1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Österreich bald Kirchenfunkland? - Baden 93,4 an Radio Maria

Dieses Thema im Forum "Radioszene Österreich" wurde erstellt von Der Radiotor, 19. März 2004.

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Der Radiotor

    Der Radiotor Benutzer

    Kopfschüttel kann ich nur zur Entscheidung der KommAustria sagen: nach Radio Stephansdom also nun schon der zweite Kirchenfunk für die Region. Und alle Privaten gucken in die Röhre. Traut sich die KommAustria nicht mehr, erfolgversprechende Konzepte zu lizenzieren? Da kann man sich ja schon auf die Entscheidungen in Linz und Innsbruck freuen...
     
  2. Denise

    Denise Gesperrter Benutzer

    Wieso findet ihr flächendeckendes Kirchenradio so abwegig ?

    Sonst stellt ihr Amerika doch auch immer so als Vorbild hin und dort wimmelts geradezu von kirchlichen Sendern !
     
  3. DJ Digas

    DJ Digas Benutzer

    Diese Entscheidung kann wohl nur so verstanden werden:

    Keine Konkurrenz für den ORF/Ö3. Es riecht nach abgekartetem Spiel zwischen Behörde und ORF.
    Ö3 macht sich in die Hose z.B. vor einem Rocksender. Allein in Wien würde dies sofort ein Verlust
    von 8-10% Marktanteil bedeuten.
    Bleibt zu hoffen, dass die leer ausgegangenen Lizenzwerber Einspruch erheben.
    92.9 HitFM hat in Wien auch die Lizenz verloren, weil es schon genug CHR/Jugendsendern gab.
    Also warum 2 Kirchensender für Wien??????
     
  4. Suzuki

    Suzuki Benutzer

    man kann gar nicht erstaunt genug über diese nun völlig unnachvollziehbare katholische doppelversorgung sein.
    hier wird ,so könnte man meinen wohl kaum nach wirklich objektiven kriterien entschieden.
     
  5. andimik

    andimik Benutzer

    Na und??

    Innsbruck wird ja schon jahrelang von Radio Maria versorgt, Teile Kärntens seit einigen Monaten ebenso. Hier hat sich noch niemand aufgeregt.
     
  6. blu

    blu Benutzer

    @andimik dort gibts aber keine doppelversorgung - oder doch?

    @93,4
    na fein - somit bleibt die frequenz für mich auch weiter dezent ignoriert!
    nach welchen kriterien hier lizenzen vergeben werden ist ja echt ein rätsel!
     
  7. blu

    blu Benutzer

    aber andere frage:
    woher stammt die info?
    auf rtr.at find i nix!
     
  8. andimik

    andimik Benutzer

    Wenn du mir bestätigst, dass man in Baden auch den Waidhofner Sender empfängt, dann bin ich beruhigt.

    Was bitte hat Radio Maria mit Radio Stefansdom zu tun?
     
  9. stevie

    stevie Benutzer

    Die Info stammt von radioszene.de:

    http://www.radioszene.de/news/radiomaria.htm
     
  10. chief

    chief Benutzer

    dazu gelesen auf der Homepage von Radio Maria:


    Baden 93,40 MHz
    geht an Radio Maria Österreich !


    Aktualisiert: 18.03.04

    Neue Katholischer Sender bringt „Mehrwert“ für die Hörer anstatt „more of the same“

    Wien/Baden. (rma) Die UKW-Frequenz Baden (bei Wien) 93,40 MHz wurde Radio Maria zugesprochen.
    Die Lizenz war besonders heiß umkämpft. Insgesamt hatten sich 5 bestehende und 4 in Gründung befindliche Privatradiogruppen um diese "Übertragungskapazität" beworben.
    Das Empfangsgebiet umfasst das Wiener Becken beginnend bei den südlichen Randbezirken Wiens bis vor die Tore von Wiener Neustadt.
    Nun hat die Medienbehörde KommAustria entschieden:
    Die Frequenz geht an Radio Maria Österreich.

    Aufbruchsstimmung herrscht bei Radio Maria Österreich. Dieses von katholischen Christen getragene Privatradio verfolgt erfolgreich ein außergewöhnliches Konzept:
    Vollständige Werbefreiheit, Finanzierung durch Spenden, Einbeziehen einer Hundertschaft ehrenamtlicher Mitarbeiter in die Programmerstellung.
    Es ist ein christliches Privatradio, das mit seinem Programm die unterschiedlichsten Personenkreise anspricht.
    Rechtlich und finanziell von den kirchlichen Strukturen unabhängig versteht sich dieser Sender als echtes Radio der Basis und möchte Aufbruch aus dem Glauben in der Kirche und darüber hinaus kommunizieren.

    Prominente Unterstützer
    Stolz ist Radio Maria auf seine ideellen Unterstützer, zu denen Persönlichkeiten zählen wie
    Kardinal Dr. Christoph Schönborn,
    die durch das Briefbombenattentat bekanntgewordene Flüchtlingshelferin Maria Loley,
    der Journalist DDr. Günter Nenning
    oder auch Vertreter anderer Kirchen wie z.B: Frau Dr. Jutta Henner, selbst evangelische Christin und Direktorin der österreichischen Bibelgesellschaft.
    Besondere Unterstützung hatte Radio Maria immer wieder vom kürzlich verstorbenen Kardinal DDr. Franz König erfahren.

