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Keine Barbusigen auf dem iPhone, die "Bild" protestiert...

Dieses Thema im Forum "Auszeit" wurde erstellt von HeavyRotation25, 23. Februar 2010.

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  1. HeavyRotation25

    HeavyRotation25 Benutzer

    Apple blockiert das Darstellen nackter Damen, die über das "Bild-App" angesehen werden können und die "Bild" protestiert heftigst dagegen, fühlt sich unsachgemäß zensiert.

    Apple verlangt vom Onlineanbieter, dass die dargestellten Frauen nicht nur mit Slip bekleidet sind, sondern auch die nackten Brüste sollen per Bildbearbeitung retuschiert werden. 100.000 User bangen mit der "Bild" um ihre Fleischbeschauung, wer will schon Frauen im Bikini sehen? :D

    Hier zum Artikel des "Spiegel":

    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,679750,00.html

    Da sieht man wieder, welche Qualität die "Bild" hat und was denen im Grunde wichtig ist...
     
  2. legasthenix

    legasthenix Benutzer

    AW: Keine Barbusigen auf dem I-Phone, die "Bild" protestiert...

    . . .schon klar - aber was fällt als nächstes in Ungnade?

    Bestimmte Videostreams, Radiostationen, Radioforen . . .[​IMG]
     
  3. Tweety

    Tweety Benutzer

    AW: Keine Barbusigen auf dem I-Phone, die "Bild" protestiert...

    Was soll man von einer amerikanischen Firma auch anderes erwarten?:D
     
  4. Zwerg#8

    Zwerg#8 Benutzer

    AW: Keine Barbusigen auf dem I-Phone, die "Bild" protestiert...

    Diese Frauen, welche die erotischen Inhalte "herabsetzend fanden" sollten sich vielleicht auch mal fragen, ob es nicht doch besser ist, wenn irgendein "Männermagazin" diese (häßlichen, völlig unerotischen) Nähte an den Brüsten "weichzeichnet", damit man das nicht sieht! Mir kommt das Kotzen, wenn ich irgendwelche Nähte sehe. (Ich habe auch in einem "Table-Dance"-Schuppen aufgelegt und genug gesehen...) Ich lasse mir doch auch nicht ein "drittes dickes Ei" einnähen! Ich habe Verständnis dafür, daß Frauen mit kleineren Brüsten gewisse Minderwertigkeitskomplexe haben. Nur sollten die Männer diesen Frauen auch mal offen sagen, daß sich die "vermeintlich" kleineren Brüste "deutlich fester" ("besser?) anfühlen. Und wenn "sie" auch noch "echt" sind, umso besser... Nicht jede Frau kann von "Natur aus" mit einer 90cm-Oberweite aufwarten. Und nur weil das so ist, nähen sich 20% der Mädels irgendwelche "Kissen" ein? Ich kann nur hoffen, daß sie diese Entscheidung nie bereuen. Und ehrlich - ich möchte "an meiner Freundin" eigentlich keinen Nähte entdecken - Blinddarmoperation ausgenommen...

    vg Zwerg#8
     
  5. legasthenix

    legasthenix Benutzer

    AW: Keine Barbusigen auf dem I-Phone, die "Bild" protestiert...

    Und das ist gut so!

    Zumal diese besonders für Zwerge auch eine nicht unerhebliche Bedrohung darstellen kann. :D
     
  6. divy

    divy Benutzer

    AW: Keine Barbusigen auf dem I-Phone, die "Bild" protestiert...

    Ich mag die Bild auch nicht, darum bin ich aber längst nicht für so eine Art der Zensur. Man kann nur hoffen, dass die befürchtete marktbeherrschende Position Apples mit dem Tabletten-PC nicht eintritt, sonst dürfen wir in den Medien nur noch so berichten, wie es der Marke gefällt. Heute sind es die Busen der Bild, morgen die Fotos von Misshandlungen von Kriegsgefangenen und irgendwann auch die Texte. Das sind Zustände wie im 17. Jahrhundert, als alles vor der Veröffentlichung irgendwelchen Fürsten oder Inquisitoren vorgelegt werden musste.
     
  7. Studio Rebstock

    Studio Rebstock Benutzer

    AW: Keine Barbusigen auf dem I-Phone, die "Bild" protestiert...

    Liebe Kinder, langsam wird mir die Nummer hier zu albern.

