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Helmut Thoma kritisiert Messverfahren der Quoten

Dieses Thema im Forum "Auszeit" wurde erstellt von HeavyRotation25, 15. Mai 2013.

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  1. HeavyRotation25

    HeavyRotation25 Benutzer

    Herr Thoma hat seinerzeit selbst das Messverfahren mitentworfen und hat auch die für mich ominöse "werberelevante Zielgruppe 14-49 Jahre" ins Leben gerufen, auf die sich heute noch alle stützen. Allerdings verfälschen diese Werte auch die realen Zuschauerzahlen, oft zum Vorteil von RTL, Sat1 und Co, die ihr Programm seit Jahren in Richtung jungen Menschen ausrichten.

    Lest selbst, aber ändern wird sich wohl nichts:

    http://www.bild.de/unterhaltung/tv/helmut-thoma/kristisiert-tv-quotenmessung-30408424.bild.html
     
  2. grün

    grün Benutzer

    Was willste bei dem Schrottprogramm im TV noch messen?
     
  3. freiwild

    freiwild Benutzer

    Verglichen mit den "Radio-Quoten" ist die Ermittlung der Fernsehquoten in Deutschland hoch präzise. Wie wohl die TV-Quoten aussähen, würden sie nur auf zufälligen Umfragen beruhen, welche Sendungen man im letzten halben Jahr gesehen hat? Und wie das Fernsehprogramm?
     
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  4. U87

    U87 Benutzer

    Kommt bei Herrn Thoma jetzt die Altersweisheit? Da kommt er jetzt nach über 25 Jahren drauf?
    Schwätzer!
     
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  5. ricochet

    ricochet Benutzer

    Wenn 5000 permanent beobachtete, demographisch exakt zugeordnete Haushalte nicht repräsentativ sind, wofür steht dann die MA? Für Märchen & Aberwitz?
     
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  6. Makeitso

    Makeitso Benutzer

    Ja. Das ist aber nix Neues. ;)
     
  7. br-radio

    br-radio Benutzer

    Das Problem ist, dass die Bevölkerung immer älter wird, und auch die demographische Entwicklung könnte den Zielgruppen angepasst werden...
    Die Quoten und ihre Berechnung den Realitäten anpassen, das wäre eine super Sache!
     
  8. chapri

    chapri Benutzer

    Also, ein Schwätzer ist H. Thomas wahrhaftig nicht. Er hat halt die Zwänge eines Konzerns inzwischen abgeworfen - und schon vorher oftmals ganz gute Denkanstöße gegeben.
    Außerdem kann auch die Werbewirtschaft nicht ignorieren, dass der Anteil der Senioren in der Bevölkerung steigt. Thoma ist nun ein Tel davon ;) ...
    Allerdings hätte ich ihm in Sachen Volks-TV mehr zugetraut...
     
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  9. br-radio

    br-radio Benutzer

    @chapri: das hab ich auch oben schon geschrieben, dass sich die Werbewirtschaft zunehmend den demografischen Herausforderungen stellen muss.
     
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  10. U87

    U87 Benutzer

    Achja, sowas wie "im Seichten kann man nicht ertrinken"?

    Tut mir leid, Herr Thoma mag ein Manager sein, der einen TV Sender von einer Klitsche, die durchaus charmante Stückchen produzierte zu einem Fernsehsender gemacht hat, der an Niveaulosigkeit zeitweise nicht mehr zu unterbieten ist. Das mag mancher als tolle Leistung ansehen - ich nicht.

    Und die Idee mit seinem "Volks TV": Da hat er eine Idee aufgegriffen, die schon andere hatten (wie etwa Max Schautzer). Deshalb jetzt auch sein Sinneswandel in Sachen Zielgruppe ...ganz getreu dem altbekannten Motto: "was stört mich mein Geschwätz von gestern.
     
  11. chapri

    chapri Benutzer

    Die "Niveaulosigkeit" war ja Konzernzwang - und hat immerhin Zuschauer eingebracht. Und Schautzer hatte die Idee eines Senioren-TV.
     
  12. Bend It

    Bend It Benutzer

    Im Fernsehen passiert das schon lange. Beispiel: Die Krimiserien im Vorabendprogramm des ZDF.
    Da wird durchgehend Werbung für meine Generation, also 50plus geschaltet.

