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Journalisten - selbstgefällig und überheblich

Dieses Thema im Forum "Auszeit" wurde erstellt von Mannis Fan, 25. Januar 2013.

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  1. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Jan Fleischhauer bringrt es in Spiegel-Online mal wieder auf den Punkt:
    Das war kein einmaliger Ausrutscher - Journalisten sind so - speziell in den öffentliche-rechtlichen Anstalten. So lautet die knapp gefasste Generalthese.
    http://www.spiegel.de/politik/deuts...rognosen-wir-super-journalisten-a-879426.html

    Ist es wirklich so?
     
  2. HeavyRotation25

    HeavyRotation25 Benutzer

    Der "Spiegel" haut auf den ÖR. Wundern darf man sich nicht darüber. Prognosen sind halt nur vorherige Schätzungen, aber das Endergebnis zählt. Der "Spiegel"-Journalist hätte auch schreiben können, wie oft die Schönenborn und Co. in den letzten Jahren recht gut abgeschätzt hatten.

    Lieber falsche Prognosen am Tag der Wahl statt wochenlange Beeinflussung der Wähler durch die Printmedien.
     
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  3. chapri

    chapri Benutzer

    @SPON: Wer im Stall sitzt, soll nicht mit Schweinen werfen - oder so...
     
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  4. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Vergesst mal den Überbringer der Botschaft. Meine Frage war: Stimmt die Botschaft?
     
  5. 2Stain

    2Stain Benutzer

    Ja die Botschaft stimmt.
    Ähnliches habe ich vor Jahren in einem anderen Thread geschrieben. Ich bin zu faul, um den Thread zu suchen.
    Die Kernaussage ist allerdings identisch.

    2Stain
     
  6. TiBel

    TiBel Benutzer

    Eigentlich hätte ich nach der Hälfte des Artikels bei
    aufhören wollen zu lesen. Das hat für mich mit dem Thema nichts zu tun und ist billigste Stimmungsmache, wie in den letzten Wochen so oft. Schade, gibt es dem Artikel doch einen faden Beigeschmack, zumal der Artikel am Ende dahingehend entgleitet, dass Journalisten und Politiker korrumpiert seien und dem armen Fernsehzuschauer diese schlimme Gebühr/Beitrag auferlegen – und damit weg von der inhaltlichen Ebene. Das hätte nicht sein müssen, denn insgesamt ist das Thema interessant und diskussionswürdig, auf diesem vermeintlich lustigen "schwarzer Humor"-Niveau habe ich da aber keine Lust zu.


    Ich bin insgesamt gerade im Hinblick auf die Wahlberichterstattung etwas anderer Meinung. Zwar war viel und häufig von einer "Schicksalswahl" die Rede, aber mal angenommen, FDP und SPD hätten verloren - dann wäre dort Parteiintern sicher einiges los gewesen. War nicht so, das Schicksal der beiden Spitzen ist also vorerst gerettet. Wenn es keine zwei Alternativen gäbe, wäre es auch keine "Schicksalswahl", oder?

    Fakt ist weiterhin, dass im Vorfeld immer wieder prognostiziert wurde, dass die Mehrheitsverhältnisse wahrscheinlich sehr knapp ausfallen werden. Das ist ja nun auch eingetroffen.

    Drittens habe ich auch im Vorfeld immer wieder gehört und gelesen, dass die FDP sich durch ihre direkten Angriffe auf Rösler in eine Zwickmühle bringt. Denn wenn sie in Niedersachsen ein gutes Ergebnis einfahren, müssen die Kritiker zurückrudern und die Partei steht schlecht da, oder Rösler tritt trotzdem zurück und die Partei steht noch mehr als Meuchelmörder da. Sinngemäß hieß es irgendwo „man muss der FDP daher um ihrer selbst willen schon fast ein schlechtes Ergebnis wüschen.“

    So eine starke Kehrtwende hat die Berichterstattung also gar nicht gemacht.

    Hinzu kommt: Journalisten sind keine Statistiker. Sie geben allenfalls Umfragen in Auftrag, genauso wie sie Experten oder Politiker befragen. Seriöse Medien nennen auch die Quelle der einer Meinungsumfrage, eben weil sie diese nicht selbst erstellt haben. Liegt so eine Umfrage falsch, ist das nicht die Schuld der Journalisten. Es stand irgendwann auch mal ein Eröffnungstermin für BER in der Zeitung (und dann noch einer, …), aber deswegen sind doch die Journalisten nicht Schuld an den baulichen Mängeln. Sicher könnte an einigen Stellen kritischer mit Umfragen umgegangen werden (Wenn ich z.B. „Wählerwanderungen“ sehe, wo auf das Prozent genau abgebildet ist, woher der Wählerzuwachs einer Partei kam, kommen mir immer leichte Zweifel...), vor allem könnte auch gesagt werden, dass die Ergebnisse auf die „Sonntagsfrage“ nicht heißen: „Wenn Sonntag Wahl wäre, würde die CDU 36% bekommen“, sondern „Wenn Sonntag Wahl wäre, läge die Wahrscheinlichkeit, dass die CDU zwischen 33,5% und 38,5% der Stimmen bekommt, bei 90%“. Auf der anderen Seite: Jeder, der in der Schule bei Statistik aufgepasst hat, weiß das und für die meisten anderen – behaupte ich mal – wäre diese Information zu viel Statistik und nicht unbedingt klarer oder genauer.

    Den Ansatz „sind Journalisten selbstgefällig und überheblich?” finde ich sehr interessant, das Beispiel stützt diese These jedoch schlecht, der Artikel selbst wirft hingegen die Frage auf: „sind SPIEGEL-Journalisten selbstgefällig und überheblich?”
     
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  7. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Gute Volte, TiBel. Muss man bei SPIEGEL-Journalisten diese Frage überhaupt noch stellen? Ist doch längst geklärt.
     

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