    Der reinen Definition zufolge nach ist es Zensur - na und? Hier bedroht ja nicht ein Staat die Pressefreiheit - in dem Fall wäre auch meine Stimme im Protestgeschrei zu hören -, sondern der Betreiber einer Plattform bestimmt mehr oder minder willkürlich, was mit Hilfe seiner Technologie verbreitet wird und was nicht.
    Man könnte so etwas auch unter "Hausrecht" verbuchen, und witzigerweise findet ausgerechnet hier, bei radioforen.de, tagtäglich nichts anderes statt. Nur mit dem Unterschied, dass es hier weitgehend akzeptiert wird.

    Wir hatten mal eine heiße Diskussion über Twitter, da hieß es u.a., dass Twitter der ungeschminkte Journalismus, schnell, roh, ungefiltert etc. sei - unbeeinflusst, wahrhaftig etc.. Kräht heute offenbar kein Hahn mehr nach. Und jetzt also die "Äpps", die, nach Gutsherrenart zugelassen oder entfernt, der Zensur Tür und Tor öffnen sollen.

    Ist es nicht vielmehr so, dass es sich um nichts weiter als um einen zusätzlichen Distributionskanal auf einem eurer Lieblingsspielzeuge handelt - und wenn es diese Plattform insgesamt nicht gäbe, würde die Welt auch nicht zusammenbrechen?
    Ich persönlich finde diese Aufregerei künstlich, absurd und lächerlich.

    P.S. Nein, isch 'abe keine eifoohn.
     
  8. divy

    divy Benutzer

    AW: Keine Barbusigen auf dem I-Phone, die "Bild" protestiert...

    Isch hab auch keins;)

    Du hast im Prinzip Recht. Nur ist es eben auch kein Geheimnis, dass die Presse mit dem Verbreitungsweg "Papier" künftig zunehmend Probleme bekommt. Dann wird es einen Ersatz geben, wo dem Äbbel gute Chancen eingeräumt werden, mit seinem Eibuk eine Sonderstellung zu bekommen. Wer seine Zeitung also verkaufen will, muss es eines Tages zumindest AUCH über diese Plattform anbieten können. Wenn diese Plattform sich nun aber die Inhalte auswählt, die sie transportieren will, dann herrscht Zensur.

    Irgendwann wird es sich so einspielen, dass dies gar nicht mehr so offensichtlich passiert. Jeder weiß, mit welchen Inhalten er Apples Misstrauen erweckt. Die bleiben von vornherein ausgeblendet. Diese Art der Vorzensur hat zwar in der Literatur und im Theater zwar zu großartigen Werken geführt, ich wünsche sie mir dennoch nicht zurück.

    Das der Anlass die Möppse in der Bild sind, ist dabei erst mal nebensächlich.
     
  9. Tweety

    Tweety Benutzer

    AW: Keine Barbusigen auf dem I-Phone, die "Bild" protestiert...

    Divy hat absolut Recht. Man sollte hier auf der Hut sein. Heute sind es die Barbusigen morgen die Kriegsberichterstattung usw. Wehret den Anfängen.
     
  10. djtechno

    djtechno Benutzer

    AW: Keine Barbusigen auf dem I-Phone, die "Bild" protestiert...

    Hmm, wer unbedingt nackte frauen auf dem iphone sehen will, nimmt dann halt den webbrowser,der wird ja wohl nicht zensiert ?
    Ansonsten: Kein iphone kaufen. Ich habe auch keins. Gibt bessere Alternativen

    Mal ehrlich,ein smartphone ohne java-support kommt mir nicht ins haus.
    zum reinen telefonieren dagegen (wenn ich keine terminplanung,mobile web+email brauch) reicht ein "normales" handy wie das siemens c45 z.b.
    WENN smartphone,DANN was standardkonformes mit java,ohne branding und ohne zensur.
    Klar,jeder Handyprovider kann dinge blockieren,zensierne,limitieren. Dann wird er halt gewechselt. Wenn ich handy und provider einzeln aussuchen kann,was beim iphone hierzulande nicht geht,gehe ich mit dem gerät,das ICH will zu dem provider,der (em ehesten) das macht,was ICH will
     
  11. Zwerg#8

    Zwerg#8 Benutzer

    AW: Keine Barbusigen auf dem I-Phone, die "Bild" protestiert...

    Hallo Uli!

    Zunächst - ich besitze auch kein iPhone.

    Leider ist die ganze Sache nicht albern, auch wenn es hier erstmal nur um Möpse geht.

    Richtig. Aber genau an dieser Stelle wird auch ein Problem daraus! Wenn ein privates Unternehmen mit einer gewissen medialen (Nachrichten-)Marktmacht anfängt Inhalte unter dem Vorwand "Hausrecht", "allgemeine Unternehmesrichtlinien" oder sonstwelchen Gründen zu filtern, dann wird es gefährlich. Das hat nichts mehr mit Ausgewogenheit bzw. journalistischen Grundsätzen zu tun, sondern mit Meinungsmache, Propaganda.

