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elDOradio 93.0 seit heute im Dortmunder Kabel

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von yps77, 28. August 2003.

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  1. yps77

    yps77 Benutzer

    Falls es wen interessiert:

    elDOradio 93.0, das Dortmunder Campusradio, sendet seit heute auch auf eigener Frequenz im Dortmunder Kabelnetz, auf 88.4 MHz.

    Mehr Infos: http://www.eldoradio.de
     
  2. M. Schirmer

    M. Schirmer Gesperrter Benutzer

    Vor Jahren sendete es auf dieser Frequenz Star*Sat Radio im Dortmuner Kabel.
     
  3. ChartRadio

    ChartRadio Benutzer

    Ist schon ne Schande was heutzutage für ne Scheisse ins Kabel eingespeisst wird!

    :eek: :eek: :eek:
     
  4. watterson

    watterson Gesperrter Benutzer

    Hast du schonmal in das Programm reingehört?

    Wegen eines anderen Threads habe ich mir mal die beiden Kanäle zu gemüte geführt. Bochum klingt eindeutig besser als das Campusradio aus Dortmund (dafür hat Dortmund die schönere Website ;)), aber das als Schrott abzutun, find ich echt schade.

    Millionenfach besser als Bürgerfunk und sogar besser als Lokalradio. Okay, keine professionellen Mods. Aber was bei Fritz oder Eins Live rumläuft (Hallo Kati Vogel), ist auch nicht besser. Hör mal rein. Wenn die Jugend nicht so vom Wort "Campus" abgeschreckt wäre, dann wärs vielleicht ne eche Konkurrenz für andere Jugendsender. Aber wer anscheinend lieber bigfm im Dortmunder Kabel haben will...

    Erst reinhören, dann mitreden.
     
  5. yps77

    yps77 Benutzer

    vitteltrinker:

    Erstmal danke, dass du uns in Schutz nimmst!

    Die Campusradios haben leider allgemein noch keinen guten Ruf. Häufig werden wir mit dem Bürgerfunk in einen Topf geworfen, was wohl daran liegt, dass die Uniradios ihre Sendungen früher über diesen ausgestrahlt haben (und die, die noch keine eigene Frequenz haben, tun das immernoch). Uns wird das besonders immer dann bewusst, wenn wir mit Promo-Agenturen in Kontakt stehen, zum Beispiel für Musik-Bemusterung.

    Was die Qualität der Moderatoren angeht: die variiert natürlich. Es gibt Moderatoren, die haben schon hunderte Sendungen gefahren und an etlichen Seminaren teilgenommen. Andere fangen gerade erst mit dem Moderieren an. Es ist uns aber wichtig, auch gerade diese Leute ans Mikro zu lassen. Immerhin verstehen wir uns auch als Ausbildungssender. Natürlich muss das Programm für den Hörer erträglich bleiben :) deshalb kriegen die angehenden Moderatoren schon vor ihrer ersten Sendung Schulungen und fahren Probesendungen. Aber danach dürfen und sollen sie auch ans Mikro. Denn ein guter Moderator wirst du nur mit jeder Menge Erfahrung, und die kriegst du nur in der Live-Situation. Wenn du eine Vorstellung vom Moderieren hast und das Handwerkszeug mitbringst, ist nämlich das Hinderlichste nur noch die Nervosität; und die geht nur Übung weg.

    Kann sein, dass das dann für den (geschulten) Hörer nach einem "schlechten Moderator" anhört (ich kenn das Problem, ich kann auch nicht mehr in Ruhe Radio hören, ohne dass mir beim Moderator 100 Fehler auffallen *g*). Aber die Leute lernen halt noch. Und wir sind ziemlich froh, dass wir das so anbieten können. Versuch mal, einen Praktikumsplatz bei einem kommerziellen Radio zu kriegen und da dann noch irgendwie in die Nähe eines Mikros zu kommen! Bei uns geht das, und unsere Mitarbeiter sind dankbar dafür.

