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Musikindustrie fordert Quote für neue Titel

Dieses Thema im Forum "Musik" wurde erstellt von berlinreporter, 26. Februar 2003.

Status des Themas:
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  1. berlinreporter

    berlinreporter Benutzer

    Jetzt lache ich mich aber bald tot:

    (AFP) Mit einer Radioquote für neue Musiktitel will die deutsche Phonowirtschaft
    den anhaltenden Umsatzschwund beim Verkauf von CDs und anderen Tonträgern
    angehen. Die Branche wolle durchsetzen, dass in öffentlich-rechtlichen
    Rundfunksendern die Hälfte aller Stücke Neuheiten sein müssten, erklärte der
    Vorsitzende der deutschen Phonoverbände, Gerd Gebhardt, am Mittwoch in
    Hamburg. Mit der Radio-Quote will die Phonowirtschaft das Interesse der Hörer und
    damit den Verkauf ihrer Tonträger ankurbeln. Im vergangenen Jahr ging deren
    Umsatz vor allem auch wegen weiter steigender Zahlen von Raubkopien erneut um
    11,3 Prozent auf 1,97 Milliarden Euro zurück. Lediglich der Absatz von DVDs stieg
    dem Verband zufolge von 1,3 auf drei Millionen Stück.
     
  2. Newsreader

    Newsreader Benutzer

    Lach <img border="0" title="" alt="[Breites Grinsen]" src="biggrin.gif" /> Damit die Hörer noch mehr Titel kennen, die sie sich ausm Netz runterladen können?? Lol
     
  3. stillstand

    stillstand Benutzer

    Der Umsatzrückgang kommt doch daher, dass die ganze neue Scheisse im Radio gespielt wird. Und weil die Leute glauben, es würde nix mehr vernünftiges produziert, kaufen sie auch nix.
     
  4. KanalratteDennis

    KanalratteDennis Benutzer

    Wie schafft man es denn bloß, sowas durchzusetzen? Also, vielleicht sehe ich es unrealistisch, aber ich könnte mir denken, dass der Privatsender an sich sowas nicht erfüllen müsste, oder?

    Und der Rückgang der CD-Verkäufe - wie Newsreader schon andeutete - ist wohl die eigene Schuld der Musikindustrie. Bei den Europreisen sollen sie nicht jammern, wenn keiner mehr CDs kauft. Kann mir aber auch vorstellen, dass generell auch von denen weniger CDs gekauft werden, die sich gar nix runterladen.
     
  5. dudelhuber

    dudelhuber Benutzer

    Niemand kann das durchsetzen - weder bei Öffentlich-Rechtlichen noch bei Privaten. Diese Quote wird es nie geben. Es ist aber trotzdem ärgerlich, dass jeder, der seine Hausaufgaben nicht richtig macht in diesem Land, um die Hilfe des Staates oder in diesem Fall staatsähnlicher Gebilde ruft.

    Von vielen dummen Forderungen der Phonoindustrie ist das die mit Abstand dümmste. Kann es sein, dass die Tonträger einfach zu teuer sind? Dass die Menschen clever sind und sich die Hits woanders her holen? Dass die Popsternchen einfach nicht genug Qualität bieten für das Geld?
     
  6. Sachsenradio2

    Sachsenradio2 Benutzer

    *loooooool*

    Das ist wieder einmal ein verzweifelter Versuch der Musikindustrie, die Schuld an der "Krise" anderen in die Schuhe zu schieben. Und solch eine Quote is ja nu och unrealisitsch. Die 60/40-Quote wird auch nie kommen!
    Haben die Preise für Single-CDs nach der Euroeinführung erhöht, obwohl der Absatz zurückgeht....
    Ich kauf mir doch nicht für 13 DM ne Single! Da bekomm ich für das Doppelte doch das ganze Album!
    Ist doch klar, dass dann betsimmte Titel aus dem Netz gezogen werden. Ich dneke, wenn die Singles billiger würden, würden auch mehr Leute kaufen.
    Naja, egal.
    Jedenfalls: Täusch ich mich oder ist es tatsächlich so, dass Neuerscheinungen bei Öffis gespielt werden und nur bei Erfolgsgarantie auch schon bei Privaten?
    Ich denke da an Sputnik, FRITZ, Radio Eins, HR XXL usw...
    Jetzt sollen die ne Quote bekommen?
    Schöner Faschingsscherz. Und durch solche Meldungen macht sich die Plattenindustrie immer lächerlicher.

