1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Eine Radio-"Geschichte"

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von hombre67, 09. März 2006.

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. hombre67

    hombre67 Benutzer

    Es war anno 1980, als MTV in den Vereinigten Staaten startete. Mit welchem Song, wissen auch noch viele - Video Killed The Radio Star von den Buggles, sozusagen als Kampfansage...
    Am Anfang konnte man meinen, die Rechnung geht auf seitens des Video-Kanals, wobei mich persönlich die wirren Zwischen-Trailer immer störten, aber das war ja mein Problem.
    Inzwischen wissen wir, daß weder MTV, noch die nachfolgenden Kanäle es geschafft haben, das Radio zu „killen". - Nein, das gelingt dem Medium Hörfunk ganz von selbst.


    Waren es in den 90ern vor allem die privaten Hörfunksender, welche nach sogenannten und frei erfundenen Researches dem Hörer Geist und Verstand absprachen, um der Allgemeinheit nur noch Einheitsbrei mit Selbstbeweihräucherung vorzusetzen, folgten Anfang des neuen Jahrzehnts sogar die meisten öffentlich-rechtlichen Programme. Federführend und an absoluter Spitze des schlechten Geschmacks liegend SWR3 mit dem angeblich erfolgreichsten Programm in deutschen Landen.

    Jeder, der schon einmal für mindestens fünf Tage einer Hörfunkstation beigewohnt hat und das zufällig auch noch nach Erscheinung der aktuellen MA (Medienanalyse), der weiß 1. wie diese Zahlen zustande kommen (durch willkürliche und dämlich ausgeführte Umfragen per Telefon !!!!) und 2. wie diese Zahlen seitens der Programmführungen interpretiert werden - vorallem der Öffentlichkeit gegenüber. Trotz aller Glückseeligkeit, es erneut geschafft zum haben, die Allerbesten zu sein, rollen danach in schöner Regelmäßigkeit Köpfe, werden Programme über Nacht komplett verändert, bzw. Paradoxen zum bisherigen Brei erstellt (Freunde, es war nicht nur einmal der Fall, daß man vom Jugendprogramm auf Volksmusik umstieg oder umgekehrt).

    Nun gut, dieses Kapitel wäre Bücher füllend, deshalb lasse ich es gut sein und erwähne nur noch in Stichworten Glanzleistungen wie überteuerte Station-Voices, Musiklaufpläne, welche diesen Begriff nicht einmal verdient hätten, Rotationen von sage und schreibe 150 bis 200 Songs, davon in der Hot-Rotation allenfalls 30 Titel, so daß man den aktuellen Hit aus den Top 20 auch garantiert nach spätestens 90 Minuten wiederhört, selbstherrliche, immer gleichklingende (und damit austauschbare) Moderatoren und Programmleitungen, bzw. Geschäftsführungen, denen Snobismus und elitäres Machtgehabe wichtiger ist als ein gutes Programm.

    Fazit: Die öffentlich-rechtlichen Sender (bis auf wenige Ausnahmen wie z.B. SWR 1 oder WDR 2) bestechen durch gnadenlosen Opportunsismus und die privaten Anbieter haben nicht nur eine tolle Chance vorbeifliegen lassen seit 1985. Stattdessen sind die letzteren froh, eine Radiokombi zu haben, um überhaupt noch ein paar rote Zahlen zu haben. Den Erstgenannten ist das völlig gleichgültig, da rollt der Rubel dank der totalitären Zwangsgebühr.

    Zurück zum Thema Chancen und Möglichkeiten:
    Daß das Internet auch im Bereich der hörbaren Medien Einzug gehalten hat ist nichts Neues, aber was daraus gemacht wird, ist erschreckend beachtenswert.
    Die eben genannten „Großen", bzw. „Etablierten" beschränken sich dabei auf meist schlecht gestaltete Homepages und daß sie ihr Programm mit meist sehr dünnen Livestreams (32 kbs/8 khz sind keine Seltenheit) durchs Netz jagen. Die Bezeichnung „stiefmütterliche Behandlung" wäre eine starke Übertreibung.

