die Kanzlerin der Elektroautos in die Geschichte eingehen, wie es funktioniert ist ihr doch wurscht!
     
  13. StageManager75

    StageManager75 Benutzer

    AW: Eine Million Elektroautos

    Das ist nur ein Detail was mir als live-miterleber der ersten Kleinserien von Elektromobilen die Hutschnur hochgehen lässt. (Ich hab lange genug direkt mit einem der ersten E-Mobile zu Tun gehabt...)
    WER BRAUCHT NEUE STECKVERBINDER??? Da läuft Strom drüber - 230 V 50 Hz oder 400 V 50 Hz - Europaweit genormt CEE - blau für einphasig, rot für dreiphasig. In Größen gestaffelt 16 A, 32 A, 64 A... Als KFZ-Ausstattung zugelassen (siehe Wohnwagen, Rettungswagen, Krane, Baustromverteiler...) und durch den großen Markt auch hübsch billig. Aber nein - neuer Stecker, niedrige Stückzahlen und einerseits Grund, Fördermittel abzugreifen und andererseits neue inkompatible Systeme mit geringer Marktdurchdringung und damit verbundenen hohen Preisen. Momentanes Novum (wie man es auf allen Fotos sieht): Die übliche Kontaktanordnung, jedoch ein abgewinkelter Pistolengriff, um das Teil besser ein- und ausstecken zu können. Pfiffig aber kein Grund, herumzuposaunen, man müsste sich jetzt aufwändig auf neue, einheitliche Steckersysteme verständigen.

    Der ganze hype täuscht darüber hinweg, dass es noch technisch-physikalisch-chemische Probleme gibt, die einfach noch nicht gelöst sind. Speicherung von elektrischer Energie im Blei-System? Im Li-Ion? im NiMHIon? Wasserstoff und Brennstoffzelle? ABB hat vor 10 Jahren die Batterie-Entwicklung eingestellt, weil denen mit einer "hochinnovativen Technik" mal ne halbe Halle um die Ohren geflogen ist. Und auf die ersten Skandale mit abbrennenden LiIon-Akkus im Auto bin ich schon gespannt (siehe mega-Rückrufaktionen bei Notebook-Akkus).
    Und was man jetzt vollmundig als "endlich gelöst" herausposaunt sind Details, die entweder schon lange state of the art sind oder deren erfinderische Höhe nicht mal für ein eigenes Patent taugt!

    Der Strom kommt dann aus der Steckdose...

    Könnte man sich mal davon verabschieden, dass es in Zukunft genau EINE Lösung für alle Individualtransportaufgaben gibt? Würden wir uns mal dazu bekennen, dass 90 % der Autos eine Tages-KM-Leistung von unter 40 km haben und dadurch Elektroautos, wie man sie bereits vor über 10 Jahren bauen konnte für diese Anwendung die idealen Zweitwägen gewesen wären, wären wir viel weiter. Aber nein, wir wollen geräuschlos, emmissionsfrei bis in den Urlaub nach Spanien fahren, dabei Klimaanlage, Car-Entertainent und Sitzmassage haben.
     
  14. StageManager75

    StageManager75 Benutzer

    AW: Eine Million Elektroautos

    Ich hatte 10 Jahre direkten Zugriff auf ein Elektrofahrzeug, das sich an jeder Schuko-Steckdose über Nacht aufladen ließ. Und schon dabei wurde das verwendete Blei-Gel-Batteriesystem so warm, dass besonders im Sommer (bei Ladung tagsüber) manchmal nicht an der elektrischen, sondern an der thermischen Kennlinie entlang geladen wurde (Strom rein bis Temperatur ist = Temperatur max). Versuche mit dreiphasiger Ladung (3 x 16A max Primärstrom) wurden damals gemacht - die Batterien haben das aber damals noch mit erheblicher Lebensdauereinbuße quittiert. Über 10 Jahre später dürfte die Industrie-Elektronik weiter sein, die Batterien vielleicht auch (was ich bezweifle...), so sollte man mit 3 x 16 A durchaus was ausrichten können. Und das findest Du an jedem aktuellen Hausanschlusskasten - zumindest innen drin.
    Was ich nicht weiß, vielleicht basteln die an einer DC-Lösung, bei der das Ladegerät "in der Wand" verschwindet und damit nicht mehr mittransportiert werden müsste. Dann muss aber jeder Batteriesatz bei Ladebeginn seine Wunsch-Ladekennlinie erst mal zum Ladegerät schicken und wehe, ich stehe irgendwo, wo es kein solches stationäres Ladegerät gibt. Mit der "Ladegerät dabei"-Lösung ziehe ich ne Schuko-Verlängerung aus dem Kofferraum und suche mir ein "Schweinchen in der Wand" und nehm einen Schluck aus der (Öko-)Strompulle.
     
  15. StageManager75

    StageManager75 Benutzer

    AW: Eine Million Elektroautos

    Als Südbadener sagt Dir vielleich "Hotzenblizt-Mobile" etwas?
     

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