    Nur im Radio kommen wir als Zielgruppe nicht mehr vor. Kein Plan warum es so ist.
     
  13. br-radio

    br-radio Benutzer

    @Bend It: Japs, die Medikamentenwerbung nimmt zu...
    Aber: Ist 50plus noch "alt", ich würde sagen, es ist die Mitte des Lebens, und da tendiert man, optimistisch gesprochen, noch Richtung Jugend, je nach dem, wie gut gesundheitlich man drauf ist,
    und schon sind wir wieder bei der Medikamentwerbung...
     
  14. Bend It

    Bend It Benutzer

    Die Generation 50plus lohnt sich für die Werbewirtschaft. Dazu brauche ich keine Quotenmesser.

    Beispiel: Die Apothekenumschau (Mediadaten) mit knapp 10 Mio. Auflage.
    Eine ganzseitige Werbeanzeige im vierfarb-Druck kostet 114000 Euro, 14 tägig.

    ADAC hat mit knapp 14 Mio. Auflage Seitenpreise von 116000 Euro.
     
  15. br-radio

    br-radio Benutzer

    Jups, die Apotheken-Umschau übertrifft sogar die Bild in der Auflage.
     
  16. ricochet

    ricochet Benutzer

    Ich habe eher das Gefühl für 75plus, die Agenturen schalten zwischen modernen SOKOS Spots für Treppenlifte und Kukident... um dem Privatfernsehen nicht weh zu tun... ist halt die bessere Kundschaft.
     
  17. chapri

    chapri Benutzer

    Das ZDF enttäuscht mich immer wieder - und andere offensichtlich auch. Man kann hundsmiserable Sendungen - altbacken, spießig und verhunzt - nicht so einfach nur als "Seniorenprogramm" verkaufen.
    Anders als mit Zuschauerflucht sind die traurigen Werbespots im Zweifelhaften Deutschen Fernsehen nicht zu erklären...
     
  18. HeavyRotation25

    HeavyRotation25 Benutzer


    Ich mag mich täuschen, aber das Niveau von RTL ging erst nach Abgang von Thoma so richtig in den Keller.
     
    Makeitso und chapri gefällt das.
  19. br-radio

    br-radio Benutzer

    RTL - ich finde den Sender einfach so:
    Richtig Tolle Lustlosigkeit
    Ratlose Televisionäre Langweile

    Die deutsche TV-Landschaft ist ein Spiegelbild der Gesellschaft, es ist wirklich so! Denn: die geistigen Eliten werden weggemobbt, weil ihnen kaum mehr was geboten werden kann, und das lässt das geistige Niveau eines Landes senken. Dadurch braucht das Fernsehen nicht mehr so viel auf Bildung setzen, was wiederum den Trashgehalt kräftig ansteigen lässt, insbesondere bei den Privatsendern.

    Wenn nicht jeder im Medienbereich so quotengeil wäre, hätten wir manche Probleme wen'ger.

    Manchmal hab ich den Eindruck, bei den Medien entwickelt sich es wie bei den Stromkonzernen oder Mobilfunkbetreibern: die Big 5 diktieren den anderen alles.

    Quote ist subjektiv kein Erfolgsgarant, es muss Qualität ebenso dahinterstecken.

    Warum waren denn die alten Entertainer so erfolgreich, ich denke da an Frankenfeld, Rudi Carrell, Wim Thoelke, etc.?! Weil diese Leute noch Persönlichkeiten mit einer hohen Authenzität hatten und Risikobereitschaft. Und weil sie ganz für die Show arbeiteten. Es waren noch arbeitende Entertainer, die wirklich noch Hand abgelegt hatten, im Gegensatz zu den heutigen Showmaster, die man eins ums andere austauschen könnte... Ich finde, dass auch die Art und Weise, wie manche Showgrossen mit ihrem Publikum umgehen, einfach abartig ist. Ich will wirklich nicht Justin Bieber erwähnen, aber ich tu es doch: was hat der Kerl in seinem Leben schon gearbeitet?! Was?! Hat der schon je mal in einer Fabrik am Fließband gestanden und was gearbeitet?!

    Viele Showgrossen der früheren Zeiten wussten, dass sie einen Brotberuf brauchen würden, der ihnen Halt und Sicherheit geben würde.

