1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Korrelationsgradmesser selbst bauen

Dieses Thema im Forum "Studio- und Sendertechnik" wurde erstellt von chris07011985, 29. Dezember 2006.

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. chris07011985

    chris07011985 Benutzer

    Hallo!

    Ich habe vor einen Korrelationsgradmesser zu bauen. Leider hab ich im netz dazu sehr wenig gefunden. Hier in einem Beitrag von Tondose habe ich gelesen dass das mit nen paar Ops, nem Lm 3914 (LED-Treiber), nem XOR gehen soll. Das Sonderheft und die darin enthaltene Schaltung habe ich leider nicht :(

    Also meine bishereigen gedanken waren folgende:
    Ich richte zunächst die Signale beider Kanäle gleich, anschließend bilde ich die Differenz über nen Differenzvertärker. So nun wie geht es dann weiter?
    Der Korrelationsgrad wenn beide Signale gleich sind ist ja bekanntlich 1, wenn ein Signal fehlt oder sich die Signale auslöschen ist er 0 und wenn die Signale verpolt sind ist er -1. Weiß jemand wie ich da schaltugnstechnisch rangehen könnte?
    Tondose schreibt was von ner mittelwertbildung? Der mittelwert der differenzen beider Signale??

    vielen danke schonmal,
    christian
     
  2. Tondose

    Tondose Benutzer

    AW: Korrelationsgradmesser selbst bauen

    Nein, wenn sich die Signale auslöschen, dann waren sie bereits verpolt, und r ist somit -1 (bzw. -1 ≤ r < 0). Auslöschungen kommen erst nach der Monobildung vor, und dort hat es keinen Sinn, den K.grad zu messen. Im übrigen siehe PM.


    Gruß TSD
     
  3. MB-100

    MB-100 Benutzer

  4. Gerhard49

    Gerhard49 Benutzer

    AW: Korrelationsgradmesser selbst bauen

    Selber kaufen geht auch ganz gut. Schau mal, ob du einen Behringer 'Edison' (Model EX1) irgendwo billig bekommen kannst. Den Klangverschlimmbesserer hab ich nie benutzt, aber der eingebaute Korrelationsgradmesser ist absolut ok!
    (Hab ihn mit RTW verglichen). Gebraucht dürfte so ein Teil um die 60 Euro zu haben sein. Ein Selbstbau wird auch nicht billiger.

    Gruss
    Gerhard
     
  5. chris07011985

    chris07011985 Benutzer

    AW: Korrelationsgradmesser selbst bauen

    Also ich hab es mit dem Selbstbau miltlerweile hinbekommen, hab ne ähnlich Schaltung wie es Tondose schon beschrieben hat, also Komparator, XOR-Glied udn anschließend Integrierer. Funktioniert ganz gut, für dem Heimgebrauch reicht es allemal, studiotauglich ist das natürlich absolut nicht.
    Also auf 60 Euro komme ich lange nicht. Hab das bisher auf meinem experementierbrett aufgebaut und hatte materialkosten von ca. 10 Euro, okay dann kommt noch nen gehäuse dazu für ca 10, also unter 25 Euro werd ich das Teil gebaut bekommen.

    euch allen auch ein gesundes neues jahr 2007,

    christian
     
  6. hansj

    hansj Benutzer

    AW: Korrelationsgradmesser selbst bauen

    hallo, sehr einfach wenn ein 2CH-Skop vorhanden ist.
    X-CH links, X-CH rechts, beide Verstärkungen gleich einstellen. Mono ergibt eine 45 Grad nach oben rechts, gute Stereo-Signale einen Kreis.
    vielleicht hilfreich
    Gruß hans
     
  7. Radiowaves

    Radiowaves Benutzer

    AW: Korrelationsgradmesser selbst bauen

    ...und eigentlich noch das Scope um 45° drehen, so daß Mono eine senkrechte "Perlenschnur" ergibt.
    Wenn Kreis, dann 90° Phasendrehung und herrliche Auslöschungen im Mono-Empfang. Also rundfunktechnisch unerwünscht, aber doch schon beeindruckend breites Klangbild... :D
     
  8. hansj

    hansj Benutzer

    AW: Korrelationsgradmesser selbst bauen

    ich wusste nicht, dass es Nichtfachleute dieser extremen Art gibt. Wir verwenden diese Technik seit Jahren bei allen Rundfunksendern der Welt.
    Mathematik, zugegeben ist schon für das Verständnis notwendig.
    Grüße hans
     
  9. Radiowaves

    Radiowaves Benutzer

    AW: Korrelationsgradmesser selbst bauen

    Wo ist Dein Problem? Weil ich 90° Phasendrehung (den "Kreis") bereits als nicht mehr so ganz monokompatibel einstufe? Bis zur waagerechten Linie wollte ich es nicht kommen lassen und unter "guten Stereosignalen" verstehe ich eine schlanke (!) Ellipse, deren längere Hauptachse senkrecht steht.