    Vor der letzten Bundestagswahl hat ein großes Internetportal für Studenten (darunter viele "Erstwähler") den im Bundestag vertretenen Parteien auch eine "Extra-Plattform" zur Vorstellung der Wahlprogramme geboten. Aber halt nur diesen Parteien, nicht auch den anderen wählbaren (zugelassenen) Parteien! Ich nannte das damals Zensur, denn nichts anderes ist das!


    Grüßle Zwerg#8
     
  12. Studio Rebstock

    Studio Rebstock Benutzer

    AW: Keine Barbusigen auf dem I-Phone, die "Bild" protestiert...

    Ich könnte die Aufregung ja verstehen, wenn ein Anrecht auf freie Informationsnutzung über diese Plattform bestünde, kann das aber aus der bisherigen Diskussion noch nicht ableiten.

    Wenn die Verlage mit ihrem eigenen Kommunikationsmedium - Papier, das sie selber bedrucken - nicht mehr ihre erwünschte Leserschaft erreichen und sich anderer Anbieter bedienen müssen, um ihre Inhalte zu transportieren, dann ist es halt ihre Aufgabe, sicherzustellen, dass ihre Informationen die Empfänger auch tatsächlich erreichen.
    Nach meiner Auffassung reden wir hier nach wie vor über einen Vertrag zwischen zwei privaten Parteien.

    Die Verlage versuchen ja - gewissermaßen - auch, Zensur auszuüben: Den freien Informationsfluss im Internet soll es ja zukünftig auch nur noch für den zahlenden Nutzer geben; teilweise ist das schon der Fall.
    Achtung jetzt fliegt die rhetorische Keule tief: "Zahle, dann bekommst Du Informationen" vs. "Nimm die Nackedeis raus und du darfst auf meine Plattform".
    Wo fangen wir an? Auf welcher Grundlage fordern wir das Recht auf den freien Zugang zu jeder Information auf jedem Kanal ein?

    Sollte bspw. Radioszene.de aus nicht nachvollziehbaren Gründen auf die Idee kommen, Nachrichten aus einem bestimmten Funkhaus nicht mehr zu bringen und andere dafür um so stärker zu propagieren, dann ist das zwar extrem ärgerlich, zwingt mich aber, auf andere Medien umzusteigen, wenn ich umfassende und redaktionell nicht beschnittene Informationen wünsche.

    Es mag am Alter liegen oder daran, dass ich nicht jeden Hype mitmache, aber die Welt dreht sich auch ohne Eifoohn-Äpps weiter.
    Wer kann denn ernsthaft begründen, dass er dadurch vom Informationsfluss abgeschnitten wird?

    Wie wäre es zum Beispiel damit, gutes Informationsradio zu hören? Solls noch geben.
     
  13. Zwerg#8

    Zwerg#8 Benutzer

    AW: Keine Barbusigen auf dem I-Phone, die "Bild" protestiert...

    Dieses Anrecht "auf freie Informationsnutzung über diese Plattform" besteht natürlich zunächst nicht! Sobald aber ein privater Anbieter ein (auch) für die Verbreitung von Nachrichten gewisses Level (im Sinne von der Anzahl der Nutzer) erreicht hat, kommt ihm auch eine gewisse (journalistische) Verantwortung zu.

    Ich kenne jetzt die aktuelle Lage nicht, aber beispielsweise war in Web-Radiokreisen vor einiger Zeit davon die Rede, daß Webradios über 500 Zuhörer eine "Zulassung" brauchen, da sie durchaus auch einen Teil zur "öffentlichen Meinungsbildung" beitragen. Man könnte auch sagen, daß mit dieser "Zulassung" eine "gewisse Qualität" in der Berichterstattung gewährleistet werden soll(te). Große private Onlineportale haben - ohne Frage - weitaus mehr als 500 Nutzer, tragen damit also erstrecht zur "öffentlichen Meinungsbildung" bei, können im Prinzip aber machen was sie wollen - meinetwegen nur die ihnen genehmen Meldungen oder Meinungen publizieren. Man muß dabei ja nicht einmal Meldungen "unterdrücken" - es reicht, wenn man beispielsweise nur die Vorteile eines Atomkraftwerks besonders herausstellt und die Frage der Endlagerung des Atommülls nur am Rande behandelt, beschönigt oder gar "vergisst". Wenn man nun meinetwegen 1 Mio Leser hat, "bildet" man in manchen Köpfen durchaus "feste" Meinungen.



