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Mobbing

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von Nachwuchs, 06. Mai 2004.

Status des Themas:
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  1. Nachwuchs

    Nachwuchs Benutzer

    Was würdet ihr machen, wenn eure ganze Abteilung sich zusammentut um euch rauszumobben? Wenn sogar euer eigener Chef/Chefin nicht damit klarkommt, daß ihr euch zum positiven hin weiterentwickelt und versucht, euch kleinzuhalten? Warum tun Leute so etwas? Aus Angst um ihren eigenen Job? Warum verschließen Programmchefs die Augen davor? Hat jemand Erfahrungen damit gemacht?
     
  2. Aurelia

    Aurelia Benutzer

    AW: Mobbing

    Hallo "Nachwuchs",

    erst einmal würde ich mein eigenes Verhalten daraufhin überprüfen, was denn ein möglicher Grund für die Reaktion der Kollegen ist.
    Wie hast Du Dich denn verändert ? Was verstehst Du unter "Mobbing", was findet da genau statt ?
    Am besten ist sicherlich, das Thema direkt zur Sprache zu bringen. Dann bekommst Du eine klare Aussage und weißt, was Sache ist.

    Aurelia
     
  3. Nomos

    Nomos Benutzer

    AW: Mobbing

    :rolleyes:

    Hm, unangenehm sowas. Zuallererst würde ich es mit, sagen wir mal Selbstreflexion versuchen. Das heißt: Versuche dir klar zu werden, welchen Eindruck du auf deine berufliche Umwelt machst. Deine eigene Wahrnehmung stimmt nicht immer mit der deiner Umwelt überein. Will sagen: was du persönlich als positive Weiterentwicklung betrachtest, das ist für den "Rest" nicht unbedingt zwingend etwas Angenehmens...vielleicht erweckst du äußerlich einen arroganten, besserwisserischen und unangenehmen Eindruck??? Warum wirst du gemobbt? Kommst du bei einer objektiven und schonungslosen Selbsteinschätzung zu dem Schluß, daß du dir nichts vorzuwerfen hast, dann suche ein vier Augen Gespräch mit dem PC oder Geschäftsführer. Erkläre dein Dilemma, und bitte um neue Arbeitsbereiche. (aber nur, wenn du dich wirklich objektiv weiterentwickelt hast) Wenn das nicht hilft, dann kündige!
    Klingt jetzt hart, aber wenn es wirklich um Mobbing geht, dann sollte man es nicht bis zu gesundheitlichen Problemen kommen lassen.

    PS.
    Strategien gegen Mobbing gibt es auch. Meist gibt es in einer gruppendynamischen Mobbingrunde einen Obermobber. Krieg raus wer das ist, sprich ihn direkt an. Immer wieder. Das verkraften solche Leute fast nie, und ziehen den Schwanz ein. (wenn sie einen haben (Scherz!))
    Wenn du die Nerven und die Möglichkeit hast, dann stell deinem Obermobber eine fachliche Falle. Meist sind solche Typen nicht die besten Pferde im Stall. Je mehr die Mobber sich mit der Erklärung ihrer eigenen Fehler beschäftigen müssen, umso weniger Zeit haben sie für Mobbing jeder Art.

    PS.PS.
    ganz zum Schluß ein völlig unakzeptabler Rat. Man kann einem Obermobber auch mal eins auf die Fresse hauen...allein versteht sich (wenn er denn nicht stärker ist)
    Aber wie gesagt, kann eigentlich nicht die Lösung sein, hilft aber manchmal.

    tschööö
     
  4. Schnittchen

    Schnittchen Benutzer

    AW: Mobbing

    Ich kann Dir nur raten: Mach den Mund auf! Gehe direkt auf Deinen Chef zu und sage ihm, wie Du die ganze Sache empfindest. Vielleicht ist das alles ja auch nur ein Missverständnis. Das kommt oft genug vor.
    Außerdem trittst Du so aus der passiven Opferrolle raus, wenn es sich wirklich um Mobbing handelt.
    Such Dir im Zweifelsfall Verbündete, denn sicherlich gibt es in der Deiner Abteilung jemanden, der bei diesem Spiel nicht gerne mitmacht.
    Aber ich gebe auch Aurelia recht, schau auch auf Dein Verhalten...
    Weil, wenn wirklich KEINER auf Deiner Seite steht, ist das selten ohne Grund auf Deiner Seite...

    Hoffe ich konnte Dir ein bißle helfen. Läßt sich so pauschal halt nur schwer drauf antworten.
     
