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MD-Aufnahmen für Interviews noch aktuell?

Dieses Thema im Forum "Studio- und Sendertechnik" wurde erstellt von Emskopp, 07. Februar 2011.

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  1. Emskopp

    Emskopp Benutzer

    Als ich vor 8-9 Jahren im Radio mich probiert habe, wurde viel bei Aussen-Interviews mit portablen MD-Recordern gearbeitet.

    Ich wollte mal fragen ob diese Technik noch aktuell ist, oder ob man nun für eher auf Flashdisc Geräte ausweicht, mich interessiert natürlich auch ob man gleichbleibende Qualität zwischen früher und heute hat, wenn sich dort viel geändert hat.
     
  2. codo

    codo Benutzer

    AW: MD - Aufnahmen für Interviews noch aktuell

    Es gibt immer noch einige "Freie" die MD zur Reportage benutzen.

    Ich selber besitze auch noch einen portabelen Sony MD Recoder der zweiten
    Generation, benutze ihn aber kaum noch.
    (Im redaktionellen Einsatz gar nicht mehr. Ich habe ihn nur noch aus nostalgischen
    Gründen und weil er immer noch tadellos funktioniert und ich einen riesigen Stapel MDs
    mit Musik darauf habe. ;) )

    Hat man im Studio noch funktionierende MD Zuspiel-Pereferie, spricht nichts
    gegen den weiteren Einsatz der Geräte, solange man noch Medien bekommt
    und die Redaktion das mitmacht. Schneiden tut man da gar nicht mehr drauf.
    Das macht man alles mit dem PC und Schnittprogrammen.

    Modern sind heutzutage die von Dir erwähnten FlashRecorder mit eingebauten Mikrofonen.
    Die Vorteile liegen klar auf der Hand. Sie haben keine mechanischen Teile mehr.
    Man benötigt keine Medien, wobei man auch auf Speicherchips zurückgreifen kann.

    Die Aufnahmequalität kann auf Wunsch mit bis zu 96 khz 24 Bit, unkomprimiert erfolgen.
    Wobei man meist 44.1/16 Bit Wav, oder im ÖR gern 48/16 Bit benutzt.

    MD dagegen ist komprimiert. Flash hat also die bessere Aufnahmequalität.
    Wenn man nicht gerade in mp3 aufzeichnet. Sollte man nicht tun, Speicherplatz ist billig.

    Durch die eingebauten Mikrofone spart man Kabelgedöns und teure Reportagemikrofone
    und damit die verflixten Steckerwackler, Kabelbrüche und Phasendreher.

    Der größte Vorteil ist aber das man per USB den O-Ton in einem hunderstel der Zeit
    auf die PC-Audioworkstation übertragen kann, ohne in analoger Echtzeit die MD
    1 : 1 übertragen zu müssen.

    MD ist im Rundfunk eigentlich Out und Flash ist aus qualitativen und ergonomischen
    Gründen In. Bessere Qualität und einfacher zu handhaben. MD Geräte kann man nicht mehr kaufen.
    Hast Du noch MD zuhause, benutze es weiter solange Du noch Zuspieler im Studio
    und Spaß daran findest.


    Gruß Codo
     
  3. Emskopp

    Emskopp Benutzer

    AW: MD - Aufnahmen für Interviews noch aktuell

    Ich hatte immer sehr viel Freude mit MD, Flash Gerät via USB Kabel anzuschliessen stelle ich mir wieder umständlich vor... wobei natürlich der Übertragungsweg mit einem Flash Mikrofon natürlich um einiges schneller geht, als die Audiospur seperat aufzeichnen und schneiden zu müssen.

    Das ganze ist natürlich auch eine Preisfrage, mit hochwertigem MD Equiptment liege ich beim Studio Abspieler mit Recorder und guten Mikrofon bei der Hälfte eines Flash Mic´s

    Natürlich gibt es auch gute günstige Alternativen wie das Zoom, aber da fehlts mir wieder ein wenig an der Optik. Diese typische Reportermikro etwas lang, ggf. mit Werbeaufdruck.
     
  4. dea

    dea Benutzer

    AW: MD - Aufnahmen für Interviews noch aktuell

    Umständlicher als einen Tonträger, sei es ein DAT oder eine MD, aus dem Reprotergerät ins Laufwerk am Schnittplatz zu schieben und da (in Echtzeit) wieder auszulesen? Bei Geräten mit Wechseldatenträgern (SD/CF-Karte) entfällt sogar das USB-Kabel und das Tonträgerfeeling bleibt - bei schnellerem Datenzugriff.

    Eben, wobei sich am Schneiden ja ohnehin nichts ändert. Außerdem lese ich immer
    (noch dazu mit Deppenapostroph - lass das!)
    Du darfst hier nicht vergessen, dass die Welt der Flashrecorder weder beim FlashMic beginnt, noch mit diesem endet.

