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Plant die Telekom Radio-Paket über Mobilfunk?

Dieses Thema im Forum "Radioszene Deutschland" wurde erstellt von Der Radiotor, 03. Juni 2013.

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  1. Der Radiotor

    Der Radiotor Benutzer

    Ein nettes Gerücht erreicht mich gerade: Die Telekom hat ja schon im letzten Jahr einen Vertrag mit Spotify über die Verbreitung als Managed Service über Mobilfunk (T-Mobile) abgeschlossen. Nun plant die Telekom als zweiten Schritt wohl ein Radiopaket. Der Vorteil für die Nutzer von Smartphones und Tablets: Die Radiostreams würden von der Geschwindigkeits-Drosselung ausgenommen. Nachteil: Jeder Sender der diesem Paket beitritt müsste etwas zahlen, zusätzlich kämen die ohnehin anfallenden Streamingkosten dazu. Ob die Radio-App zusätzlich auch den Nutzer etwas kostet ist das zweite große Fragezeichen. Mal eine Frage in die Runde: Für wie attraktiv würdet ihr die ganze Sache halten? Und an die Leute in den Sendern: Würdet ihr in einen solchen Service investieren?
     
  2. Internetradiofan

    Internetradiofan Benutzer

    In Anbetracht der Tatsache, dass fast jeder über ein Smartphone verfügt, aber nur sehr wenige über ein DAB+-taugliches Radio, ist die Wahrscheinlichkeit höher, für das gleiche Geld auf diesem Wege mehr Hörer zu erreichen, als via DAB+.
     
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  3. Handydoctor

    Handydoctor Benutzer

    Viel Spass im mobilen Datestau!:D
     
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  4. Fader

    Fader Benutzer

    Schwachsinn
     
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  5. Der Radiotor

    Der Radiotor Benutzer

    Ich persönlich sehe die gesamten aktuellen Entwicklungen in Bezug auf das Thema Netzneutralität sehr kritisch. Die Mobilfunker wollen ja bald auf 32k drosseln bzw. führen dies schon durch. Damit wäre es nicht mal mehr möglich Low Band-Streams zu hören. "Freikaufen" können sich in einem Radiopaket, so es denn kommt, wieder nur die Großen, kleine Internetradioanbieter sind die Leidtragenden. Insgesamt also eine sehr traurige Angelegenheit. Aber da die gesamte Branche inwzischen so was von Smartphone-geil und -fixiert ist, würde sie ein solches Angebot wahrscheinlich nicht ausschlagen, und die Telekomiker hätten damit auch noch Erfolg.
     
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  6. BSF

    BSF Benutzer

    Sollte tatsächlich seitens der Radioanbieter dafür gezahlt werden, tritt natürlich auch hier wieder das Problem der Netzneutralität analog bspw. zum gedrosselten DSL-Vertrag auf. Gerade für kleinere Anbieter würde das zum Problem. Andererseits sehe ich es als sowohl als Hemmnis als auch als Förderung eines bundesweiten Hörfunks, der sich so viel leichter etablieren kann - ob nun über DAB+ oder über solche Pakete.

    Ob sich solche Pakete tatsächlich bezahlt machen, sei mal dahin gestellt, schließlich stellt sich die Frage, ob das Kundenpotenzial wirklich hoch ist. Mir persönlich würde sich zum Beispiel die Frage danach stellen, ob ich für werbefinanziertes Radio, das ich über andere Wege auch gratis empfangen kann (bzw. durch den einmaligen Kauf eines Endgeräts), tatsächlich noch Geld zahlen würde. Gratis ist das ja alles ganz nett auf dem Smartphone anzuhören, gegen eine Gebühr senkt sich mein Wunsch danach dann aber wieder deutlich. Für Nischensender, für die man vielleicht sogar das Geld in die Hand nehmen würde, fehlt dann wiederum ggf. wieder die Größe der Hörerschaft, sodass es sich tatsächlich refinanzieren lässt. Hängt aber natürlich auch von den Kosten für die Sender ab.

    Was bedeutet es für DAB+? Ich würde das gar nicht mal so kritisch sehen. Im ersten Moment wirkt es tatsächlich so, dass es ein weiteres Problem wäre. Stellt sich die Frage, ob sich - gerade weil es diese Angebote gibt - Kunden nicht viel intensiver über die verschiedenen Verbreitungswege informieren, ehe sie einen Vertrag dafür abschließen.

