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Entscheidungshilfe: Umstellung auf IP-Telefonie ja oder nein

Dieses Thema im Forum "Auszeit" wurde erstellt von Ammerlaender, 14. April 2013.

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  1. Ammerlaender

    Ammerlaender Benutzer

    Ich wende mich einmal (vertrauensvoll) mit der Frage an Euch, ob ich meinen Festnetzanschluss bei der Telekom umstellen soll oder nicht:

    Zur Zeit habe ich einen Entertain-Anschluss (DSL 16.000), den ich in den nächsten Tagen kündigen kann oder eben auch nicht. Letzte Woche war ich im T-Punkt (heißen die noch so?) um mich beraten zu lassen. Ich könnte 10 EUR monatlich sparen, wenn ich auf IP-Telefonie umstellen würde, bzw. "nur" 5 EUR, wenn ich gleichzeitig VDSL 50.000 buchen würde. - Obwohl die Dame VDSL 50.000 in den höchsten Tönen lobte, bin ich jedoch zu der Überzeugung gekommen, dass ich genau das wegen meines bisherigen Nutzerverhalten (noch) nicht brauche, und Aufrüsten geht ja immer.
    Bleibt also nur der Umstieg von der Festnetz- zur Internettelefonie. Wo sind da jetzt die "springenden Kommas und hüpfenden Punkte"? Nach Auskunft der Dame gibt es da keine, es muss nur der Router (wobei es da auch zwei gibt, also einen zu viel, nämlich den Speedport W 723V und den Speedport W 921V) ausgetauscht werden, da meiner IP-Telefonie nicht kann, nur glaube ich das noch nicht so richtig.

    Da ich keine Ahnung von solchen Dingen habe, frage ich ganz einfach einmal Leute, von denen ich annehme, dass sie Ahnung haben, nämlich Euch. - Für hilfreiche Antworten bedanke ich mich schon einmal und wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche.
     
  2. radneuerfinder

    radneuerfinder Benutzer

    Technisch wird ein Teil der Vermittlungstechnik von den grauen Kästen auf dem Bürgersteig in die Wohnung zu dem TelefonWLANRouter verlagert. Zuverlässigkeit und Qualität sinkt dabei von 99,99 %* (bisherhriges analoges Telefon) auf 99,7 %* (zukünftige IP Telefonie). Allgemein läßt sich noch sagen, jede Umstellung einer Technik birgt ein gewisses SchieflaufRisiko, das ich aber gering schätze, da der Wechsel ja vom gleichen Anbieter zum gleichen Anbieter erfolgt.

    Handfeste Vorteile einer analogen Telefonleitung:
    funktioniert auch bei Stromausfall (mit dem richtigen Telefon), bestimmte Hausnotrufe funktionieren nicht an IP-Leitungen.


    * die Zahlen sind Schätzungen von mir.
     
  3. Hefeteich

    Hefeteich Benutzer

    Die Aussage der Dich beratenden Dame ist richtig; ein Routerwechsel ist aller Voraussicht nach nötig. Bei einer Miete (mit gutem Service) hast Du allerdings einen langfristigen Mietvertrag am Hals.
    Vom 723 zum 912 kannst Du während der Laufzeit problemlos upgraden, in Downgrade hingegen ist nicht möglich.

    Ich habe auf IP umgestellt und habe bislang keine Probleme. Man kann einen (älteren) PC damit sehr leicht zum Hybriden umwandeln; die Konfiguration ist leicht.
     
