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Offener (Brand-)Brief an den NDR

Dieses Thema im Forum "Auszeit" wurde erstellt von Radiokult, 18. Januar 2016.

  1. Radiokult

    Radiokult Benutzer

    Zwei Kabarettisten machen in einem regelrechten Brandbrief an den NDR-Intendanten ihrem Ärger Luft. Völlig zu Recht wie ich finde. Gerade der NDR, der ja nunmal mit seiner Zugehörigkeit zum ÖR alles andere als am Hungertuch nagt, sollte mal ernsthaft seinen Umgang mit Kultur überdenken!

    Zitat: >>Wenn unsere kulturelle Leistung, die Arbeit von freischaffenden Schauspielern, Autoren, Regisseuren, Komponisten und Produzenten nur noch als „weicher Kostenfaktor“ gesehen wird, den man beliebig reduzieren kann, ist das der künstlerische Ausverkauf, an dessen Ende ein gut ausgestatteter NDR-Apparat steht – mit Hobbykünstlern und Laiendarstellern vor der Kamera.<<

    Das ganze Schtiftstück hier: http://www.zweikampfhasen.de/de/offenerbriefandenNDR/
     
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  2. chapri

    chapri Benutzer

    Bei der Endkontrolle offensichtlich durchgefallen - na und? Dem NDR sind schließlich die höheren Kosten entstanden.
    Aber mit dieser dümmlichen "Werbeaktion" ist das Pärchen wenigstens ins Gerede gekommen :D
     
  3. Berlinerradio

    Berlinerradio Benutzer

    Gerüchten zufolge ist der Brandbrief beteits vom NDR in den Papierkorb verbannt.
     
  4. HeavyRotation25

    HeavyRotation25 Benutzer

    Eigenartig ist die Sache schon. Wenn diese beiden Künstler vorher jahrelang mit dem NDR kooperiert haben und vernünftig bezahlt wurden, kann der Sender nicht plötzlich sagen, dass er jetzt für ein gesendetes Comedystück nichts mehr zahlt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ARD oder ZDF Livekonzerte von Helene Fischer senden dürfen, ohne einen Cent dafür zu blechen.

    Wenn der NDR im oben genannten Fall gesagt hätte, das Budget gibt es nicht her, dieses Stück ins Programm zu nehmen, wäre das noch vertretbar gewesen. Aber naiv vorzuschlagen, zu senden aber nichts zu zahlen, ist dann doch unfair. Ich kenne diese beiden Kabarettisten zwar nicht, aber es hat mir nicht den Anschein, dass sie den NDR noch als Steigbügelhalter für ihre Karriere bräuchten.

    Für das Programmniveau sind solche Vorgehensweisen in Zukunft auch nicht förderlich, wenn sich die guten Kabarettisten und Comedians andere Sender aussuchen.
     
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  5. chapri

    chapri Benutzer

    Der NDR ist bestimmt nur eifersüchtig aufs ZDF (3SAT):

     
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  6. Arnidee

    Arnidee Benutzer

    ich weiss nicht, was den Nutzer zu diesem "dümmlichen" Kommentar veranlasst hat, hätte er den offenen Brief (wie er von den Künstlern benannt wurde) gelesen, wäre er schwerlich auf die Idee dazu gekommen ...
     
  7. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Wenn man weiß, wie abhängig solche Künstler davon sind, dass sie hin und wieder in den Programmen auftauchen, dann ist es entweder Selbstmordabsicht oder die pure Verzweiflung, die zu einem solchen Brief führen. Ich finde ihn sehr mutig und inhaltlich in allen Punkten gerechtfertigt. Das Verhalten des NDR, wenn es sich denn so abgespielt hat, wie aus dem Brief hervorgeht, ist mehr als schäbig. Aber es passt in die Zeit und es passt zu den Köpfen.
     
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  8. Michael Ehnert

    Michael Ehnert Benutzer

    Entschuldigen Sie, dass ich mich erst jetzt zu Ihren Kommentaren äußere, ich habe dieses Forum erst heute entdeckt. Also: Vom Wortlaut des Offenen Briefes haben wir nichts zurückzunehmen und nichts zu korrigieren. Es hat sich so zugetragen, wie darin beschrieben. Dass es sich bei unserem Offenen Brief um eine "Werbeaktion" in eigener Sache gehandelt haben soll, ist ein ziemlich absurder Gedanke - und trägt unserer realen Situation und der Situation von Künstlern im Allgemeinen keinerlei Rechnung. Wofür hätten wir denn damit werben sollen? Wenn wir Vorstellungen in Hamburg spielen, drucken Hamburger Tageszeitungen Fotos unserer Produktionen als Tagestipps. Das ist dann Werbung. - Wenn man aber aus Hamburg kommt und sowohl Bühnen- und Fernsehschauspieler ist und obendrein auch noch als Drehbuchautor arbeitet, dann ist es so ziemlich die bescheuertste Werbeidee, sich mit einem der größten, wenn nicht DEM GRÖSSTEN Arbeitgeber in der Stadt anzulegen. Dass dies sich ausschließlich negativ auf unsere Beschäftigungssituation auswirken würde, war uns im Vorfeld auch klar. Der Vorgang an sich schien uns aber zu ungeheuerlich, als dass wir ihn hätten einfach so hinnehmen wollen.
     
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  9. hilde

    hilde Benutzer

    Es gehört zur Unsitte einiger Zeitgenossen, Leuten, die Mißstände öffentlich anprangern, grundsätzlich eine Werbeaktion in eigener Sache zu unterstellen. Der Punkt dabei ist: Diese Zeitgenossen würden es tun. Aber es gibt tatsächlich noch Menschen, die soviel Selbstachtung, Charakterstärke und Rückgrat besitzen, nicht zu schweigen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. September 2016

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