1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Kurze Meinungsumfrage, gerichtet an Radioliebhaber, die auch gerne lesen

Dieses Thema im Forum "Auszeit" wurde erstellt von Feuertraum, 13. August 2016.

  1. Feuertraum

    Feuertraum Benutzer

    Guten Morgen an Alle,

    ich bräuchte mal eine Meinung zu einem kleinen "Problem": Voraussichtlich dieses Jahr soll eine Kurzgeschichte von mir in einer Anthologie erscheinen. In dieser Geschichte habe ich versucht, eine Sportübertragung vom Medium Radio auf das Medium Buch zu übertragen.
    Dabei habe ich mir erlaubt, auf Beschreibungen des Sprechtempos und der Stimmlage zu verzichten und versucht, die Worte so zu wählen, dass im Kopf des Lesers die Fantasie diese Aufgabe übernimmt.
    Nun gibt es jedoch einen Punkt, bei dem ich nicht sicher bin, wie ich diesen handhaben soll. Auch wenn die Story - logischerweise - zu knapp 99% aus Monolog besteht, hin und wieder streue ich knappe Beschreibungen von Geräuschkulissen ein. Und genau da wanke ich gerade ein bisschen: Geschrieben habe ich: [Geräuschkulisse: Text der Geräuschkulisse].
    Während meiner Praktika bei Funk und Fernsehen jedoch hatte ich gelernt, dass diese "Geräuschkulisse" im Fachjargon "Atmo" genannt wird.
    Jetzt bin ich ziemlich unsicher, ob ich nun weiterhin das dem Leser eher vertraute "Geräuschkulisse" nutzen sollte oder - eben weil es ja eine "Liveübertragung aus dem Radio" darstellen soll - auf den Fachtermini "Atmo" wechseln.

    Mag mir da der eine oder andere einen Tipp geben, wie er dieses "Problem" lösen würde?

    LG und danke schon einmal im Voraus

    Feuertraum
     
  2. Grasdackel

    Grasdackel Benutzer

    Schreibst du einen Prosatext oder ein Script für ein Hörspiel?
    Wenn du im Prosatext wie oben mit den Eckklammern arbeitest, würde ich auf die Wörter „Geräuschkulisse“ und „Atmo“ einfach komplett verzichten und nur die Beschreibung des Geräuschs in den Eckklammern einfügen. Wie es deine Absicht ist, wird der Leser den Rest selbst im Kopf machen.

    Hilfsweise kann der Sprecher nach dem ersten Einschub dieser Art (wie auch im weiteren Text) indirekt als Erklärung darauf eingehen.

    „... und da wird der Spieler ganz böse gefoult.“
    [Buuh!]
    „Ja, das sieht das Publikum gar nicht gerne, aber der Schiedsrichter lässt das Spiel weiterlaufen ...“
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. August 2016
  3. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Ich würde weder Geräuschkulisse noch Atmo verwenden, sondern die Geräuschkulisse beschreiben, je nachdem, was ihr Hauptmerkmal ist: Jubel, Buh-Rufe, Schiri-Beschimpfungen, lautes Gebrüll, Verunglimpfungen, Anfeuerungsrufe, Fangesänge etc....
     
  4. Feuertraum

    Feuertraum Benutzer

    Heiho Ihr Zwei,

    danke für eure Antworten (und Entschuldigung dafür, dass ich mich erst heute wieder melde - ich hatte in den letzten Tagen ein bisschen zu viel um die Ohren).
    @Mannis Fan:
    Bisher hatte ich es so:

    Du meinst, ich soll also gänzlich auf diese Art verzichten und den "Sprecher" diese Situation "erzählen" lassen?
     
  5. Jupiter

    Jupiter Benutzer

    Wenn Du tatsächlich einen Fließtext schreiben willst, verwirren die Klammern den Leser sehr. Da muß der Text möglichst flüssig rüberkommen, ohne daß der Leser großartig nachdenken muß. Besser ist es, die Atmosphäre wörtlich zu beschreiben. Dann kannst Du auch das Wort "Atmo" vermeiden. Außerhalb der Radiofachgemeinde versteht das keiner. Und ja, ich würde den Sprecher die Situation erzählen lassen.
     

Diese Seite empfehlen