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MA2002 - die Erste: Auch Gafron sieht sich als Gewinner

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von Der Ex-RADIOSPION, 06. März 2002.

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  1. Das seit Jahren vor sich hindümpelnde informationsorientierte Vollprogramm Hundert,6 hat laut den vorliegenden aktuellen MA-Ergebnissen seinen Abwärtstrend fortgesetzt. Doch Programmchef Georg Gafron sieht das erwartungsgemäss ganz anders. Auszug aus seiner PM:
    "“Hundert,6” hat seine Führungsposition unter den wortorientierten Informationsprogrammen in Berlin-Brandenburg weiter ausbauen können. Das ist das Ergebnis der jüngsten bundesweit durchgeführten Marktanalyse. So erreicht “Hundert,6” in der für Wortprogramme wichtigen Kategorie des weitesten Hörerkreises einen unangefochtenen Spitzenplatz. Weist Hundert,6 regelmäßig 1.114.000 Hörerkontakte auf, sind es beim InfoRadio des SFB lediglich 747.000. Im Vergleich zur vorangegangenen Studie bedeutet dies für “Hundert,6” einen Zuwachs von 40.000, für InfoRadio hingegen einen Hörerverlust in gleicher Höhe. Auch ist die Hördauer bei “Hundert,6” annähernd doppelt so hoch wie beim InfoRadio."
    So kennen wir unseren Herrn Gafron. Wenn ihm die Realität nicht passt, dann biegt er sie sich eben zurecht. Hundert,6 ist eben kein reines Wortprogramm, weswegen der Vergleich mit InfoRadio abwegig ist. Aber egal, ich wünsche ihm viel Spass mit dem sich selbst zu prosten!
     
  2. CHR

    CHR Benutzer

    Was erwartet Ihr denn ?

    Es ist doch bekannt, daß ALLE ihre Verluste schön reden!
     
  3. Mischpult

    Mischpult Benutzer

    Genau. MA-PM enträtselt (setzt es fort :)

    "hat sich stabilisiert" = Verluste bis zu 10%
    "...interne Marktforschungen belegen bereits, daß die Verluste wieder verschwunden sind" = Verluste ab 25%
     
  4. whk

    whk Benutzer

    Guten NachmitTag

    in der Tat, es ist zu geil. Alle haben gewonnen, sind konstant und werden beim nächsten Mal wieder deutlich zulegen. Is ja klar, je kleiner man das zu bewertende Fenster macht, umso schneller ist man wieder /weiterhin Nummer 1. Ist schon strange. Besonders der PM Vergleich von SWR3 und RPR. Lest mal hier:

    http://radionews.de/ma/extra1-46.htm
    und

    http://radionews.de/ma/extra1-11.htm

    whk


    [Dieser Beitrag wurde von whk am 06.03.2002 editiert.]
     
  5. Phoneman

    Phoneman Benutzer

    Ist doch immer so: Die Sender suchen sich die "guten" Zahlen heraus:
    "Unser Sender ist unter den grauhaarigen Scnäuzerträgern mit Bundfaltenhosen die Nummer 1...blabla"
    Wer ein bisschen Ahnung hat kann die Zahlen selbst interpretieren.
     
  6. Der Radiotor

    Der Radiotor Benutzer

    "erfolgreichster in Schleswig-Holstein produzierter Jugendsender". Aufgrund der Tatsache, dass sie dort die einzigen dieser Gattung sind, kann man so auch die MA-Verluste (prozentual die Minus-Nummer 2 nach XXL) schönreden. Und Fun Fun sieht sich auf einem hervorragenden Weg. Durch die Tatsache, dass man 2.000 Hörer hinzugewonnen hat, nachdem man in der MA zuvor mehr als 18.000 verloren hat...
     
  7. Privatradioman

    Privatradioman Benutzer

    Solange es nicht EINE harte Währung gibt, sucht sich jeder seine Rosinen raus.

    Mein Vorschlag: Verbindliche Währung: Hörer (nicht nur 14-49 Jahre) pro Durchschnittsstunde.

    Denn beim Fernsehen werden auch die Durchschnittswerte angegeben, nicht die Spitzenwerte, die irgendwann mal im Laufe einer Sendung erreicht wurden.

    Zu den Pressemitteilungen von RPR und SWR:

    RPR macht es richtig und vergleicht seine Situation mit den Mitbewerbern im Bundesland. Das ist korrekt.
    Der SWR hat ein viel größeres Sendegebiet.

    SWR bezieht sich auf Hörer gestern (wie übrigens die gesamte ARD, da sie dort vorne liegt). Aber ein Hörer, der nur mal eben für eine Viertelstunde reinzappt ist nun wahrlich "weniger wert" als ein Hörer, der stundenlang dranbleibt.
     
  8. Sicherlich ist es so, dass sich jetzt wieder die Verlierer-Sender darin üben die Ergebnisse schönzureden. Motto: Alle sind Gewinner!
    Aber ich finde es schon bemerkenswert, wenn ein ehemaliger Marktführer (Hundert,6) anfängt sich mit einem Programm (InfoRadio) zu vergleichen, dass nach eigener Aussage nie mehr als 5% Akzeptanz erwartet hat. Was soll das bitte bringen? Ich denke Herr Gafron hätte besser daran getan seinen Mund zu halten und die Wunden zu lecken.
     