    Und mit Mathematik hatte ich wirklich Probleme. Ich kam immer nur bis maximal zur Kreisolympiade, eine ex-Mitschülerin von mir ist hingegen gerade auf dem Weg zur Mathe-Professur. Ihr Freund wird Informatik-Professor und ein anderer Mitschüler von uns ist seit Jahren in Kanada Informatik-Professor. Dagegen war ich in der Tat lausig. Für Physik hat es aber gereicht. :rolleyes:
     
  10. chris07011985

    chris07011985 Benutzer

    AW: Korrelationsgradmesser selbst bauen

    Sorry dass ich euch hier nochmal nerve aber ich hab mit der Schaltung noch ein kleines Problem!
    Also das Messgerät sollte ja so ausgelegt sein dass man es irgendwo dazu schalten kann, d. h. die Chinch-Eingangsbuchsen des Messgeräts sind doppelt belegt. Ich gehe jeweils mit 2 Buchsen rein und an die andren Buchsen könnte dann noch ein weiteres gerät drangehängt werden, z. B. ein Aufnahmegerät.
    So nun hab ich folgendes Problem:
    Dadurch dass ich nur mit einer Betriebsspannung (5V) im Messgerät arbeite wird das musiksignal massiv verändert, denn die negativen Anteile werden einfach abgeschnitten. Dass Messgerät muss also so zusagen "unsichtbar" sein und darf das Signal nicht beeinflussen.
    Ich müsste also das Audiosignal irgendwie buffern...

    Hat jemand ne Idee wie ich sowas mache?
    mfg, christian
     
  11. Radiowaves

    Radiowaves Benutzer

    AW: Korrelationsgradmesser selbst bauen

    Kannst Du mal bitte die von Dir benutzte Schaltung posten?
     
  12. chris07011985

    chris07011985 Benutzer

    AW: Korrelationsgradmesser selbst bauen

    Hier die Schaltung, als Komparatoren verwende ich Lm339, und als logikbausteine die cmos serie, mfg, christian
     

    Anhänge:

  13. Radiowaves

    Radiowaves Benutzer

    AW: Korrelationsgradmesser selbst bauen

    Auf die Schnelle...
    Das Signal dürfte durch die gegen GND kurzschließenden Dioden hinter den Eingängen sehr verzerrt werden, wenn die Eingangswiderstände zu niedrig sind. Das gibt Abkappungen im Signal, wenn die Eingangsspannung negativer als eine Diodenstrecke wird. Ab einigen 10 kOhm Vorwiderstand könnte ich mir vorstellen, daß das die Quelle nicht mehr nennenswert belastet, schön ist es aber dennoch nicht. Weglassen kannst Du die Dioden nicht, da die Eingangsspannung am LM339 laut Datenblatt nie negativer als (negative Betriebsspannung - 0.3 V) fallen darf, in Deiner aus einer Betriebsspannung versorgten Schaltung also nie unter -0.3 V. Andernfalls werden die Collector-Basis-Dioden der Eingangstransistoren leitend und der Komparator spinnt. Ist laut Datenblatt nicht zerstörerisch, aber bringt halt unter Umständen sinnfreie Ausgangszustände.

    Ohne jetzt lange darüber nachzudenken und ohne Anspruch auf die beste Lösung: ich würde die Betriebsspannung auf mehr als die maximale doppelte NF-Eingangsspannung erhöhen, 10-15 Volt, was gerade im Hause ist. Dann würde ich die derzeit auf GND liegenden Komparatoreneingänge über Spannungsteiler auf halbe Betriebsspannung "hängen" und das gleiche - hochohmig entkoppelt (die Komparatoreingänge ziehen laut Datenblatt nur einige 100 nA Strom, solange sie im Rahmen der Spezifikation betrieben werden) - auch mit den benutzten Komparatoreingängen machen. Das Audiosignal wird dann dort über Kondensatoren eingekoppelt, genau so, wie man Verstärkerstufen an unsymmetrischer Betriebsspannung speist. Die Dioden kannste drinlassen, sie schneiden nun nur noch ab, wenn die negative Halbwelle des Eingangssignals eine höhere Amplitude hat als die halbe Betriebsspannung der Schaltung. Somit hast Du gleich einen notdürftigen "Übersteuerungsschutz", der verhindert, daß die Komparatoren spinnen - dann wird aber auch wieder das Eingangssignal abgeschnitten.

    Als XOR muß dann freilich was rein, was mit der Betriebsspannung klarkommt, ein 4030er verträgt bis zu 20 V.
     

    Anhänge:

  14. chris07011985

    chris07011985 Benutzer

    AW: Korrelationsgradmesser selbst bauen

    Danke erstmal für Deine Antwort!
    Ich hab das ganz Problem jetzt doch anders gelöst, ich denke diese Lösung ist die einfachste und auch die unaufwendigste.
    Ich nehme ein Netzteil mit 9 V Ac, darus mache +/- 5 V. Als Komparatoren verwende ich Operationsverstärker. Dadurch erreiche ich auch eine Entkoppelung des Eingangssignals und das Messsignal wird nicht verändert.
    Die Vergleichsspannung am Komparator hebe ich mittels Spannungsteiler auf ca. 22 mV an. Ein sehr guter Freund hat mir dabei auch nochmal sehr geholfen und hat mit aus dem Dickreiter folgednes zitiert: "Pegel unter -30dBu [das entspricht 22 mV] sollen nicht in die Anzeige eingehen, da die Phasenlagen dieser Signale für die Monobildung keine Bedeutung mehr haben". Deshalb also die Anhebung auf 22 mV. Insgesamt läuft die Schaltung damit recht gut.

    mfg, christian
     
  15. chris07011985

    chris07011985 Benutzer

    AW: Korrelationsgradmesser selbst bauen

    so hab das gerät übers wochenende mal gebaut, hier das resultat.. :)
     

    Anhänge:


Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Diese Seite empfehlen