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Großes Köpferollen bei den Privatsendern?

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von Alpharadio, 15. Dezember 2009.

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  1. Alpharadio

    Alpharadio Benutzer

    Elke Schneiderbanger verläßt radio NRW, Schneider fliegt bei der BCS in Sachsen, Steffen Müller verläßt die MOIRA, Steffen Freitag RTL Deutschland. Was ist denn da bitte los?
     
  2. mediascanner

    mediascanner Benutzer

    AW: Großes Köpferollen bei den Privatsendern?

    In der Tat - und die genannten sind nur die prominentesten Opfer. Gerade im mittleren Management der Sender gab es viele Kündigungen - und wird es sicherlich weitere geben. Wenn die Einnahmen wegbleiben, muss man halt das Personal reduzieren....

    Die wirtschaftliche Talfahrt hat in diesem Jahr alle Sender erfasst, besonders betroffen sind die nationalen Werbeumsätze - Ende nicht absehbar. Hier wird die konkurrierende Mediengattung "Online" weiter an Boden gut machen und Radio ziemlich schmerzhaft zusetzen.

    Regionale Radiowerbeumsätze konnten die nationalen Verluste nicht kompensieren - neue Erlösquellen sind nicht in Sicht.

    Ich sehe - gerade bei den großen Radiogesellschaftern Regiocast, RTL usw. - keine Personen oder Strategien, die einen Weg aus der Krise weisen können.

    Deswegen Leute: Das Sterben hat längst begonnen.
     
  3. Inselkobi

    Inselkobi Benutzer

    AW: Großes Köpferollen bei den Privatsendern?

    Glueckwunsch? - Beileid?
    Na, wie auch immer.
    Hoffentlich taucht dort nun nicht ueberall eine 'Merkel fuer's Radio' auf. :rolleyes:
     
  4. radiovictoria01

    radiovictoria01 Benutzer

    AW: Großes Köpferollen bei den Privatsendern?

    Kann aber auch reiner Zufall sein..... Ja, die Werbeeinnahmen sinken, gerade auf nationaler Ebene. Aber mit dem Satz „regionale Umsätze können das nicht kompensieren“ gehe ich nicht konform. Das meiste an Werbeumsatz muß (schon immer!) gerade aus der Region kommen. Ein Grund mehr, sich verstärkt vor Ort um lokale und regionale Kunden in spe zu kümmern. Solche, die noch nie „im Radio“ waren.... und da gibt es genug, wenn der Preis attraktiv ist.
    Das funktioniert aber nur, wenn man (mindestens) einen guten, engagierten Mann im Aussendienst hat. Und da haben viele Sender(chen) ein Manko....
    Sich allein auf die überregionale Werbung zu verlassen ist schon immer ein Fehler gewesen.
    Das Sterben hat begonnen? Nun, vielleicht ein Gesundschrumpfen hie und da, wie man es seit zwei Jahren auch in der Gastronomie erlebt.

    Und mehr als je zuvor auch ein Punkt, künftig auch über Musikladungen und Formatdefinintionen nachzudenken...?
     
  5. ricochet

    ricochet Benutzer

    AW: Großes Köpferollen bei den Privatsendern?

    Mein Gott, wir leben im Zeitalter der MP3-Player und FM-Transmitter. Wer sich vom ewig gleichen Hitgedudel verarscht fühlt, hat mittlerweile zahllose Ausweichmöglichkeiten. Bei den neuesten Marktforschungen wird es wohl eine Menge Hinweise geben, dass viele Leute unter 60 endgültig im Internet angekommen sind und die Vorzüge der Digitaltechnik auch in der Freizeit in Anspruch nehmen - selbst wenn uns die Media-Analysen immer noch glauben machen wollen, dass alle, die bestimmte Präferenzen angeben auch regelmäßig diese Sender hören. Radio hört man vorzugsweise um sich zu informieren, die lange Arbeitszeit ein wenig abzukürzen oder ganz einfach wegen der Verkehrsdurchsagen. Der große Verlierer ist nun mal der Dudelfunk, weil er bis auf Gewinnspiele und Staumelder wenig zu bieten hat.

    In Amerika haben die Sender schon viel Terrain an I-Pod und Satellitenradio verloren. Je wohlhabender die Zielgruppe, um so uninteressanter ist sie für die Radiowerbung. Die Hispanics und viele Afro-Americans hören immer noch fleißig Radio, während die Weißen immer mehr vorm Dudelfunk reißaus nehmen. Warum sollte es bei uns anders sein?
     
  6. WAZmann

    WAZmann Benutzer

    AW: Großes Köpferollen bei den Privatsendern?

    Je wohlhabender die Zielgruppe, um so uninteressanter ist sie für die Radiowerbung.


    Kernaussage
     
  7. Dandyshore

    Dandyshore Benutzer

    AW: Großes Köpferollen bei den Privatsendern?

