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KH HOT AC oder CHR

Dieses Thema im Forum "Radioszene Österreich" wurde erstellt von Eminem, 16. Mai 2003.

Status des Themas:
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  1. Eminem

    Eminem Benutzer

    Meiner Meinerung ist KH sehr weit entfernt von Hot AC. Nimmt man die Playlist ist das eine eindeutige CHR Formatierung. Vor allem bei der Enge der Rotation, max. 140 Titel.
    Im Vergleich zu Ö3 spielt Ö3 ein wirkliches Hot AC Format.
    Stellt sich die Frage: Was steht da im Lizenzbescheid von der alten RPN Frequenz?
    Ob das wirklich rechtens ist?
    Klar ist: Wo steht gesetztlich definiert, was AC, HOT AC, CHR ist. Wer definiert dies wirklich?
    Hier sollte sich Herr Lehofer mal Gedanken machen!
    Was denkt die Szene? Wie lange kann die Lizenz halten?
     
  2. ClarkKent

    ClarkKent Benutzer

    Kronehit ist schon noch Hot-AC, aber eben schon nah an der Grenze zu CHR. Es werden nämlich nicht nur aktuelle Hits und 90er-Songs gespielt, sondern eben die auch schon älteren Hits der 80er Jahre.
     
  3. Eminem

    Eminem Benutzer

    Na ja mal analysieren:
    60% aktuelle Hits
    30% Recurrents
    10% 80er
    So schaut`s aus.
    Habe Ö3 in letzter Zeit nicht abgehört.
    Das Verhältnis ist aber auch aufgrund der Enge der Rotation von KH schon eher HOT AC. KH fährt eindeutig CHR (meine persönliche Meinung) und die Beibehaltung sollten sie sich gut überlegen.
     
  4. JB

    JB RADIOSZENE Mitarbeiter

    "Gesetzlich definiert" sind Radioformate meines Wissens nicht. Was trotzdem relevant sein könnte, ist eine Definition, wie die RMS das Format beschreibt, vgl.<a href="http://www.rms.de/order_check/download/angebote/radioformate.pdf" target="_blank">Link zu Radioformaten (pdf)</a>

    Contemporary Hit Radio (CHR)
    Aktuelle , schnellere Charthits, begrenzte Playlist, Top 40 (Titel, die erst noch Hits für AC-Sender werden), keine Oldies, lange Musikstrecken, schnelle Titel-Rotation: Tophits werden zum Teil fünf- bis achtmal täglich gespielt. Ziel ist es, junge Hörer mit einem schnellen, heißen, aktuellen Programm zu unterhalten; geringer Informationsteil; knappe, dynamisch-aggressive oder witzige Moderation, häufige Promotions / Gewinnspiele Kernzielgruppe: 14-24 Jahre, konsumfreudige junge Menschen Beispiele: Eminem, Das Bo, Die fantastischen Vier

    Gruss in die Szene,
    J.B.
     
  5. Kurt_Woloch

    Kurt_Woloch Benutzer

    Also, der 80er-Anteil liegt meiner Meinung nach etwas höher... bei 15-16%. Und es gibt 5 Top-Hits, die je 9-10x pro Tag gespielt werden... alle anderen max. 5x/Tag. Nur scheinen die Formatdefinitionen schon etwas älter zu sein... gilt Eminem noch als CHR, oder auch schon als AC?

    Wie auch immer... am Fuß der Seite steht, daß die Formatdefinition von Klaus Goldhammer stammt... er hat, glaube ich, auch schon einmal ein Buch über dieses Thema geschrieben. Vielleicht sollte sich Herr Goldhammer kurz einmal Kronehit anhören, um selbst zu beurteilen, welcher seiner Formatdefinitionen es entspricht... <img border="0" title="" alt="[Breites Grinsen]" src="biggrin.gif" />
     
  6. Toyota

    Toyota Benutzer

    ich bin der meinung diese Diskussion sollte im sinne der (ohnehin nur rudimentär vorhandenen) radiofreiheit sofort beendet werden :
    warum ? : um kronehit zu schützen. egal was man davon hält.

    es ist völlig absurd dass der gesetzgeber das recht hat beim musikformat von radiostationen (die nicht staatlich finanziert sind) indirekt mitzureden .
    dieser zustand ist eigentlich ein skandal ( siehe bescheid damals gegen 92.9 hit fm )
    das format von kronehit ist klarerweise näher bei CHR als bei Hot Ac
    aber das hat nur die hörer und keine aus überbezahlten leuten zusammengesetze Behörde zu interessieren , die sich in den letzten jahren haupsächelich durch folgende eigenschaften ausgezeichnet hat :
    1) politisch motiviert / gelenkt
    2) unsachlich
    3) inkompetent

    <small>[ 19-05-2003, 11:55: Beitrag editiert von Toyota ]</small>
     
  7. andimik

    andimik Benutzer

    Ich glaub schon, dass beim Format die Behörde mitreden soll, denn wir alle wollen Musik-Vielfalt und nicht Einheitsbrei. So gesehen finde ich das schon OK.
     