    Wieso kaufen sich die Musikkonzerne nicht auch bei Radiosendern ein? Bei VIVA hat das doch auch geklappt.

    <small>[ 26-02-2003, 14:09: Beitrag editiert von Sachsenradio2 ]</small>
     
  7. Staumelder

    Staumelder Benutzer

    Die Plattenindustrie steht meiner Meinung nach an einem Abgrund: Die meisten Radiosender setzen nur Titel ein, die in den zweifelhaften Top 100 plaziert sind. Wie soll man aber ohne Verkäufe in die Top 100 kommen? Richtig, man kauft die CD's selbst im grossen Stil. Ich glaube nicht, dass die Jan Wayne-verstrahlten Kids die Titel hören weil sie sie sich gekauft haben und dass so eine Grütze dadurch in den Top 20 landet...

    Die Musikliebhaber (ich selber zähle mich zu dieser Kategorie) sind verzweifelt. Überall wimmelt es von Popstars, Superstars, Big Brother-Affen und Coverversionen. Da spar ich mir doch den Weg ins CD-Geschäft und saug mir das was ich haben will (ein Drittel davon erscheint eh nie oder vielleicht in nem halben jahr auf dem deutschen Markt - ja, ich gehöre zu denen die TATU zwischen September und Dezember eingesetzt haben und nicht erst im Februar) bei kazaa & Co. Die GEMA wird ja abgeführt, insofern sehe ich da kein Problem.

    Über eine Newcomer-Quote wird sich sicher nicht viel ändern. Die verzogenen "Ich will nur Hits hören"-Kinder hören dann nur noch ihre MP3's. Den Deutschen muss beigebracht werden bewusster mit Musik umzugehen, selber immer auf der Suche nach Neuerscheinungen und neuen Bands zu sein. Leider ist das bei unserer "echten Abwechslung" nicht möglich. Die meisten Sender bringen ja eh nur das was die Charts oder die Medien (allen voran Brainwasher RTL und VIVA) vorgeben. Ich fordere daher: Mehr Personality in Sachen Musik, mehr Felxiblität bei der Zusammenstellung von Playlists und ruhig mal den Griff neben das Top 100-Regal wagen, Musik-Austausch mit Stationen im Ausland usw. Daurch würde man sicher mehr erreichen als durch eine zweifelhafte Newcomer-Quote. Zum Glück sind die Deutschen Gewohnheitstiere. Das habe ich sowohl in meinem Privat- als auh in meinem Radioumfeld festgestellt. Man muss Titel nur entsprechend verkaufen - schon steigt die Nachfrage. Durch mich hat sich die 2000er Version von Kosheen's "Hide You" in einem lokalen Plattenladen ca. 300mal verkauft - wohlgemerkt als Import und wohlgemerkt im Herbst 2000! Denkt mal darüber nach...
     
  8. stillstand

    stillstand Benutzer

    Eben. Nichts anderes sag' ich doch schon seit 1956. Immer wieder. Aufgeregte Telefonanrufe von Hörern kommen immer dann, wenn Du etwas spielst, was sonst keiner bringt. Voraussetzung: Gute Melodie. Dann fragen sie alle: "Was war denn das? das war ja super..."

    Aber muss ich das jeden Tag neu erklären?

    Und wem eigentlich?
     
  9. KanalratteDennis

    KanalratteDennis Benutzer

    </font><blockquote><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Verdana, Arial">Original von Sachsenradio2
    Ich kauf mir doch nicht für 13 DM ne Single! Da bekomm ich für das Doppelte doch das ganze Album!
    </font><hr /></blockquote><font size="2" face="Verdana, Arial">Da wäre ich gar nicht mal so sicher. 13 Euro für ein Album? Das sehe ich in letzter Zeit so auf den Grabbeltischen. Ich meine, dass erst recht die Albumpreise in eine unverschämte Höhe gestiegen sind.

    Ich weiß ja nicht genau, wer daran alles verdienen muss, aber in Anbetracht der reinen Presskosten einer CD von ein paar Cent sind diese Verkaufspreise doch reichlich lächerlich, oder?
    </font><blockquote><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><hr /><font size="2" face="Verdana, Arial">Original von stillstand
    Aber muss ich das jeden Tag neu erklären?