    Kommen wir aber zu den vielen kleinen, meist privaten Webradios. Meist als Hobby betrieben, versuchen da einzelne Personen aber auch Gruppen, eigenes Radio zu gestalten. Mit einem PC und viel Elan geht es dann meist sehr schnell an den Start. Nun ist man aber ebenso schnell unzufrieden, wenn man notgedrungen seinen eigenen PC zum Server umfunktioniert, um dann über einen virtuellen Server (z.B. dyndns.org in Verbindung mit Shoutcast) nach sehr viel technischem Aufwand gerade mal maximal fünf Hörer zu erreichen - mit Telefon-Sound-Qualität versteht sich, denn mehr geht einfach nicht bei einem Upstream von 128 kbs bei gewöhnlichem DSL.
    Also entscheidet man sich für einen Streamanbieter. Dort schickt man einen Upstream hin, möglicherweise im kbit-sparenden mp3PRO-Format und die Hörer bedienen sich bei diesem fremden und externen Server.
    Der Haken ist, daß das richtig Geld kosten kann und nicht nur das - die GEMA, sowie die GVL halten auch noch die Hände auf - und das nicht zu knapp.

    Somit muß finanzielle Unterstützung her, entweder über Werbung oder aber über Spenden. Ganz schlaue Betreiber lassen ihre DJs bezahlen, wenn diese dort „arbeiten" wollen - das ist zwar Ball verkehrt, aber nicht mehr unüblich. Meine Meinung entnehmt Ihr bitte zwischen den Zeilen.

    Bevor ich nochmals auf irgendwelche Einnahmequellen komme, möchte ich gerne einige Beispiele über den Betrieb solcher Webradios loswerden:
    Bis auf ganz wenige Ausnahmen (ich nenne jetzt nicht meine Station, stattdessen erwähne ich RMNradio) geschieht das zumeist unter aller Kanone. Selbstverständlich berücksichtige ich bei der nun folgenden Analyse fehlende Ausbildung und mir ist bewußt, daß die allerwenigsten derer wissen, was ein Volontariat ist. Auch ist mir bewußt, daß keine Airchecks stattfinden.
    Aber wie gesagt, anhand einiger weniger Beispiele weiß ich, daß auch Laien tolles Radio machen können.

    Die große Mehrheit allerdings bringt Dinge über den „PC-Äther", von denen ich vorm Miterleben noch nicht einmal schlecht geträumt habe...
    Da gibt es eine nicht geringe Anzahl von sogenannten Webradio-DJs, welche besser auf der Kirmes das Kettenkarussell bedienen würden. Das klingt wie Polemik, ist aber bittere Wahrheit - ich erwartete schon öfters den Brüller „Karten lösen an der Kasse, einsteigen, festschnallen, die nächste Fahrt geht rückwärts...".
    Bisher auch völlig unbekannt war mir die von mir so bezeichnete Chat-Moderation - diese funktioniert folgendermaßen: Der/die DJ antwortet auf eben geschriebene Dinge im zum Webradio parallel laufenden Chat...
    Äh, sorry, der banale Hörer, der sich glücklicherweise nicht in jenem Chat befindet, weiß nicht im Geringsten worum es geht.
    Alltäglich ist es anscheinend auch, daß Song zugelabert werden bis zum Erbrechen, egal ob da einer singt oder nicht - hinein ins Reich der Sinne - und der Ramptalk wurde ohnehin noch nicht erfunden.
    Die absolute Krönung war allerdings die Promille-Mod:
    Eine sogenannte Inhaberin eines Webradios maulte die Hörer an, diese sollten gefälligst nur noch Wünsche äußern, welche sie auch auf ihrem Rechner habe. Bis dahin wußte ich nichts von verpflichtetem Playlist-Auswendig-Lernen einzelner Webradio-Stationen.

    Ich belasse es hierbei mit weiteren Ausführungen, auch diese würden deutlich den Rahmen sprengen, allerdings nicht ohne den Grund für diese Zeilen zu erwähnen.

