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ProSiebenSat1 und Axel Springer wollen es noch einmal versuchen

Dieses Thema im Forum "Auszeit" wurde erstellt von freiwild, 06. Juli 2015.

  1. freiwild

    freiwild Benutzer

    ... und sich vermählen

    Axel Springer besitzt bereits den Fernsehsender N24, der die "Nachrichtenformate" für ProSiebenSat1 produziert - übrige "gesellschaftlich relevante" Formate sind bei ProSiebenSat1 Fehlanzeige.. Von daher könnte man argumentieren, dass es eh nicht mehr schlimmer werden könnte. Doch das ist zu kurz gedacht, denn natürlich würde Axel Springer mit den ProSiebenSat1-Fernsehsendern wesentlich mehr Kanäle besitzen, die man im Sinne der Hausideologie instrumentalisieren könnte.

    Beide Unternehmen haben in den letzten Jahren massiv in diverse Internerportale investiert - Axel Springer Immobilien- und Stellenmärkte; ProSiebenSat1 vor allem Reiseportale. Hier böten sich erhebliche Synergieeffekte an, und man könnte die Portale dann noch exzessiver über Bild und ProSieben&Co bewerben.

    Ich bin mal gespannt, ob es wirklich so kommt, und ob das Kartellamt diesmal keine Einwände hat. Dass Axel Springer über "Sendungsbewusstsein" verfügt, weiß man seit den 60er-Jahren, als man das ZDF kaufen wollte.
     
  2. HeavyRotation25

    HeavyRotation25 Benutzer

    Wie soll diese Sendergruppe je wieder vorne mitmischen? Bei RTL ist das Niveau nahezu im Sinkflug, ernsthaften und seriösen Journalismus erwachtet man dort nicht mehr. Mit Sat1 und Pro7 sieht es noch schlimmer aus, was ist aus denen geworden? Nur noch dümmliche, billig produzierte Sendungen, teilweise primitive Formate, die offensichtlich aber zudem schlecht von RTL kopiert werden. Die Quoten sind durch die Bank schlecht.

    Was soll Springer da bewirken? Niveau und gutes Programm wird von beiden Seiten nicht mehr erwartet, der Ruf ist für lange Zeit versaut. Ich bin auch der Meinung, Springer und RTL sind sich recht nah, jetzt soll plötzlich Konkurrenz entstehen?

    Wenn dieses Fusion mal keine platzende Luftblase wird...
     
  3. ricochet

    ricochet Benutzer

    Die kleinen Konservensender (Sat1Gold, RTLNitro und wie sie alle heißen) sind in punkto Niveau bereits Quantensprünge von ihren großen Schwestern entfernt, wenn das Niveau auch nur geliehen ist... aber da kann man ja gleich DVDs und Olinevideos bemühen.

    Die Stammkundschaft von RTL und Sat1 hat schon seit zehn Jahren keinen Sendersuchlauf mehr gemacht und guckt sowieso was kommt, wurscht was...
     
  4. chapri

    chapri Benutzer

    Die derzeitigen Fakten: N24 soll sich allmählich der "Welt" annähern und später auch so heißen - und Springer plant die Umwandlung in eine KGaA.
     
  5. freiwild

    freiwild Benutzer

    Wobei die drei Umstände nicht notwendigerweise in einem Zusammenhang stehen. Die Umbenennung von N24 sowieso nicht, und die Umwandlung der Axel Springer AG in eine KGaA wohl auch nicht. Letzteres könnte sogar eher ein Hindernis für die Fusion sein, denn Friede Springer gehören "nur" 52% der Axel Springer AG. Da ProSiebenSat1 aber derzeit doppelt so viel wert ist wie die Axel Springer AG, wären das nur noch 17% am Gesamtunternehmen. Mit 17% ein Unternehmen zu kontrollieren, dürfte doch deutlich schwieriger sein, das ist aber das erklärte Ziel der KGaA-Geschichte.

    Ein anderer Aspekt wäre, ob Axel Springer seine Radiobeteiligungen verkaufen müsste, käme es doch zur Fusion. Bislang hängt man bei delta radio, Radio Nora, Radio Hamburg, Hamburg Zwei, ffn, Radio 21, Radio NRW, FFH und Antenne 1 mit drin.
     
    Zuletzt bearbeitet: 08. Juli 2015
  6. Mannis Fan

    Mannis Fan Benutzer

    Gleich und gleich das paart sich gerne.
     
  7. chapri

    chapri Benutzer

    @freiwild
    Du kennst scheinbar nicht das Wesentliche: Bei einer KGaA kann besser zwischen Kapitalanteil und Stimmrecht jongliert werden!
     
  8. freiwild

    freiwild Benutzer

    Schon, aber warum sollen die 83% der Eigentümer des hypothetischen Fusionsunternehmen, die nicht Friede Springer sind, freiwillig auf ihr Stimmrecht verzichten?

    Angenommen, es ginge nicht um Axel Springer, sondern um Volkswagen, und der interessierte Eigner besäße nicht 17, sondern 20 Prozent, und er wollte auch keine Kontrolle, sondern nur die Verhinderung der Kontrolle durch einen anderen - was würde Springer da schäumen!
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Juli 2015
  9. chapri

    chapri Benutzer

    Das war ein Kommentar von Brüderle, nicht vom Verlagshaus.
     
  10. freiwild

    freiwild Benutzer

  11. chapri

    chapri Benutzer

    ... und ich dachte, hier gings um Fakten und nicht um Kommentare ...:p
     
  12. freiwild

    freiwild Benutzer

    Wie Wirtschaftswoche meldet: Die Fusion ist vom Tisch, wohl aber werden ProSiebenSat1 und Axel Springer künftig gemeinsam in Startups investieren.
     
  13. chapri

    chapri Benutzer

    Der Geschäftsbericht wird nachher vorgestellt - man darf gespannt sein, was "nebenbei" erzählt wird!
     

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