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Lange Musikstrecken bzw. viele Titel am Stück noch sinnvoll?

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von käsemauke, 05. April 2013.

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  1. käsemauke

    käsemauke Benutzer

    Jetzt im Mp3- und Smartphone-Zeitalter hört doch nahezu jeder "seine" Lieblingsmusik auf seinem eigenen Player und selbst erstellt.
    Bringen da lange Musikstrecken im Radio noch was bzw. haben sie das jemals ? Was meint ihr dazu ?

    Grüsse
    Mauke
     
  2. Bend It

    Bend It Benutzer

    Lange Musikstrecken im Radio bringen was wenn die Reihenfolge der Titel von erfahrenen Musikredakteuren zusammengestellt wird und auch überrascht.
    Unbekannte neue Titel, egal aus welchem Jahrzehnt und richtig platziert machen neugierig auf mehr.

    Ich erinnere mich noch an die Pop-Non-Stop Sendungen auf NDR 2 in den 70er Jahren um 22:00 Uhr. Das waren klasse Sendungen.

    Herkömmliche MP3 Sammlungen :) (herkömmliche Waschmittel) von der Festplatte überraschen ja nicht. Sind ja bekannte Titel in, nur in neuer Reihenfolge.
     
  3. käsemauke

    käsemauke Benutzer

    Unter dem Gesichtspunkt, das es von erfahrenen Musikredakteuren gestaltet wird gebe ich Bend It sogar Recht.
    Leider ist das aber selten geworden.
    Die meisten Musikredakteure sind heute nur noch dazu da, um vorformatierte Kleinstrotationen nach ihren festgelegten Abläufen zusammenzubauen.
    Was dabei rauskommt ist leider auch meistens das gleiche, nur in anderer Reihenfolge und umgekehrt.
    Selber können sie nichts dagegen unternehmen, denn Rechte hat da kaum noch jemand. Nur nach strikter Vorgabe.
    Schade, aber es überrascht leider kaum noch ein Sender.
     
  4. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Auf die Eingangsfrage ein Ja, mit Binsenweisheit begründet:
    Hängt von der Sendezeit, der Musik und dem Sender ab.
     
  5. Muehli

    Muehli Benutzer

    Abgesehen davon, dass ich heute eigentlich keinem Sender zutraue, eine lange Musikstrecke so zusammenzustellen, dass es für den Hörer wirklich ein Erlebnis wäre....

    Wenn ich die Frage aus "aktiver ZU-Hörer"-Sicht beantworten soll: Eine progressive, unmoderierte Sendeschiene würde eingebettet in anspruchsvolles Vor- und Nachprogramm vielleicht Sinn machen. Um es mit einem praktischen Beispiel zu verdeutlichen: Man denke an das aktuelle SWR1-BW Schema: 2 Stunden Leute -also "wortlastig", dann das informative "Aktuell" um 12 Uhr. Bevor das langatmige Nachmittagsprogramm dahinplätschert, könnte ich mir z.B. zwischen 13 und 14 Uhr so eine lange Musikstrecke vorstellen.

    Ende der 80er sendete SDR 3 übrigens mal in den Ferien genau so was. Eigentlich gab es von 13 - 14 Uhr ja "Espresso", in dem i.d.Regel Gäste mit mitgebrachtem Musikprogramm anwesend waren. In den Sommerferien wurde das dann gegen eine umoderierte und sehr gut ausgewählte Musiksendung getauscht.

    Letzlich stellt sich aber die Frage, ob so etwas überhaupt Sinn macht. Denn wenn schon musikorientierte Sendung, dann auch einen guten Moderator dazu - also das Konzept vom B3-Kultabend oder von SWR1-Kopfhörer. Aber - besser als den MP3-Player zu füttern und sich dann von seiner eigenen Auswahl "überraschen" zu lassen, fände ich es trotzdem.
     
  6. grün

    grün Benutzer

    Bei SWF3 gabs in den Achtzigern sonntags nach dem Sportreport um 18:30 Uhr vor der Hitline noch ne halbe Stunde die Sendung "Music Hall". Diese war zumindest sonntags immer unmoderiert und wurde meist von Ferdi Keller lediglich "abmoderiert".

    In unregelmäßigen Abständen war auch die nachmittägliche Feiertagssendung "Diskothek" unmoderiert, wenn gerade kein Moderator zur Verfügung stand. Die Staumeldungen um "halb" hat der diensthabende Nachrichtensprecher übernommen. Lang ists her.....

    Die letzte unmoderierte Sendung war dann beim Nachfolger SWR3 1999/2000 die Silvesterparty, mal abgesehen von Wetterbericht und Verkehrsmeldungen.

    Bei HR3 war die damalige Sendung "Clubnight" samstags von 21 - 24 Uhr in den Neunzigern auch immer unmoderiert und ohne Nachrichten und Verkehrslagebericht.
     
  7. Ammerlaender

    Ammerlaender Benutzer

    @ Muehli & Grün:
    Vergesst bei der Aufzählung aus der Vergangenheit bitte "Duett - Musik für den Rekorder" des DDR-Rundfunkes nicht; war das doch die einzige (legale) Möglichkeit für DDR-Bürger (jenseits der Hauptstadt) die Inhalte kompletter LP-Seiten diverser Künstler aus dem NSW (wenn auch nicht als schwarze Scheibe) ihr Eigentum zu nennen.
     
    Bend It gefällt das.
  8. grün

    grün Benutzer

    Wieder was gelernt, habe noch nie davon gehört, dazu bin ich wohl doch zu jung...:)
     
  9. ricochet

    ricochet Benutzer

    Natürlich. Radio wird immer mehr zum reinen Werbeträger, insbesondere für musikalische Neuerscheinungen - das hat den unangenehmen Nebeneffekt, dass die Rotation zusehends zusammenschrumpft. Aber wer sich gezielt vornimmt Musik zu hören, wird immer seltener das Radio einschalten. Um der Musik willen hören hauptsächlich Klassik- oder Schlagerfreunde noch in nennenswertem Umfang Radio, andere Spezialformate sind ja kaum vorhanden. Die sogenannten "Dudelwellen" sind weder Fisch noch Fleisch, das ist für niemanden interessant, nicht einmal für geschmacklich weniger festgelegte Teenager (man beachte die unvereinbaren Musikmentalitäten, die von Rock über Hip-Hop bis hin zu Techno reichen, wobei moderne Top-40-Wellen rockiges Material in der Regel ignorieren).

    Hitradios erfüllen vor allem den Zweck der Musikpromotion, wobei man sich fragen darf wie lange ein dutzend gleichgearteter Hitwellen mit hohen Sendekosten und tendenziell schrumpfenden Werbeeinnahmen überhaupt noch nebeneinander existieren können. Oldiesender dürften eher die Internetnutzung beflügeln, wer gibt sich schon freiwillig immer denselben Drehwurm?
     
    equalizer und grün gefällt das.

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