    Wieder einmal gab es eine Chance für das Medium Hörfunk, etwas Neues zu bilden. Nachdem die privaten Hörfunkstationen erst in Deutschland, dann Jahre später in Österreich so gut wie alles versemmelten, ist es mit der neuen Errungenschaft namens Webradio auch schon wieder so gut wie zu spät.
    Das macht sich dadurch bemerkbar, daß man nicht ernst genommen wird, wenn man die Sache etwas professioneller aufzieht. Nicht ernst genommen werden kann. Und das hat jetzt nichts mit Streuung, Erreichbarkeit oder irgendwelchen Zahlen zu tun. Im Gegensatz zu den vorhin erwähnten Fragen hat man im Internet, ob als Webmaster oder Betreiber eines Radios immer absolute Zahlen, die nicht geschönt werden können.
    Zudem gäbe es Möglichkeiten der Werbeformen, die in den anderen Medien gar nicht möglich sind, weil z.B. die Interaktivität nicht vorhanden ist.
    Habt Ihr Euch schon einmal gefragt, warum die Werbewirtschaft nach wie vor den konservativen Weg der Präsentation geht, obwohl genau diese Werbewirtschaft zu den Innovativsten überhaupt gehört????

    Da werden teure Plakate in den Städten aufgehängt oder ebenso teure Ganz-Seiten-Anzeigen in Zeitungen veröffentlicht - genau wie vor 30 Jahren, als ob es keinen Fortschritt gegeben hätte. Die Ausnahme TV sei hier nicht erwähnt, aber diese spielt ohnehin in einer anderen Liga.

    Das sind die Gründe, warum ich mir die Mühe mache, das hier zu tippen. Sorry, wenn ich deutlich werde, aber ich traue mir auch nicht zu einen Bäckereibetrieb zu führen, noch nicht einmal als Hobby - und weil ich meine es zu können, verkaufe ich die Semmel für 5 Cent das Stück...

    Meine einzige Hoffnung besteht darin, daß es genug Menschen gibt, welche die Spreu vom Weizen unterscheiden kann...

    Nennt mich arrogant, schnöselig oder verbittert - how ever, es ist und bleibt meine Meinung, was hier steht.

    Happy Life
     
  2. MichaNRW

    MichaNRW Benutzer

    AW: Eine Radio-"Geschichte"

    :confused: :confused: :confused:
     
  3. andy.dx

    andy.dx Benutzer

    AW: Eine Radio-"Geschichte"

    Ich mach's mal etwas kürzer: Erdrückend!
     
  4. stanlane

    stanlane Benutzer

    AW: Eine Radio-"Geschichte"

    Was für ein hirnloses Schwachmatengelaber. Schick mir bloß nie eine Bewerbung. So ein Schwachsinn führt dazu, dass die Programmentscheider dieser Republik sagen, sie stellen jeden ein außer Menschen, die in Radioszene posten.......
     
  5. Eleganz

    Eleganz Benutzer

    AW: Eine Radio-"Geschichte"

    Dir eine Bewerbung schicken? Bei deiner Wortwahl müsstest du irgendwo auf ner Baustelle herumtüddeln. Und DA will sich bestimmt niemand aus der Radioszene bewerben! Also: Kleine Brötchen backen, Rookie!
     
  6. hombre67

    hombre67 Benutzer

    AW: Eine Radio-"Geschichte"


    Wieso sollte ich irgendjemand eine Bewerbung schicken? Deiner Polemik nach scheinst du Dich ja gewaltig auf den Schlips getreten zu fühlen.
    Zudem - wegen der Bewerbung an Dich - wer lesen kann, ist klar im Vorteil, soll heißen, lies meinen Beitrag noch einmal durch, vielleicht macht es dann klick. :D
     
  7. stanlane

    stanlane Benutzer

    AW: Eine Radio-"Geschichte"

    Eleganz: jaja...lass mal...unsere "Baustelle" hat hier schon einige Male versucht, über Anzeigen gute Leute zu finden. Mit mäßigem Erfolg.

    Gute Allgemeinbildung, strategisches Grundverständnis, solides Handwerk...das würde ja schon reichen. Aber - ehrlich gesagt - die Ausfallquote ist viel zu hoch. Und die "Dudelsender", um die es hierbei geht, sind erfolgreich. Wirtschaftlich und programmlich. Schade eigentlich.