    Persönlich würde ich es aber zugleich auch deswegen ganz gut finden, weil es eben bislang nicht möglich ist unbegrenzt Radio zu hören. Klar kann ich das auch schon heute über mein Smartphone, aber dann ist die "Flatrate" auch schnell aufgebraucht, sodass schnell der Spaß wieder vergeht. Im Gegensatz zu Spotify und anderen Anbietern finde ich es auch deswegen recht angenehm Radio zu hören, weil man sich eben nicht im Vorfeld die Musik herunterladen muss (bzw. bei Spotify kann man ja mit entsprechendem Vertrag auch während einer Fahrt endlos laden). Zumal man übers Radio halt auch aktuelle Musik mitbekommt, die einem gefallen könnte, die man über solche Dienste gar nicht berücksichtigen würde.

    Würde es eine einseitige finanzielle Belastung nur seitens der Radioanbieter, würde ich sogar wieder gerne Radio auf dem Smartphone hören. Dafür höre ich dann auch die Musikauswahl der Radiosender inklusive der Werbung (über die solche Angebote finanziert werden müssten). Als kostenlose Alternative könnten sich Radiosender so auch wieder gegen Musikstreamingdienste durchsetzen. Also im Grunde eine Chance für eine (von einigen) tot geglaubte Branche. Vielleicht die Renaissance der Radiolandschaft?

    Das nur einige Gedankenzüge, die mehr oder weniger unausgegoren sind. Aber manchmal ist es ja ganz gut einfach das niederzuschreiben, was einem gerade so durch den Kopf geht. Übrigens halte ich es nicht für ausgeschlossen, dass das Projekt sogar relativ kurz vor dem Start steht. Als Energy-Hörer ist mir nämlich sofort das Telekom-Logo als Partner-Logo bei den Empfangsmöglichkeiten aufgefallen, dass ergibt mangels Inhalt und mangels existierender Angebote (ich hatte über ähnliches sogar schon nachgedacht) aber gegenwärtig wenig Sinn.
     
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  7. Mäuseturm

    Mäuseturm Benutzer

    @Radiotor:
    Damit gießt Du doch nur wieder Wasser auf die Mühlen der DAB-Hasser hier im Forum :D

    Zum Thema:
    Grundsätzlich keine schlechte Sache, aber braucht man das wirklich? Via TuneIn kann man doch kostenlos nahezu alle Radiosender hören, die man will. OK, wenn man die Drosselung bedenkt (selbst 1GB sind bei Dauerradiohören schnell aufgebraucht), könnte es natürlicht wieder attraktiv werden, aber nur, wenn die App an sich kostenlos ist. Jedoch wollen die Radiosender einen Mehrwert, wenn sie für die "Einspeisung" zahlen sollen. Und das werden sich wohl nur die "Großen" leisten können, somit bleiben die kleinen Sender auf der Strecke. Somit sehe ich das Ganze eher zwiespältig.
     
  8. Handydoctor

    Handydoctor Benutzer

    Wie gut läuft denn im Moment das mobile Internetradio in den Unwetter und Überschwemmungsgebieten? Dort sind die Menschen ja auf aktuelle Informationen dringend angewiesen.
     
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  9. adrian1982BO

    adrian1982BO Benutzer

    mittlerweile gibt es so viele Radio-Apps. Ich nutze die radio.de App. Sehr gut gemacht
     
  10. Der Radiotor

    Der Radiotor Benutzer

    Aber eben nur so lange bis man gedrosselt wird. Bei 1 GB passiert das bei einem qualitiativ mittelwertigen Stream nach spätestens drei Stunden. Danach sind momentan bei Drosselung auf 64k nur noch Low Bandwith-Streams mit max. 48 kbit/s ruckelfrei hörbar (wenn man parallel nix anderes im Netz macht), nach der geplanten Drosselung auf 32 k und unterste Priorität gar nix mehr. Fakt ist: Die Mobilfunker wollen die Dauer-Stream-Nutzer los werden, weil sie die Netze verstopfen. Zumindest diejenigen die nix extra zahlen bzw. Datenpakete hinzubuchen. Ob Radiohören einem wirklich so viel wert ist ist dass er ständig Volumen hinzubucht muss jeder selbst für sich beurteilen können.

    Na ja, wenn man schon wieder den Dreh zu DAB+ ziehen will: Gerade habe ich von einem Marktforscher mitgeteilt bekommen, dass der Verkauf von DAB+ Radios im ersten Quartal 2013 nochmal unerwartet in die Höhe geschnellt ist, so dass zur IFA die Prognose von 650.000 Geräten wohl deutlich nach oben korrigiert wird. Angesichts der Pläne der Mobilfunker, die die kostenlosen Dauerradiohörer los werden wollen, eine wunderbare Nachricht.
     
