1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

MP3-Musik zum Download/Kauf anbieten?

Dieses Thema im Forum "Auszeit" wurde erstellt von SCG, 23. November 2011.

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. SCG

    SCG Benutzer

    Kennt sich jemand mit der Materie aus?

    Interessieren würde mich wie sowas läuft? also wo man sich kundig machen muss/kann, und der ganze Ablauf halt..wer bekommt das Geld? wie wird abgerechnet, kann/darf oder hat eine Radio Seite überhaupt die Möglichkeit für sowas? also von wegen Recht, wer darf wer nicht!

    Uns geht es um Raritäten die es in D auf CD *noch* nicht gibt, es wären also Ripps von Schallplaten. Auch wäre der Pool nicht gerade groß, ich schätze mal wenn ca. 1.000 Tracks wenn überhaupt. Mehr oder weniger ginge es uns um extra Service für die Besucher/Hörer, weniger um den Verdienst bzw. gar nicht...

    Merci
     
  2. McCavity

    McCavity Benutzer

    AW: MP3-Musik zum Download/Kauf anbieten?

    Wie immer: meine Aussagen in diesem Forum sind juristisch irrelevant, sondern represäntieren ausschließlich meine Meinung und Einschätzung. Du solltest Dir für solche Vorhaben in jedem Fall einen kompetenten Anwalt suchen, der die Juristische Seite des Projektes betreut.

    Ansonsten müßte das nach meiner Einschätzung "relativ" einfach sein: es gibt sogenannte "Rechteinhaber", die diese Rechte an den von Euch zur Veröffentlichung bestimmten Musiktiteln halten. Zu diesen Rechten gehört das Recht zur Verfielfältigung, zum Beispiel durch Digitalisierung von Schallplatte und später auch durch Download von Eurer Plattform. Im Prinzip müßt Ihr also nichts weiter tun, als die entsprechend notwendigen Rechte von den jeweiligen Rechteinhabern zu erwerben. Liegen diese Rechte bei GEMA / GVL (wenn ich mich recht erinnere war die GVL für Fragen der Vervielfältigung zuständig, kann aber gut sein, daß auch (oder nur) die GEMA beteiligt ist => Anwalt im Zweifel zu Rate ziehen!), dann sind diese Gesellschaften zuständig. Ansonsten Label, Produzent, Musiker - wer immer die Rechte an den Songs hat.

    Mit diesen macht dann die Konditionen aus, zu denen Ihr Songs zum Download anbieten dürft (d.h. wieviel Geld Ihr pro Download zahlen müßt, an wen das Geld zu überweisen ist, etc. Auf dieser Basis könnt Ihr dann Euren Preis für Eure Kunden machen und entscheiden ob und wieviel Gewinnmarge Ihr für Euch darauf aufschlagen wollt (Anwaltskosten nicht vergessen!). Zuletzt auch die steuerliche Relevanz nicht vergessen: wenn Ihr Einnahmen habt, will das Finanzamt auch einen Teil davon haben.

    Ein entsprechend Shopsystem braucht Ihr dann natürlich auch, aber solche Webshops dürften von den Kosten her das kleinste Problem sein, die gibt's schon für kleines Geld im Homepage-Baukasten (welche davon wirklich für Euren Zweck taugen, wäre zu ermitteln). Problematischer könnte die Art der Bezahlung sein, die Ihr anbeitet, weil da u.U. noch Gebühren für den Finanzdienstleister anfallen (z.B. wenn Ihr Kreditkarten akzeptieren wollt).

    Ich hoffe mal, ich hab die wichtigsten Punkte erschlagen - wie gesagt, am besten wendest Du Dich mit solchen Fragen an einen Juristen, der sich mit der Materie auskennt.

    LG

    McCavity
     
  3. HeavyRotation25

    HeavyRotation25 Benutzer

    AW: MP3-Musik zum Download/Kauf anbieten?

    Sobald man mit der Musik anderer Geld macht, muss wohl zwingend die GEMA informiert werden. Die wenigsten wissen, dass das auch für Konzerte von Coverbands und für den DJ auf einer Dorfdisco gilt. Im Vorfeld sollte man sich darüber einigen, ob der Veranstalter sich darum kümmert oder der DJ / die Coverband.
     
  4. count down

    count down Benutzer

    Lieber SCG, verehrte Ratgeber! Das Vorhaben ist aussichtslos.

    Nicht die GEMA ist hier der Bremsklotz, im Gegenteil, sie könnte Erlöse an ihre Mitglieder ausschütten, nein: die Plattenfirmen müssen ein Ok geben für Download-Verkäufe. Und das tun sie nicht, weil das Aushandeln und Abschließen des Beteiligungsvertrages, sowie die sich anschließenden Abrechnungen die Kosten der zu erwartenden Einnahmen übersteigen würden. Einfache Rechnung.
     

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Diese Seite empfehlen