    Es gibt ja in der Tat Sender, deren sog. Volos eine unverschämte und unwürdige Aubildung "genießen". Das tut mir auch leid. 2 Jahre Line-Producing (telefonieren und Hörer-Töne schneiden) bringen nicht zwingend das Rüstzeug für eine glänzende Karriere. In unseren Sendern läuft das zum Glück anders. Und wir behalten die guten Volontäre. Das Problem ist nur: wir kriegen keine guten Redakteure! Ich hätte beim nächsten mal gerne wieder 150 Bewerber, von denen nicht nur fünf gut sind, sondern 50!

    Und das ist leider nicht der Fall! Das ist ein DRAMA!

    Aber Du bist ja eh raus, Eleganz.. :))
     
  8. Eleganz

    Eleganz Benutzer

    AW: Eine Radio-"Geschichte"

    Och Kerl, lasse mich (bzw. meinen eleganten Namen) bitte ausm Spiel. Auf so ein Kabarett hier im Forum habe ich gerade zu wenig Lust...
    Ich habe einen Beruf, der nicht mal ansatzweise mit Radio zu tun hat. Dennoch würde ich gerne mal erfahren, bei welcher Radiostation du arbeitest! Wenn das, was du in deinem letzten Beitrag geschrieben hast, alles wahr ist, dann sollte das Hören dieser Station ein Genuss sein. Also los!
     
  9. stanlane

    stanlane Benutzer

    AW: Eine Radio-"Geschichte"

    hombre: ich fühle mich nicht auf den Schlips getreten, sondern mir geht es gewaltig auf die Eier, was ich hier lese. Und wenn Ihr Pseudo-Experten hier gequirlten Müll verbreitet, dann muss man - wenn man ein wenig mehr Einblick hat - einfach auch einmal seinen Senf ablassen dürfen.

    Ja. Das Medium hat ein Problem. Und es ist ja auch nett, wenn man sich aus Halbwissen ein bisschen was zusammen reimt. Tatsache ist, dass zwischen all EURER Polemik immer mal wieder ein Gedanke in die richtige Richtung geht. Und noch einmal. Ich finde es geradezu dramatisch, was bei der Ausbildung von jungen Menschen geschieht. Das ist häufig keine Ausbildung.

    Und dann saugt die Branche junge Leute unten an, verspricht ihnen etwas, das man Volo nennt, und spuckt sie aus Kostengründen nach zwei Jahren wieder aus. Das führt zu inkompetenten Redaktionen, richtig schlechten Moderatoren und zu verzweifelten Versuchen, über die "klassischen" Promotions die Hörerzahlen zu retten.

    Das ist in der Tat nicht der Weg, der ein Medium in die Zukunft bringt. Unser oberstes Ziel muss es daher sein, wieder qualifiziert auszubilden und die Leute danach weiter zu fördern. Sie schlauer zu machen, ihnen Einblicke in die von Dir so verdammten Research-Daten zu geben und sie darauf vorzubereiten, dass das ein brutales Geschäft ist. Und ein Geschäft ist es! Sogar bei den "Öffis". Es geht nicht um nostalgische Radiovisionen, sondern darum, Erfolg zu haben. Das ist sogar auf der von der sog. "Eleganz" erwähnten Baustelle so.

    Die Ohrfeige, die es jetzt gerade gegeben hat, wird Konsequenzen haben. Ganz sicher. Das Medium muss sich wieder einmal erneuern. Das allerdings ist immer schon so gewesen. Da ist eine Schraube überdreht worden. "Geheimnisvolle Geräusche" funktionieren, aber nicht über Jahre.

    Frau Weber hat einen bombastischen Job gemacht. Weil sie eben NICHT nur die spektakulären Promotions in den "jungfräulichen" Markt gesetzt hat. Aber jetzt bin ich auch müde. Gute Nacht! Ich verabschiede mich aus dem Forum und schweige weiter.....
     
  10. Tom2000

    Tom2000 Gesperrter Benutzer

    AW: Eine Radio-"Geschichte"

    Schade, jetzt wo es interessant wird...

    Ich mach mal weiter...

