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Investigativer Journalismus und die Selbstdarstellung

Dieses Thema im Forum "Auszeit" wurde erstellt von Hefeteich, 27. Mai 2011.

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  1. Hefeteich

    Hefeteich Benutzer

    Natürlich war das eine Schlagzeile und die PR-Maschinerie von Sat.1 Pro7 lief auch gleich an: Der Betreiber einer Mobbing-Seite sei verhaftet worden. Doch das war wohl ein Fehlschlag - die Ermittlungsbehörden stufen den Festgenommenen als Trittbrettfahrer ein.

    Interessant dazu:

    Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,765195,00.html, der Name der Webseite wurde von mir unkenntlich gemacht.

    In der PR-Mitteilung liest sich das noch ganz anders:

    (http://www.presseportal.de/pm/6708/2052521/sat_1/t)

    Gut zu wissen, dass der investigative Journalismus immer noch als vierte Säule der Demokratie funktioniert. Gerade beim Privatfernsehen.
    Weiter mit der Lobhudelei:

    Das spricht in der Tat für den Verdächtigen als Haupttäter, aber muss ein Gründer auch zugleich der Hauptbetreiber sein? SPON sieht das anders und hat folgendes dazu gefunden:

    (SPON, a.a.O., der Name der Webseite wurde von mir unkenntlich gemacht)

    Hat sich Akte 20.11 hier zu Recht gelobt oder konnten sie selbst nicht der medialen Versuchung ("Erster!") eines Interview-geilen Webseitenmoderators widerstehen?
     
  2. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    AW: Investigativer Journalismus und die Selbstdarstellung

    Die Eigenwerbung und Selbstbeweihräucherung zeigt lediglich, was man gerne wäre und wie man gerne angesehen sein würde, ohne es wirklich zu sein. Erinnert mich an einen treffsicheren Vers von Wilhelm Busch:
    Wenn einer, der mit Mühe kaum
    geklettert ist auf einen Baum,
    schon meint, dass er ein Vöglein wär,
    - so irrt sich der!
     
  3. Radiokult

    Radiokult Benutzer

    AW: Investigativer Journalismus und die Selbstdarstellung

    Mir zeigt der ganze Aufstand eher wie sinnbefreit unsere Politik handelte und weiterhin handelt. Nach wie vor wird das berühmt-berüchtigte "Stopp-Schild" weiter forciert, obwohl ein simples Abschalten bestimmter Seiten (innerhalb Deutschlands) im Grunde ganz einfach wäre. So wird lieber munter weiter gemobbt oder mit Kinderpornos dreckiges Geld verdient. Ganz nebenbei bekommt in diesem speziellen Fall die höchst fragwürdige Seite auch noch eine kostenfreie Publicity, die alles vorstellbare übersteigt. Eigentlich sollte er sich schämen, der sensationsgeile deutsche Journalismus.
     
  4. musictrain

    musictrain Benutzer

    AW: Investigativer Journalismus und die Selbstdarstellung

    Hallo Hefeteich,

    langsam aber sicher werde ich ein richtiger Fan von Dir!
    Du wirfst einfach was in das Forum, ohne eigenen Kommentar oder Meinung und trotzdem kommt man einfach nicht daran vorbei sich zu äußern! Einfach genial!

    Für mich stellt sich eigendlich nicht mehr die Frage gibt es eigendlich noch "Investigativer Journalismus" sondern mehr die Frage, wann ist er entgültig durch "Quoten Journalismus" ersetzt.

    Schönen Gruß

    Bernd
     

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