  8. listener_no4

    listener_no4 Benutzer

    bei den musikformaten sollte die rtr nix zum mitbestimmen haben. (fuer vielfalt auch abseits des mainstreams sollen die ÖRs sowie die freien radios garantieren). sehr wohl aber bei den eigentümerstrukturen (siehe hit-fm lizenz-entzug).
     
  9. Toyota

    Toyota Benutzer

    @listener nr.4 :
    das ist es eben .
    die eigentümerstruktur hat hit fm nicht zu fall gebracht sondern das musikformat.
    ein unsinn sondergleichen. im bescheid stand, wien habe zuviel jugendformate .als beispiel wurde antenne wien angeführt .
    das ist die wahrheit, kein scherz.

    <small>[ 20-05-2003, 09:11: Beitrag editiert von Toyota ]</small>
     
  10. Claudia

    Claudia Gesperrter Benutzer

    Aber der Erfolg von Radio Arabella hat der Vorgangsweise recht gegeben !
     
  11. radio_watch

    radio_watch Benutzer

    Staatliche Kontrolle, die über das Einhalten von Standard-Gesetzen hinausgeht, ist immer in der Randlage zur Zensur.

    Der gebührenfinanzierte ORF darf seine Formate wechseln wie er will (zuletzt ORF 2 Salzburg, Tirol, zuvor Blue Danube Radio =&gt; FM4), und niemanden stört es.

    Dafür ist die KommAustria laut Gesetz ja auch nicht zuständig, sondern der BKS. (Warum eigentlich?)

    Was den kommerziellen Erfolg von Arabella angeht (denen ich zu den Hörerzahlen gerne gratuliere): Kennst du die Werbebuchungen dort?

    Was HiT FM betrifft - die Entscheidung war wegen des Musikformats, die Eigentümerverhältnisse waren - auch laut HP Lehofer - rechtlich okay.

    Wer bei der jetzigen Marktlage - Summe Private etwa 1/4 Marktanteil - nach mehr Regulierung ruft, arbeitet entweder beim ORF oder ist Berater des weißrussischen Innenministers. <img border="0" title="" alt="[Winken]" src="wink.gif" />

    <small>[ 20-05-2003, 15:48: Beitrag editiert von radio_watch ]</small>
     
  12. listener_no4

    listener_no4 Benutzer

    ich dachte er gab damals probleme vom pressrat weil die "krone" behauptet hatte, hit fm verliere die lizenz aufgrund des musikformates. von den eigentuemerverhaeltnissen (dass die mediaprint an 2 sendern in wien beteiligt ist) war dort naemlich nie die rede.
    obwohl 2 sender im gleichen empfangsgebiet laut gesetz auch kein problem sein duerften.
    die mediaprint ist mit ihrer marktstellung in oesterreich allerdings ein sonderfall, deshalb haette ich die entscheidung verstanden.
    dass allerdings aufgrund einer aenderung des musikformates eine linzenz entzogen wir ist weltfremd und willkuerlich, wenn man bedenkt wieviele sender das formt gewechselt haben ohne probleme zu bekommmen.
     
  13. radio_watch

    radio_watch Benutzer

    und um es ganz genau zu machen: Die Lizenz wurde nicht von der KommAustria entzogen (das hatte zuvor der VfGh erledigt - gemeinsam mit 88.6, Antenne Wien uvam), sondern lediglich (im Unterschied zu allen anderen) nicht neu erteilt, und zwar an dem Tag, an dem eine Übergangslösung des Nationalrates ausgelaufen ist. Deswegen wurde der Sender auch 14 Stunden nach bekanntwerden von JB persönlich abgedreht.

    Zur Erinnerung seine Worte:

    Es war schön, es hat mich sehr gefreut. Österreich ist nicht frei.

    Letzteres hat bis heute Gültigkeit.
     