  5. Nachwuchs

    Nachwuchs Benutzer

    Schon okay mit dem Prügeln, bin's ja gewohnt, hahah! Nein, Ich habe nicht geschrieben, daß es mich selbst befrifft. (Aber es klang so, stimmt). Danke für die ganzen Antworten. In sich selbst reinzuhorchen ist auf jeden Fall die erste Aufgabe in diesem Fall - da stimm ich zu. Was aber, wenn ein Sender/ein Chef sozusagen schon dafür bekannt ist Leute reihenweise auf diese Art und Weise loszuwerden? Was Aurelia da schreibt kann der Standardspruch eines Mobbers werden, weil man so schlecht das Gegenteil beweisen kann wenn dir jemand schwammige Sachen vorwirft. Wenn du jemanden loswerden willst, sag ihm jeden Tag, daß er viele viele Fehler macht, die man aber rein zufällig nicht mehr nachweisen kann, son Pech.
    Wie auch immer, bin erfreut über die Resonanz hier.
     
  6. Aurelia

    Aurelia Benutzer

    AW: Mobbing

    wenn Dir jemand schwammige Sachen vorwirft, dann bitte Ihn doch darum, konkret zu werden ! versuche in so einem Fall immer, eine klare Aussage zu bekommen und die bekommst Du im Zweifelsfall bekannterweise immer mit einer geschlossenen Frage.

    Allerdings wissen wir ja nun immer noch nicht, was da genau los ist bei Dir.
    ... manch einer empfindet es schon ja schon als Mobbing, wenn er sich an das Format des Senders halten soll und die Liner nicht kreativ erweitern darf :D
     
  7. oha

    oha Benutzer

    AW: Mobbing

    Ich bin der Ansicht, daß Mobbing Probleme schlecht innerhalb des Betriebes, in dem gemobbt wird, gelöst werden können. Deshalb: Innerhalb des Betriebs nicht zum Vorgesetzten rennen, das macht den Mobber nur noch fuchsiger. Besser (falls vorhanden): Den Betriebsrat einschalten. Und: Hilfe außerhalb des Betriebes suchen, vielleicht bei einer Beratungsstelle zum Thema Mobbing. Dort sind sicherlich Expereten, die entsprechende Gegenstrategien mitentwickeln können.

    Die Aussage, daß das (sinngemäß) zum Arbeitsleben gehört finde ich empörend.

    Ebenso die Aufforderung, erstmal Selbstanalyse zu betreiben. Die ist zwar auch wichtig. aber klar ist: Wer gemobbt wird ist ein Opfer in einem System, nicht der Täter. Die Selbstanalyse gehört da einfach an einen späteren Zeitpunkt. erstmal ist die Hilfe wichtig.
     
  8. Aurelia

    Aurelia Benutzer

    AW: Mobbing

    hallo oha,

    ich antworte dir hier persönlich, weil ich diese diskussion ab diesem punkt für das forum für zu speziell halte.

    jedes opfer setzt durch sein verhalten die ursachen für ein geschehen und ist somit immer auch "täter". diese tatsache ist durchaus unpopulär, aber durchweg zutreffend. daher ist die selbstanalyse - und hier hilft ja dann die gute (!) beratung- unerlässlich.

    Ein mobbingloses Leben wünscht Dir
    Aurelia
     
  9. Nomos

    Nomos Benutzer

    AW: Mobbing

    :rolleyes:

    Aurelia hat meine Zustimmung. Selbstanalyse kann nicht zu einem späteren Zeitpunkt irgendwann erfolgen. Sie muß der Anfang sein!! Denn schließlich muß die Ursachensuche auf beiden Seiten erfolgen...Mobbingschwein und Mobbingopfer (wenn es sich denn so leicht definieren läßt) Insofern muß ich mich erst selbstkritisch befragen, ob ich durch mein Verhalten Mobbing hervorrufe. Erst wenn ich dies mit gutem Gewissen verneinen kann, dann sollte es sofort Schritte gegen die Mobber geben.

    Dann sollte man die Mobbingvorfälle auch gut dokumentieren, damit man Name und Hausnummer nennen kann. Es nutzt nix, wenn man dem Betriebsrat erzählt, "Die sind böse" ...da muß man dann konkret werden, wenn man nicht das ewige Opfer bleiben will.

