1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

ISDN-Codec-Konfiguration

Dieses Thema im Forum "Studio- und Sendertechnik" wurde erstellt von Dude, 10. Januar 2008.

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Dude

    Dude Benutzer

    EDIT: Liebe Moderatoren, bitte in Studio- und Sendertechnik verschieben, da habe ich wohl falsch geklickt. Danke&Sorry.

    Hallo zusammen,

    aus aktuellem Anlass (Liveübertragung...) beschäftige ich mich gerade näher mit Codecs. Wir haben hier zwei Centauri I, mit denen ich eine bestmögliche Übertragung (von DJ-Sets aus einem Club) hinkriegen möchte. Da das in Zukunft regelmäßig geplant ist versuche ich, die Geräte besser zu verstehen.

    Auffällig dabei ist, dass die Geräte scheinbar mit 2 B-Kanälen keine 128kbit/s 44.1khz Layer 3 (Joint-Stereo) Verbindung aufbauen möchten. Mit 32khz klappts. Das Handbuch schweigt sich dazu aus, ist über 128kbit/s ISDN überhaupt 44.1 oder 48 khz möglich? Daneben stellt sich die Frage, ist 44.1khz sinnvoll? für die 15khz die der UKW-Sender mitmacht wären 32khz Samplingrate ja eigentlich ausreichend. Da aber das Processing (Optimod) vorm Sender und nicht vorm Codec geschieht wäre es trotzdem sinnvoll eine höhere Bandbreite ins Studio zu bekommen? Oder sollten wir vor dem Codec (auf Encoderseite) noch ein extra Processing durchführen. Wir hätten z.B. noch ein Behringer DSP 9024 rumliegen, das könnten wir evtl. mittelfristig konfigurieren und mit zur Location schleppen falls das Sinn macht.

    Desweiteren, wie werden Codecs normalerweise ins Studio eingebunden, so dass Redakteure selbständig damit Arbeiten können? Presets für verschiedene Szenarien (Interview vs. Musik) und dann N-1 wie beim Hybrid? Oder sitzt jedesmal ein Techniker vor Ort der abhängig von Gegenstelle und Einsatzzweck die Audio-En/Decoder und das Routing konfiguriert?

    Gruss, m.
     
  2. muted

    muted Benutzer

    AW: ISDN-Codec-Konfiguration

    Von meiner Warte her kann ich sagen, auch wenn es keine Antwort auf alle Deine Fragen ist:

    - Ein Prozessing vor dem Encoder (gemeint ist hier wahrscheinlich Kompression) macht in meinen Augen wenig Sinn, wenn es im Funkhaus eh noch einmal bearbeitet und komprimiert ist. Denn: Das Processing im Funkhaus verarbeitet ansonsten ja auch Rohmaterial und kein "vorbearbeites". Daher würde ich hiervon die Finger lassen (Zum Thema Kompression, dessen negativen Auswirkungen und dem nachgeschalteten Processing: Siehe auch Thread über die Jingleproduktion. Hatten wir kürzlich erst).

    - Bei uns im Funkhaus sind die Codecs in der Regel so gestrickt, dass nur die Moderatoren-Mikrofone auf dem Send-Kanal liegen, und zwar permanent, auch wenn sie "onair" aus sind. So können sich Moderator und Reporter permanent hören. Bei Bedarf kann man über den Aux-Weg aber auch noch das Musik-Signal hinzufügen oder komplett das Sendesignal zum Reporter übertragen. Alles direkt am Pult und ohne umstecken. Auf Reporter-Seite steckt dann ein Kopfhörer am Codec, den sich der Reporter aufsetzt. Ebenso steckt am Codec das Mikrofon des Reporters (erweiterbar natürlich mit Pult und mehreren Mikrofonen).

    Zu den Kilobits und Kilohertz können Dir sicher andere etwas sagen. Ich kann nur sagen, wie es bei uns mit den alten Musiktaxis ist: Qualität immer auf Optimum (2 B-Kanäle = 128kbit/s, 44.1 KHz).
     
  3. Hinztriller

    Hinztriller Benutzer

    AW: ISDN-Codec-Konfiguration

    Ein aufgeblasenes Soundprozessing bei dieser relativ schmalbandigen Anbindung mit 128kBit/s würde ich auch vermeiden, da es unnötig viele Artefakte produziert.

    32 kHz hat bei manchen Codecs die Eigenart, dass ein Audiofilter bereits bei 12 kHz anfängt, die Höhen anzusägen. Da klingt 48 kHz besser.

    Was auszutesten ist, ob sich der Klang mit Joint Stereo 128kBit/s subjektiv etwas verbessern lassen kann.

    Rückton ist bei uns im Funkhaus wählbar.
    a.) n-1 aus dem Studios, wobei wählbar ist, welche Quellen der Mensch am anderen Codecende hört (mit Talkback-Funktion)

    oder

    b.) Beliebige Quelle für automatisierte Codec-Aufschaltung, z.B. Rückton UKW Tuner, um zu hören, ab wann man "drauf" ist.
     
  4. evw

    evw Benutzer

    AW: ISDN-Codec-Konfiguration

    44,1 / 48KHz mit 128 KBit/s ist normalerweise kein Problem mit Centauris. Wo hängts denn? Leitung steht, aber kein Sync? Probier mal Anwahl in umgekehrter Richtung und einen Kaltstart beider Geräte.
     
  5. Dude

    Dude Benutzer

    AW: ISDN-Codec-Konfiguration

    Anwählendes Gerät auf Abhängigkeit "Lokal" und 44,1khz Layer 3 Joint-Stereo, angewähltes Gerät ebenfalls, aber Abhängigkeit auf "Remote". Anwahl steht (beide Kanäle) aber kein Sync. Wenn das anwählende Gerät auf 32khz gestellt wird klappt die Verbindung.

    Ich wunderte mich jetzt ob das geht, weil z.B. AVT in ihren technischen Daten für ISDN (http://www.avt-nbg.de/download/data_sheet/000534_V03_o.pdf) explizit "15 kHz Stereo mit 96, 112, 124,8 kbit/s" als "bestmögliche" Betriebsart über ISDN angeben. 15kHz würde sich ja mit 'ner Samplingrate von 32khz decken.

    Danke für die Tipps soweit, wir werden das nochmal kurz testen, Sendung ist in 3 Stunden. Was die Anwahl in umgekehrter Richtung angeht, das ist momentan leider keine Option da einer der ISDN-Anschlüsse nur als Halbamt (keine ausgehenden Verbindungen) ausgeführt ist, das haben wir zu spät bemerkt ums für heute noch zu ändern.

    Gruss, m.
     
  6. kk

    kk Benutzer

    AW: ISDN-Codec-Konfiguration

    Wir hatten immer Layer 2 in dual Mono - da wollte sogar der Zephyr mit dem SL-Pro ...
     

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Diese Seite empfehlen