    Sie hat das Musikprogramm zu einer monotonen Suppe verkommen lassen.
     
  11. stanlane

    stanlane Benutzer

    AW: Eine Radio-"Geschichte"

    Okay....einen noch:

    wenn das eine "monotone" Suppe ist, beleidigst Du gerade fast eine Mio Bayern pro Durchschnittsstunde. Und disqualifizierst Dich auch, was Dein sog. "Know-How" angeht.....

    Du kannst gerne spannende Musik spielen, außergewöhnliche Interpreten pushen und hochspannende Projekte fördern. Finde ich auch toll. Das interessiert mich sogar sehr. Das ist nämlich eine Leidenschaft von mir! Damit quäle ich meinen Freundeskreis.....Hörer allerdings würde ich damit nicht quälen wollen.

    Mann! Das, was Du monotone Suppe nennst, ist das, was die Menschen da draußen mögen. Die haben gar keine LUST auf neue Musik. Da gewöhnen die sich nur gaaaaaanz langsam dran. Die haben andere Probleme und andere Dinge, die ihnen gefallen. Ignoriert doch nicht permanent das soziale Gefüge in der Republik. Mit Eurer Polemik unterstellt Ihr den Menschen doch nur, dass sie Idioten sind.

    Mach es irgendwie möglich, dass es ganz viele neue Sender gibt. In fast allen Märkten ist es nämlich nicht mehr möglich, einen weiteren Robbie W.-Sender zu etablieren. Da muss man nämlich "Sparte" bedienen. Und da die Platzhirsche sicherlich nicht von sich aus den Weg frei machen, sucht sich die Welt eben andere Möglichkeiten. Und im Moment sind die Mobilfunkbetreiber ganz interessiert daran, mal ohne die etablierten Radiostationen über ein irgendwie akustisches Angebot nachzudenken.

    Lass die mal....das sind alles Eure potentiellen neuen Arbeitgeber. Der Markt regelt sich immer alleine...........

    Jetzt aber in echt: gute Nacht!
     
  12. hombre67

    hombre67 Benutzer

    AW: Eine Radio-"Geschichte"

    Juhuuu und wieder ein polemischer Aussetzer...erst einmal wer ist "ihr"??? Ich bin hier weder Betriebsrat noch Pressesprecher, sondern gebe meine persönliche Meinung zum Besten.

    2. Wenn man 16 (in Worten sechzehn !!!) Jahre Radioerfahrung hat, gehört man zu den Pseudo-Experten ... das was Dir auf die Eier geht in meinem Text, sind keine aus Langeweile entstandenen Phantasien, sondern auf selbst erlebten Ereignissen in eben jenen 16 Jahren basiernde Wahrheiten - und genau diese scheinen Dir nicht zu gefallen - da sind wir wieder beim oben beschriebenen Snobismus.
    Letztendlich muß ich mich aber bei Dir bedanken, denn Du zeigst mir, daß mein Beitrag die erhoffte Wirkung zeigt. ;)
     
  13. Tom2000

    Tom2000 Gesperrter Benutzer

    AW: Eine Radio-"Geschichte"

    @stanlane
    "Du kannst gerne spannende Musik spielen, außergewöhnliche Interpreten pushen und hochspannende Projekte fördern."

    Das will ich gar nicht.
    Mir würde das alte ABY- Musikprogramm reichen. Da war nichts revolutionäres dran.
    Ich kriege nur die Kriese, wenn immer dieselben Lieder laufen, selbst wenn ich in längeren Zeitabständen nur mal kurz einschalte.
     
  14. hombre67

    hombre67 Benutzer

    AW: Eine Radio-"Geschichte"

    Du behauptest und behauptest - ohne irgendetwas zu wissen... seltsame aber mir bekannte Methode aus dem Metier Privatfunk...

    Und was die Menschen in Bayern anbetrifft, so verurteile ich keinen der Hörer, sondern die Macher - daß Du mit Antenne Bayern in irgendeiner Formn verbandelt bist, ist augenscheinlich und wird dir auch keinesfalls verübelt.

    Und was die Mobilfon-Geschichte anbetrifft, man liest wieder nur polemischen Mist - unsere Arbeitsplätze...

