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Musiclabel EMI faktisch Geschichte

Dieses Thema im Forum "Auszeit" wurde erstellt von Radiokult, 12. November 2011.

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  1. Radiokult

    Radiokult Benutzer

  2. BlueKO

    BlueKO Benutzer

    AW: Musiclabel EMI faktisch Geschichte

    Universal hat sich in den letzten Jahren doch so einiges unter den Nagel gerissen.

    Ich war auch sehr erstaunt darüber daß die remasterten Queen-Alben in diesem Jahr plötzlich bei Universal erschienen sind. Das war doch mal ureigenstes EMI-Repertoire.
     
  3. freiwild

    freiwild Benutzer

    AW: Musiclabel EMI faktisch Geschichte

    Und da waren es nur noch drei Major Labels. Nach der nächsten Fusion gibt es nur noch zwei, nach der übernächsten nur noch eines, und nach der dritten Fusion gibt es gar keine Major Labels mehr und die Indys haben gewonnen! :wow:
     
  4. ricochet

    ricochet Benutzer

    AW: Musiclabel EMI faktisch Geschichte

    Der Rechtekatalog wanderte zunächst zur Citigroup und die ließ auf Grooveshark gleich eine größere Anzahl von EMI-Interpreten löschen, für die gemäß einer länger zurückliegenden Vereinbarung umfassende Nutzungsrechte vorlagen. Sony ist da bekanntlich kooperativer...
     
  5. count down

    count down Benutzer

    AW: Musiclabel EMI faktisch Geschichte

    Die Plattenbude geht an Universal, das EMI-Publishing geht an Sony, gesplittet also, um keine rote Karte von den Kartellbehörden zu bekommen. Mal sehen, welche schwächelnden Unterfirmen Universal dann noch abstoßen wird, um die Kartellrichtlinien einzuhalten.

    freiwild hat recht: am Ende wird es nur noch Indies und Vertriebsfirmen geben. Ob es zukünftig noch nötig sein wird, Saturn und Mediamarkt zu beliefern? Amazons Krabbelkiste ist weitaus größer.
     
  6. ricochet

    ricochet Benutzer

    AW: Musiclabel EMI faktisch Geschichte

    @Countie:

    Ist es wahr, dass viele deutsche Künstler ihre Alben per Kaution vorfinanzieren müssen, weil die Labels Angst haben, mangels Promotionsmöglichkeiten auf den Ausgaben sitzen zu bleiben?
     
  7. count down

    count down Benutzer

    AW: Musiclabel EMI faktisch Geschichte

    Nein, Rico, bisher werden Künstler- oder Übernahmeverträge immer noch mit zwar verrechenbaren (Du nennst es Kaution), aber nicht rückzahlbaren Vorschüssen geschlossen. Geht die Rückfinanzierung und der sich erst dann anschließende Gewinn für die Plattenfirma nicht auf, bleibt sie auf den bereits ausgezahlten Kosten sitzen.

    Eine Querverrechnung zwischen gewinnbringenden Künstlern und unterstützungsbedürftigen Neukünstlern gibt es seit Erfindung des Profitcenters leider nicht mehr.
     
  8. BlueKO

    BlueKO Benutzer

    AW: Musiclabel EMI faktisch Geschichte

    Wer sagt denn eigentlich daß das Label EMI Geschichte ist? Capitol, Parlophone und all die anderen werden doch wohl auch weiterhin genutzt. Universal hat sich dazu doch wohl noch gar nicht weiter geäußert.
     
  9. ricochet

    ricochet Benutzer

    AW: Musiclabel EMI faktisch Geschichte

    Dieses Profitcenter lähmt auch zunehmend die Kreativität...
     
  10. count down

    count down Benutzer

    AW: Major Company EMI faktisch Geschichte

    Genau, das wollte ich Kulti noch sagen, dass die Überschrift daneben ist. Die bisherigen Labels von EMI werden ganz sicher erhalten bleiben und von Universal vertrieben werden.
     
  11. freiwild

    freiwild Benutzer

    AW: Musiclabel EMI faktisch Geschichte

    Streng genommen ist der Begriff "Major Label" falsch, da damit kein Label, sondern ein eigenständiger Konzern gemeint ist. Und da EMI als eigenständige Firma nun Geschichte ist, ist das auch so richtig. Was mit den einzelnen EMI-Labels geschieht, wird man sehen.
     
  12. count down

    count down Benutzer

    AW: Musiclabel EMI faktisch Geschichte

    Oha, richtige Selbsterkenntnis. ;)

    Man wird sehen, dass aufgrund bestehender und zu übernehmender Verträge die Labels Fortbestand haben werden. Aber egal, sollte irgend ein Label aufgegeben werden, sind die Künstlerverträge deshalb nicht nichtig. Im Zweifel erscheinen die Sänger dann auf einem anderen Hauslabel. Nicht tragisch, denn Labels sind kein Markenartikel - oder hat schon mal jemand eine mit dem Parlophone-Label garnierte Straßenbahn gesehen: "Holt Euch die neuesten Platten von Parlophone"? Nee, nicht?
     
