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MA-Tipps für Mecklenburg-Vorpommern

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von radiomonster, 11. Februar 2004.

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  1. radiomonster

    radiomonster Benutzer

    Nachdem nun schon in mehreren Threads über die nächste MA spekuliert wurde, interessiert mich mal eure Meinung zur MA im „spannenden“ Radioland Meck-Pomm!

    Eins ist mal wieder klar, ANTENNE Mecklenburg-Vorpommern bleibt Marktführer, da wird sich wohl auch zukünftig nichts dran ändern, da RADIO MV an Beliebtheit mehr und mehr hier verliert.

    Gebe mal hier meinen Tipp in Zahlen ab:

    ANTENNE--- letzte MA : 225.000 Hörer die Stunde
    OSTSEEWELLE---letzte MA : 77.000Hörer die Stunde

    ANTENNE--- diese MA : 205.000 Hörer die Stunde
    OSTSEEWELLE--- diese MA : 91.000Hörer die Stunde

    OSTSEEWELLE wird erstmals seit Sendestart die 90.000 Hörer-Grenze erreichen, da bin ich mir ziemlich sicher. OW wird deutlich mehr gehört als zuvor, auch wenn das sicherlich keiner wahrhaben will.

    NDR2 wird trotz besserer Musik in Meck-Pomm weiterverlieren, wird überhaupt nicht, aber wirklich überhaupt nicht, von den Leuten hier im Land akzeptiert!

    Wie seht ihr die Lage der Radiosender in MV? Eure Meinung interessiert mich!

    RADIOMONSTER
     
  2. chrb

    chrb Benutzer

    hi radiomonster !

    hmm, der radiomarkt im schönen mv ist leider ein thema mit dem man nach 30 minuten durch ist. ich habe viele verwandte und bekannte in mv und bin deshalb auch öfters mal zum besuch "oben". das die ostseewelle gewinnen wird ist sicherlich klar. ich tippe auch auf mindestens 90.000 hörer. die antenne wird meiner meinung jedoch weniger verluste als von dir vorausgesagt einfahren. ich schätze die flachfunker aus plate bleiben bei den hörerzahlen relativ konstant. warum kann ich dir nicht sagen - das programm ist todlangweilig, die rotation von vorvorgestern, die moderatoren farblos, die jingles und opener sind meiner meinung schlechter geworden und off-air hat man in plate erst recht nichts zu bieten. trotzdem wird antenne relativ konstant bleiben, die treffen mit ihrem programm eben die typische art der leute in mv, genau wie mp ringstorff :) bei ndr2 stimme ich dir zu, ich kenne niemanden in mv der dieses programm hört. ebenso verhält es sich meiner meinung nach mit n-joy, den leuten in mv sind diese programme einfach "zu weit weg", sie berühren die menschen nicht (oder die mv`er eigenart). was meiner meinung nach in mv echt fehlt ist neben der antenne und der ow und radio mv (die werden übrigens ziemliche verluste einfahren) ein sender für die jugend, die guckt in mv nämlich echt in die röhre. auch wenn ich jetzt wahrscheinlich "verprügelt" werde, ein nrj-mv fände ich nicht mal ganz verkehrt... langfristig wird sich der radiomarkt in mv jedoch nicht ändern. so blöd wie es klingt, aber die derzeitige situation passt zu der mentalität in meckpomm....

    liebe grüße, chrb
     
  3. RayShapes

    RayShapes Gesperrter Benutzer

    @chrb

    Stimmt, die Programme NDR2 und N-JOY sind für MV doch nur ein Witz. Bei Plate hat man E und T verwechselt und Ostseewelle ist nicht halb so dünn wie das Ostseewasser.

    Da möchte man nicht in MV begraben sein!

    Gibt es eigentlich das Röhrenradio noch? Kenne ich noch von früher, brauch ich wohl kaum noch zu fragen oder?

    Da könnte ich mir nur wünschen, dass alle mal so richtig verlieren und nur wirklich „nahe“ Sender, wie vielleicht NDR1 MV gewinnen.
     
  4. dopw

    dopw Benutzer

    Aber hat N-Joy prozentual nicht die höchste Quote (im Vergleich zur Quote in NDS; HH; S-H) in MV ?? Ich denke ja. Denn die Jugend hört dort N-JOY!!!