    ...verdammte Hacke, hast Du noch etwas anderes als Polemik, Propaganda und wirren Mist auf der Pfanne?????
     
  15. stanlane

    stanlane Benutzer

    AW: Eine Radio-"Geschichte"

    Ach hombre: nenn es ruhig Snobismus. Was bist Du denn nach 16 Jahren Radio?

    Erfolgreicher und ungeschlagener Morgenmoderator seit 12 von 16 Jahren?
    Erfolgreicher verantwortlicher Redakteur, der seinen Sender immer wieder aus der Krise geholt hat (denn Krisen durchlebt jeder Sender - unabhängig von der Qualität der Mitarbeiter. Wer arbeitet, macht auch Fehler)

    Dann gebührt Dir mein voller und ganzer Respekt. Ich kenne aber auch sog. alte Radiorecken, die mit Ordnern ankommen und die gesammelte Fanpost der letzen Dekade zeigen. "Schau mal, wie beliebt ich bin? Und Du bist so böse zu mir!"

    Du kannst doch alles sagen, was Du willst. Leute wie Du sind immer schnell dabei, über Berater und Verantwortliche, über Research und vor allen Dingen über Hörer herzuziehen und wenn man dann mal die selbe Form der Ansprache wählt, dann.....ach....ist doch alles sinnlos.....

    Ich suche für einen Sender einen erwachsenen Moderator, der noch weiß, wie man spricht, wenn die Linercards verbrannt sind. Der etwas zu sagen hat, der weiß, wie das Leben geht, der nicht immer nur über sich selbst spricht und den Hörern erzählt, wie toll er ist, der on air klingt wie off air, der einen natürlichen Humor besitzt, der wirklich wirklich wirklich wirklich in der Lage ist, die Hörer fröhlich zu machen. Ich suche schon seit zwei Jahren! Und was ist? Nix is! Da kommen Leute und zeigen ihre Fanpost, prahlen mit ihren Kontakten zur Lokalpresse. Und Du sitzt da im Bewerbungsgespräch und gibst Deiner Assistentin heimlich Zeichen, dass sie irgendeinen Grund finden soll, Dich da rauszuholen.....

    So sieht's nämlich aus! Aber Du bist bestimmt anders, oder?
     
  16. stanlane

    stanlane Benutzer

    AW: Eine Radio-"Geschichte"

    Tom:

    jajajajajajajaja...die Kollegen von ABY hatten mit Sicherheit einen tollen Geschmack und haben sich "auch mal getraut". Aber es war halt nicht erfolgreich! Die machen Radio nicht für Spezialisten, sondern für die Masse. Das MÜSSEN sie.....HAAAALLLOOO....

    hombre: ich habe mit Bayern überhaupt nichts zu tun. Ich finde es seltsam genug, dass es nach dem Überschreiten der "Grenze" nicht mehr "Gästezimmer" heißt, sondern "Fremdenzimmer".......aber ich bin schwer beeindruckt von der Arbeit von Valerie Weber. Ihr Berater ist vielleicht einen Tag im Monat im Sender (wirklich keine Ahnung), aber die Umsetzung muss sie schon alleine machen. Und einen Sender so dermaßen nach oben zu schießen, dazu gehört schon eine ganze Menge Erfahrung und vor allen Dingen Führungsqualität! Das war sicherlich sehr schmerzhaft für alle Beteiligten.
     
  17. hombre67

    hombre67 Benutzer

    AW: Eine Radio-"Geschichte"

    Jetzt habe ich mal eine saudumme Frage: Warum streiten wir uns hier, obwohl eine ziemlich dichte Konform besteht? - Sagen wir es so - ich habe vor geraumer Zeit mit dem Privatfunk abgeschlossen, weil ich mir zu schade war, Claims zu dreschen, einen Ordner mit Fanpost habe ich nicht und zeigen würde ich dieses potentielle Stück schon gar niemand. Aber wie gesagt, wo nix ist, kann nichts gezeigt werden.
    Was die Lokalpatriotengrütze anbetrifft, so ist das meiner meinung nach das Gegenextrem von dem Hitgedudel mit zu enger Rotation.
    Anspruch ist mein Anspruch - das heißt aber nicht, daß ich Kulturradio à la SWR 2 bevorzuge.
    Ich habe eine Idee: Lies bitte meinen ersten Text nochmal zwischen den Zeilen - das meine ich jetzt ernsthaft und nicht doof.

