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Japan, die ARD und der Spendensumpf

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von Radiokult, 26. März 2011.

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  1. Radiokult

    Radiokult Benutzer

    Manchmal fragt man sich schon beim Lesen, ob es sich evtl. um einen Aprilscherz handeln könnte. Da aber noch kein April ist und das Thema im Grunde viel zu ernst um Witze drüber zu machen, würde mich mal interessieren, ob man innerhalb der ARD jetzt jeden Bezug zur Realität verloren hat?
    Quelle

    Bei allem Respekt, hier zeigt sich mal wieder mit voller Wucht der öffentlich-rechtliche Klüngel mit seiner häßlichsten Fratze... Schämt euch ARD!
     
  2. Fastvoice

    Fastvoice Benutzer

    AW: Japan, die ARD und der Spendensumpf

    "Spendensumpf"? Die zitierte Quelle ist ein PR-Portal ohne redaktionelle Eigenleistung, es handelt sich also um die Meinung einer Organisation (die ich im Übrigen schon mehrfach und kräftig unterstützt habe, nur im Moment noch nicht). Man sollte zumindest auch mal die Gegenposition der ARD erwähnen. Das Thema "Spenden für Japan" ist m. E. deutlich zu kompliziert, um es nur eindimensional abzuhandeln.

    Tatsache ist, dass zumindest zur Zeit die Mängel eher infrastrukturell und logistisch als rein monetär sind. Es nützt eben leider nicht, Lebensmittel etc. zu bezahlen, die dann nicht den Weg zu den wirklich Bedürftigen finden. Das scheint mir im Moment nur in sehr begrenzten und wenigen Fällen zu funktionieren, zumal die zunehmende Strahlung Hilfsaktionen behindert. Auf lange Sicht können Spenden jedoch sinnvoll werden, weil Japan auch wegen der AKW-Katastrophe grundlegenden strukturellen und wirtschaftlichen Umwälzungen ausgesetzt sein wird - inklusive der Umsiedelung großer Teile der Bevölkerung.
     
  3. Wertham

    Wertham Benutzer

    AW: Japan, die ARD und der Spendensumpf

    Ich weiß nicht worin du jetzt hier einen großen Spendensumpf siehst: Sie haben NICHT aufgerufen zu spenden, also auch keine Spenden erhalten, die in einem Spendensumpf versickern können.
     
  4. Москва Radio

    Москва Radio Gesperrter Benutzer

    AW: Japan, die ARD und der Spendensumpf

    Keine Spenden. Für niemanden! Ich gebe höchstens Trinkgeld. Mehr is' nich'.
     
  5. freiwild

    freiwild Benutzer

    AW: Japan, die ARD und der Spendensumpf

    Äh, wie? Die ARD hat sich vertraglich verpflichtet, wie sie die Nachrichten zu gestalten hat?
     
  6. chapri

    chapri Benutzer

    AW: Japan, die ARD und der Spendensumpf

    Die eigentliche Quelle ist ja nicht das Portal, sondern dts - eine seltsame Agentur in Halle...
     
  7. Radiokult

    Radiokult Benutzer

    AW: Japan, die ARD und der Spendensumpf

    Ich möchte in diesem speziellen Fall "Spendensumpf" nicht als versickerte Gelder verstanden wissen, sondern so wie es freiwild ganz treffend formuliert hat.
    Wie kann es denn bitte sein, dass ein vermeintlich unabhängiges und überparteiliches Medium wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk sich von "Kooperationspartnern" vorschreiben läßt, was und worüber er zu berichten hat und was nicht?
    Obliegt es jetzt dem "Bündnis Entwicklung hilft" festzulegen, wer oder was hilfsbedürftig ist und was nicht?
    Wie steht doch gleich auf Spiegel Online?
    Quelle

    Die "Gegendarstellung" der ARD ist übrigens eine Farce, da hierzulande selbstverständlich nicht nur Geld gespendet wird, sondern auch derzeit in Japan dringend benötigte Sachspenden.

    PS:
    Hübsch ist übrigens Chapris Argument. Das die dts, welche die Meldung verbreitet hat, eine "seltsame Agentur in Halle" ist, ist ja ein richtig tolles Argument. Das ist ja fast schon hochwertiger Journalismus. :p
     
  8. Wertham

    Wertham Benutzer

    AW: Japan, die ARD und der Spendensumpf

    Über die Katastrophe selbst wurde sehr ausführlich berichtet,also das kann man dem öffentlich rechtlichen Rundfunk nicht vorwerfen. Sie haben nur nicht den Spendenaufruf gebracht und ich denke, dies ist ihr gutes Recht,weil sonst könnten si die Tagesschau nur durch Spendenaufrufe betreiben.
     
  9. rakete

    rakete Benutzer

    AW: Japan, die ARD und der Spendensumpf

    So oder so wäre es in jedem Fall sinnvoller, Spenden jenen Organisationen zukommen zu lassen, die kontinuierlich dort arbeiten, wo es situativ wirklich nötig ist, als nach vereinzelten Katastrophen mit 20 Euro das Gewissen zu beruhigen. Ein paar Euro an Medecins sans Frontieres o.ä. sind immer gut angelegtes Geld. Jede Solidarität gegenüber Japan ist wichtig und lobenswert, man sollte sich aber vor Augen führen, dass die Katastrophe dort wenig ist im Vergleich zum alltäglichen Elend anderswo.
     
  10. rakete

    rakete Benutzer

    AW: Japan, die ARD und der Spendensumpf

    Und was die Flüchtlinge von Fukushima betrifft, würd ich ganz gern mal als erstes jene in die Pflicht nehmen, die jahrelang die angeblichen Vorteile der Atomkraft gepriesen und derweil auf unser aller Kosten gelebt haben. Wer Schwarz-Gelb gewählt hat, sollte jetzt auch den Arsch in der Hose haben, da runter zu fahren um aufzuräumen. Das stand bei denen schließlich ausdrücklich im Wahlprogramm, und viel anderes stand da ansonsten nicht (Hoteliers seien hier ausgenommen, die sind gesondert begünstigt worden). Andernfalls hätten wir die absurde Situation, dass wir für Schäden spenden würden, die die Atomwirtschaft und deren Kunden zu tragen haben. Da sehe ich wirklich keinen Grund, gutes Geld schlechtem hinterher zu werfen.
     
  11. Jessie

    Jessie Benutzer

    AW: Japan, die ARD und der Spendensumpf

    Auch ard.de hat eine Suchfunktion. "Spende" + "Japan" = 1100 Treffer, dito + "BLZ" = 48 Treffer. Dazu heute nachmittag ein "Konzert für Japan" vom NDR.
    Eine Verweigerungshaltung sieht anders aus. In Zeiten des Internets kann man voraussetzen, wer spenden will, braucht nur drei Mausklicks.
     
  12. Fastvoice

    Fastvoice Benutzer

    AW: Japan, die ARD und der Spendensumpf

    Gestern Nachmittag kam aktuell noch eine offizielle Reaktion der ARD auf die Vorwürfe der ADH im "Spiegel". Ähnliche Auseinandersetzungen gab's übrigens auch schon 2010 nach dem Erdbeben in Haiti.

    Der Begriff "Spendensumpf" ist jedenfalls in diesem Zusammenhang völlig deplatziert, "Spendenstreit" wäre angebrachter.
     

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