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  11. br-radio

    br-radio Benutzer

    Im Chiemgau gab's keine Probleme, B5 über die App vom BR zu hören...
     
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  12. Internetradiofan

    Internetradiofan Benutzer

    Das gilt für DAB+ doch ganz genauso!

    Dass dieses abgedroschene Argument noch immer gebracht wird. :rolleyes:
    Ich kann dazu nur soviel sagen: Für die Versorgung in Katastrophenfällen ist das analoge UKW, das man mit jedem Billigradio empfangen kann, mehr als ausreichend.

    Entscheidend ist die Frage: Auf welchem Weg bekomme ich mobil die größte Programmvielfalt?
    Ob via DAB+ oder Webradio ist dem Gros der Hörer völlig egal.

    Zwei Dinge sollten nicht außer Acht gelassen werden:
    1. In Zukunft werden größere Volumenpakete zum Standard gehören;
    2. mit dem neuen Opus-Codec kann selbst bei einer sehr kleinen Bitrate von 64 kbit/s ein ausgezeichneter Klang erzielt werden.
     
  13. KabelWeb

    KabelWeb Benutzer

    Also zunächst, die Diskussion um die Netzneutralität finde ich persönlich ein wenig übertrieben! Wo wird diese denn ausgehebelt? Die Frage ist, welchen Preis man dafür bereit ist zu zahlen. Und das ist das Grundproblem. Wir, die Verbraucher, waren es doch selbst, die ständig niedrigere Preise gefordert haben, so dass wir mittlerweile ein Niveau erreicht haben, wo der Bodensatz erreicht ist. Die alleinige Frage ist nun: Wollen wir alle mehr zahlen oder nur diejenigen die Wert auf das "ganze Netz" legen. Zum Radio: Wenn es überhaupt übers Internet funktionieren soll, dann genau so, wie im Thema beschrieben. Ein Angebot mit einem maximierten Paket! Auch hier kann dann jeder aussuchen, wieviel ihm welches Angebot wert ist. Ob wir das brauchen? Schwer einzuschätzen..., ich brauchs nicht(in Zeiten von DAB+)
    Das Argument ist nicht abgedroschen, sondern furchtbare Ereignisse in jüngster Vergangenheit bringen diese Frage immer wieder ans Tageslicht. Und UKW mag funktionieren, ist aber nicht mehr zeitgemäß. Der Rundfunk darf keine analoge Insel bleiben, wie grotesk!
    Absolut!!! Hätte mich doch auch gewundert, wenn der Bedarf in D so völlig anders wäre als in der Schweiz, Dänemark, Norwegen, Großbritannien. Es bedarf einfach mehr Geduld!
     
  14. Ralle_Köln

    Ralle_Köln Benutzer

    Warum eigentlich nicht? Welche Begründung gibt es dafür, das ein digitaler Übertragungsweg für ortsübliche Grundversorgung (siehe Katastrophenfall) besser ist? Störanfälliger wäre er auf jeden Fall schon mal.
     
  15. Москва Radio

    Москва Radio Gesperrter Benutzer

    Radio als Informationsmedium im Katastrophenfall?

    Wir haben derzeit in Teilen von Deutschland eine grössere Katastrophe. Welche Rolle spielt Radio hier noch?
     
  16. olliver_55

    olliver_55 Benutzer

    Radio geht wenigstens. Nicht wie die WEB - Seite des MDR die wegen Überlastung geschlossen ist.
     
  17. ricochet

    ricochet Benutzer

    Es kommt immer darauf an was man in diesen Paketen findet - Im Falle von Spotify, Pandora, Slacker, Rhapsody, Rdio, AOL-Radio, XM Music-Channels oder internationalen Radiobouquets wäre ich gleich dabei. Wenn am Ende nur bundesweit "SWR3", "Antenne Bayern" oder "MDR Jump" durchgereicht werden kann man die Sache vergessen.
     
  18. Radiocat

    Radiocat Benutzer

    @Moskau: Eine grössere, als Du vermutest. Zumal in einigen Gegenden der Strom ausgefallen ist! Da bei den tollen Smartphones nach 2-3 Stunden Internetvergnügen der Akku ausgelutscht ist, kannst Du die Spaßvögel schon mal vergessen.
     