    Gruß
     
  18. stanlane

    stanlane Benutzer

    AW: Eine Radio-"Geschichte"

    Mein Lieber Hombre,

    ich komm gar nicht erst zwischen die Zeilen! Weil "in" den Zeilen schon Dinge stehen, die mich massiv stören!

    Tatsache ist, dass der Research eben nicht nur ein "sog." ist. Tatsache ist, dass die M.A. durchaus fragwürdig ist. Die Werbewirtschaft ist übrigens NICHT innovativ, denn die sitzt in der AGMA und will gar nicht, dass etwas verändert wird. Solange wir Radiomacher dem Diktat unterworfen sind, in 14-49 maximale Reichweiten zu erzielen, müssen wir uns dem beugen.

    Ich stimme mit Dir überein - und das habe ich bereits erwähnt - dass hier eine Schraube massiv überdreht worden ist. Nicht durch Sender wie Antenne Bayern. Aber all die, die aus Kostengründen nur noch Umsätze über Mehrwert-Telefonie generieren wollen und die 20-jährige Greenhorns über Musik aus den 80ern reden lassen, die haben ordentlich aufs Maul bekommen. Zu recht. Da muss man auch mal den berühmten "gesunden" Menschenverstand berücksichtigen.

    In keinem Research steht: mach Programm mit unerfahrenen Linercard-Dreschern. Da steht, dass die Leute, die Du erreichen möchtest, skeptisch gegenüber neuer Musik sind (gibt auch welche, die neue Musik wollen, aber die Menge ist oft zu klein), da steht, dass sie Moderator a lieben und Moderator b nicht so sehr. Da steht auch immer, dass sie neben der Musik anständig informiert werden möchten. So ist es ja nicht.

    Das Problem entsteht bei der Umsetzung des Research. Da machen es manche Menschen sich ein wenig zu einfach.

    Ich behaupte: natürlich brauchen wir Moderatoren, die (M.A. ist Schuld) in der Lage sind, den Sendernamen und die Positionierung zu "dreschen". Aber darüber hinaus sind wir ABHÄNGIG davon, dass wir dort Menschen sitzen haben, die souverän den Hörern aus der Seele sprechen! Und das unterscheidet ABY von der neuen 107.7 (nur mal als Beispiel. Mit denen habe ich auch nichts zu tun)

    Ach, jetzt komm ich in meine harmoniesüchtige Phase. Und ich muss ins Bett. Also: wir vertragen uns! Okay?
     
  19. hombre67

    hombre67 Benutzer

    AW: Eine Radio-"Geschichte"

    Klar vetragen wir uns - ich schlage vor, ich halte Dich nicht weiter vom Schlafen ab und schreibe Dir morgen mal eine PN - brauche keine Mitleser bei Dialogen ;)
     
  20. AW: Eine Radio-"Geschichte"

    Was ja so nicht stimmt. Aby hat zur "guten" Zeit durchaus schwarze Zahlen geschrieben....
     
  21. Tom2000

    Tom2000 Gesperrter Benutzer

    AW: Eine Radio-"Geschichte"

    @starlane
    solange es die ma gibt, werden wir so genau nie erfahren, wie erfolgreich aby ist oder war.

    ich hatte auch nie den eindruck, die musikverantwortlichen von aby hätten in der vergangenheit ihren musikgeschmack gespielt. dafür war das musikprogramm viel zu geglättet. also keine allzu lauten oder schnellen stücke etwa, halt typisch auf ac getrimmt.

    ndr2 ist auch so ein beispiel. da läuft nichts kurioses. es rotieren einfach nur mehr titel, die aber alle qualitativ auf einem level sind.
    ist ja auch gar nicht einzusehen, dass ein künstler mehrere top 10- titel hatte, aber immer nur einer davon bis zum umfallen wiederholt wird.
     

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Diese Seite empfehlen