    Und wem eigentlich?</font><hr /></blockquote><font size="2" face="Verdana, Arial">Am Besten im Forum der Musikindustrieszene, gell? <img border="0" title="" alt="[L&auml;cheln]" src="smile.gif" />

    <small>[ 26-02-2003, 15:56: Beitrag editiert von KanalratteDennis ]</small>
     
  10. niemand

    niemand Benutzer

    Also, ich finde die Idee einer Radioquote sehr gut.
    Da geht es mir aber vor allem um eine Radioquote
    für deutsche Musik. Ich finde, die öffentlich-rechtlichen Sender haben da auch einen Grundauftrag und müssten deutschen Musikern mehr Platz in ihren Playlisten bieten.
    Unerhört, dass selbst die öffentlich-rechtlichen
    nichts für unsere Musiker tun.
    Was meint Ihr?
     
  11. KanalratteDennis

    KanalratteDennis Benutzer

    Warum muss man denn im eigenen Land alle eigenen Musiker beschäftigen? Wenn ein englischsprachiger Interpret besser klingt, sollte man sich als deutscher Künstler nicht ärgern, wenn dieser gespielt wird statt dem deutschen Künstler.
     
  12. TripleX

    TripleX Benutzer

    Toll was so alles zum ÖR - Auftrag gehört. Plötzlich auch noch Promotion für erfolglose deutsche möchtegern-Popstars. Denn Grönemeyer und Co laufen doch oft genug oder? Und wenn es nur um „unsere“ Musiker geht, dann meine ich: die No Angels und Bohlens Popppstars hören wir auch oft genug (auch wenn die englisch singen, was ja eigentlich ein Skandal ist. Das sollten die ÖR´s denen doch glatt verbieten. Gehört bestimmt auch zum Auftrag)

    Nix für ungut
     
  13. Grenzwelle

    Grenzwelle Benutzer

    Als würde nicht schon genug von dem schnellebigen Müll im Radio laufen, mit dem die Musikindustrie den Markt überflutet. Ich sehe das jetzt schon weniger als Kaufanreiz sondern eher als Abschreckung.

    Die sollten guten Leuten wieder Jahre geben, um zum Star zu werden. Elton John oder Tina Turner haben es ja nicht in einem halben Jahr zu Weltruhm gebracht. Aber das ist wohl angesichts DSDS eine etwas antiquierte Vorstellung vom Musikbusiness? Mag sein, stört mich nicht, ich höre meine ganzen alten CD's und wenn ich mal Lust neuen Bla Bla habe, mache ich hr3 an, und warte höchstens 10 Minuten auf das neueste Machwerk von Atomic *itten.

    (Ja echt, so schlimm ist's bei keinem anderen. Haben die dort einen Musikredakteur mit Samenstau oder ist d'accord so mies programmiert?)
     
  14. Tom2000

    Tom2000 Gesperrter Benutzer

    Endlich wird mal eines der Hauptprobleme des (deutschen) Radios angesprochen: Zuviele Coverversionen und Retorten-Bands in den Playlists!
    Man braucht sich nur die Charts von heute und vor 15 Jahren anzuschauen. Mit diesen Eintagsfliegen kann die Musikindustrie langfristig nichts verdienen, das macht sich so langsam bemerkbar.

    Natürlich sollten werder private, noch ör Sender Quoten irgendwelcher Art auferlegt bekommen. Es ging auch mal ganz ohne Quote: In den 70er und frühen 80ern hat RTL sehr erfolgreich einen Grossteil seines Tagesprogrammes mit deutschsprachiger Musik bestritten. Titel wie "Ein eherenwertes Haus" von Udo Jürgens waren Ohrwürmer und hatten auch noch ein inhaltliches Anliegen...
     
  15. Steinberg

    Steinberg Benutzer

    Buaaaaaaahhh,
    ich schmeiß mich weg. Udo Jürgens(!!!), der wenigstens noch ein inhaltliches Anliegen hatte.... ??!! Jawoll, genau, so isses, der UDO, das alte Ofenrohr, der hatte es noch raus - der hatte aber sowas von einen anliegen, wenn eine um die Ecke kam, die gerade sieb-sieb-siebzehn Jahr war. Mensch, der Udo, der isses und nich dieser niveaulose Schrott von heute (für den im Übrigen nun beim besten Willen die ÖR-Sender nichts können, oder etwa doch??).
    Mensch Tom, wenn der Udo für dich so lobend hervorzuheben ist, dann ist Peter Alexander mit seiner kleinen Kneipe vom kulturkritischen Anspruch her für dich wahrscheinlich nur ganz knapp hinter Adorno... (nein, der arbeitet nicht beim WDR).
    Danke für diese kleine Aufmunterung....
     