    Optik? In erster Linie muß das Equipment doch bitteschön funktionieren, was zum einen heißt, dass es die für die Aufgaben erforderlichen Funktionen zur Verfügung stellt und zum anderen dies auch in der erforderlichen Qualität tut.

    Wer verbietet denn das? Im Gegenteil: Im Reporteralltag ist der Einsatz/Anschluß eines konventionellen Mikrofons mal sinnvoll, mal sogar erforderlich.

    Die oben ins Feld geführten Argumente hinsichtlich ATRAC, MP3 und der PCM-Formate (bis hin zu 24 Bit/96 kHz :rolleyes: ) darfst du übrigens als Quälitätsparameter unter rein klanglichen Aspekten zunächst getrost völlig außer Acht lassen. Da wurde mal wieder mit wahllos mit Begriffen und Zahlen herumgeworfen. In welchem Format du auslieferst und was in diesen Daten drin steckt, sind zwei völlig verschiedene Dinge.
     
  5. divy

    divy Benutzer

    AW: MD-Aufnahmen für Interviews noch aktuell?

    Ich kenne niemanden, der sie noch benutzt, wir sind alle umgestiegen, auf irgendwelche Minirekorder oder richtige Reportergeräte. Ich empfehle dem threaderöffner letzteres, mit XLR-Anschlüssen und den Gebrauch richtiger Mikros.

    Trotzdem mal ein Hoch auf diese tollen MD-Rekorder, v.a. die der ersten Generation, die mit ordentlichen pres ausgestattet waren, den Markt revolutionierten und wohl vielen von uns einen Einstieg ins Radio ermöglichten. Ich habe noch ein Riesenarchiv mit Interviews im Schrank, ich hoffe, der Rekorder dazu funktioniert noch ein paar Jahrzehnte.

    PD: Hat einer einen Vorschlag, wo ich einen Schaltplan für den HHB-Portadrive herbekommen könnte? Auf offiziellem Weg gibt's den offenbar nur für Vertragswerkstätten.
     
  6. dea

    dea Benutzer

    AW: MD-Aufnahmen für Interviews noch aktuell?

    Die gesicherte Funktion des Recorders ist das eine, das "digitale Vergessen" der Tonträger das andere. Im Vergleich zur analogen Magnetbandaufzeichnung, deren Alterung nicht gleich Zerstörung bedeutet, ist das bei sämtlichen digitalen Tonträgern etwas anders. Ich habe keine Erfahrungen mit der Langzeitstabilität von MD-Aufzeichnungen, aber ich kenne korrodierte CDs, unlesbare DATs und Flash-Karten, auf denen nichts ewig sicher ist, schon gar nicht für Jahrzehnte.
     
  7. divy

    divy Benutzer

    AW: MD-Aufnahmen für Interviews noch aktuell?

    Ja, angeblich hat HHB mal Untersuchungen angestellt, nach denen die Datensicherheit auf MD auf längere Zeit gesichert ist, als bspw. auf einer CD. Das Problem an solchen Versprechen ist natürlich, dass Versprechen von z.B. 30 Jahren sich ja auch erst nach 30 Jahren überprüfen lassen.
     
  8. Emskopp

    Emskopp Benutzer

    AW: MD-Aufnahmen für Interviews noch aktuell?

    Okay das beruhigt mich schonmal. Ich meinte natürlich mit "umständlich" das einstöpseln von einem seperaten USB-Kabel zum späteren überspielen.

    Welche Geräte würden denn mit Wechseldatenträgern (SD/CF-Karte) in Frage kommen?
     
  9. divy

    divy Benutzer

    AW: MD-Aufnahmen für Interviews noch aktuell?

    Also komm, da gibt es jetzt schon sehr lange und ausführliche threads, in denen Du reichlich Hinweise dafür findest. Was sagt Dir z.B. der Begriff "Reportergeräte" als Titel eines solchen Fadens?
     
  10. radiofan9

    radiofan9 Benutzer

    AW: MD-Aufnahmen für Interviews noch aktuell?

    Im Grunde ist schon fast alles zum Theme gesagt.
    Ich habe ja bekanntlich nen 671 und stecke die CF-Karte direkt in meinen PC und spiele um.
    Einen MD-Player habe ich aber auch noch und zwar den Sony MZ-R 909. Damit habe ich sie alle aufgenommen: Michail Gorbatschow, Jürgen W. Möllemann, Hörst Köhler etc. War auch immer sehr zufrieden. Umgestiegen bin ich etwa 2007. Grund war das Einsparen von Zeit und JA, ich wollte einen Rekorder, den man über die Schulter tragen kann und an den ich ein Mikrofon per XLR anschließen kann.

    Soweit meine Reporter-Lebensgeschichte der letzten 4 Jahre:)

    LG
    Eure Sandra
     

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