    Ich glaube, daß man zwischen einer Tageszeitung und den wöchentlich erscheinenden Magazinen unterscheiden sollte. Daß die Auflagen immer weiter sinken und die Werbeanzeigen weniger werden, hat hier wohl schon jeder bemerkt - Stern, Focus & Co sind seit der Wirtschaftskrise merklich "dünner" geworden...

    Daß eine Tageszeitung nicht "auf der Höhe der Zeit" ist, weil der Redaktionsschluß irgendwo in der Gegend um Mitternacht liegt, und damit mit den Entwicklungen in einer "globalisierten" Welt nicht mehr Schritthalten kann, ist logisch. Also warum sollte ich eine Tagesszeitung kaufen, die auch nur das abgedruckt hat, was ich schon "mitten in der Nacht" im Internet gelesen habe?

    Die Tageszeitungen in Papierform werden definitiv in den nächsten Jahren sterben. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Hinzu kommt, daß die gerade nachwachsenden Generationen, die natürlich mit dem Internet aufgewachsen sind, immer weniger eine richtige Zeitung in die Hand nehmen. Das ist ein alter Trend.

    Das kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen. Ich weiß nur, daß gerade die "Tageszeitungen" nicht die Macht haben, "Bezahl-Inhalte" auf Dauer im Net durchzusetzen. Ich weiß was das heißt: Redaktionen werden "zusammengelegt", Mitarbeiter werden entlassen. Mit dieser Konzentration verliert man aber auch lokale Kompetenz. Ein Teufelskreis. Warum sollte ich also meiner alten regionalen Tageszeitung die Treue halten?

    Es ist doch allgemein bekannt, daß die verschiedensten Zeitungen schon längst von einer einzigen Redaktion mit Beiträgen versorgt werden. Im gleichen Atemzug muß man aber auch sagen, daß gerade ein gnadenloser Verdrängungskampf ausgefochten wird: Wer Inhalte "verkaufen will", wird irgendwann von der Konkurrenz gnadenos unterboten. Letztendlich hat niemand diesen Kampf gewonnen: Die Meldungen von AFP, DPA & Co wird IMMER jemand kostenlos im Net anbieten - nur um die Surfer auf die eigene Website zu ziehen, damit 0,01% aller "gestrandeten" Surfer die Werbung anklicken.

    Ich wiederhole mich: Die klassische, auf Papier gedruckte, Tageszeitung wird es in spätestens 10 Jahren nicht mehr geben.



    Was ist nun mit den Magazinen, wie Spiegel, Stern, Focus (, Bunte... Playboy)?

    Es gibt IMHO drei Thesen:

    - Die Leser wollen grundsätzlich in einer Zeitschrift "aus Papier" (meinetwegen im Bett) blättern

    - Der Leser dieser Publikationen wünscht Analysen, tiefergehende Artikel (,der Playboy-Leser selbstverständlich "nahtlose Hupen" ;))...

    - Die Leute, die auch schon vor der Krise diese Zeitschriften gekauft und gelesen haben, interessiert die Krise nicht, da sie auch heute noch nicht aufs Geld gucken müssen und mehrere Euro pro Monat für diese Druckerzeugnisse ausgeben können.


    Alle drei Punkte mögen richtig sein, diese Magazine würden aber heute nicht mehr in Papierform erscheinen (siehe AMICA), wenn sich das Geschäft nicht mehr lohnen würde.

    Ein "Focus", "Stern" oder "Spiegel" mag im Moment "dünn" erscheinen, weil kaum Werbung darin zu sehen ist und ein paar Seiten Papier weniger in das Heft geheftet werden müssen, es lohnt sich aber noch immer diese Dinger zu drucken... Man glaubt gar nicht, wie billig ein einzelnes Heft in der Kategorie "Nachrichtenmagazin" in der Herstellung ist. Selbst wenn sich die Krise weiter verschärfen würde, würde es diese Nachrichtenmagazine noch eine Weile lang geben...


    Das wird niemand behaupten, den derjenige kann sich ja auch noch mit Hilfe anderer Quellen unterrichten. Problematisch wird es nur, wenn alle Quellen das gleiche Wasser liefern. Spätestens wenn die ÖR abgewickelt sind (das wird passieren; 20 Jahre) wird die Suche nach genießbaren Wasser problematisch.




    Das kann ich im Bett aber nicht einfach "umblättern". ;)

    vg Zwerg#8
     
  14. Ammerlaender

    Ammerlaender Benutzer

    AW: Keine Barbusigen auf dem I-Phone, die "Bild" protestiert...

