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Neue Jugendstudie: Wie Jugendliche Medien konsumieren

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von Boombastic, 05. Dezember 2006.

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  1. Boombastic

    Boombastic Benutzer

    Moin Leute,

    über Spiegel Online bin ich auf einen sehr interessanten Forschungsbericht gestoßen, der vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest herausgebracht wurde. Auftraggeber war die LFK.
    Der Bericht klärt uns über die Mediennutzung bei Jugendlichen auf.

    http://www.mpfs.de/fileadmin/JIM-pdf06/JIM-Studie_2006.pdf

    Ein paar Auszüge:

    "Das Radio spielt für Jugendliche [...] nach wie vor eine wichtige Rolle – 82 Prozent sind im Besitz (mindestens) eines eigenen Radiogeräts. Damit positioniert sich das Radio nach Handy und CDPlayer hinsichtlich seiner Verfügbarkeit bei Jugendlichen auf den dritten Rang."

    "Die Nachfrage, was am liebsten Radiosender besonders gut gefällt, können 71 Prozent der jungen Radiohörer beantworten. Mit rund 80 Prozent begründen dann diese jungen Radiohörer ihre Präferenz mit der vom Radioprogramm präsentierten Musik. Mit weitem Abstand nennt ein knappes Viertel daneben den gesamten Programmauftritt (z.B. Aktionen, Wort-Musik-Anteil, wenig Werbung, Programm ist locker). Etwa 15 Prozent begründen ihre Auswahl mit den Wortbeiträgen ihres bevorzugten Programms, für jeden zehnten geben die Moderatoren oder auch das Comedyangebot den Ausschlag."

    "Für zwei Drittel sind Nachrichten bzw. Aktuelles ein wichtigstes Radioelement."

    "Etwa die Hälfte interessiert sich stark für Regionales, seien es Veranstaltungen (50 %) oder sonstige Berichte (46 %). Moderation (42 %), Sport (40 %) oder themenspezifischen Sendungen (37 %) sind für die Jugendlichen interessanter als Hörerwünsche (31 %), Tipps für das Internet (19 %) oder Computerspiele (17 %). Rätsel und Spiele im Radio begeistern nur 15 Prozent. Dass ein Radiosender darüber hinaus auch off-air Veranstaltungen und Konzerte organisiert, finden 37 Prozent bedeutsam."

    "Jungen und Mädchen weisen hier kaum Unterschiede auf"

    "Am wenigsten kann ich verzichten auf...

    Computer: 25,5 %
    TV: 18,5 %
    Internet: 18,5 %
    MP3-Player: 16 %
    Radio: 7,5 %
    Bücher: 7,5 %
    Zeitschriften: 3,5 %
    Zeitungen: 1,5 %

    "
    ---

    Die hier veröffentlichten Zahlen zeigen meiner Meinung nach, dass Radio für Jugendliche nicht einfach nur ein iPod-Ersatz ist. Es erstaunt mich regelrecht, wie wichtig Nachrichten bewertet wurden.
    Der Hälfte der Befragten interessieren sich für regionale Berichterstattung? Liegt die Zukunft bei regionalen/lokalen Jugendwellen?

    Was sollten die Jugendsender ändern? Anscheinend am besten nichts, denn "mit 81 Prozent sind die jugendlichen Hörer mit ihrem Lieblingssender meist ausnahmslos zufrieden."

    Glückwunsch ;)
     
  2. Jayman

    Jayman Benutzer

    AW: Neue Jugendstudie: wie Jugendliche Medien konsumieren

    Ja, aber sind die Zahlen bei den jungen Hörern rückläufig!
    Einen festen kleinen Kern werden die Jugendwellen wohl behalten.
    Dennoch finde ich die Prozentzahl für die Wichtigkeit der News etwas zu hoch!
    Aber die Zahlen zu beispielsweise den 'Hörerrätseln' oder ' Radiostories' zeigen, dass die Jugendsender die 'Versuchsphase' nicht fortführen sollten.
     
  3. count down

    count down Benutzer

    AW: Neue Jugendstudie: Wie Jugendliche Medien konsumieren

    Das ist weder eine neue, noch eine überraschende Erkenntnis. Schon immer werden bei Umfragen speziell Nachrichten als "wichtig" eingestuft. Das eigene Hörverhalten stimmt vielfach mit den Umfrageantworten nicht überein. Weiß man aber. Und nicht neu ist auch die Erkenntnis, dass Einschaltimpulse über die Musik funktionieren. Mithin hat das "Wort" die schwierige Aufgabe, nicht nur nicht zu stören, sondern im Gegenteil zu versuchen, Hörer zu binden.

    "Wort" wird wohl aber bei jungen Hörern lediglich mit Comedy oder Gewinnspielen verbunden. Siehe auch im Nachbar-Fred eine Diskussion, die sp angeregt hat und gleichzeitig nur von Wiederholungen der Gewinnspiel-Teaser spricht - als gäbe es kein anderes wichtiges Wort, über dessen Wiederholung wir auch diskutieren könnten.
     

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