  9. whk

    whk Benutzer

    Guten Abend,

    @privatradioman

    Bzgl. RPR vs. SWR3, stimmt deine Antwort, klar. Hat doch im direkten Vergleich aber wirklich einen gewissen Schmunzelwert gelle [​IMG]

    whk
     
  10. Die Netzeitung berichtet, dass Leo Kirch die defizitären TV-Lokalsendern in München, Berlin und Hamburg noch in diesem Jahr abgeben oder einstellen will. Nur schwer vorstellbar, dass Hundert,6 gehalten wird.
     
  11. Passend zum Thema hier noch eine PM vom SFB:

    "SFB-Hörfunkdirektor: irreführende Berichterstattung der BZ über Radio-Nutzung

    In der BZ (Chefredakteur Georg Gafron, zugleich Programmchef von Hundert,6) von heute (7. März 2002) wurde in der Berichterstattung über die jüngste Mediaanalyse (MA) eine völlig verzerrte Darstellung über die Hörerakzeptanz von infoRADIO (SFB/ORB) und von Hundert,6 gegeben:

    Während die gängige "Währung" für die Akzeptanz von werbetragenden Radioprogrammen die Kategorie "Hörer in der Durchschnittsstunde" ist, wurde in der BZ von "Hörerkontakten" (weitester Hörerkreis) gesprochen und dabei infoRADIO Hörerverluste angedichtet.

    Entgegen der Darstellung in der BZ hat nach den MA-Ergebnissen infoRADIO bei den "Hörern in der Durchschnittsstunde", wie bereits in der letzten MA, eine Hörerschaft von 36.000 - und dies trotz einer technisch verringerten Reichweite.

    Bei den "Hörern gestern" kann infoRADIO einen Zuwachs von 4,6 auf 5,5 % (Mo. - Fr.) verbuchen; Hundert,6 hingegen musste einen Rückgang von 7,8 auf 6,9 % in Berlin hinnehmen. Und auch bei der Betrachtung der Marktanteile in Berlin hat infoRADIO zugelegt - von 2,3 auf 2,9 %; hier muss Hundert,6 eine Abnahme von 6,1 auf 4,9 % (Mo. - Fr.) verkraften.

    In der Gesamtregion Berlin-Brandenburg ist infoRADIO stabil geblieben, obwohl das Programm nur in Teilen Brandenburgs empfangbar ist. Die Entwicklung von Hundert,6 hingegen ist hier ungünstig verlaufen, denn für die Region ist ein Marktanteilverlust von 0,9 Prozentpunkten festzustellen (von 4,1 auf 3,2 %).

    SFB-Hörfunkdirektor Jens Wendland bezeichnete die Darstellung in der BZ als unredlich und irreführend."
     
  12. Hörsturz

    Hörsturz Benutzer

    Boh, wird mir schlecht, wenn ich dieses Gesülze des SWR lese. Es ist nicht zu fassen, dass die tatsächlich angeben, erfolgreicher als die alten Programme zu sein. Wenn das nämlich so ist, haben die vorher mächtig gelogen! Da würd ich sagen: Ab jetzt keine Kohle mehr zur GEZ!!
     
  13. Privatradioman

    Privatradioman Benutzer

    Da sieht man die Gefahr von Medienkonzentration. Die BZ berichtet so wie Hundert,6 es will. Die "Wahrheit" wird der Leser nicht erfahren...
     
  14. Radioactive

    Radioactive Benutzer

    Der Georg G-Punkt ist doch gemeingefährlich, so wie (nicht nur) ich das einschätze...! Schade, dass in Berlin niemand so mutig ist, mal was gegen den Blender zu unternehmen. Aber es müssen wohl noch viele gute Berliner Journalisten ihren Job verlieren, bis da die Notbremse gezogen wird...
     
  15. honk

    honk Benutzer

    moin, moin,
    ihr lieben.
    waren wir nicht alle irgendwann mal bei georg g. beschäftigt (ob radio, zeitung oder tv)?
    und weil wir ale einmal dort waren ist es wie es ist:
    der mann hat soviele leichen mit den anderen machern im keller, das die sich nicht gegenseitig an den karren fahren werden (damit der gestank schön verschlossen bleibt).

    gafron ist nun mal ein machtmensch. und wie alle machtmenschen polarisiert er sehr stark.

    allerdings ist es ein unding von der mabbb, das die das in dieser form zu lassen (aber wie gesagt, leichen im keller...).

    also, es wird der tag kommen, an dem herr kirch nicht mehr kann und georg fallen lassen wird (bei tv.b wohl schon jetzt-siehe süddeutsche zeitung).
    bei der bz wird döpfner (vorstandsvorsitzender springer) den georg auch sofort fallen lassen, wenn kirch bei springer raus ist (georg ist ein kirch-man).
    und hundert,6 steht - so munkelt man - zum verkauf. allerdings ist der verkaufspreis exorbitant hoch für so eine verbrannte frequenz (man munkelt 30 mio. euro). zumal die mabb dem verkauf zustimmen müsste.

    fazit:
    georg g.´s uhr läuft ab. und zwar immer und immer schneller. wenigstens wird er nicht verhungern müssen (er hat seine hundert,6 anteile ja entsprechend teuer an t. kirch verkauft).
    wir werden sehen;))))
     

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