    Geschieht aber nicht genau das jeden Tag im Radio? Erinnern möchte ich daran, dass journalistische Beiträge, falls Hintergründe gebracht werden, sehr selten den Fakt, die Nachricht aus, wenn nicht allen, so doch den relevanten Blickwinkeln beleuchtet. Als Beispiel führe ich wieder einmal die Redaktion um Plasberg (der ja mitunter als Ikone dargestellt wird) und seine Sendungen zum "Turboabitur" nach 12 Jahren an - wo waren die Vertreter aus den Bundesländern, wo das schon ewig gang und gäbe ist? Waren sie unerwünscht? Oder allgemein: Werden Diskussionen nicht durch den Moderator gnadenlos "abgewürgt", wenn auch nur ein winziger Anschein entsteht, dass die gewünsche Aussage der Sendung nicht erreicht wird?
    Anderes Beispiel ist die Musik: Wieviel Musik aus Vergangenheit und Gegenwart findet in den Medien nicht statt, obwohl es nachweislich einen Markt gibt?
     
  15. divy

    divy Benutzer

    AW: Keine Barbusigen auf dem I-Phone, die "Bild" protestiert...

    Ammerländer, nein, jedes Medium kann senden, was es möchte, wie auch Zeitungen schreiben dürfen, was sie wollen. Auch die Bild. Hier geht es um Übertragungsweg auf der einen Seite und Inhalt auf der anderen Seite. Und jetzt versucht der, der die Übertragungstechnik hat, die Inhalte von allen anderen zu kontrollieren.

    Es ist so, als wenn es beim Radio einen Zensor gäbe, der bei der UKW-Ausstrahlung eine Vorzensur ausübt. So etwa wie die sogenannte "falsche Liveübertragung", die in den USA ja auch wegen eines weiblichen Busens eingeführt wurde, damals von Jannet Jackson, wenn ich mich richtig erinnere.

    Stellen wir uns mal vor, früher hätte es im ganzen Land, auf der ganzen Welt nur eine einzige Druckerei gegeben. Und die hätte entschieden, was sie druckt und was nicht. Die Empörung wäre doch groß. Eine ähnliche marktbeherrschende Stellung befürchten viele bei Apple. Und die Befürchtungen über die Konsequenzen, die eine solche Stellung hätte, sehen viele jetzt bestätigt.

    Ich glaube, Rebstock hat es auf den Punkt gebracht mit seiner Aussage, dass die Verlage sich eben andere Verbreitungswege selbst suchen sollen, wenn sie mit dem Papier Schwierigkeiten haben und es ihnen bei Apple nicht gefällt.

    Darum müssen die Verlage unbedingt versuchen, das zu verhindern, und einen eigenen Verbreitungsweg, Hard- und Software entwickeln, als Opensource, günstig in der Herstellung und Verkauf und unzensierbar. Dieses günstige interaktive Lesegerät für alle gibt es bezuschusst beim Jahresabo dazu. Ob wir so etwas in Europa wohl noch mal hinbekommen?

    Dann kann Apple machen, was sie wollen. Das nette Image des pfiffigen Unterdog sind sie jedenfalls erst mal los, nicht nur wegen der Möpse der Bild.
     
  16. HeavyRotation25

    HeavyRotation25 Benutzer

    AW: Keine Barbusigen auf dem I-Phone, die "Bild" protestiert...

    Mir ging es bei der Threaderöffnung auch darum, dass die "Bild" befürchtet, dass ihr "App" nicht mehr angenommen wird, weil halt die Bilder der Damen zensiert werden.

    Daran sieht man aber auch, worauf sich die "Bild" stützt und worauf es den Lesern ankommt: Möpse statt wichtigen Nachrichten! :D

    Ich habe selbst kein IPhone und lese Nachrichten im Internet am PC (Lokalzeitung, Spiegel, Berliner MoPo, Bild). Ich hoffe, man kann diesen Service noch lange umsonst nutzen.
     
  17. Studio Rebstock

    Studio Rebstock Benutzer

    AW: Keine Barbusigen auf dem I-Phone, die "Bild" protestiert...

    Eine ordentliche und durchaus knackige Diskussion um die Meinungsfreiheit wird aktuell in Dänemark geführt:
    Eingeknickt oder Dialog gesucht?

    Das finde ich zur Abwechslung wirklich mal spannend - und wer mag, kann ja mal versuchen, die Problematik auf das Thema hier zu übertragen.
    Und dann reden wir noch mal über Angriffe auf die Meinungsfreiheit.

    Ich bin gespannt... :cool:
     

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