    Aber heute, diese Teenager-Stars... Die wissen gar nichts, was Arbeit und ehrlich verdientes Geld ist, sondern nur, wie man die Fans verarscht, den Leuten das Geld aus der Tasche zieht...

    Dieser ganze neu-amerikanische Mist da ist doch echt nicht mehr zu ertragen.

    Sorry, das war jetzt sehr weit OT, hat aber auch was mit Quotenmessung und deren Auswirkungen zu tun...
     
    U87 gefällt das.
  20. HeavyRotation25

    HeavyRotation25 Benutzer

    @br-radio:

    Nicht die Sender bringen das, was die Leute sehen wollen, sondern eher ist es so, dass es nach dem Prinzip "friss oder stirb" geht; was man den Leuten im TV vorsetzt, konsumieren sie. Überlege doch mal, wie billig diese Reality-Soaps ala "Mitten im Leben" im Vergleich zu großen Shows sind! Da steht nur ein "Angler" (Tontechniker) und der Kameramann bei eigenartigen Mitmenschen in der Wohnung und hält einfach drauf. Billiger kann man nicht produzieren. Ich mutmaße mal, dass viele dieser Protagonisten vor dem Sozial- oder Arbeitsamt abgegriffen werden. Oder woher kommt diese typische Naivität vor laufender Kamera? RTL und Co. werden schon einige Zeit "Unterschichten-TV" genannt und irgendwie passt das auch.

    Teenie-Stars gab es zu meiner Zeit in den 80ern auch schon: Nena z.B. hat meines Wissens auch kaum vor ihrer Karriere gearbeitet. Warum auch, wenn es mit 17 schon in den Charts nach oben geht! Wichtig ist, dass sie entweder über Jahrzehnte (wie halt Nena) erfolgreich bleiben, oder nach ihrer meist kurzer Karriere eine Alternative finden.

    Was das Privat-TV-Angebot betrifft mache ich mir ernsthaft Sorgen, wo das in Zukunft hinführen soll und womöglich lassen sich immer mehr Menschen dadurch beeinflussen.
     
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  21. Bend It

    Bend It Benutzer

    Das Privatfernsehen hat aber das bessere Timing. Werbeunterbrechungen in kürzeren Abständen sind für uns 50+Prostata besser. :D
    Da kommt das ZDF auch noch hin.
     
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  22. Lord Helmchen

    Lord Helmchen Benutzer

    Man muss sich doch nur mal Formate wie "Germany's next Topmodel ansehen. Solche Sendungen vermitteln doch den Zuschauer(innen), dass eine schöne Frau nur so auszusehen hat. Und wer nicht so ist wie die kann sich am besten gleich einen Sack über den Kopf stülpen.
    Sorry, aber da gibts in Deutschland Frauen, die um ein vielfaches schöner sind, als diese "Models".
     
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  23. chapri

    chapri Benutzer

  24. Ammerlaender

    Ammerlaender Benutzer

    Das Zitat habe ich jetzt einmal aus chapris Link hier her kopiert, weil sowohl Bellut als auch Herres meines Erachtens nicht ganz falsch liegen. Vieles, was Kritiker diverser Zeitungen/Zeitschriften in den Himmel loben ist nicht unbedingt das, was ich als gutes Programm/gute Sendung bezeichnen würde, während ich manchen Verriss doch als sehenswert erachte, weil es eben nur der Erbauung, dem Abschalten vom Alltag dient und beim Anschauen keiner große Aufmerksamkeit bzw. großen Gedankengängen und -sprünge bedarf.
    Würden die Kritiker das Programm bestimmen, wir hätten zwar ein anderes Fernsehen, aber ob es das bessere Programm ist? - Auf alle Fälle fehlte die "leichte Unterhaltung" (denn die wird immer verrissen), und was dem einen Teil der Zuschauer/Hörer gefällt, muss dem anderen Teil nicht gefallen; es sollten sich aber alle irgendwo im Programm finden können. - Was den öffentlich-rechtlichen Anstalten vorzuwerfen ist, dass das interessantere Programm generell zu einer Zeit stattfindet, zu der normale Leute ihren "Schlaf der Gerechten" durchführen.
     
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  25. ricochet

    ricochet Benutzer

    Naja, zur Not gibt's ja noch Festplattenrecorder, DVD-Recorder, Mediatheken, Online-Recorder, VHS-Geräte, Youtube...
     

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