  4. olliver_55

    olliver_55 Benutzer

    Es gibt heute im wesentliche 3 Möglichkeiten im Festnetz zu Telefonieren:
    1. Analoges Telefon, eine Leitung mit einer Rufnummer http://de.wikipedia.org/wiki/Ab-Schnittstelle technischer Vorteil geht auch bei Stromausfall mit dem ältesten Telefon ( Wählscheibe ). http://de.wikipedia.org/wiki/W_36 DSL wird parallel dazu aufgeschaltet (Splitter)
    2. ISDN 3 bis 10 Rufnummern 2 Leitungen Notbetrieb geht nur ohne Telefonanlage mit ISDN Telefon am NTBA. http://de.wikipedia.org/wiki/ISDN DSL wird parallel dazu aufgeschaltet (Splitter)
    3. VOIP oder IP Telefonie Leistungsmerkmale ähnlich ISDN. Zum Aufbau der Verbindung wird die DSL - Leitung genutzt. Das heißt, ein Teil der DSL Bandbreite wird genutzt um die Sprache zu übertragen. Für den Notbetrieb wird bei diesem Verfahren keine Spannung mehr von der Vermittlungsstelle bereit gestellt. Notbetrieb ist nur mit USV beim Kunden möglich. Durch den geringeren technischen Aufwand werden diese Anschlüsse Preiswerte angeboten.http://de.wikipedia.org/wiki/Voip
    Ich habe einen ISDN Anschluss ( Variante 2) mit Telefonanlage ohne USV, bin also bei Spannungsausfall nicht mehr erreichbar.
     
  5. Inselkobi

    Inselkobi Benutzer

    Hallo Ammerlaender,

    ich habe im Januar vergangenen Jahres auf IP-Telefonie umgestellt und dieses Jahr erneut die Geschwindigkeit des Internet-Zuganges erhöhen lassen.
    Ich kann mich nicht beklagen.

    Mein vorherhiger Provider war Alice. Nun nutze ich Unitymedia.
    Das heißt:
    Zuvor hatte ich echte analog-Telefonie, jetzt IP-Telefonie. VOIP war mit allerdings auch zuvor bereits durch eine von mir bei Sipgate registrierte Nummer bekannt.
    Unitymedia stellte mir einen Cisco-Router zur Verfügung und bei einer Geschwindigkeit von 32, bzw. 50 MBit fällt die IP-Telefonie nicht in's Gewicht.
    Stell Dir einen Gartenschlauch vor mit dem Du am gießen bist und der Wasserhahn tropft nebenbei mit minütlich ~7 Tropfen. So in etwa dürfte das im Vergleich sein.
    Auch die Latenz fällt nicht in's Gewicht, denn die Telefonie läuft in Echtzeit ab.

    Fakt ist eben, dass es für den Anbieter eine kostenfrage ist, denn für ihn ist eine VOIP-Nummer günstiger zu schalten als eine analoge Nummer. Daher wird sie u.a. "lieber" mit angeboten.

    Wie oben bereits angesprochen, sobald der Strom ausfällt, fällt die Telefonie aus. Das ist allerdings bei ISDN auch nicht anders.
    Einzig die echte Analogtelefonie funktioniert dann noch weiterhin, vorausgesetzt, ein kabelgebundenes Telefon wird eingesetzt (wohl eher selten).

    Alles in allem spricht meines Erachtens nicht mehr viel gegen die IP-Telefonie, sofern sich dadurch Geld sparen lässt. - Ebenso wenig wie gegen einen Providerwechsel. ;)
     
  6. Ammerlaender

    Ammerlaender Benutzer

    Ich bedanke mich für die bisherigen Antworten. Wenn nicht noch bedeutende Gegenargumente kommen, werde ich wohl das Angebot der Telekom nutzen, denn wenn
    sinken, ist das für mich jetzt kein großer Unterschied und die
    sind auch erst einmal sekundär, denn Viellelefonierer bin ich nicht. - Aber was ist unter "Hausnotrufe" zu verstehen?

    Was verstehst Du unter einem "langfristigen" Mietvertrag, da es (wohl) keine Mindestvertragslaufzeit gibt? - Hier schreibt die Telekom in ihren Vertragsbedingungen
    [FONT=sans-serif][SIZE=12px]
    [/SIZE][/FONT]
    Zu letztem zitierten Satz in Deinem Beitrag habe ich Null-Ahnung, was Du meintest. Bin da recht unbedarft und bringe noch nicht einmal meinen alten Computer, der an Alzheimer leidet (der vergisst, dass er Festplatten hat) zum Laufen.