    Daran kann man Zweifel haben - nicht ausgeschlossen, dass Online-Angebote denselben Weg gehen wie der private Hörfunk seit Jahren. Denn Inhalte sind teuer und wegbrechende Werbeeinnahmen erlauben auch hier keine Kompensation - nicht überraschend, dass netzeitung.de zum Ende des Jahres aufgibt und die Süddeutsche nach Möglichkeiten sucht, die User zur Kasse zu bitten...
     
  8. PasWayer

    PasWayer Benutzer

    AW: Großes Köpferollen bei den Privatsendern?

    Das will ich ja gar nicht streitigmachen, das die leute im Internet angekommen sind, und das die Studien das bestätigen werden (wäre auch interessanter darüber zu diskutieren, wenn aus dem bestätigen werden ein bestätigt haben wird), aber das hat wenig mit Radio zu tun. Ich bin im Internet angekommen, nutze das Medium aber nach wie vor. Ok, mein Spielzeug hat sich geändert, aber das Medium ist das gleichen.

    Und wer betreibt da das Satellitenradio?

    Aber zurück zum Thema.
    Was die Top-Manager der Branche angeht, die grad gegangen sind, so wird es sicherlich "einvernehmlich" passiert sein. Aber diese Leute werden durch andere ersetzt. Anders sieht es auf der mittleren Führungsebene aus. Hier werden die Leute nicht ersetzt werden, denn das spart richtig Kohle. Und aus einem motivierten Team, dessen Chef halt gehen musste, wird einer auserkoren, der für wenig mehr Geld als bisher den Job des gegangenen Chefs macht, aber nicht so heissen wird. Und der Mittarbeiter ist motiviert und macht den Job.
    Ist doch ein klasse Konzept und tut manchen Läden (viele Häuptlinge-keine Indianer) auch recht gut!
     
  9. ricochet

    ricochet Benutzer

    AW: Großes Köpferollen bei den Privatsendern?

    Früher waren es mal zwei Unternehmen, seit deren Zusammenschluss ist es ein Konzern (Sirius/XM). Das Gefährliche am amerikanischen Satellitenradio ist die mobile Vefügbarkeit z.B. im Auto, der Empfang erfolgt mittels kleiner Stabantenne. Zwar kostet der Spaß ein paar Dollar monatlich, dafür bekommt man aber 130 Einzelprogramme, darunter mehrere dutzend moderierte, von Redaktionen betreute Musikkanäle, US-Nachrichtensender, Sportprogramme, Lokalradios aus ganz Nordamerika, Lifestyle, Infokanäle von BBC und Co. etc. pp. 70 Kanäle sind werbefrei, darunter alle eigenproduzierten. Es gibt mittlerweile auch frei empfangbare Angebote via Satellit, aber wer einmal Sirius gehört hat, der will nicht mehr darauf verzichten.

    Etwas vergleichbares gibt es in Europa nicht. Zwar werden hierzulande alle öffentlich-rechtlichen Wellen sowie die wichtigsten Privatradios ebenso über Satellit ausgestrahlt, aber nicht im L-Band, d.h. man braucht eine sperrige Parabolschüssel und ist auf den stationären Empfang festgelegt. Naja, bis zur flächendeckenden Versorgung mit Funkinternet ist es ja auch nicht mehr weit...
     
  10. der beobachter

    der beobachter Benutzer

    AW: Großes Köpferollen bei den Privatsendern?

    Welche Rolle spielt Radio im Werbemix? Ein immer geringere. Radio hat kein sonderlich gutes Image bei den Werbemachern und Werbeentscheidern. Allein schon, weil man es nicht sieht. Wenn das Geld knapp wird, wird genauer hingeschaut. Auch darauf, was welche Werbung bringt. Hier verweisen Werbeentscheider oft darauf, dass die Wirkung "nicht feststellbar" ist. Ob das stimmt, kann man fragen. Die Entscheidung beeinflusst es auf jeden Fall - zu ungunstendes Radios.
    Radiosender sind deshalb hoffentlich so schlau, nie nur Radiowerbung anzubieten, sondern von vornherein crossmedial anzubieten.

    Ob das aber die o.g. Trennungen erklärt, ist doch sehr fraglich. Waren die Betreffenden erfolglos? Wenn's um Kosten reduzieren geht, werden selten die Häuptlinge in die Wüste geschickt. Die braucht man als "Werbeträger", als "Aushängeschilder" im Markt, intern wie extern. Die rauszuschmeißen ist wirtschaftlich nicht ohne Risiko. Erst bei den Unterhäuptlingen wird's wirtschaftlich interessant.
     
  11. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    AW: Großes Köpferollen bei den Privatsendern?

    Häuptling wird rausgeschmissen,
    Unterhäuptling wird Häuptling, verdient aber weniger als der alte Häuptling = Geld gespart.
    Indianer wird Unterhäuptling, verdient aber weniger als der alte Unterhäuptling = noch mehr Geld gespart!
    Indianer, der Unterhäuptling geworden ist, wird nicht ersetzt. Noch mehr Geld gespart!

    Die Hälfte der Einsparung bekommt der Medizinmann, der die Idee hatte.

    So hat der Sender was gespart und der Berater sein Honorar verdient!:D
     

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