  16. Grenzwelle

    Grenzwelle Benutzer

    Udo Jürgens, ja... das 'Ehrenwerte Haus' habe ich damals als Kind mit meinem ersten eigenen UKW-Radio gehört .. und fand's toll!

    Naja, so wie Tom das hier verkauft, inhaltliches Anliegen und so, klingt es etwas naiv, aber immer noch besser als beleidigend-arrogant, gelle Steinberg?

    Denn zum Thema passt es schon: In den Siebzigern, als Udo Jürgens Millionen an Platten verkaufte, gab es noch keine Hitradios, Playlists und Rotationen. Die Platten gingen trotzdem reißend weg. Oder gerade deswegen???
     
  17. Zonendödel

    Zonendödel Benutzer

    ich kaufe mir auch nur noch sachen, die es wirklich wert sind. das sind entweder außergewöhnliche gute produktionen oder solche, die schwer über kazaa zu beschaffen sind (beispielsweise deutsche sachen mit mittelmäßigem verbreitungsgrad). es hat auch seinen vorteil, unter diesem gesichtspunkt weniger einzukaufen. man spart ne menge geld, wenn man den schrott links liegen läßt.

    weiter oben wurde schon die sache mit der musikquote für deutsch(textige) musik angesprochen. dies ist in frankreich schon lange der fall und hat zu einem aufblühenden der nationalen musikindustrie dort geführt. ich bin kein freund der quote, sehe aber einen bedenklichen umgang mit der deutschen sprache und deutscher kultur bei musikern und produzenten. es ist traurig, daß die einwanderergeneration zur deutschen sprache und musik mit deutschen texten offensichtlich ein gesünderes verhältnis hat als die konventionelle deutsche bevölkerung.

    es wäre daher aufgabe der musikverantwortlichen in den rundfunksendern, bei allem profitstreben einen beitrag dazu zu leisten, den niedergang unserer kultur zu stoppen und sich nicht an der angloamerikanischen kolonialisierung dieses landes zu beteiligen. anderenfalls muß es halt ordnungsmechanismen geben, wie es auch in anderen branchen dann üblich ist, wenn der markt versagt, und das ist als letzter schritt die quote. nida-rümelin hat das ja wie viele andere auf der letzten popkomm nochmal angedacht.

    einige herrschaften sollten sich nicht in sicherheit wiegen, daß eine solche quote ohnehin nicht kommt. sie haben es in der hand, durch ein verantwortungsbewußtes handeln politischen initiativen zuvorzukommen, die diesem unsägliche treiben ein ende bereiten und restriktionen rechtlich verankern.

    wer behauptet, deutsch(textige)musik sei im programm ein risikofaktor, sollte sich einmal auf seinen geisteszustand untersuchen lassen, sollte sein gestörtes verhältnis nicht aus nationalem selbsthass resultieren.

    wie in deutschland mit kultur umgegangen wird (nicht nur in sachen musik), sagt viel über den zustand dieses degenerierten landes aus.
    die medien geben jungen künstlern hierzulande keine chance mehr, der einzige nationalen nachwuchs, dem sie trauen, ist der, der durch eine gewaltige pr-maschinerie in form von fernsehsendungen für minderbemittelte wie dsds produziert wurde. vom land der dichter und denker zu einem der deppen und iq-versenker. gute nacht, deutschland!
     
  18. Kampfnudel

    Kampfnudel Benutzer

    Radio hat mit Musik in ungefähr so viel zu tun, wie Fernsehen mit Film ... nämlich recht wenig.

    Musik: in der Regel Kunst, meist auch von sogenannten Künstlern gemacht ... verliert schon durch die Verwurstung der Musikindustrie Unschuld und - oft - Originalität.

    Und weil sich all die Menschen, für die wir Radio machen in der Regel (nebenher) unterhalten und nicht strapazieren lassen wollen, landen in den Rotationen eben genau die kalt-gepressten Quoten-Bringer mit denen wir es täglich zu tun haben: nette Melodie, vermarktbares Outfit - hin und wieder sogar eine richtig gute Nummer.

    Und jetzt??

    Trotzdem produzieren aussergewöhnliche Künstler nach wie vor ihre Alben (Solange ihre "Fans" sie nicht um ihre Kohle bescheissen). Niemand wird gelyncht, wenn er gute Musik kauft und hört...