    Die Erteilung der Sendelizenz für 93,4 MHz an die "Österreichische christliche Mediengesellschaft" ermöglicht eine interessante Alternative für viele Radiohörer: "Radio Maria bringt nicht 'more of the same', sondern fügt der österreichischen Privatradiolandschaft einen echten Mehrwert hinzu", so Geschäftsführer Dr. Christian Flachberger, der den Erfolg von Radio Maria auch darauf zurückführt, daß mit diesem Programm tatsächlich ein offener Bedarf angesprochen wird und deshalb neue Hörerschichten mobilisiert werden können.
     
  11. chief

    chief Benutzer

    ich persönlich finds schade, dass wir nun doch nicht die möglichkeit bekommen haben. dass stattdessen ein kath. Sender auf der Frequenz sendet, finde ich fast unvorstellbar. gerade die Jugend hat komplett gegenteiliges erwartet, als nun passiert ist.
     
  12. listener_no4

    listener_no4 Benutzer

    diese gebiete werden aber von sendern die in italien stehen versorgt, hat also nichts mit österreichischer lizenzpolitk zu tun. da kann man dann schlecht auf die komm-austria/rtr schimpfen.
     
  13. blu

    blu Benutzer

    @andi
    ich hab mich auf deine aussage bez. kärnten und tirol bezogen. dort gibts keine 2 österr. kirchensender.

    im südl. nö schon.


    @chief
    eigentlich egal, was sich die jugend erwartet, erfüllt wirds nicht.
    es sei denn, du siehst die "nur wir spielen deine hits"-sender als diese erfüllung.
     
  14. radio_watch

    radio_watch Benutzer

    Eine überraschende Entscheidung, mal sehen, was der BKS dazu meint. Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass es bei der ersten Instanz bleibt...
     
  15. Berni

    Berni Benutzer

    Die anderen Bewerber waren halt auch nicht sehr sexy ...
     
  16. blu

    blu Benutzer

    damit hast ned unrecht.
     
  17. Kyle

    Kyle Benutzer

    Sendervielfalt

    Ob's uns paßt oder nicht - die Sendervielfalt ist mit der (vorläufigen) Lizenzerteilung m.E. schon gerechtfertigt - Forumsteilnehmer blu beklagt sich nicht zu Unrecht, daß im Wiener Becken so ca. sechs Sender "more of the same" spielen (HitFM, Party FM, Ö3, 88.6, KroneHit, Antenne-Wien). Da stellt RadioMaria schon eine "Abwechslung" dar, ob's uns nun gefällt oder nicht. Außerdem wird RadioMaria sicher weiter vom Standort Baden/Bad Vöslau wegsenden, und nicht aus Wien (wo's ohnehin Radio Stephansdom gibt). Denn daß sich die katholischen Sender intern Konkurrenz bereiten, glaubt doch wohl keiner von Euch...

    Nichtsdestoweniger: Schad' um manche Mitbewerber,
    meint
    Kyle.
     
  18. radio_watch

    radio_watch Benutzer

    AW: Österreich bald Kirchenfunkland? - Baden 93,4 an Radio Maria

    Die Behauptung, dass Antenne Wien bis Party FM ähnlich spielen ist für mich anhand der Playlists keineswegs nachvollziehbar.

    Natürlich unterscheidet sich Radio Maria - aber: Trägt es zur Meinungsvielfalt bei, einen Sender in die Welt zu setzen, den kaum jemand hört?

    Dann bewerben wir uns das nächste Mal mit Radioforen.FM, bei dem alle Beiträge rotierend mittels Synthie-Voice verlesen werden. Gibt´s auch noch nicht, unterscheidet sich klarer von Party FM als Antenne Wien, ist billig zu produzieren und kann vielleicht sogar als Kulturprojekt gefördert werden.

    Welch wertvoller Beitrag zum Pluralismus. So retten wir das Gute im Lande!

    Auf zu rtr.at und Konzept einreichen! In Lienz, Neunkirchen, sowie Kitzbühel und St.Johann gibt es ja ausgeschriebene Frequenzen. Und Lokalbezug gibt es natürlich: Denn unter den Bürgern in den angesprochenen Gemeinden gibt es mindestens 80% Radiohörer, aber höchstens 60% Katholiken!

    Und natürlich machen wir dann auf der einen Lizenz was anderes (so mit klassischer Musik z.B.) und brauchen eine zweite, damit wir den "Radioszene NRW"-Channel übertragen können. Na bitte - das ist es doch. Und außerdem: Die bisherigen Anbieter werden so noch von Konkurrenz geschützt. (ist offenbar ein neues Auswahlkriterium, muss ich im Gesetz wohl überlesen haben :D ) Also: Wer macht mit?
     