    In einem Punkt gebe ich oha recht. MObbing ist nicht gottgegeben! Es gehört nicht zwingend zum Medien-Job dazu...weder im Radio, noch im Fernsehen oder sonstwo. Sonst wäre ich Friedhofsgärtner geworden.

    tschööö
     
  10. oha

    oha Benutzer

    AW: Mobbing

    Aurelia, Nomos,

    leider muss ich Euch ein entschiedenes "Nein" entgegehalten. Es ist ein beliebtes gesellschaftliches Totschlagargument geworden, für jeden Sachverhalt den Betroffenen erstmal bei sich selbst suchen zu lassen. Ich halte das für grundfalsch. Wir sind als Menschen nicht nur für unser eigenes Befinden verantwortlich. Wir sind, egal ob privat oder im Job oder sonstwo, Teil eines Gemeinwesens.

    ein Gedanke, der in Zeiten von "wir müssen den Gürtel enger schnallen" leider etwas vergessen wird.

    Damit sage ich nicht, daß das "Opfer" nur bei den anderen nach Gründen suchen soll. aber die primäre Suche bei sich selbst ist auch nicht das Allheilmittel.

    Aurelia, den Satz, daß jedes Opfer auch gleichzeitig Täter ist, solltest Du mal einem ehemaligen NS-Zwangsarbeiter sagen. Oder einer jungen Frau, die als Kind missbraucht wurde. Der Satz "Jedem das Seine" stand einst über dem Tor zu einem KZ.

    Nichts für Ungut
     
  11. Caramba

    Caramba Benutzer

    AW: Mobbing

    @ oha

    danke für das statement. spricht mir aus der seele. schon die eingabe von "mobbing" als suchbegriff in google verhilft zu einer etwas differenzierteren sichtweise.
     
  12. der beobachter

    der beobachter Benutzer

    AW: Mobbing

    Geehrtes Publikum,
    wir reden hier über Mobbing, nicht über schlechte Stimmung in der Redaktion oder ähnliche "Kleinigkeiten".
    Mobbing ist eine Form von Gewalt, nichts anderes. Wer gemobbt wird, hat sich längst Gedanken darüber gemacht, was er falsch gemacht haben könnte - und ist eben nach reiflichen und meist auch monatelangen Überlegungen eben auf nichts gekommen. Die Täterrolle haben Gemobbte deshalb durchaus hinter sich gelassen.
    Außerdem gehört es zur vielzitierten Teamfähigkeit, sich und den anderen innerhalb der Teamstruktur dort einzuordnen, wo er seinen Fähigkeiten, Möglichkeiten und Eigenarten nach hingehört. Gemobbte haben in aller Regel längst getan, was sie dazu haben beitragen können. Die Mobber sind es, die das gezielt torpedieren - aus welchen Gründen im einzelnen auch immer.
    Wer Gemobbten die Schuld fürs Mobbing zuschiebt, begibt sich selbst in den Dunstkreis der Mobber. Guten Tag. db
     
  13. Aurelia

    Aurelia Benutzer

    AW: Mobbing

    "Zunächst hat jeder Mensch, ob gemobbt oder nicht gemobbt, die Selbstverantwortung, sich aktiv um die Erhaltung seines seelischen und körperlichen Wohlbefindens zu kümmern. Das kann auch bedeuten, die eigenen Einstellungen zu hinterfragen. Manchmal können diese mobbingfördernd sein."
    z.B. "alle müssen mich mögen" oder "ich muss immer stark sein".

    Quelle: www.mobbing-web.de


    ... die Diskussion wird ohne konkrete Sachlage, die uns "Nachwuchs" ja nicht verraten hat, sehr philosophisch. Ich weiß nicht, ob hier nun der richtige Rahmen dafür ist, beispielsweise über den Unterschied von Verantwortung und Schuld zu diskutieren.

    Nichtsdestotrotz: auf ein respektvolles Miteinander ! :)
     
  14. Lt.Cmdr.Lee

    Lt.Cmdr.Lee Benutzer

    AW: Mobbing

    hier wird immer nur vom mobben gesprochen...ähh, geschrieben.
    wo ist es noch eine stichelei, ab wann ist mobben denn mobben?
    wo ist die grenze?
    und wie differenziert man leute mit einem dicken fell und haltlose mimosen?
    also wenn schon das wort mobbing benutzt wird, wenn die eigene kaffeetasse von jemand anderem benutzt wird.

    es wird im allgemeinen nur der geärgert, der sich ärgern lässt.
    kann man auch aufs mobben übertragen...
    und wenn du keinen rückhalt in der firma hast, solltest du dir sehr genau überlegen, ob deine psychische und damit auch physische gesundheit nicht wertvoller ist als rache bzw gerechtigkeit.
     