  13. Klaus&Anne

    Klaus&Anne Benutzer

    AW: Musiclabel EMI faktisch Geschichte

    Und irgendwann bestimmt ein einziger Konzern, was gute Musik ist und was man bei allen Radiosendern zu hören bekommt. Diese Musik wir anhand von den Meinungen der Ratingagenturen produziert werden, und es wird sicherlich ein noch nie gehörter Einheitsbrei werden.

    In Zeiten des Internet 2.0 könnte diese Rechnung allerdings auch nach hinten losgehen! Spott für die großen Konzerne und neue, andere Wege für die wirklichen Künstler! Wir wünschen uns das jedenfalls so! In Zeiten von Internet 2.0 braucht man nicht unbedingt diese mächtigen Konzerne mit ihren alten Vertriebswegen. Internetradios werden sich zunehmend von diesem vorgeschriebenen Musikgeschmack abkapseln und wirkliche Künstler senden. Die wirkliche Gefahr ist, dass diese Konzerne einen Weg finden werden möchten, um kleine Internetradios verbieten zu können. Wir alle kennen ja die Macht der Lobbyisten, ganz besonders in dem künstlich geschaffenen Europaparlament!
     
  14. djtechno

    djtechno Benutzer

    AW: Musiclabel EMI faktisch Geschichte

    Also mal ehrlich, ich finde das Bedenklich. Damit entsteht ein Quasi-Mionopol, und das ist für die Musiker sicher nicht gut, wenn Sie irgendwann quasi nur noch einen möglichen (großen) Arbeitsgeber haben.
    Und ein Riesenkonzern,der alle Vertriebskanäle unter Kontrolle hat, ist auch nicht gut. Ok, noch sinds 3,aber wohl nimmer lange...

    Aus Kundensicht ändert das vmtl. nicht viel, die Preeise für Musiktitel waren Jahrelang Monopiolistisch festgeschrieben und sinds im Prinzip imme rnoch mehr oder weniger, Glücklicherweise hat die letzten jahre der Druckd er Konsumenten zu einer Öffnung der ehemals sehr starren Branche geführt, immerhin gibts heute die mp3-download-püortale und dienst wie simfy, vor gut 10 jahren wurde von den Labels noch alles,was mit Download oder Streaming hat, knallhart boykottiert. Und dahin wirds zum Glück auch nicht mehr zurückgehen, weil da im Endeffekt am Ende doch der Kunde entscheidet, aber für die Künstler isses übel, wenn nachher nur noch ein label über hopp oder topp entscheidet und welche Musikgenres es geben darf und der ganze Castingshowkrempel,Marketing...

    Ist doch wie beim Internet und Mobilfunk: Hierzulande gibts nur noch 4 große Netzbetreiber, es waren mal 20.
    Beim Kabelfernsehen dasselbe. Kabel BW läuft Gefahr von Unity aufgekauft zu werden, was ziemlich übel wäre, weil Unity die Privaten Sender Grundverschlüsselt, Kabel BW stellt diese unverschlüsselt zur Verfügung...

    Alles keine gute Entwicklung...

    Edit:

    Eine befürchtung, die ich auch habe...

    In Zeiten des Internet 2.0 könnte diese Rechnung allerdings auch nach hinten losgehen! Spott für die großen Konzerne und neue, andere Wege für die wirklichen Künstler! Wir wünschen uns das jedenfalls so! In Zeiten von Internet 2.0 braucht man nicht unbedingt diese mächtigen Konzerne mit ihren alten Vertriebswegen. Internetradios werden sich zunehmend von diesem vorgeschriebenen Musikgeschmack abkapseln und wirkliche Künstler senden.[/quote]

    Diese alternativen Vertriebswege gibt es ja bereits. Jamendo (nur kostenlose Musik), EMusic (viel Indie-Labels) und weitere. Dann die Nachwuchsportale (uptrax, mom, u.s.w.) Die meisten bieten bislang "nur" kostenlose Musik an (daher in der Rewgel neue/Nachwuchskünstler) aber es wäre kein problem über solche Plattformen auch Bezahlmusik anzubieten. Die Plattform bekommt einen bestimmten prozentsatz von jedem Verkauften titel,der Rest geht an den Künstler. Auch bei den Dateiformaten sind die kostenlosen flexibler: Neben MP3 wird oft auch OGG Vorbis zund FLAC angeboten.

    Ja, das Risiko gibt es. Aber ich denke sie werden Internetradio damit nicht totkriegen. Zu Zeiten, wo die Majors Musik nur auf CD vertrieben boomten die Illegalen Musiktauschbörsen. Was nicht legal angeboten wurde (Musikdownload per Internet) wurde auf illegalem Wege realisiert. Das war für die Labels und deren Künstler logischerweise nicht gut. Die Musikindustrie mußte damals lernen, daß man mit Marktmonopol neue Technologien nicht ausgrenzen kann und das sie ins Netz mußten. Heute gibts die Bezahldownloadportale. Würde Internetradio irgendwie verboten werden, würde es illegal weiterlaufen. Die GVU/Gema-Einnahmen,die zumindest einige der Radiosender (Ich weiß,viele tun es nicht) abführen, würdenh dann aber auch wegfallen. Meines Erachtens würden sich die Labels mit einem solchen verbot,wenn sie es durchbekämen also erneut ins Knie schießen...
     

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