  19. blu

    blu Benutzer

    AW: Österreich bald Kirchenfunkland? - Baden 93,4 an Radio Maria

    @kyle
    HitFM, Party FM, Ö3, 88.6, KroneHit, Antenne-Wien unterscheiden sich aber schon ziemlich gewaltig - am ähnlichsten sind sich noch 88.6 und ö3, kronehit und partyfm und hitfm.

    wobei kronehit mehr auf rnb setzt, partyfm halt irgendwas zamspielt und hitfm viele neue unbekannte songs hat.
     
  20. radiologe

    radiologe Benutzer

    AW: Österreich bald Kirchenfunkland? - Baden 93,4 an Radio Maria

    Auch ich fordere mehr Programmvielfalt im Radio:


    Kleintierzüchter FM – Das Radio mit News und Infos für alle Freunde von Hamstern, Mäusen und Kaninchen

    Das Polkaradio – 24 Stunden täglich mit den besten Polkahits aus 4 Jahrzehnten

    107,2 Elkradio – Der erste und einzige Sender in Österreich in schwedischer Sprache

    Radio Numismatik – Der Kultsender für alle Münzensammler

    Antenne Nirvana –Von Buddhisten für Buddhisten

    Caramba 92,8 – Traditionelle Volksmusik aus Paraguay gemixt mit Evergreens aus Argentinien

    Pharma FM – Der Sender der österreichischen Apothekerkammer

    Radio Hubertus - Pflichtsender für alle Jäger – Jeden Samstag Liveübertragung von einer Treibjagd
     
  21. alqaszar

    alqaszar Benutzer

    AW: Österreich bald Kirchenfunkland? - Baden 93,4 an Radio Maria

    Wen wundert es denn sonderlich wenn die schwarz-blaue Junta in Wien ihre katholischen Freunde reichlich mit Frequenzen beschenkt?

    Radio Maria ist nun wirklich die Pest an sich, deren Weltbild ist allenfalls auf dem Stand des Mittelalters angesiedelt. Die polnische beispielsweise Ausgabe sympathisiert offen mit national-konservativen Ideen und verbreitete offen antisemitisches Gedankengut.

    Die italienische Variante von Radio Maria war der selbst italiensichen Bischofskonferenz noch zu konservativ und sie gründeten Mitte der 90er ein eigenes Projekt (Radio 2000 & Sat 2000).
     
  22. blu

    blu Benutzer

    AW: Österreich bald Kirchenfunkland? - Baden 93,4 an Radio Maria

    *g* aber ma muß es so sehen...
    die 93,4 wird so auf noch weniger hörer kommen als damals unter radio93,4 vor einstellung des sendebetriebs, oder was meint ihr?
     
  23. BCC

    BCC Benutzer

    AW: Österreich bald Kirchenfunkland? - Baden 93,4 an Radio Maria

    Also wenn ich mir die Diskussionen hier ansehe, kann ich das Argment, Radio Maria trägt nichts zur Meinungsvielfalt bei, eigentlich nicht nachvollziehen. Und überhaupt: Dass ein Radiosender danach ausgewählt werden sollte, ob er die Mehrheit der Leute im Sendegebiet anspricht, hat nichts mit Meinungsvielfalt zu tun - und kann ja nicht von einer staatlichen Einrichtung geprüft werden müssen. Etwas anderes ist, ob ein Programm- bzw Unternehmenskonzept wirtschaftlich tragfähig ist - und das scheint ja der Fall zu sein...
     
  24. radiologe

    radiologe Benutzer

    AW: Österreich bald Kirchenfunkland? - Baden 93,4 an Radio Maria

    @bbc

    meinungsvielfalt hat sehr wohl etwas mit der zahl der rezipienten zu tun! zum einfacheren verständnis:

    welchen kulturellen wert hat ein theater, in dessen vorstellungen nie mehr als 2 bis 3 Personen kommen?

    ist ein museum sinnvoll, das pro jahr von weniger als 200 leuten besucht wird?

    macht es sinn einen roman zu verlegen - mit einer auflage von 10 Stück?


    und wieviele fundamental-katholiken leben im bezirk baden? 50, 300 oder gar 500! im bezirk baden gibt es mit sicherheit mehr fussballfans, katzenliebhaber, alkoholiker, jogger, etc.

    all diese gruppen haben keinen eigenen radiosender, warum? (obwohl jeder dieser sender die meinungsvielfalt deiner meinung nach heben würde)

    weil radio ein sogenanntes massenmedium ist - um mit kleinen gruppen zu kommunizieren, gibt es bessere medien (internet, vorträge, stammtisch, vereinszeitung, kegelabend, bibelrunde, etc.). der vorteil von diesen medien bzw. kommunikationsarten: sie stehen unbegrenzt zu verfügung - im gegensatz zu ukw-frequenzen!
     
  25. Grimmingtor

    Grimmingtor Benutzer

    AW: Österreich bald Kirchenfunkland? - Baden 93,4 an Radio Maria

    Wie recht der Radiologe hat! Aber vielleicht muss wieder einmal das Abendland verteidigt werden, in diesen Zeiten. ;)
     

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Diese Seite empfehlen