    Bei uns in Dortmund kommt übrigens noch hinzu, dass wir eng mit dem Institut für Journalistik zusammenarbeiten. Die Journalistik-Studenten machen ihre Scheine bei uns, dadurch haben wir etliche Mitarbeiter, die viel Erfahrung und zum Großteil auch ein Volo mitbringen. Das macht noch lange keinen guten Moderator, aber im redaktionellen Bereich haben wir dafür natürlich eine Menge Know How, dass in die Qualität unserer Wortstrecken einfließt. Dazu kommen die Seminare an der Deutschen Hörfunkakademie, an denen wir im Rahmen der LfM teilnehmen können.

    Und was man nicht vergessen darf: wir bestreiten ein 24h-Programm, allein auf freiwilliger und unbezahlter Basis. Natürlich nicht alles moderiert, aber es kostet auch jede Menge Zeit und Arbeit, die Automation zu füttern, Labelkontakte zu pflegen, Rotationen zu basteln, die Technik am Laufen zu halten und so weiter. Und bei den heutigen Zeitanforderungen an das Studium kann man dann froh sein, wenn man noch Leute findet, die sich freiwillig einen Nachmittag für einen CvD-Dienst um die Ohren zu schlagen.

    Alles in allem würde ich sagen: unterschätzt die Campusradios nicht! Hier wird ziemlich professionell gearbeitet, und das Ergebnis kann sich hören lassen.

    Mich würde übrigens interessieren, vitteltrinker, ob dein Eindruck, dass Bochum besser klingt, rein subjektiv ist, oder ob es konkrete Kritikpunkte an elDO gibt. Vielleicht gibt es ja da noch was zu verbessern.

    Bis dahin,
    yps
     
  6. watterson

    watterson Gesperrter Benutzer

    Naja - Eindrücke sind doch irgendwie immer subjektiv. :)

    In Bochum fand ich das, was ich von der Automatisierung gehört habe, schön. Da hebte sich das Musikprogramm vom klischeehaftigen Campusradiosound ab. Ich finde es schade, dass sich die meisten Campusradios nur auf Alternative und eher unbekannte Bands versteifen. Denn durch den "Amateurruf" verliert man schon mal Hörer. Und dann gehen nochmals welche flöten, weil sie die Musik doof finden.
    In Bochum ist das Programm gemischter und hebt sich von Eins Live ab. Weiß aber nicht, wie das die anderen Campusradios machen in NRW. Soviel Arbeit mach ich mir dann doch nicht für nen Forumsbeitrag. ;)

    Alles in allem fand ich aber die Musik eher schwer erträglich auf die Dauer, auch die Übergänge waren nicht so gut in der Automatisierung (zumindest moderierte keiner ;)).
    Wenn ich mir das Programmschema anschaue, so ist das von Radio c.t. in Bochum auch etwas schöner. Die Frühsendung startet auch früh, ausserdem gibt's keine halbe Stunde DLF und WDR5. Denn da kann ich auch die anderen Wellen für einschalten. Man muß ja auch zeigen, dass man vielfältig ist.
     
  7. senf

    senf Benutzer

    Auch die anderen Campusradios in NRW setzen eher auf die alternative Schiene. Oft wird an Künstlern festgehalten, die es zwar seit Jahren probieren, aber den Durchbruch trotz Campusradio-Support nicht schaffen und ihren Bekanntheitsgrad nicht steigern können.

    Es läuft oftmals Musik, deren Liebhaber nicht unbedingt typische Radiohörer sind. Die Fans dieser Musik kaufen sich eher die CD ihres Künstlers und wollen die Musik nicht im Radio mit Gequatsche zwischendurch hören.

    Da spricht das Programm in Bochum wirklich eher die Masse an.
    Zwar zielt der Sender in erster Linie auf Studenten ab, ab niemand hat gesagt, dass die Studenten dieser Welt alle den gleichen Musikstil bevorzugen.
     

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