    Das mit der Erhöhung der Geschwindigkeit ist ein zweischneidiges Schwert. - Es macht sich zwar gut, VDSL 25.000 oder 50.000 zu haben. Abgesehen davon, dass es 5 EUR/Monat mehr kostet, frage ich mich, ob ich es wirklich brauche, denn bei der Telekom gibt's da ein kleines Häkchen in den Geschäftsbedingungen:
    Den Provider werde ich nicht wechseln, da ich mit der Telekom (bisher) noch sehr zufrieden bin. Da ich Entertain nutze bleibt hier wohl nur noch der örtliche Provider EWE-Tel. Die bieten TV zwar schon für 19,95 EUR/Monat bei 6000 MB an, aber da ist von einem genüßlichen Fernsehen nichts mehr zu spüren. Bei DSL 16000 gibt es den Anschluss zwar schon für 34,95 EUR für zwei Leitungen, aber wenn ich die einmaligen Zusatzkosten addiere und durch 24 teile, relativiert sich der Preisvorteil wieder (eventuell müsste ich hier auf Angebote achten). Bei DSL 35.000 sind sie dann genau so teuer, wie die Telekom. Hinzu kommt, dass das Angebot an Fernsehprogrammen (ohne Zubuch-Option) doch sehr bescheiden ist. Gut, die haben regionale Programme im Angebot, aber brauche ich die zu Lasten der Programme die ich bisher schaue wirklich?
    Ein weiteres Manko ist die Regionalität des Anbieters; bei der Telekom kann ich den Vertrag überall mitnehmen, die EWE tut sich dagegen sehr schwer, falls ein Umzug außerhalb des Vertragsgebietes sein muss.

    Danke auch an Oliver 55 für die Erklärungen.
     
  7. radneuerfinder

    radneuerfinder Benutzer

  8. olliver_55

    olliver_55 Benutzer

    Hier werden Sie geholfen. http://de.wikipedia.org/wiki/Hausnotruf ;)

    Radneuerfinder war schneller. Administrator bitte löschen. :D
     
  9. Ammerlaender

    Ammerlaender Benutzer

    @ radneuerfinder & olliver_55:

    Danke! - Da es Alternativen gibt und ich, Gott sei Dank (3 x auf Holz klopf), den Hausnotruf noch nicht brauche, stelle ich diesen Service erst einmal hinten an.
     
  10. Inselkobi

    Inselkobi Benutzer

    Mir unverständlich. Aber .. Ein Zitat meines Großvaters folgt später noch.
    Aha, Du nimmst also eine Beschränkung Deiner Freiheit in Kauf, weil Du sagst, mir ist etwas altbekanntes (und in den vergangenen Jahren bewährt) einfach lieber als mal etwas Neues (und ebenfalls erfolgreich bewährtes ohne Einschränkungen) zu versuchen?
    Nun gut, typisch Deutsch, ließ ich mir mehrfach von Werbefachleuten sagen, sei das. Denn genau so funktioniere Marketing.
    Siehe die Verpackungen der Lebensmittel: Verpackung bleibt gleich groß, der Preis bleibt ebenfalls gleich, nur der Inhalt wird reduziert. Irgendwann wird der Preis angehoben - zusammen mit der Menge.
    Der Kunde sieht eindeutig den Mehrwert für die Ware.
    Gut gemacht, nicht wahr?
    Womit wir zum Zitat meines Großvaters kämen:
    Womit wir erneut bei der Kosten/Nutzenfrage wären.
    HD-TV "nutzen" in der Spitze bis zu 14 MBit der zur Verfügung gestellten Bandbreite Deines Internet-Anschlusses.
    Was das für DSL 16.000 bedeutet dürfte somit jedem klar sein.
    Schaust Du also Fußball, Formel1 oder einen Action-Film solltest Du besser auf das Surfen im Netz zeitgleich verzichten, sofern Du auf anständige, schnelle DSL-Verbindung wert legst.
    Das ist bei Anbietern wie z.B. Unitymedia ganz anders, da der Fernseh-Empfang getrennt "gerechnet" wird. Heißt, der Datendurchsatz wird NICHT von der zur Verfügung stehenden Bandbreite abgezogen, sondern über das Kabel zusätzlich per zusätzlicher Bandbreite übertragen.
    Kannst Du, anders als beispielsweise bei Unitymedia, kein Antennenkabel mehr durch den Receifer schleifen?
    Spricht m.E. auch nicht gerade für den Anbieter.
    Im Übrigen kommt, sobald Du aus dem Einzugsbereich des Anbieters ziehst, ein sog. Sonderkündigungsrecht zum tragen. Heißt, Du kannst aus dem Vertrags aussteigen, da der Anbieter Dich nicht mehr versorgen kann.
     