  14. HP Lehofer

    HP Lehofer Benutzer

    Hier der Versuch einer Klarstellung zur 92.9 Hit FM-Situation:

    1. Der VfGH hat die ursprüngliche Zulassung aufgehoben; die nach dem Gesetz nach der Aufhebung zu erteilende einstweilige Bewilligung war mit 19.6.2001 befristet.

    2. Nach der Neuausschreibung hatte in erster Instanz die KommAustria die Entscheidung zu treffen (es gab zehn Antragsteller).
    In dieser Entscheidung wurde die Zulassung der Donauradio Wien GmbH (Arabella) erteilt; die Begründung lässt sich im Bescheid (www.rtr.at, Rundfunk-Regulierung-Entscheidungen-18.6.2001) nachlesen. Eine "Zusammenfassung" ist immer ein wenig gefährlich, aber im Kern hat jedenfalls die Eigentümerstruktur - vor dem Hintergrund der zu sichernden größtmöglichen Meinungsvielfalt (laut Verfassungsgerichtshof "eines der wesentlichsten Ziele des Privatundfunkrechts")- wesentlich gegen die 92.9 Hit FM Radio GmbH gesprochen.

    Auszug aus der Bescheidbegründung:
    "Die KommAustria hat gemäß der Zielbestimmungen es KOG ... unter anderem den Marktzutritt neuer Anbieter zu fördern, die Meinungsvielfalt zu sichern und die Nutzung des Frequenzspektrums für Rundfunk zu optimieren. ... Das KOG betont besonders die Förderung des Marktzutritts, impliziert also einen wettbewerbsorientierten
    Ansatz für die Vergabe knapper Ressourcen, wie es die mit der Zulassung zur Hörfunkveranstaltung verbundenen Bewilligungen zur Nutzung des Frequenzspektrums sind. Mit einem derartigen wettbewerbsorientierten Ansatz ist es unvereinbar, mehrere Bewilligungen für das gleiche Versorgungsgebiet an Unternehmen zu erteilen, die miteinander in qualifizierter Weise – also nicht etwa bloß durch geringe Finanzbeteiligungen – verbunden sind, wenn die Nachfrage nach Bewilligungen das mögliche Angebot übersteigt. Auch vor diesem Hintergrund kann daher – angesichts der im vorliegenden Fall mehreren geeigneten Antragsteller – eine Auswahlentscheidung nicht zugunsten der 92.9 Hit FM Radio GmbH erfolgen."

    Das Format der Donauradio war dann relevant bei der Auswahl unter den grundsätzlich in Frage kommenden Antragstellern - im Detail muss ich aber auf den Bescheid verweisen.

    3. Die Entscheidung der KommAustria wurde vom Bundeskommuniaktionssenat bestätigt (http://www.bka.gv.at/bka/medien/wien92-9.pdf);

    4. Der Verfassungsgerichtshof hat in seiner Entscheidung vom 25.9.2002, B 110/02 u.a. (http://www.vfgh.gv.at/vfgh/presse/B110-9a-02.pdf) den Beschwerden gegen den Besacheid des Bundeskommunikationssenats keine Folge gegeben.

    5. Beim Verwaltungsgerichtshof sind noch Beschwerden anhängig.

    Ich hoffe, damit ein wenig zur Vermeidung von Missverständnissen beizutragen.

    Nur noch ganz allgemein zum Problem Musikformat:
    Im Privatradiogesetz ist vorgesehen, dass eine Zulassung zu entziehen ist, wenn der Häörfunkveranstalter den Charakter des von ihm im Antrag auf Zulassung dargestellten und in der Zulassung genehmigten Programms grundlegend verändert hat (§ 28 PrR-G).
    Es geht also um grundlegende Änderungen, nicht um leichte Formatänderungen. Der Hintergrund ist natürlich, dass es sonst möglich wäre, im Zulassungsverfahren ein bestimmtes Format anzukündigen, das auf Grund der gesetzlichen Auswahlkriterien den anderen Anträgen vorzuziehen wäre, und dann ein ganz anderes Programm zu spielen - das würde alle vergleichenden Auswahlverfahren ad absurdum führen.

    Hans Peter Lehofer
    KommAustria
     
  15. Kurt_Woloch

    Kurt_Woloch Benutzer

    Hm... die Frage wäre dann, ob der Kronehit-Relaunch noch als "leichte Formatänderung" bewertet werden kann... dazu müßte man natürlich auch wissen, was eigentlich ursprünglich eingereicht wurde. Gibt es irgendwelche einsehbare Unterlagen darüber, wie das Programm von Krone Hit R@dio beim Antrag auf Zulassung dargestellt wurde?
     
