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Ist das private Spartenradio tot?

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von Sachsenradio2, 03. September 2003.

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  1. Sachsenradio2

    Sachsenradio2 Benutzer

    ...frag ich mch und Euch, wenn ich mir die Entwicklungen der letzten 12 Monate anschaue. Das FAZ-Businessradio ist gescheitert, wenn auch wegen ungeschicktem Programmmanagement und zumindest in Hessen schwachen Frequenzen, wie man hört hat SSL Schwierigkeiten, aus Gründen, die in der Anlage des deutschen Mediensystems begründet liegen, Project 89,0 digital ist trotz verhältnismäßig guter Zahlen beendet worden und Oldie.FM ist kein Oldiesender mehr und auch nicht mehr Oldie.FM. Ist außerhalb der Großstädte das private Spartenradio tot? Können, wirtschaftlich gesehen, nur CHR- und AC-Formate Geld verdienen? (Wenn überhaupt Geld verdient wird?)
     
  2. radiofreund

    radiofreund Benutzer

    Hängt von der Größe des Sendegebiets ab. In BaWÜ haben die meisten Privaten ein kleineres Sendegebiet als der SWR. Und da hilft dann nur noch etwas, was möglichst viele Menschen hören wollen, um den Wettbewerbsnachteil gegenüber dem SWR nicht noch größer zu machen.
     
  3. Flippzeit

    Flippzeit Benutzer

    Also ob das private Spartenradio bundesweit tot ist vermag ich nicht zu beurteilen. Ich arbeite allerdings gerade an einer Hausarbeit über das Digitalradio DAB. Und bei meinen Recherchen bin ich auf einen ganz interessanten Aspekt in der gängigen Argumentation der Landesmedienanstalten gestoßen.

    Einige Medienanstalten fordern mit Einführung des DAB in Deutschland eine Änderung des Rundfunkrechts dahingehend, dass bundesweiter privater Rundfunk möglich wird. Die Landesmedienanstalten würden hier besonders gerne Spartenprogramme lizensieren. Das Problem der Spartenkanäle ist ja oftmals ein zu kleines Zielpublikum, wenn es nur in einem Bundesland oder gar lokal ausgestrahlt wird (siehe FAZ Business Radio). Bei bundesweiter Ausstrahlung hätten Spartenprogramme eine viel bessere Chance sich wirtschaftlich zu tragen ... Country, Talk oder Blues für alle Fans zwischen Kiel und Garmisch. Solche exklusiven bundesweiten DAB-Programme könnten darüberhinaus für diese Spartenzielgruppen einen Zusatznutzen des DAB gegenüber UKW bedeuten, der einen Kaufanreiz darstellt.

    Dummerweise wird es vermutlich nicht gelingen Gesetze in kurzer Zeit zu ändern, und wenn die Entwicklung von DAB weiter so schleppend verläuft wie bisher, wird es das neue System möglicherweise schon nicht mehr geben, bevor wir bundesweiten Spartensendern lauschen können ...
     

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