  15. Los-Drahmas

    Los-Drahmas Benutzer

    AW: Mobbing


    ...womit du wohl Recht hast. Es gibt tausende (mindestens ;) ) junger Leute die nicht wissen was sie aus ihrem Leben mal machen sollen und dann halt einfach von so einem Popstar Casting Mist hören und meinen die ganz große Karriere machen zu können ohne Talent bzw echtes Interesse usw. zu haben.

    Aber womit ich Dir eindeutig wiedersprechen muss und das ist ja auch völlig logisch - das der Nachwuchs GENERELL karrieregeil ist, ist völliger Blödsinn. Genauso wie diese Popstar Shows Blödsinn sind. Es gibt, ob dus glaubst oder nicht :) - tatsächlich Menschen, ja sogar junge Menschen, auch Nachwuchs genannt, die echtes Interesse an Jobs in den Medien haben und auch mit der dafür nötigen Realität an einen etwaigen Job herangehen. Solche Menschen erkennt man z.B. auch daran, das Sie von diesen oben angesprochenen Popstar Casting Shows ebenfalls nichts halten und einfach einen realistischen Bezug zu gewissen Dingen haben und in erster Linie den Job (als Arbeit mit dem nötigen Spaß daran) und nicht die Karriere mit pseudo roten Teppich Schwachsinn sehen :) .

    Gruß, Andi
     
  16. Radiostart

    Radiostart Gesperrter Benutzer

    AW: Mobbing

    Es wird immer über toleranz für den nächsten gesprochen, mehr rechte für frauen, mehr rechte für anders denkende usw. Aber bei unserem Arbeiskolegen hat plötzlich die ganze Tolrenz ein Ende, nur weil er erfolreicher oder beliebter beim Chef ist. Der Egoismus des Menschen hat das viele Leid dieser Welt verursacht.
     
  17. formatan

    formatan Gesperrter Benutzer

    AW: Mobbing

    also ich kenne nur teenager, die davon träumen groß rauszukommen. warum gehen sie denn bitte an die öffentlichkeit per mikro oder kamera ? weils spass macht ??? gulp har har... wir alle in diesem job haben doch ein sehr gesundes selbstbewusstsein und einen stark ausgeprägten trieb der selbstdarstellung. anders könnte man den job doch garnicht bewältigen. wer was anderes behauptet, der lügt!
     
  18. Tom2000

    Tom2000 Gesperrter Benutzer

    AW: Mobbing

    Mein Eindruck ist, momentan schlägt das "Selbstbewusstsein" der Macher deren Können um Längen.
     
  19. Los-Drahmas

    Los-Drahmas Benutzer

    AW: Mobbing


    Warum gehen Teenager an die Öffentlichkeit mit Mikro oder Kamera? Tja - weil es eben welche gibt die gesehen haben das man mittlerweile mit fast jedem Mist ins Fernsehen kommt. Was läuft denn nachmittags zur Zeit z.B. auf ProSieben? Dieser ganze gekünstelte Selbstdarstellungsschrott! Da bekommen ein paar Menschen eine Kamera in die Hand gedrückt und Filmen irgendwelche gestellten Konflikte. Das ganze wird dann noch kurz und bündig geschnitten und billigst über den Sender geschickt. Hauptsache man füllt die unangenehme Zeit zwischen den Werbeblöcken.

    Ich persönlich bezeichne mich jetzt auch einfach mal als Teenager, bin ja erst 19. Ich halte nichts von Deutschland sucht den Superstar, Selbstdarstellungsmist wie auf ProSieben und karrieregeil bin ich auch nicht, ansonsten würde ich meine Zeit ja nicht hier in diesem oder anderen Foren verbringen, sondern bei Popstars o.ä schlecht singen :) - hätte also gar keine Zeit hier zu schreiben ;) .
    Ich kann Dir noch genug andere Leute aufzählen die ebenso denken wie ich. Also entkräfte ich einfach mal das Vorurteil das alle Teenager karrieregeil sind. Es gibt bestimmt viele die es sind, aber auch welche die es nicht sind.

    ich keine beides :) .

    ...oder willst du behaupten das jeder der im Medienbereich irgendwas studiert, irgednwelche Schulen besucht - sich irgendwie privat weiterbildet, karrieregeil ist :confused: - wohl eher nicht, oder?



    Gruß, Andi
     

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