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  19. CelticTiger

    CelticTiger Benutzer

    Von den ungedrosselten 5GB Datenvolumen/Monat im D2 Kombitarif gehen bei mir schätzungsweise 30% für den mobilen Radioempfang drauf. Ich höre täglich Radiostreams, wenn ich mit dem Fahrrad, bzw. mit der Bahn zur Arbeit fahre. Das sind bei 2x12km Fahrradanteil täglich + Banhnfahrt rund 32 Stdn. Radioempfang im Monat.
    Eine gesonderte Radioflat würde ich außerordentlich begrüßen, könnte ich doch damit ein kleineres Datenpaket buchen.
     
  20. robbe1990

    robbe1990 Benutzer

    Wenn Sender wie Top100Station, Housetime, Radio FG, Funradio France oder die NRJ France Webradios nicht inbergriffen sind brauche ich auch keine Radio Flat und für 1Live Diggi, KissFM, NRJ und Sunshinelive werde ich bestimmt nicht extra Zahlen wenn ich sie über DAB+ umsonst bekomme. Das selbe doch für UKW, warum für einen Privatfunker ein extra Paket Buchen.
    Ich kann mir nicht vorstellen das die reinen Internetradios einen Vertrag mit der Telekom abschließen, somit ist dieses Paket doch gestorben bevor es überhaupt zustande kam.
    Ich möchte den Student X kennen lernen der extra um "planetradio" in NRW zuhören und dies nicht mit seinen 300MB vergüten will eine Radioflat anschafft.
     
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  21. CelticTiger

    CelticTiger Benutzer

    Was verstehst Du unter "Smartphone-geil und -fixiert"? Diese kleinen Allrounder sind in unserern heutigen Informations- und Kommunikationsgesellschaft doch überhaupt nicht mehr wegzudenken. Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, wie wir früher ohne diesen kleinen Wunderkisten ausgekommen sind. :)

    Wenn , dann dürfte es bei der Auswahl der Radiosender in einem etwaigen Paket selbstverständlich keine Beschränkungen geben. Warum arbeitet die Telekom hier nicht mit TuneIn zusammen?
     
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  22. olliver_55

    olliver_55 Benutzer

    @CelticTiger ich komme ohne so ein "Wunderding" namens Smartphone klar, ohne große Probleme zu haben. Ich bin Gott sei Dank, wie die meisten Menschen, nicht so wichtig das ich immer erreichbar sein muss. :D
     
  23. BSF

    BSF Benutzer

    Also dass du NRJ genauso wie die deutschen Energy-Stationen hören kannst, halte ich durchaus für möglich. Momentan gibt es die Energy International App ja nur für das Windows Phone, mit der kannst du die meisten NRJ-Stationen weltweit hören. Die MyEnergy-Dating-App bietet nur die Auswahl zwischen den deutschen, schweizerischen und österreichischen Sendern, generell wäre da also endlich mal ein Nachziehen hinsichtlich der Energy International App für Android, Samsung und iPhone mehr als wünschenswert. Wenn Energy also solch ein Partner wäre, könntest du je nach Endgerät mehr oder weniger Sender in dem Paket hören. Für andere internationale Sender dürfte das wohl weniger stark der Fall sein, wenn tatsächlich die Sender dafür zahlen müssen. Dass RTL Radio Deutschland tatsächlich etwa Funradio mit einbezieht, halte ich so gut wie unwahrscheinlich. Dass andere deutsche Sender wie Top100Station sich daran beteiligen halte ich für etwas weniger ausgeschlossen, fraglich ist aber, ob diese bereit sind das entsprechende Geld bei der Telekom auf den Tisch zu legen.
     
  24. robbe1990

    robbe1990 Benutzer

    Daher ist CelticTiger's Idee nicht schlecht, sich zum Beispiel mit einem großen Portal zusammen zuschließen, TuneIn, Radio.de usw. alles andere halte ich für nicht verkaufbar. Selbst wenn man für 5€/pro Monat die Öffentlich-Rechtlichen, die großen Privaten sowie zwei, drei große Internetradio's an Board hätte, mir wäre es dieses Geld nicht Wert.
    Die andere Sache ist, ich kann mir nicht vorstellen das man es schafft jede Private Station unter Vertrag zu nehmen. Man schafft es ja hier im Land nichtmal sämtliche Pay-TV Sender bei jedem Provider unterzubringen.
     
  25. ricochet

    ricochet Benutzer

    Sinnvoll wäre nur ein Radiopaket in Kombination mit mindestens einem gut sortierten Musikservice (Spotify, Simfy, Napster, Rhapsody) oder der Premium-Version eines personalisierten Musikradioanbieters. Man will schließlich wissen wofür man bezahlt.
     

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