    :D
     
  5. RadioSpreeland

    RadioSpreeland Benutzer

    Als im Jahr 2000 das Programm von Radio MV zu ungunsten der deutschen Musik reformiert wurde, gab es Massenproteste. Auch ich habe an die Herren Riemer und Schneider im Funkhaus Schwerin und auch an den Herrn Plog (Intendant des NDR) apelliert. Es half alles nichts. Der Sender rutschte ab. Ich habe den Herren mitgeteilt, was zukünftig meiner Meinung nach mit Radio MV passieren wird, dass man in Größenordnung an Hörern verliert. Und dies beruhte auf Tatsachen. Der Trend ist eben so. Wer von deutscher Musik mit seinem Hörfunkformat wegkommt, der schließt sich der überschütteten Mehrheit an. Es ist eben viel zu viel an englisch dudelnden Musikformaten auf dem Radiomarkt. Wenn ein Sender, welcher heute noch Schlager spielt, morgen plötzlich auf englische Musik umstellt, verliert an Beliebtheit in der Bevölkerung und rutscht mit seinen Quoten empfindlich ab. Hier mal einige Beispiele: Hundert,6 war einst Marktführer in Berlin und Brandenburg. Nach der Umstellung der Musikfarbe blieben von damals ca. 300.000 Hörern nur noch klägliche 50.000 Hörer übrig. Ähnlich schlecht geht es Spreeradio 105,5. Die hatten mal weit über 100.000 Hörer. Derzeit dümpelt der Sender auch nur so am Rande seiner Existenz so bei ca. 50.000 Hörern herum. Antenne Brandenburg hatte mal über 400.000 Hörer, als 1997 plötzlich der Schlager aus dem Programm verschwand. Was folgte, waren Massenproteste, bis hin zu unzähligen Programmbeschwerden. Einmal in dieser Zeit schotteten frustrierte Radiokonsumenten das Gebäude vom ORB in Cottbus ab und man bildete eine Menschenkette. Nachdem bei Antenne Brandenburg (ORB) die Einsicht kam, dass Fehler gemacht worden sind, stellte man im September 2000 das Programm wieder auf Schlager und Oldies um. Von den 400.000 Hörern waren nur knapp 90.000 noch geblieben. Der Sender war von Platz 1 bis auf Platz 5 (laut MA) abgerutscht. Seitdem Antennne Brandenburg wieder mehr Schlager in seinem Programm spielt, geht es mit der Quote steil bergauf. Der Sender ist nun sogar wieder unterwegs auf Marktführerkurs. Es ist erstaunlich, wie derzeit die Hörer auf deutsche Musik reagieren. Seit man vor kurzem bei Hundert,6 und auch bei Spreeradio den Anteil an deutscher Musik leicht erhöht hat, ist die Einschaltquote auch leicht nach oben verrutscht. Kaum vorzustellen, was passiert, wenn jetzt irgend ein privater Radiomacher daherkommt und plötzlich ein jugendorientiertes Schlagerradio ins Leben ruft. In Deutschlands Discos sind Interpreten, wie Oliver Frank, Matthias Carras, Cora, Jaqueline, Cordalis, Dschinghis Khan, Wolfgang Petry, Michelle, Matthias Reim, Andrea Berg, u.v.a.m. unter der jugendlichen, für die Werbewirtschaft interessantesten Bevölkerungsgruppe, sehr gefragte Namen.
     
  6. stereo

    stereo Benutzer

    Dass eine Menge betrunkener Jugendlicher in der Disse begeistert deutsche Schlager mitgröhlt, bedeutet nicht, dass sie diese Musik auch im Radio hören wollen. Ansonsten müssten ja Welle Nord, Antenne Brandenburg und Co. total hippe Jugendwellen sein.

    [size=1]Ausserdem muss man vielleicht auch nicht immer jede kleinste Gelegenheit nutzen, seine Überzeugungen bezüglich des deutschen Schlagers kundzutun. :rolleyes: [/size]

    Und wenn ich so im schmierigen Kaffeesatz von heute morgen lese, sehe ich konstante Zahlen für die Antenne (wer dort einen Musiksender hören will, denkt halt oft zuerst an Antenne MV und schaltet die auch ein, weitgehend unabhängig von deren kurzfristiger Programmentwicklung) und nur unbedeutende Gewinne für die Ostseewelle. Programmlich kann die OW ja mit anderen erfolgreichen Programmen weitgehend mithalten, aber das Image des Senders scheint mir noch ziemlich schlecht zu sein.
     
  7. RayShapes

    RayShapes Gesperrter Benutzer

    @ RadioSpreeland

    BB-Radio hat sich ja auch vor einigen Jahren von viel Schlager auf das übliche Gedudel umgestellt. Hat das BB Radio geschadet? Ist nur ne Frage, habe jetzt die Zahlen nicht parat (die ja zur Zeit zum Glück bergab gehen).

    Ich denke, bei Antenne Brandenburg spielt noch was anderes eine Rolle:

    Die Bevölkerungsentwicklung. Die Menschen werden immer älter, die meisten Sender wollen sich nur auf die junge Zielgruppe stürzen. Und weil dieser junge Zielgruppen-Kuchen immer kleiner wird (Geburtenrate, besonders im Osten stark gesunken), werden die einzelnen Kuchenstücken für die Sender, die von diesem Kuchen naschen wollen, immer kleiner.

    Der andere, immer größer werdende, Kuchen der älteren Zielgruppe interessiert sie ja nicht. Deswegen können sich die wenigen sich um die ältere Zielgruppe kümmernde Sender immer mehr den Bauch voll schlagen. Da werden die Stücken wie von alleine immer größer.

    Die, auf junge Hörer zielenden, Kuchenesser behaupten ja, dass diese kleine kleinen Stückchen satter machen, als die von dem Kuchen der alten Leute (Kaufkraft). Da muss man wohl als Sender seine Priorität setzen. Entweder mehr essen oder gezielter Essen. Wobei ich auch bezweifle, dass Letzteres auf Dauer mehr bringt.
     

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