  11. Ammerlaender

    Ammerlaender Benutzer

    Unitymedia gibt es hier nicht, sondern Kabel Deutschland; für meine Adresse ist bei denen Internet nicht verfügbar. Für das Telefon wollen sie (ab 4. Monat) 18,80 EUR und für Fernsehen noch einmal ab dem 3. Monat entweder 18,90 EUR oder 22,90 EUR (Recorder); macht zusammen ohne Internet 37,70 EUR bzw. 41,70 EUR. - Da liege ich mit meinen dann 47,80 EUR (incl. Router und MR) "nur" 6 EUR drüber.

    Verpackung und Inhalt bleiben in dem Fall, wie ich es jetzt vor habe, wohl nahezu gleich, wenn von der Umstellung der Telefonie abgesehen wird. In 24 Monaten spare ich gegenüber den letzten 24 Monaten um die 210 EUR. - In diversen Service-Sendungen der Sender wird der Wechsel (egal ob Tarif oder Gerät) schon bei weniger Einsparungen empfohlen, obwohl da meistens noch eine Investition von mehreren 100 EUR (bei Geräten) erforderlich ist.
    Außerdem bin ich mit dem Service der Telekom (bisher) sehr zufrieden: Vor einigen, wenigen Jahren haben die "lieben ausländischen" Mitbewohner (aus welchem Grunde auch immer) den Hausanschluss zwei Tage vor Weihnachten zerstört, so dass gar nichts mehr ging. Obwohl ich der einzige Kunde im 7 Parteien-Haus mit Telekomanschluss (bzw. Festnetz überhaupt) war, bekam ich den Telefonanschluss noch vor Weihnachten provisorisch repariert (Internet nur mit ISDN) und am ersten Werktag nach Weihnachten rückte der Bautrupp mit Bagger an und machte sich bei zweistelligen Minusgraden an die Arbeit.
     
  12. HeavyRotation25

    HeavyRotation25 Benutzer

    Ich nutze seit ca. 3 Jahren die VOIP von 1&1 und bin froh, wenn ich wieder zur Telekom wechseln kann! Bis heute kommt es vor, dass ein Gespräch nach ein paar Minuten einfach abbricht, weil die Leitung grottig ist. Das Problem gab es übrigens an 3 verschiedenen Adressen bisher. Blöd, dass ich im Oktober 2012 umgezogen bin und 1&1 mir deshalb gleich wieder einen Jahresvertrag an den Hals gehangen hat (bei einem Umzug muss der aktuelle Telefonanbieter den Anschlusswechsel vollziehen und viele verbinden das mit einer Verlängerung....).

    Und da die ganzen anderen Anbieter wie 1&1, Alice, Vodafone, etc. die Leitungen der Telekom anmieten, muss auch bei einer Umschaltung oder bei einem Leitungsproblem ein Telekomtechniker anrücken. Glaubt bloß nicht, dass das dann schnell geht, wenn man bei einem alternativen Anbieter unter Vetrag ist! Die Telekom hält die Alternativ-Kunden bewusst hin und Terminvorgaben von "9 bis 16 Uhr" an einem Werktag bedeuten fast immer einen wertvollen Urlaubstag zu nehmen.

    Fazit: meine Erfahrungen mit VOIP sind eher schlecht, auch die Sprachqualität ist nicht gut. Ich denke, der beste Anbieter von allen dürfte aus oben beschriebenen Gründen noch die Telekom sein. Kabel Deutschland soll wohl auch mit vielen Problemen behaftet sein (TV-Empfang und Telefon/Internet).
     

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