    Mir ist auch noch nicht zu Ohren gekommen, dass ein Radiosender gesprengt wurde, nur weil er "gute" Musik gespielt hat...

    Genausowenig verwerflich ist es sich vom Radio "nur" unterhalten zu lassen (auch wenn uns heilbringenden Radiogöttern das so gar nicht gefallen mag). Wir haben nun mal keinen Auftrag, ausser dem, erfogreich zu sein (ja - ich gestehe: Privatfunker).

    Dass es airplaytaugliche Musik ausserhalb fragwürdiger Hitparaden gibt, ist unstrittig. Aber das System funktioniert eben auch ohne - und zwar kalkulierbarer.

    Um jetzt wieder zum Anfang zu kommen: Kino/Video und Fernsehen funktionieren ja auch nebeneinander.

    Natürlich könnte ich mir alles auch als Raubkopie ziehen oder warten bis es irgendein Sender runternudelt...aber trotzdem gebe ich, wie viele andere, Woche für Woche viel Geld für Kino-Tickets (oder DVDs) aus ... warum eigentlich? Weil ich blöd bin? Vielleicht...vielleicht ja aber auch weil die Film-Industrie ordentliches Marketing betreibt und das Gesamterlebnis Kino/DVD es mir wert ist.

    Also liebe Musikindustrie: Nicht einer undurchsetzbaren Quote hinterherjammern, sondern bessere Künstler signen, produzieren und Vermarkten (Hörfunkspots wären nicht schlecht...Radio ist ein beliebtes Medium)
     
  19. dudelhuber

    dudelhuber Benutzer

    Danke Kampfnudel - das genau ist es.

    Die Industrie investiert kaum in Radiospots, weil sie Radios als ein kostenloses Marketinginstrument ansieht. Da schickt man ein Promo in die Musikredaktion, die nuschelt was von geilem neuen Titel und schon muß das Zeug in die Rotation. So denken sich das die Heinis von den Labels.
    Das Geld wird in Video-Clips gesteckt und besonders in Kohle für Top-Stars und Managment. Beim Radio aber soll alles kostenlos funktionieren. Dabei sind eben Radios Wirtschaftsunternehmen und nicht Marketingplattformen für die Phonoindustrie. Radios spielen also radiotaugliche Musik. Und wenn sie die Rotation gut programmieren, kriegen sie viele Hörer in der Zielgruppe, die sie an die Werbeindurstrie verkaufen. Das ist das Geschäft.

    Die Labels sind für Wirtschaftsunternehmen hingegen sehr unprofessionell geführt. Das sind oft Seiteneinsteiger, die sich immer noch mehr als Talentscouts und Künstler verstehen und auch diese Attitude haben. Von Betriebswirtschaft verstehen die nicht viel. Oder würde ein Betriebswirtschaftler auf die Schnappsidee mit der Quote kommen?
     
  20. stillstand

    stillstand Benutzer

    @ dudelhuber
    so eine gequirlte affenscheisse hab ich ja selten gelesen. die musikindustrie kümmert sich um nichts anderes als um betriebswirtschaft. diese sogenannten quereinsteiger sind eine schimäre in deinem hirn. gäbe es die wirklich, dann stünde die musikindustrie auch besser da. talentscouts gibt es dort eben nicht mehr. das ist das problem. um musik verkaufen zu können, sollte man eben auch was von musik verstehen. und dass die musikindustrie jetzt quoten fordert, ist eben nicht darauf zurückzuführen, dass die irgendwelche schrägen sachen im radio haben wollen, sondern ein weiterer marketingtrick.
     
  21. Radio-Göttin

    Radio-Göttin Benutzer

    Hallo,

    die Meldung ist alt. Das hat die Musikindustrie schon im vergangenen Jahr anläßlich der Popkomm gefordert. Die Bundesregierung hat sich sogar dahinter gestellt. Also Bald französiosche Verhältnisse in deutschen Radios?
     
  22. Tom2000

    Tom2000 Gesperrter Benutzer

    Diese Bundesregierung nimmt eh keiner mehr ernst. Noch ein paar Wahlergebnisse wie am Sonntag und das rot-grüne Elend ist endgültig über den Jordan! <img border="0" title="" alt="[Winken]" src="wink.gif" /> <img border="0" title="" alt="[L&auml;cheln]" src="smile.gif" />
     

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