  16. Toyota

    Toyota Benutzer

    @HP Lehhofer:
    danke für die Wiederholung der Darstellung der formalen Richtigkeit der Vorgänge rund um Lizenznichtwieererteilung / 92.9.
    Das ändert nichts daran, dass inhaltlich , wäre es wirklich objektiv zugegangen in dieser frage anders hätte entschieden werden müssen !!
    wie kann es sein dass in wien nun sender wie 105.8 ihr "modernes" Musikformat senden dürfen .
    das ist doch alles eine farce gewesen.
    wäre nett dafür mal eine erklärung zu hören-
    ich bin mir aber bewusst das dies in diesen forum nicht möglich ist .
    würde mich freuen : 929hitfm@gmx.net
     
  17. Fetzendachl

    Fetzendachl Benutzer

    Wurde 92.9 HiT FM die Lizenz nicht wieder erteilt, weil zuviel junges Format in Wien bereits existiert? (Erinnere NRJ, Antenne, FM 4, Ö3 seien genug für Wien)
    Wie verhält es sich jetzt mit Kronehit???? Hört man die Programme Ö3, HiT FM, KH in Niederösterreich gibt es massive Überschneidungen im Musikformat. Fährt man weiter Richtung Wien, hört man NRJ, KH u. Ö3 das gleiche Dilemma. Stellt sich wirklich die Frage, ob das KH Format nicht doch CHR zu benennen wäre. Die coolen 80er als "Ausreisser" zu nehmen und damit HOT AC zu argumentierten wäre ein schwaches Argument.
    Vergleich 92.9 HiT FM und KH: Es wäre daher schon seitens der Behörde zu überlegen ob das KH Format nicht doch CHR ist?
     
  18. flow

    flow Benutzer

    kh grundelt als gerade-noch-ac an der chr-grenze herum.
    weiter traut man sich eben nicht ...
    das gibt sicher quotenmäßig ein großes problem, denn ac-sender gibt es en masse.
    für die bundesländer wäre ein echtes chr (das sich eben vom fm4-alternative abhebt) wünschenswert!
    chr sind für mich nur n-joy.de & partyfm.at

    <a href="http://rms.de/order_check/download/angebote/radioformate.pdf" target="_blank">http://rms.de/order_check/download/angebote/radioformate.pdf</a>
     
  19. Eminem

    Eminem Benutzer

    @flow
    Trotzdem bleibe ich bei der Behauptung, KH spielt CHR. Welcher HOT AC Sender tauscht wöchentlich 2 Musiktitel aus und ersetzt sie durch 2 neue Hits. Das hat nichts mehr mit HOT AC zu tun. Vor allem auch die Auswahl der Titel. Vor 2 Wochen TATU - Not gonna get us. Also welcher HOT AC Sender spielt Not gonna get us. (Gerade mal Ö3 im Treffpunkt pseudomässig ;)
     
  20. listener_no4

    listener_no4 Benutzer

    wenn kronehit nicht chr spielt was spielt dann energy?
    kann mir jemand, der kronehit und energy öfters hört, sagen wodurch sich die beiden sender unterscheiden.
    energy war ja am anfang deutlich progressiver als heute. hat man auf weisung der nrj zentrale das programm verlangweilt (d.h. fahren alle nrj sender ein softeres prgramm als früher) oder hat man auf den wiener radiomarkt reagiert?
     
  21. skyper

    skyper Benutzer

    @listener_no4
    interessante frage - für mich ist das neue energy-format jedenfalls nimmer interessant & ich höre n-joy.de übers net.
    beachtlich, was ein öffi da zu stande bringt - kann man vom orf wohl nie verlangen ... !?
     
  22. RadioHead

    RadioHead Benutzer

    Komisch. Bei uns in D ist das genau anders rum. Hier zieht jeder über N-Joy oder Sputnik her und lobt im Gegenzug Sender wie FM 4 (oder auch Fritz).
     
  23. listener_no4

    listener_no4 Benutzer

    bin eigentlich auch froh, dass der orf für seinen jugendsender kein format wie n-joy gewählt hat. das kann nämlich wirklich auch ein privater auf die beine stellen.
    fm4 ist öffentlich-rechtliches radio at it's best.
     
  24. skyper

    skyper Benutzer

    die geschmäcker sind bekanntlich verschieden & es gibt sicher genug leute, die sich ein n-joy-format wünschen - sonst würde man es nicht für 5 norddt. bundesländer produzieren.
    in ö schaut man da leider durch die finger.
     

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